Pfeil rechts
2

hallo,

Nehme seit 5 wochen Lasea ,was mir überhaupt nix bringt.Vitamine B...Neurexan und rescue Tropfen wirken nur fürn Moment.Ich glaube an Medikamente.....aber irgendwie will das nicht so wie ich!
Seit paar Tagen nehme ich zusätzlich noch laif900 auch keine Reaktion.....

Will aber im Moment noch kein Psychopharmaka....


Was mache ich falsch? Habe jetzt ca seit den 5 Wochen wieder PA so dass ich krankgeschrieben bin.Mache zwar alles...gehe einkaufen,shoppen mit den KIndern überall aber fragt sich wie.....es ist so unangenehm....


Möchte nächste Woche mich einfach zwingen zu arbeiten aber ich denke jetzt schon ,dass ich das nicht schaffe!

glg

30.04.2013 12:17 • 02.05.2013 #1


87 Antworten ↓


Ich will jetzt niemandem auf die Füße treten aber du machst nichts falsch. Alles was du da nimmst, sind keine Medikamente, zumindest einige davon nicht. Einiges davon sogar Homöopathie. Homöopathie ist schwachsinn hoch Zehn. Wer ein bischen Verstand hat, und logisch denken kann weiß das auch.
Und die pflanzlichen Arzneimittel (bitte an dieser Stelle nochmal Naturheilkunde nicht mit Homöopathie verwechseln!) sind oft viel zu gering dosiert in den Mitteln, als das sie bei schweren Erkrankungen hilfreich sein können.
Das meiste sind sogenannte "Nichtheilmittel" die freiverkäuflich sind. Einige von denen dürfen dennoch nur in Apotheken verkauft werden und das sind schon welche die Einfluss aufs ZNS haben, antibiotisch wirken, in den Hormonhaushalt eingreifen und die Blutgerinung verzögern. Kurzum je freier Verkäuflich diese Sachen sind, desto weniger Wirkung haben sie, weil keine Gefährdung davon ausgeht, nichtmal im Falle einer Überdosierung (also keine ernsthaften Schäden nach sich zieht. Und Lasea tut das laut Packung auch nicht).
Lasea mag daher bei einigen, vorallem leichten Beschwerden noch helfen, aber eben nicht immer.

30.04.2013 13:21 • #2



Medikamente wirken nicht

x 3


Ich habe vorher auch gedacht es klappt ohne Tabletten und habe Beruhigungstees und sowas wie Lasea probiert aber wie schon gesagt wurde es ist nicht wirklich das wahre.Denke wenn man kleinere Sachen hat die noch nicht so akut sind ,wie zb.leichte Unruhe dann mag das helfen.
Also ich bin auch jetzt auf ein Medi eingestellt und mache zusätzlich Verhaltenstherapie.

30.04.2013 13:28 • #3


Das baut natürlich einen total auf

30.04.2013 13:34 • #4


Naja, so "leichte pflanzliche Mittel" und Homöopathie helfen eben nur, wenn man daran "glaubt".

Also bei manchen Leuten hilft in Stressituationen dementsprechend auch Schokolade

30.04.2013 14:03 • #5


Also ein bisschen sauer macht mich die Einstellung zu Medikamenten von manchen.... ich habe auch unter ganz schlimmen pa gelitten und mich gegen psychopharmika und für Adrian entschieden.das hat am Anfang geholfen und letztendlich bin ich heute ohne irgend etwas auf dem weg der Besserung!
Was ich mich bei den ganzen Tabletten immer Frage ist
A: wie lange wollt ihr die nehmen? Was ist nach dem absetzen? Alles wieder gut? Oder doch nur unterdrückt?
B: kann es Sinn und Zweck sein einfach Tabletten zu nehmen wenn mit mir etwasnicht stimmt?
Meinermeinung nach sollten es aus eigener Kraft schaffen und dann hat man es auch wirklich geschafft. Wobei tablettennaturlich der einfachere weg ist!

Sorry,will hier niemandem auf den schlips treten.war auch kurz davor welche zu nehmen! Heute bin ich froh das ich es ohne probiert habe!

30.04.2013 15:35 • #6


Ich würde dir raten auf jeden Fall wieder arbeiten zu gehen! Du wirst das auf jeden Fall schaffen! Auch wenn du das jetzt nicht glaubst! Ich hatte jeden Abend das Gefühl den nächsten Tag nicht zu schaffen,aber ich habe es jeden Tag geschafft!
Lass dich nicht weiter krank schreiben sondern stell dich der größten Angst und jeden Tag wird es dir ein bisschen Kraft geben das du es doch kannst! Es kann dir nichts passieren!

30.04.2013 15:39 • #7


Zitat von firesnow:
Meinermeinung nach sollten es aus eigener Kraft schaffen und dann hat man es auch wirklich geschafft. Wobei tablettennaturlich der einfachere weg ist!



Das ist ja schön, dass du es aus eigener Kraft geschafft hast, aber viele schaffen es eben nicht und sinken immer tiefer in die Angstspirale. Und da können Psychopharmaka helfen, bis man mit Hilfe einer Therapie stabiler ist. Ich finde es immer schade, wenn manche meinen, nur weil sie es ohne geschafft haben, es alle können müssen. Aber so einfach ist das nicht.

Wenn bei dir die leichten naturheilkundlichen Medikamente nicht geholfen haben und du allein nicht aus deiner Angst herauskommst, dann rate ich dir dringend mit einem Neurologen und Psychotherapeuten zu sprechen.

Und man darf auch nie vergessen: Auch Lasea und Co. haben Nebenwirkungen.

30.04.2013 15:41 • #8


Ich bin durchaus der Meinung das es jeder schaffen könnte! Sage aber nicht,dass das jeder muss!
Ich finde es nur schlimm mit was für einer Leichtigkeit heute diese Mittel auch verschrieben werden! Zumindest bei mir "ach,sie haben Angst.dann quälen sie schlicht damit sondern nehmen sie einfach mal... das ist alles nicht so schlimm wie alle immer machen! Heutzutage muss man es sich ja nicht unnötig schwer machen". Echt der Hammer! Es handelt sich hier immerhin um Mittel mit starken Nebenwirkungen in den meisten fällen! Und das sie einen leicht verändern ist jawohl auch klar! Natürlich fühle ich mich besser,aber ganz ich selbst bin ich dann auch nicht mehr! Habt ihr denn auch wieder mal aufgehört damit? In den meisten fällen ist das trotz Therapie schwer möglich!

30.04.2013 15:51 • x 1 #9


Du hast noch nie Psychopharmaka genommen, aber kennst dich bestens aus? Dann müsstest du wissen, dass Antidepressiva den Menschen nicht verändern, du bist genau die gleiche Persönlichkeit, außer dass du dein Leben wieder regeln kannst. Es sind nicht die Medikamente, die dich verändern, sondern die Angststörung bzw. die Depression.

Bei Leuten, die sich mit den Mitteln nicht auskennen, werden mal viele Wirkstoffe in einen Topf geworfen. So sind es die Benzodiazepine, die auf Dauer schlecht für die Person sind und sie auch verändern. Bei den Antidepressiva hingegen merkst du keine Veränderung und man wird auch nicht abhängig.

Und mal zum Thema Johanniskraut. Das hat enorme Nebenwirkungen.
Und zu Lasea. Das Medikament ist ja auch noch nicht so lange erprobt. Wer weiß ob sich nicht Lavendelöl auf Dauer als schädigend herausstellt. Viele haben ja Probleme mit dem Magen bei der Einnahme.

30.04.2013 16:14 • #10


Damit kenne ich mich leider nicht aus!
Aber auch meine psychologin hat mir erklärt,dass diese Mittel einen einfach auf ein "bestimmtes Level" bringen,wo nicht mehr viel Spielraum für Emotionen bleibt! Sprich sie verändern deine Gefühle durchaus!sonst würde es ja auch nicht funktionieren!Aber wollte hier auch niemanden angreifen!
Wie lange nimmst du denn schon Tabletten?falls du das verraten möchtest,ansonsten verstehe ich auch wenn nicht!

30.04.2013 16:32 • #11


Ich nehme seit 2008 Mirtazapin. Ich habe wieder Lust am Leben, mein Studium, welches ich vorher aus Angstgründen abgebrochen habe, fortgesetzt und schaffe es, meinen Alltag relativ gut (mit Höhen und Tiefen) zu meistern.
Aber ich als Wesen habe mich nicht verändert. Das wäre ja auch sonst gespenstisch.
Ich kenne viele in meinem privaten Umfeld, die ähnliche Erfahrungen mit der positiven Wirkung von Antidepressiva gemacht haben.

Die einzigen Psychopharmaka, die einen wirklich nach Dauergebrauch dumpf machen, sind die Benzodiazepine wie z.B. Tavor. Aber die kann man nicht mit den Antidepressiva vergleichen.

Ich gebe aber zu, dass ich früher auch so abwehrend gegen diese Mittel war, bis ich dann bei einem endgültigen Zusammenbruch reif für die Klinik war.

30.04.2013 16:55 • #12


Und hast du keine Angst davor nicht mehr mit den Tabletten aufhören zu können? Ich meine, dass es dann eventuell wieder schlimmer wird? Und wann ist für dich der Zeitpunkt da es auszuprobieren?

Hast du gar keine PA mehr durch die Medikamente?

30.04.2013 17:01 • #13


Chihuahua Love
Wer sagt, Antidepressiva verändern den Menschen nicht, ist auf dem Holzweg. Die komplette Gefühlswelt wie, Empathie, Sexualität, Glücksgefühle und dergleichen wir "gedämpft", bei längerer Einnahme, und auch nach dem Absetzen. Habe einige Leute um mich herum, die dies leider selbst nicht merken, das sie sich verändert haben. Für mich jedoch ein abschreckendes Beispiel sind.
Wie schon erwähnt nehmen viele Kranke Psychopharmaka ein Leben lang...und Warum? weil OHNE garnichts mehr geht.

Die Firma Lilly hat intern eine Studie in der GESUNDE Probanten Antidepressiva testeten, diese jedoch nach dem Absetzen Depressionen als auch Angstzustände bekamen!
Was verändert den unser Bewußtsein...Alk., Dro. usw. Wer glaubt Antidepressiva wirkt anders? Nur weil es legal ist, und die Pharmaindustrie sich dumm und dämlich verdient...
Dro. wurde als Medikament für psychisch Kranke entwickelt.

Aber ich weiß, Leute, die so denken....sind nicht richtig krank. Ich habe vor jedem einen heiden Respekt, der ohne Medis diese Krankheit durchläuft und kämpft.
Wer nicht mehr kämpfen will, oder kann, und den Preis den er bezahlt akzeptiert, soll den Weg mit Medis gehen. Verurteile niemand, der das tut.

30.04.2013 17:26 • #14


Natürlich mache ich mir manchmal Gedanken darüber, ob ich in der Zukunft wieder davon los komme. Ich habe die Dosis auch schon problemlos reduzieren können. Ich habe vor, wenn ich mit meinem Studium fertig bin, damit aufzuhören. Aber wenn es nicht klappt, dann muss ich mal schauen. Viele Leute müssen ihr Leben lang Blutdruckmedikamente nehmen oder nehmen ohne nachzudenken die Antibabypille. Daher würde mich eine lebenslange Einnahme auch nicht so beunruhigen. Ich bin sonst gesund, habe einen normalen Blutdruck und nehme so gut wie nie andere Medikamente.

Ab und zu habe ich in Extremsituationen auch mal eine Panikattacke, aber sehr selten. Meine Grundstimmung ist eine ganz andere und ich kann mein Leben wieder so gestalten, wie ich will, ohne dass mir die Angst einen Strich durch die Rechnung macht.

30.04.2013 17:26 • #15


Oh man,also ehrlich,es ist doch jedem selbst überlassen ob er es nehmen will oder nicht.Ich finde auch nicht das sowas leichtsinnig verschrieben wird sondern bei mir wurde es nur in Verbindung mit einer Verhaltenstherapie verschrieben.
Ich denke es gibt viele Leute die heute noch leben würden,wenn sie Hilfe gehabt hätten und nicht von der Brücke oder so gesprungen wären.
Wie schon gesagt viele nehmen ihr Leben lang die Antibabypille,habt ihr euch die Nebenwirkungen mal durchgelesen ?
Oder überhaupt müssen manche auch andere Medis ihr ganzes Leben nehmen,was sollen die denn sagen ?

Ich finde es richtig das man sagt die Medis alleine bringen nichts,sie sollten nur eine Stütze sein in Begleitung mit einer ordentlichen Therapie.Und natürlich sollte man versuchen irgendwann wieder ohne auszukommen.Meine Mutter zum Beispiel hat sie über 4 Jahre genommen und hat sie jetzt vor ein paar Monaten abgesetzt und kommt auch ohne klar jetzt.

Denke man sollte sowohl die eine Seite die es ohne Medis schaffen,als auch die andere Seite die mit Medis nicht verurteilen.Natürlich gibt es immer Leute die sich zupumpen damit und da ist es wohl klar das man sich verändert.
Aber bei normaler Einnahme,ist man nicht ein anderer Mensch.

30.04.2013 18:16 • #16


Chihuahua Love
Zitat von schneebiene2005:
Ich denke es gibt viele Leute die heute noch leben würden,wenn sie Hilfe gehabt hätten und nicht von der Brücke oder so gesprungen wären..



Du weißt schon, das die meisten Suizide MIT Antidepressiva passieren...bestes Beispiel Robert Ehnke. Suizid ist sogar eine Nebenwirkung vieler Medis, deshalb sollten Menschen die sie nehmen, unbedingt einePerson nebensich haben, die darüber Bescheid weiß. (Steht z.B. bei Paroxetin im Beipack)


Antidepressiva wird leichtsinnig verschrieben, sogar Jugendliche mit Liebeskummer bekommen sie! Nichts leichteres als an dieses Zeug zu kommen, was in keinem Verhältnis zur Wirkung steht.


....und nochmal, ich verurteile niemand, habe das hier auch bei den anderen Posts so nicht gesehen. Wie überall, jeder ist seines Glückes Schmied!

30.04.2013 18:32 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von firesnow:
B: kann es Sinn und Zweck sein einfach Tabletten zu nehmen wenn mit mir etwasnicht stimmt?
Meinermeinung nach sollten es aus eigener Kraft schaffen und dann hat man es auch wirklich geschafft. Wobei tablettennaturlich der einfachere weg ist!




Ich finde die Aussage ist zu allgemein. Es gibt auch Krankheiten, da sterben Menschen ohne die Medis und ohne die lebenslange Einnahme. Zb Nierenschwäche, Schilddrüsenerkrankungen, etc.
Wenn eine psychiche Erkrankung an einem verschobenen Hirnstoffwechsel liegt, wird die beste Laber- und Verhaltenstherapie nichts bringen, und auch keine gesunde Ernährung. Das ist eine Stoffwechselstörung wie sie auch in der Schilddrüse oder sonst wo im Körper vorkommen kann. Mir leuchtet ums verrecken nicht ein, wieso man Erkrankungen die sich IM Hirn abspielen nicht ebenfalls als eine physische Krankheit betrachtet, ebenso wie jede andere. Nur weil uns heute die Mittel fehlen, das ganze so schön sichtbar zu machen wie bei einer Leberentzündung? Und man kann viele Vorgänge im Hirn schon sehr gut sichtbar machen! Solch ganz "psychische" Dinge wie Reaktionen auf Bilder etc. Und warum? Weil all diesen psychischen Prozessen pysische, elktrophysikalische und biochemische zu Grunde liegen.
Man hat eher das große Glück, das Labertherapien im Gehirn überhaupt etwas bewirken können! Die kaputte Niere interessiert das meist wenig, was man ihr erzählt. Das ist ein absoluter Vorteil.
Trotzdem reicht auch beim Hirn reden und absoluter Wille oft nicht aus.
Kein Medikament sollte man leichtfertig nehmen. Weder ADs noch Antibiotika. Die verändern alle was auf ihrem Wikrungsgebiet! Wenn dem nicht so wäre, wären sie ganz einfach wirkungslos.
Wer beim ersten Niesen sofort Antibiotika einwirft ist genauso schief gewickelt wie jemand der bei leichter einmaliger Verstimmung sofort ADs einwirft. An einer Lungenentzündung aber nachher zu sterben weil man Antibiotika verweigert ist ebenso blöd wie keine ADs zu nehmen wenn man kurz davon ist daran drauf zu gehen.
Das Stichwort lautet hierbei immer "verantwortungsbewusster Umgang".
Da kann sich jeder einmal selber fragen, was er Verantwortungs voller finde:
Beim Schnupfen Antibiotika zu nehmen oder nicht? Bei der Lungenentzündung immer noch alle Medis verteufel und daran sterben oder lieber dann doch Antibiotika nehmen? Genauso kann man es sich bei Psychopharmaka fragen.

30.04.2013 18:33 • #18


Zitat von Chihuahua Love:


Du weißt schon, das die meisten Suizide MIT Antidepressiva passieren...


Das Stimmt nicht. Die Suizidrate ist ohne Antidepressiva bei Depressionen zumindest höher.
Außerdem brauchen ADs bis sie wirken. Die Erstverschlimmerung ist bekannt. Wenn jemand so suizidal ist unter ADs, dann ist er das meist ohen auch schon. Dann ist es eher ein Einnahmefehler, wenn dieser Mensch zubeginn einer AD Einnahme ohen Beaufsichtigung ist. Und nur weil jemand ADs nimmt, heißt es nciht das sie auch gut wirken. Viele sind schlecht auf die Medis Eingestellt, was aber oft die Schuld der Ärzte ist und nicht die der Medis.


Mittlerweile dürfte hier bekannt sein, dass ich kein besonder großer Verfechter der allzuleichtfertigen ADs und Medi einnahme bin. Aber man muss auch die Kirche echt im Dorf lassen und fair bleiben!

30.04.2013 18:38 • #19


@ where.there.is.light....Genauso denke ich auch.Also ein verantwortungsvoller Umgang lässt sicher keinen vom Dach springen. Klar gibt es immer solche und solche,aber das gibt es auch beim Alk. oder bei Dro..


@Chihuahua Love...also du kennst ja komische Ärzte die sowas bei Liebeskummer verschreiben.Und ja da steht Suizidgedanken drin bei manchen,aber meine Mutter hat zum Beispiel genau das Paroxetin genommen 10 mg und die lebt noch

30.04.2013 18:43 • #20



x 4


Pfeil rechts


Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. med. Andreas Schöpf