4

Hallo miteinander,

da ich vor der Einnahme von Lyrica viel nach Erfahrungen mit Lyrica im Internet gelesen habe, dachte ich mir, ich teile meine Erfahrungen einfach mal hier mit euch.

Da Cipralex, ich nehme 20 mg morgens, mir nicht so recht helfen mag, hat mein Doc mir verschiedene Alternativen aufgezeigt. Auch eine ergänzende Therapie sei möglich: die zusätzliche Einnahme von Lyrica.

Aus Panikattacken und Angst wurde bei mir die Angst vor der Angst, aus der Angst vor der Angst wurde eine Art Herzphobie und/oder eine Angst zu sterben. Jedenfalls bin ich tagsüber sehr, sehr oft angespannt, nervös, innere Unruhe und mache mir ständig dumme Gedanken über das Leben, das Sterben und meine Angst.

Im Juni werde ich eine Verhaltenstherapie beginnen, bis dahin soll mir das Lyrica helfen.

Seit Mittwoch nun nehme ich morgens und abends je 75 mg und muss sagen, ich bin ruhiger geworden. Nebenwirkungen, vor denen ich am meisten Angst hatte, habe ich bisher keine. Bin eh oft müde, weil ich mich zu wenig bewege und viel zu viel umliege, als dass ich mich bewege, aber ob das jetzt von Lyrica noch verstärkt wurde? Keine Ahnung...

Jedenfalls war ich am Samstag mit einem Kumpel beim Fußball: eine Stunde Autofahrt hin, S-Bahn fahren, im Stadion sitzen und das ganze Retour: das wäre im Normalfall nur unter Einnahme von Benzos bei mir gegangen, insofern schon einmal gut. Zwei leichte Anfällle von Panik gestern und heute konnte ich nach Sekunden im Keim ersticken bzw. wurden ohne viel Zutun erstickt.

Bisher also eher positiv, wobei die Wirkung ja erst noch kommen soll. Ich werde weiter berichten. Vielleicht können andere "Lyricaner" sich hier noch anhängen...

Hach, wie gerne würde ich das Leben wieder genießen, wären da nicht immer die dummen Gedanken, die man sich macht...

lg,
Steffen

24.05.2009 22:08 • 30.09.2019 x 1 #1


35 Antworten ↓


Und weiter gehts...

So, jetzt ist eine Woche vergangen und ich werde ab heute Abend abends für 7 Tage 150 mg und morgens weiter 75 mg nehmen. Der Doc meinte noch, je nachdem, wie es mir bekommt und bei mir anschlägt könnte man dann morgens auch auf 150 mg gehen. Das macht für die kommende Woche 225 mg / Tag und danach vielleicht 300 mg / Tag, was es dann bei mir auch gewesen sein soll.

Das Mittel beruhigt und nimmt unheimlich gut die Spitzen weg, eine Panikattacke hat seit der Einnahme nicht mehr durchkommen können. Nebenwirkungen sind bisher absolut keine.

Allerdings ist nach 12 Wochen Einnahme der stimmungsaufhellende Effekt bei meinem Cipralex gleich null, also bis letzter Woche VOR der Einnahme vom Lyrica war ich ein Wrack, ständig Panikattacken und so, dumme Gedanken im Kopf.

Jedenfalls gehen wir jetzt wieder auf Venlafaxin, wo ich im letzten Jahr eigentlich sehr, sehr gute 7 Monate hatte und zu schnell gewechselt habe. 7 Tage 37,5 mg Venlafaxin, danach 75 mg / Tag.

Mal sehen, wohin mich die Kombination Venlafaxin/Lyrica bringt...

Drückt mir die Daumen,
Steffen

27.05.2009 15:36 • x 1 #2


Hi, schön das Dir Lyrica so gut bekommt

Mich wollten sie in der Klinik (letztes Jahr) aufgrund meiner "generalisierten Angststörung" auch auf Sertralin + Lyrica stellen. Da Sertralin alleine nicht den gewünschten Erfolgen der Ärzten entsprach.

Leider war meine Erfahrung damit nicht die tollste.
Mir wurde noch schwindliger als sonst, bin gelaufen wie ein betrunkene da es mich immer nach links zog und ich dem irgendwie total hilflos ausgetzt war. Nachts im Bett hat es sich angefühlt als ob es mir die Beine nach oben zieht, als ob sie schweben. War total unangenehm und komisch. Dazu kam noch ein Gedankenkarussell das ich überhaupt nicht stoppen konnte, tausende Gedanken so schnell und wirr im Kopf, weshalb
ich die Pillen dann weggelassen habe.
Hab mit der Therapeutin und dem Pflegepersonal darüber geredet, doch die meinten das sei nur Einbildung etc. (Ne ist klar ) und ich solle die Pillen weiterhin nehmen. Nachdem ich nach vielen Diskussionen gemerkt habe, das es nichts bringt sich mit den Therapeuten usw. auseinanderzusetzen und die mir weiterhin die Pillen gaben, gab ich klein bei das ich meine Ruhe hatte und habe die Pillen immer bis zum Wochenende gesammelt, um sie dann zuhause in den Müll zu werfen.

Für mich sind Lyrica nichts, nie wieder! Hab die zwar nur 1 Woche genommen aber das hat mir gereicht! Allein auch die Nebenwirkung wie
Gewichtszunahme und sexuelle Unlust etc. sind für mich auch noch ein Grund weshalb ich die Pillen nicht wollte. Ich hatte eine Mitpatientin die ihr Lyrica brav nahm, und innerhalb von 4 Wochen von 68 auf 82 kg war.
Was laut Ärzten dort "natürlich nicht" von Lyrica kam, sondern weil sie bestimmt heimlich ißt. Dabei hat sie bestimmt einiges weniger gegessen als ich.

Wie gesagt, ich wünsche Dir alles gute mit Lyrica, und wenn es Dir hilft ist das schön und ich freue mich für Dich und hoffe das mein Beitrag nicht abschreckt, sondern lediglich meine eigene Erfahrung darstellt

27.05.2009 16:55 • x 1 #3


Hi Steffen78

Ich wurde anfang diesen Jahres von Trevilor auf Lyrica umgestellt. Da ich unheimliche Angst vor Nebenwirkungen hatte fing ich zunächst mit 25mg pro Tag an.

Seit ca. 2 Monaten nehme ich abends 200mg + morgends 25mg.
Meine Ängste sind gedämpfter und genau wie Du schreibst nimmt es die Spitzen weg.

Weiterhin besteht aber die Angst vor der Angst, die mich so viele Sachen nicht machen lässt und extrem einschränkt.

Liebe Grüße
merle

01.06.2009 10:38 • #4


Moin also nehme lyrica jetzt schon ein par wochen. Muss sagen mir persönlich hilft es tatslächlich bin seit gestern auf 400 mg umgstiegen vorher war die wirkung nicht ausreichend, ob es es nun reicht wird sich zeigen..... GROßER Nachteil bei mir ist fühle mich imoment ein bischen wie auf Dro. auf jedenfall nicht richtig klar, denke aber bei Benzosist es nicht anders... Habe vorallem euphorie schübe mt Musck ist das ganz cool rede auf einmal frei heraus, ohne nachzudenken. ma sehen hoffe es hilft habe generaliiesierte Angstörung.

25.06.2011 04:58 • #5


Hej, auch ich nehme jetzt seit Anfang April Lyrica! Morgens 150mg und abends 150 mg. Am Anfang war es doch sehr heftig mit den NW. Schwindel, starke Müdigkeit, sexuelle Unlust, Gewichtszunahme, seltsames Gefühl in Armen und Beinen in der Nacht. Seit dem 20. April leide ich auch noch unter starkenm Durchfall. Er will einfach nicht weg gehen. Habe mit meinem Arzt gesprochen und der meinte das könnte nicht von Lyrica kommen (haha). Es wurden drei Proben genommen, an drei verschiedenen Tagen, aber ohne Ergebniss. Also keine Bakterien o.ä. Außerdem leide ich noch unter starkem schwitzen, seit ich mit den psychopharmaka begonnen habe (kommt aber nicht von den Tabletten). Wahrscheinlich bilden wir uns die NW alle nur ein! Panikattacken hatte ich seit der Einnahme keine mehr! Juppi! Was natürlich auch sehr zermürbend ist ist die sexuelle Unlust! Ist schon schwer, wenn man einen Partner hat (der es zwar versteht!) und mit ihm Sex hat und man selbst könnte eigentlich nebenher Zeitung lesen (krass ausgedrückt)! Es ist wie betäubt! Hat das vielleicht noch jemand oder hat es jemand gehabt und es ist wieder weg gegangen? Auf eigenen Wunsch wurde Lyrica jetzt erst mal morgens auf 75mg gesenkt, bis jetzt spüre ich eigentlich keine große Veränderung. Nicht mehr ganz so müde und ich stehe nicht mehr ganz so doll neben mir!
Es ist schön, wenn andere es gut vertragen, für mich ist es nicht so dolle!
anja

20.07.2011 13:42 • #6


LYRIKA FÜHRT ZU EXTREMER INNERER UNRUHE/ RASTLOSIGKEIT/ PANIKATTACKEN BIS HIN ZU SELBSTMORDGEDANKEN - NICHT EINNEHMEN!

STEHT AUF DER PACKUNGSBEILAGE GANZ WEIT UNTEN!

02.09.2015 10:18 • #7


Schlaflose
Jetzt mal keine Panikmache Selbstmordgedanken stehen bei jedem Antidepressivum in der Packungsbeilage. Das kommt nur in der Anfangsphase vor, bis die stimmungsaufhellende Wirkung eintritt. Und es kommt nur bei einem kleinen Prozentsatz der Patienten vor. Ich habe schon viele verschiedene ADs genommen, aber nie Selbstmordgedanken davon gehabt. Ohne hingegen schon.

02.09.2015 12:04 • #8


Zitat:
LYRIKA FÜHRT ZU EXTREMER INNERER UNRUHE/ RASTLOSIGKEIT/ PANIKATTACKEN BIS HIN ZU SELBSTMORDGEDANKEN - NICHT EINNEHMEN!

STEHT AUF DER PACKUNGSBEILAGE GANZ WEIT UNTEN!


@pedram

Dein Abraten von Lyrica mit dieser Argumentation ist total fehl am Platz, bitte es soll sich niemand verunsichern lassen! Habe Lyrica ein Jahr lang wegen neuropathischer Schmerzen genommen, ein hervorragendes Medikament! Nebenwirkungen etwas müde, das wars.

und überhaupt, schaut mal auf das Datum des Threaderstellers

02.09.2015 12:13 • #9


Stimmt man muss es erst AUSPROBIEREN dann weiss man obs zu einem passt oder nicht! Jeder Mensch ist anders.
Aber bei meiner Mutter hatte es nicht gepasst. Ich würde meinen alten Beitrag gerne abmildern aber eine editfunktion habe ich nicht gefunden.

02.09.2015 21:00 • #10


ist ja nicht nötig, hast du ja jetzt gemacht, editieren kannst du nur die ersten 10 Minuten

02.09.2015 21:06 • #11


Hallo !
Bewege mich zum ersten mal in einem Forum.
Leide schon seit mehr als 10 Jahren an Angststörungen und mit den damit verbundenen Panikattacken.
Nehme jetzt seit 6 Tagen Pregabalin und bin mir über die Wikung noch nicht ganz sicher.
Meine eigentliche Frage ist wie Ihr im Alltag so zurecht kommt?
Ich bin morgens ab 6 Uhr bis ca. 17 Uhr alleine!

02.07.2016 12:51 • #12


Also man könnte sich darauf einigen, dass - auch wenn das ein bisschen her ist, dass man den Wirkstoff nennt und nicht den Namen.

Also dann geh in einen Club, oder die Stadtbücherei oder die Uni-Bibliothek. Zu den Christen kann ich nicht empfehlen, weil hier die Frauen alle gleichgeschlechtlich sind, die dort rumhängen. Die sind nicht gläubig, nur auf der Suche.

Schreibe ein Buch und werde berühmt. Betreue Kinder.

Und zu Pregabalin: Es macht abhängig. Es dauert in der niedrigen Dosierung lange, aber es ist eben ein Benzo Ersatz. Die Epileptiker mußten damals immer auch Valium nehmen, wenn sie unsicher waren, ob ein Anfall kommt. Oder wenn sie ein B. trinken wollten.

Und mit Alk. macht es schnell abhängig. Auch Alk. ab und zu geht nur, wenn man 1 Tag zuvor keine genommen hat. Man weiss dann nicht mehr, ob man immernoch krank ist oder auf Entzug.

Das Gute: Wenn die Wirkung nach 6-18 Monaten in der normalen Dosierung nachläßt, kommt man frei. Dann träumt man unglaublichen Mist. Geht auch vorbei. Wenn man dann aber nach 2-3 Tagen wieder Ängste hat, weiss man nicht, ob man noch krank ist... . Bei mir geht es jetzt. Denn es gibt noch einen anderen Effekt: Die Wirkung verändert sich. Lyrica dämpft als Epilepsiemittel einfach nur das Gehirn bzw. eben die Impulsspitzen, die zu einem Anfall führen. Vor ein paar Monaten hat sich die Wirkung verändert. Auf einmal lag ich wie schwach beki. im Bett. Dabei wollte ich wie immer schlafen. Bin ganz schön angeschmiert. Reagiert jetzt irgendwie paradox.

Ich bin das Mirtazapin losgeworden - schon vor dem Verlsut der stabilen Wirkung. Will das Zeug nie wieder sehen. Was gibt es den für Alternativen?

Codeinphosphat bringt ein bisschen was (nicht als Pregabalin Ersatz - habe starke Schmerzen und suche halt rum). Jetzt soll ich Tramal nehmen. Wollte die Regierung anschreiben und es verbieten lassen. Ein unmögliches zeug. Wobei ich erwähnen möchte, dass Tramal über Serotonin schmerzstillend wirkt - erst sekundär als schwächstes Opioid. Einigen von euch könnte das helfen. Angst hatte ich keine, war aber daneben und konnte nicht schlafen. Am nächsten Tag ging es mir so übel, dass ich dachte das würde nie aufhören. Meine Gedanken kann ich hier nicht schildern, jedenfalls konnte ich mit Amitryptilin die Nachwirkungen aufheben. A. wird auch zur Linderung von Schmerzen eingesetzt. Zum Glück ist mir gleich aufgefallen, dass das wie A. wirkt - erst dann kam dieses Wischi-Waschi vom Opioid. Normal bin ich nie so drauf wie auf dem Zeug. Aber wie gesagt, für einige Fälle, kann es eine echte Alternative sein. Wollte es nur erwähnen. Nichts wirkt serotoninmäßig so wie Tramal in Vollwirkung.

Ich kenne wirklich alles. Wie komme ich denn um Pregabalin rum. Immer halb bedröhnt ist blöd. Kann nicht auf den Punkt einschlafen. Nervt nur noch das Zeug. Es muss doch noch was geben, was ich übersehe.

05.10.2016 20:42 • #13


orsbecker
Hallo zusammen,
ich habe vor 3 monaten Lycra bzw Pregabalin verordnet bekommen wegen Polyneuropathie in den Beinen.
langsam gesteigert von anfangs 25 mg morgends u abends... erst auf 75 mg 2 mal täglich. plötzlich nach 3-4 wochen in dieser dosierung waren die beschwerden fast verschwunden. 1 woche später kamen sie wieder. bin jetzt bei 150 mg morgens und abends angekommen.
nebenwirkungen kann ich nur sagen das beim autofahren sich das bild in ner entfernung von ca 200 m immer so komisch verschiebt. hoffe das das mal weg geht an nebenwirkungen....

04.11.2016 12:51 • #14


orsbecker
Guten Morgen Gemeinde,

jetzt nehme ich Pregabalin 150 mg morgens u abends... gestern abend, ich liege im Bett... so ein komisches Gefühl in den Beinen, bzw Oberschenkeln... wie so ein Brennen unter der Haut und wieder das leichte Zucken. Dafür waren die anderen Beschwerden weg.
Nehme diese Dosierung jetzt seit 4 Tagen. Und was mir so auffällt, nach ca 3 Monaten wo ich diese Medis jetzt nehme schleicht sich irgendwie ein LMAA Gefühl ein... Kann mir jemand was dazu sagen ?
Wünsche allen einen schönen Tag....

10.11.2016 08:08 • #15


petrus57
Als ich in der Klinik war hatten wir auch einen Patienten der mit Pregabalin behandelt wurde. Der hatte auch Schmerzen in den Beinen, der konnte kaum laufen. Dann litt er noch unter Augenproblemen.

10.11.2016 08:14 • x 1 #16


orsbecker
Moin,
meine Hauptschmerzen äussern sich so..... dieses gekribbel unter den fußsohlen wie eingeschlafen, bis in die oberschenkel.... das ist von pregabalin weniger geworden. dafür diese NW. da weiss man nicht was besser ist auf dauer....

10.11.2016 08:17 • #17


Robinson
Hat das auch jemand unter Lyrica: Gedankenrasen und Aggressivität? Bewegungszwang und unheimliche Unruhe? Ich bin dabei davon wegzukommen. Aber is schwer.

12.11.2016 17:47 • #18


orsbecker
naja, ich habe festgestellt daß ich ziemlich schnell auf 300 bin.
ich nehme das jetzt in der dosierung 100 - 0 - 150 seit 3 monaten.

12.11.2016 17:50 • #19


Robinson
Ich bin seit einer Woche auf null Lyrica. Habe den ganzen Tag Angst und Spannungzustände, heftige Unruhe, Kopfschmerzen und inneres Zittern. Liege nur im Bett und wackel mit dem Körper. Schlaflosigkeit bis zum Bewegungszwang. Herzrasen und Druck im Kopf!
Verdammt, was ist das?
Hab von 150 eine Woche auf 75mg reduziert und seit letzten Sonntag auf null.

14.11.2016 00:10 • #20




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. med. Andreas Schöpf