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Labidochromis
Hallo Ihr Lieben!

Ich wollte mal von Euch wissen, was ihr mit Opipramol für Erfahrungen gemacht habt. Ich wurde zuletzt zugeballert mit Fluoxetin, Opipramol, Mirtazapin. Ich glaub einfach, dass mir EIN passendes Medikament reichen könnte.

Bis vor einer Woche hatte ich:

Fluoxetin 40mg morgens
Mirtazapin 15mg abends

dann nahm die Psychiaterin das Mirta wieder raus und verschrieb mir Opipramol stattdessen. Nun hab ich abends 100mg Opipramol. Meine Kopf und die Hormone spielen so oder so verrückt.

Ich merke, dass es mir so 1 bis 2 Stunden nach der Einnahme von Fluoxetin immer dreckig geht. Das Opipramol dagegen macht mich ruhiger und unterdrückt die körperlichen Symptome. Deswegen bin ich nun am Überlegen, Fluoxetin auszuschleichen und Opipramol morgens 50mg und abends 100mg nehmen sollte. Natürlich würde ich das vorher mit meinem Arzt abklären. Aber ein wenig bin ich von Fach und auf mein Gefühl war eigentlich immer Verlass. Was meint Ihr?

24.02.2018 19:49 • 02.03.2020 #1


35 Antworten ↓


la2la2
Hey,
wenn Opipramol so gut zu wirken scheint, dann macht es keinen Sinn noch was dazu zu nehmen, was eher schadet als nutzt....
Das Motto "viel hilft viel" ist bei Psychopharmaka vollkommen ungeeignet, sonst gibts am Ende noch die Tablette gegen die Nebenwirkung der Tablette, die gegen die Nebenwirkung einer weiteren Tablette helfen soll.

24.02.2018 21:08 • #2



Hallo Labidochromis,

Opipramol statt Fluoxetin

x 3#3


Labidochromis
Genau das denk ich eben auch! Danke La2La2!

...und was mich noch verwirrt ist die Aussage der meisten, die Psychopharmaka jeder Art nehmen, dass die Nebenwirkungen in den ersten Wochen zwar da waren, aber dann verschwunden sind. Ich habe bisher noch nirgendwo gelesen, dass die Nebenwirkungen auch nach einem Jahr noch vorhanden sein können. Ich nehm Fluoxetin mittlerweile ein halbes Jahr und habe immer noch Nebenwirkungen davon. Oder sind es die psychosomatischen Beschwerden? Manchmal weiß man eben nicht mehr was eigentlich wovon kommt und ob erhöhen oder eben genau das Gegenteil sinnvoll ist?!

24.02.2018 21:39 • #3


Skeletor
erste Frage: woran leidest Du?

24.02.2018 23:10 • #4


Labidochromis
Zitat von Skeletor:
erste Frage: woran leidest Du?


Hi! Ja sorry. Das wäre wohl hilfreich!
Ich leide unter einer Angststörung mit häufigen vor allem nächtlichen Panikattacken. Dabei habe ich eine Vielzahl von psychosomatischen Beschwerden wie Taubheitsgefühle am ganzen Körper, Hitze- sowie Kälteschauer, Tinnitus, Übelkeit, Schmerzempfinden in den Extremitäten mit Muskelzuckungen.

24.02.2018 23:14 • x 1 #5


Skeletor
Zitat von Labidochromis:
Fluoxetin, Opipramol, Mirtazapin


Fluoxetin ist ein sehr aktivierendes SSRI. Eignet sich nicht für deine Beschwerden.
Opipramol ist 'ne Placebopille.

Hilft dir Mirtazapin etwas?
--------------------------------------

Bei deinen Beschwerden würde ich folgendes ausprobieren:

# ein stärker sedierendes SSRI, vorzugsweise Paroxetin (alternativ auch Escitalopram)
# Pregabalin ("Lyrica"). Sehr effektiv bei Ängsten und "Übererregbarkeit".
# Propanolol. Wird bei Angstsymptomen & Panik oft eingesetzt. Bewährt und wirkungsvoll.

Ansonsten ist ein Versuch mit den klassischen trizyklischen Antidepressiva immer einen Versuch wert, vorzugsweise Amitriptylin (aber auch Imipramin, Clomipramin).

Für akute Situationen Clonazepam ("Klonopin") => sollte man aber nicht zu lange und zu häufig nehmen, da Abhängigkeitspotential besteht.

25.02.2018 02:21 • x 1 #6


Malin
Hallo,

hier eine Lister gängiger Antidepressiva

https://www.angst-verstehen.de/wp-conte ... enshot.jpg

25.02.2018 09:56 • x 1 #7


Labidochromis
Zitat von Skeletor:


Fluoxetin ist ein sehr aktivierendes SSRI. Eignet sich nicht für deine Beschwerden.
Opipramol ist 'ne Placebopille.

Hilft dir Mirtazapin etwas?
--------------------------------------

Danke Skeletor!
Dass Fluoxetin nicht das Richtige ist, merke ich auch an meinen Zuständen, vor allem nach der Einnahme. Mirtazapin hat mit mehr Nebenwirkungen beschert, als dass es mir geholfen hätte. Opipramol wirkt sich zumindest nicht noch zusätzlich negativ auf meine körperlichen Beschwerden aus. An Paroxetin dachte ich auch schon. Vielen Dank für Deine Unterstützung! Ich werde da mal mit meinem Arzt ernsthaft drüber reden.

25.02.2018 10:07 • #8


Labidochromis
Zitat von Malin:
Hallo,

hier eine Lister gängiger Antidepressiva

https://www.angst-verstehen.de/wp-conte ... enshot.jpg


Danke sehr!

25.02.2018 10:09 • #9


Malin
Bitte, sollte natürlich Liste heißen

schönen Sonntag noch
LG

25.02.2018 10:15 • x 1 #10


Malin
Zitat von Labidochromis:
Opipramol ist 'ne Placebopille.


Aus welchem Grund ist Opipramol ein Placebo ?
Kannst du mir das näher erklären ?
Bei meiner Mutter helfen die richtig gut,ohne Nebenwirkungen und die Ärztin meinte, man soll die nicht unterschätzen.

25.02.2018 10:23 • x 1 #11


Labidochromis
Ich merk auch, dass Opipramol positiv wirkt bei mir.

25.02.2018 10:26 • x 1 #12


Wie lange hast du denn das Mirtazapin genommen? Ein zu schneller kpl. Wechsel auf eine anderes Medikament(NaSSA zu TZA)ist auch nicht ideal.

25.02.2018 10:40 • #13


Malin
Zitat von Labidochromis:
Ich merk auch, dass Opipramol positiv wirkt bei mir.


Das ist doch schon mal gut.
Es dauert ja auch so 3 - 4 Wochen bis das gewünschte Ergebnis sich einstellt und sie lassen sich auch gut wieder absetzen.

25.02.2018 10:42 • #14


Labidochromis
Zitat von Acanthurus:
Wie lange hast du denn das Mirtazapin genommen? Ein zu schneller kpl. Wechsel auf eine anderes Medikament(NaSSA zu TZA)ist auch nicht ideal.


Mirtazapin ca 5 Wochen

25.02.2018 11:09 • #15


Labidochromis
Zitat von Malin:

Aus welchem Grund ist Opipramol ein Placebo ?
Kannst du mir das näher erklären ?
Bei meiner Mutter helfen die richtig gut,ohne Nebenwirkungen und die Ärztin meinte, man soll die nicht unterschätzen.


Dass Opipramol ne Placebopille ist, war übrigens Skeletors Aussage, die ich nur zitierte.
Aber ich denke er meint, dass es ein eher mildes Medikament ist?!

25.02.2018 11:12 • #16


Opipramol gilt halt mehr als leichtes Neuroleptikum mit anxiolytischer Wirkung und weniger als Antidepressivum

25.02.2018 15:33 • x 1 #17


Malin
Zitat von Serthralinn:
Opipramol gilt halt mehr als leichtes Neuroleptikum mit anxiolytischer Wirkung und weniger als Antidepressivum


Opipramol hat mit Neuroleptika mal gar keinen Zusammenhang !

25.02.2018 15:48 • #18


Skeletor
Zitat von Malin:
Hallo,

hier eine Lister gängiger Antidepressiva

https://www.angst-verstehen.de/wp-conte ... enshot.jpg

Das ist aber 'ne schlechte Liste

25.02.2018 15:51 • #19


Skeletor
Zitat von Malin:

Aus welchem Grund ist Opipramol ein Placebo?
Kannst du mir das näher erklären ?

Es gibt keine ernst zu nehmenden Studien, die die Wirksamkeit belegen würden. Auch klinische Beobachtungen kommen zu enttäuschenden Ergebnissen...

Es ist ein gutes Schlafmittel, nicht mehr, nicht weniger. Es bindet stark am sigma1 Rezeptor und H1-Rezeptor. Als Antagonist, wohlgemerkt. Sinnvoller ist es Sertralin + Mirtazapin zu kombinieren. Da hat man sigma1 und H1-Antagonismus, aber zusätzlich noch SRI, DRI, 5HT2A/2C & 5HT3 Antagonismus, sowieso alpha2-Antagonismus(=verbesserte NRI Transmission.)

25.02.2018 16:04 • #20




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Dr. med. Andreas Schöpf