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Hallo, ich hatte gestern nochmal ein Gespräch mit ihr. Sie will mich jetzt von Venlafaxin auf Milnacipran umstellen. Sie meinte es wäre für psychosomatische Schmerzen besser geeignet und hat weniger Nebenwirkungen. Hab heute nur noch 75mg Venlafaxin bekommen. Ich denke die Umstellung wird wieder sehr schnell gemacht. Was haltet ihr davon?

03.04.2019 09:46 • #61


Gut,dass ihr umschwenkt.
Musst dann mal schauen,ob Du das neue Medikament besser verträgst.
Dass kann Dir keiner vorhersagen,jeder reagiert anders auf ein Medikament.
Es scheint ja nebenwirkungsarm zu sein,das ist auf jeden Fall gut.
Ich drücke die Daumen!

04.04.2019 14:25 • #62



Nebenwirkungen bei Venlafaxin

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la2la2
Zitat von Richi79:
Ich denke die Umstellung wird wieder sehr schnell gemacht. Was haltet ihr davon?

nicht viel......
Die will jetzt ernsthaft von heute auf morgen 225mg Venlafaxin UND 20mg Mirtazapin UND 25mg Quetiapin auf 0,00 radikal absetzen und direkt durch hochdosiertes Milnacipran ersetzen? Milnacipran und Venlafaxin sind zwar beides SSNRI (wirken auf die gleichen Botenstoffe), aber Mirtazapin direkt von 20mg auf 0mg wird wahrscheinlich ziemlich schlaflose Nächte als Folge haben......
Bist du noch stationär irgendwo? Dann ist klar, dass die Ärztin da hemmunglos herumexperimentiert......

Zitat von Richi79:
Sie meinte es wäre für psychosomatische Schmerzen besser geeignet

Was hast du eigentlich für Symptome, die als "psychosmatische Schmerzen" abgestempelt werden?

04.04.2019 14:36 • #63


Zitat von la2la2:
Die will jetzt ernsthaft von heute auf morgen 225mg Venlafaxin UND 20mg Mirtazapin UND 25mg Quetiapin auf 0,00 radikal absetzen und direkt durch hochdosiertes Milnacipran ersetzen?


Richi hat nichts davon geschrieben,dass das Venlafaxin auf null gesetzt wird.
Es wurde auf von 225mg auf 75 mg gesetzt und da er sowieso keine Wirkung hatte (ausser den Nebenwirkungen),kann man das auch machen,finde ich sinnvoll.

(Nebenbei:Ich selbst hatte mal Paroxetin und nur Nebenwirkungen.Es wurde abrupt abgesetzt obwohl ich mich schon in einem höheren Dosierungbereich befand und es war eine Erlösung!)

Quietiapin war bei Richi niedrig dosiert,kann man problemlos absetzen in diesem Dosisbereich,hab ich auch schon gemacht.
Davon,dass sie das Milnacipran hochdosiert ansetzen will,lese ich irgendwie nichts...

04.04.2019 17:59 • #64


Naja @Flame , nur weil es bei dir so problemlos funktionierte , muss es das nicht bei jedem. Ich nahm 50 mg Quietiapin (jetzt 100) und kann/konnte es nicht absetzen, ohne halb abzudrehn.

04.04.2019 18:12 • #65


Zitat von IsNichtWahr:
Ich nahm 50 mg Quietiapin (jetzt 100) und kann/konnte es nicht absetzen, ohne halb abzudrehn.


Das war dann ja auch schon höher dosiert.
Richi bekommt nur 25 mg und auch erst seit 2 Wochen.
Und dann spielt noch eine Rolle,ob es das einzige Medikament ist,was man einnimmt,weiss ja nicht ,was Du sonst noch bekommst bzw. bekamst.

Man darf auch nicht vergessen: er ist stationär aufgenommen,das heisst,man kann sehr schnell reagieren,wenn sich zeigen sollte,dass es Richi nicht bekommt.

04.04.2019 18:15 • #66


Nein war nicht höher dosiert. Wollte das einfach mal anmerken. Mit der stationären Situation hast du natürlich recht

04.04.2019 18:23 • #67


Hallo. Also ich bin noch stationär. Quetiapen und Mirtazapin am Abend bleiben. In der Früh bekomme ich jetzt Venlafaxin und Milnacipran gleichzeitig und ab Samstag nur noch Milnacipran. Schmerzen hab ich einige:Nervenkribbeln und Muskelschmerzen in den Beinen,Rücken und Nackenschmerzen, Schmerzen bei den Nieren, Herzstechen / brennen und Kopfschmerzen. Leider wird hier in der Klinik bis auf EKG und Blutwerte nicht mehr untersucht. LG Richard

04.04.2019 18:32 • #68


Zitat von IsNichtWahr:
Nein war nicht höher dosiert.


Da haben wir uns glaube ich missverstanden.
Was ich meinte,war: Deine 50mg waren ja deutlich höher dosiert als Richies 25mg (sogar doppelt so hoch).

Wollen wir mal hoffen,dass es Richi bald besser geht...

04.04.2019 18:52 • #69


Hallo. Gestern war der erste Tag ohne Venlafaxin. Die Nacht war die Hölle. Ich hab vielleicht eine Stunde geschlafen. Heute wurde Milnacipran auf 50mg erhöht. Hoffentlich bessert sich das mit dem Schlaf wieder.

09.04.2019 08:09 • #70


Hallo. Seit gestern krieg ich 75mg Milnacipran. Hab extremes frieren im ganzen Körper und gleichzeitig schwitzen. Psychisch geht es auch immer weiter abwärts. Hoffentlich wird das alles mal wieder besser. Ich bin doch erst 39 und hab zwei kleine Kinder. Ich hab richtig Angst berufsunfähig zu werden wegen dem schei.. Gruß Richard

12.04.2019 19:41 • #71


Mit der Kälte und dem Schwitzen hatte ich ja auch. Am Kopf lief mir die Suppe und innerlich war mir eisekalt. Das schwitzen blieb , aber mit der Kälte wurde nach 4 Wochen besser

12.04.2019 19:44 • #72


Zitat von Richi79:
Hoffentlich wird das alles mal wieder besser.


Natürlich wird das wieder besser,es kann nur keiner vorhersagen,wie lange Du darauf noch warten musst.
Jeder Tag ist einer Zuviel,wenn man so fertig ist...

Ich dachte damals,dass ich nie wieder rauskomme aus der Psychiatrie.
Diese Gedanken sind so quälend und man sieht einfach keinen Hoffnungsschimmer.

Kannst Du essen?
Wenn ja,lass Dir Dein Lieblingsessen mitbringen,so hat man wenigstens eine kleine Freude.

Ich hatte auch immer ein Radio neben dem Bett und hab leise Musik gehört.
Das beruhigt etwas und man fühlt sich nicht so alleine.

13.04.2019 08:49 • #73


Essen kann ich. Hab totalen Heißhunger auf süßes. Ich hab halt Angst dass die Milnacipran wieder nicht die richtigen sind weil ich immer noch aufgrdrehter werde. Hab denen in der Klinik schon diesen Abcb1 Test vorgeschlagen aber den kennen die gar nicht. Ich hätte gerne ein Medikament das Stimmungsaufhellend und angstlösend ist und sonst nix. Ich merke auch dass ich total aggressiv werde seit ich die Milnacipran kriege. In so einem Zustand kann ich ja nirgendwo eine neue Arbeit anfangen.

13.04.2019 11:19 • #74


Zitat von Richi79:
In so einem Zustand kann ich ja nirgendwo eine neue Arbeit anfangen.


Natürlich nicht.

Das Blöde ist,dass einige Medikamente die innere Unruhe zunächst steigern.
Ich hatte das auch,konnte kaum still sitzen,dauernd haben die Beine gezappelt.
Ich denke mal,da musst Du jetzt durch bis das Milnacipran seine eigentliche Wirkung entfaltet.

Ich selbst bin ebenfalls eher für beruhigende und gleichzeitig antidepressiv wirkende Medikamente.
Leider kann man sich das nicht aussuchen,was man vorgesetzt bekommt.
Aber Du kannst Deiner Ärztin damit in den Ohren liegen,dass Du es nicht mehr aushältst und ein beriuhigendes Medikament wünschst.
Vielleicht hört sie irgendwann darauf.
Einfach immer wieder rumnerven und immer wieder um ein neues Arztgespräch bitten.
Ist schwer,wenn man eh schon so kraftlos ist aber manchmal muss man kämpfen,es geht schliesslich um viel.

13.04.2019 12:04 • #75


Was mir noch eingefallen ist:

Mach am besten schonmal einen Termin bei Deinem Psychiater für nach der Entlassung.
Damit Du dann direkt Anschluss hast mit der Behandlung und nicht noch lange Wartezeiten.

14.04.2019 10:52 • #76


Ja, hab ich schon. Der hat zwar selber eine Schraube locker und ist absolut gegen Medikamente aber ich werds nochmal probieren mit ihm. Ich hab jetzt mal mit meiner Frau folgenden Plan aufgestellt: Ca. 2 Wochen noch stationär und anschließend 4 bis 6Wochen Tagklinik. Mitte Juni hab ich dann Nebenhöhlen OP Termin. Dann entweder Bewerbungen schreiben oder andere Klinik und Medikamente nochmal komplett neu einstellen. Wobei ich in meinem Fall nicht mehr auf Tabletten hoffe. Ich muß einfach mal meine Denkweise komplett ändern.

14.04.2019 14:39 • #77


Zitat von Richi79:
Wobei ich in meinem Fall nicht mehr auf Tabletten hoffe. Ich muß einfach mal meine Denkweise komplett ändern.


Solange die Gehirnchemie unausgeglichen ist,ist es unmöglich,eine gesunde Denkweise zu erlangen.
Das ist ja die Krux.
Wenn das Gehirn quasi "hyperaktiv" ist und zuviele aktivierenden Botenstoffe abfeuert,kommt die Gedankenwelt gewaltig in´s Trudeln.
Die Gedanken können nicht mehr richtig gefiltert und eingeordnet werden,Ergebnis: Chaos im Kopf und krankhafte Angst.
Man weiss manchmal nicht mehr,was richtig oder falsch ist und/oder fühlt sich von Kleinigkeiten bedroht u.ä.

Den Psychiater würd ich wechseln,Medikamente sind wichtig,vor allem,wenn die Störung ausgeprägt ist und den Alltag sehr stark einschränkt.
Ich kann verstehen,dass Du die Nase voll hast von Medikamenten,hatte ich auch.
Hab aber nie aufgegeben und nachdem ich 10 (!) Medikamente probiert habe,hab ich meins gefunden und jetzt ist Ruhe.
War ein Kampf aber lohnenswert.

Verhaltenstherapie kann man beginnen,wenn man halbwegs wieder auf dem Posten ist.
Immer eins nach dem anderen.

14.04.2019 17:33 • #78


Ach ja, was ich noch vergessen habe. Schlimmste Nebenwirkung ist dass ich total aggressiv bin auf jeden und vor allem auf mich selbst. Ist natürlich für meine Ehe und die Kinder auch nicht so toll. Darf ich mal fragen welches Medikament dir geholfen hat?

14.04.2019 19:29 • #79


Also bei mir ist das mit Venlafaxin genau andersrum. Ich bin viel ausgeglichener. Merkwürdig das es so unterschiedlich von Person zu Person wirkt

14.04.2019 19:49 • #80



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Dr. med. Andreas Schöpf