Venlafaxin und Schwindel, Blähungen und Schwitzen
Liebe Mitglieder, ich leide seit über 16 Jahren an Schwindel unklarer Genese. Mal mehr, mal weniger. Als gar nicht mehr ging, wurde ich vor über 10 Jahren in der Klinik mit Sertralin 150 mg morgens und Seroquel 50 mg abends eingestellt. Danach ging es mir besser. Ganz weg war es nie. Ich hatte Angst und Gangunsicherheit. Nahm nicht mehr am gesellschaftlichen Leben Teil. Menschen und Gedränge machte mir Angst. Ich zog mich immer weiter zurück. Es war beim laufen, als würde ich in ein Loch treten. Organisch wurde nicht wirklich etwas gefunden. Etwas Schilddrüsenunterfunktion, bisl Augen aber nichts, was meine Angst und die Gangunsicherheit erklären würde. Manchmal war es so, das ich beim Lesen plötzlich das Gefühl hatte, ich kippe um und bewege mich in eine Richtung. Meine Augen verloren dann kurz den Kontakt zu dem vorher fixierten Punkt. (PC oder Buch)
Über die Jahre sollte ich die Tabletten reduzieren und setzte zuerst Seroquel ab. Das ging recht Problemlos. Dann folgte Sertralin, weil die Wirkung nachließ. Meine Psychiaterin stellte mich auf Venlafaxin um und die Hölle begann. Erste Woche 37,5 mg, zweite Woche 75 mg, dritte Woche 150 mg. Ich hatte einen Blähbauch als wäre ich im neunten Monat Schwanger und das als Mann. Meine Leberwerte wurden schlechter und die Ärztin fragte nach meinem Alk., obwohl ich gar nichts trinke. Dann reduzierte ich das Venlafaxin auf eigenen Wunsch. Auf 75 mg ging noch ohne Probleme. Auf 37,5 nach 4 Wochen war der Horror. Nach einer Woche wie Stromschläge im Kopf, Schwindel und ein elendes Körpergefühl. Blähungen und Herzrhythmusstörungen. Ich ging wieder auf 75 mg rauf und nahm von da an jede Woche 10 Kugeln aus der Retardkapsel. Nun nach vielen Wochen konnte ich dann doch auf 37,5 mg springen und es geht mir grenzwertig. Bin jetzt bei 9 Tagen mit 37,5 mg. Ich habe Sehstörungen, Schwindel, manchmal Angst, Blähungen, Alpträume, schwitze stark, kaum Kraft. Laufen ist ganz schlimm, ich denke ich werde zu einer Seite gezogen. Also wieder Gangunsicherheit. Meine Psychiaterin ist der Meinung, ich komme ohne Tabletten nicht klar. Es sei ein Rückfall. Ich denke das ist das Venlafaxin. Sie sagt, das kann nicht sein. Das würde man kaum merken. Meine Leberwerte sind nun wieder normal. Aber ich fühle mich nicht ganz da. Fühle mich krank, traurig, unsicher, überanstrengt, schwindelig, usw.
Wer kennt das speziell bei der Reduzierung auf 37,5 mg und wie lange, können diese Absetzsymptome ungefähr anhalten? Mir ist klar, dass es wohl bei jedem verschieden ist. Jedoch ging es mir mit Venlafaxin schon immer mies. Richtig geholfen hat es nie. Nehme es nun 8 Monate mit Einschleichen und reduzieren auf nun 37,5.
Wäre für Tipps dankbar.