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Liebe Panikler und Mitleidensgenossen,
ich bin neu in diesem Forum, bin über Google darauf gestoßen weil ich schon hinsichtlich meiner Panikattacken und Venlafaxin einige Fragen hatte, die vorallem hier dann gelöst werden konnten durch das pure Lesen.

Heute habe ich jetzt aber selber eine Frage, bei der ihr mir vielleicht etwas weiterhelfen könntet. Ich nehme aufgrund von mittelschweren Panikattacken seit knapp 5 Monaten Venlafaxin 75mg und beginne nächsten Monat zusätzlich mit einer Psychotherapie.

An Nebenwirkungen hatte ich bisher eigentlich nur gelegentlich etwas Übelkeit, wirre Träume, einen veränderten Schlafrythmus und Leistungsminderungen beim Sport sowie Verstärkung meiner Symptome beim Konsum von Alk. (ja, unvernünftig, ich weiss), seit 2 Tagen ist aber irgendetwas dazu gekommen, was mich unheimlich stört und einschränkt und zwar eine gewisse Verwirrtheit, Orientierungsschwierigkeit oder was auch immer.

Gestern war ich bei der Arbeit gerade am Multitasken, d.h. E-Mail geschrieben, nebenher der Kollegin zugehört und ein Telefonat beendet, als ich für ein paar Sekunden absolut neben mir stand, ich konnte weder meiner Kollegin antworten, noch konnte ich an der E-Mail weiterschreiben noch wusste ich in dem Moment, was ich eigentlich überhaupt machen wollte - völlig paniert irgendwie. Das verging zwar innerhalb von ein paar Sekunden wieder, aber das hat mich so erschrocken, dass ich kurz richtig Angst hatte ("Hirnblutung oder was?").

Heute war ich dann mit einem Kumpel beim Einkaufen, gegen Nachmittag sind wir dann aus einem Laden raus und ich war für einen kurzen Moment völlig orientierungslos, wusste garnicht wo ich hin muss, wo das Auto steht und wo's wo lang geht, obwohl ich in meiner Stadt schon oft genug war. Auch bei der Autofahrt nach Hause gab es einen Moment wo ich echt dachte "Häh, wo fahren wir eigentlich gerade lang, wo ist welche Richtung?".

In diesen Momenten dachte ich dann echt "schei., wirst jetzt dement?" oder "Baut dein Hirn jetzt ab, früher bissl zuviel getrunken" dass ich mich in diesen schei. wieder total reingesteigert und mich verrückt gemacht habe - so wie das schon vor meinen Tabletten war, als ich genau die Sorte Panikattacke bekommen habe. Das hat sich zwar alles wieder gelegt nach ner Weile - im Moment zuhause gehts mir wieder einwandfrei - aber man erschrickt natürlich voll wenn man das nicht kennt.

Nebenbei, ich bin 27, nicht übergewichtig, nicht suizidgefährdet, ich rauche nicht, hab einen normalen Blutdruck, trinke nur einmal alle 1-2 Monate (dann aber meistens zuviel, sollte ich abstellen!) und sonst gehts mir eigentlich auch wunderbar.

Kennt jemand diese Symptome? Soll ich mir keine Sorgen machen? Oder wär's an der Zeit fürn Arzttermin?

Viele Grüße, und vielen Dank schonmal

17.12.2011 18:32 • 18.12.2011 #1


9 Antworten ↓


Ich finde nicht, das Du Dur da um irgendwas Gedanken machen musst. Man darf halt nicht vergessen, Antidepressiva wirken auf den Hirnstffwechsel, es sind also keine Smarties. Da kann das was Du schreibst schon mal vorkommen.

17.12.2011 18:53 • #2



Venlafaxin Nebenwirkungen

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Auch tatsächlich bei der geringen Menge? Und vorallem können solche Nebenwirkungen sich auch erst nach einigen Monaten Einnahme entwickeln?

17.12.2011 18:55 • #3


Die Menge spielt da kaum eine Rolle. Ich denke mal schon, dass das immer mal vorkommen kann, auch nach Monaten.

17.12.2011 19:05 • #4


Danke schonmal für die Ratschläge, hast Du selber mal solche Erfahrungen gemacht was die Verwirrtheit und die Orientierungslosigkeit angeht? Mich hat das echt total schockiert heute und gestern...

17.12.2011 19:47 • #5


Ja, die Erfahrungen hab ich auch gemacht. Und weil es alles irgendwie immer nicht toll war, entschied ich mich dann endgültig dagegen.

17.12.2011 19:58 • #6


Das ist das Ziel, das ich eigentlich verfolge, ich will runter von dem Zeug, zwar sind die Nebenwirkungen erträglich aber sie schränken mich ein, vorallem das Thema Sport und auch die 2 aktuellen Tage Nebenwirkungen empfinde ich als unheimlich störend.

Selber absetzen geht ja aber nich so einfach, man kann das Zeug ja nicht einfach von einem auf den anderen Tag weglassen. Wie hast Du das gelöst?

17.12.2011 20:10 • #7


Ich hab nie was länger (von den ca. 12 AD) als 3 Wochen genommen, meist nur 1 Woche. Da gab es nicht viel zu lösen.

Ich hab nichts gegen AD, aber für mich halte ich nichts mehr davon, weil ich der Meinung bin, die haben alle immer irgendwelche Nachteile, die ich nicht toleriere.

17.12.2011 21:07 • #8


Das is so egentlich ähnlich bei mir, ich habe bisher 2 mal nehmen müssen als die Panikattacken unerträglich wurden und wollte von dem Zeug dann wieder so schnell wie möglich runter, das habe ich auch meinem Psychotherapeut gesagt - aber der meinte, dass ich das Zeug erstmal weiter nehmen müsste... und das gefällt mir garnicht

18.12.2011 13:24 • #9


Na ja..., müssen muss man nichts.

18.12.2011 13:46 • #10



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Dr. med. Andreas Schöpf