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M

Marviin18
Mitglied

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Hallo!

Ich bin 19 Jahre alt und leide seit über 1 Jahr an einer GAS mit Zwangsgedanken und Depressionen.

Letztes Jahr bekam ich gegen diese Symptomatik folgende Medikamente:

Früh: Sertralin 100mg
Abend: 30mg Mirtabene

Schon nach wenigen Tagen merkte ich eine rasante Besserung, keine Trauer mehr, keine Angstzustände mehr, keine schlimmen Gedanken mehr...
Es war mir wieder möglich ganz normal zu leben...
Nebenbei machte ich begleitend eine Gesprächstherapie...

Seit September geht es mir jedoch wieder sehr schlecht...

Die Sertralin wurden bis zur max. Dosis von 200mg erhöht, jedoch ohne Erfolg...

Inzwischen bekam ich SSNRI Cymbalta sowie Lyrica...
Die Cymbalta musste ich absetzen aufgrund von Sexualstörungen, welche mich wieder deprimierten.

Danach bekam ich Wellbutrin verschrieben -> die Sexualfunktion passte wieder - ich vertrug leider das Medikament nicht -> es wurde abgesetzt.

Nun nehme ich 225mg Venlafaxin und 200/200 mg Lyrica...

Das Venlafaxin lähmt jedoch meine Sexualfunktion wieder komplett...
Psychisch gehts mir auch nicht wirklich besser -> bin oft traurig, habe Angstzustände (Angst mir etwas anzutun) und schlimme Gedanken...

Ich bin nun schon sehr verzweifelt und denke, es gibt kein Medikament, dass bei mir hilft bzw. dass die Sexualfunktion nicht einschränkt?
Gibt es wirklich KEIN MEDIKAMENT, WELCHES MIR HILFT?

Ich komme auch in meiner Gesprächstherapie nicht weiter...
Die Therapie musste ich schlussendlich abbrechen, da es mir finanziell NICHT MÖGLICH ist, pro Therapie 80€ zu bezahlen, wobei man NUR 20€ von der Krankenkasse zurückbekommt... ich finde das echt eine Frechheit hier in Österreich...
Vor kurzem bekam ich meinen ersten super Job, somit ist es mir erstmal nicht möglich auszufallen bzw. so hohe Kosten zu tragen...

Hat jemand einen Rat für mich?
Welche Medikamente scheinen in dieser Symptomatik einen Erfolg zu zielen?

Ich denke da an Substanzähnliche Mittel wie Sertralin, eventuell Paroxetin, Citalopram?

Danke für eure Antworten!

Lg

06.04.2023 #1


16 Antworten ↓

Berti
Wie lange nimmst du den die Medikamente?
Oft dauert es bis die komplette Wirkung da ist..

#2


A


Keine Medikamente wirken richtig

x 3


F
Ich hatte auch mal Venlafaxin und das hat extrem gut geholfen. 225mg ist aber sehr viel und ich kann mir vorstellen, dass da Libidomäßig nichts mehr geht. Ich hatte über Jahre 150mg. Libido war vermindert aber nicht weg. Dann habe ich auf 75mg reduziert und mir ging es hervorragend. Keine Nebenwirkungen aber volle Wirkung. Mit 37.5mg hatte ich vereinzelt panikattacken, aber es war auszuhalten. Leider habe ich dann ganz abgesetzt und nach ein paar beschwerdefreien Monaten war es wieder sehr schlimm.
Nun nehme ich citalopram 20mg. Das hilft irgendwie kaum und hat auch einige nw. Libido ist bei mir unbeeinträchtigt. Ich würde es aber nie wieder nehmen, trau mich aber derzeit nicht, es abzusetzen.

#3


M
Danke für eure Antworten!

Lyrica nehme ich jetzt schon seit 2 Monaten auf der Dosis von 200/200mg...
Venlafaxin 225mg habe ich seit ca. 3 Wochen...

Morgen muss ich wieder meinen Psychiater kontaktieren, um die konkrete Lage zu besprechen.

Macht es Sinn, eine komplett neue Medikation zu starten?

Ich mach mir auch ziemliche Gedanken und Sorgen über die Sexualfunktion...
Kann es wirklich sein, dass diese Einschränkungen ein Leben lang oder über Jahre nach dem Absetzen der Medikamente bestehen bleiben?
Ich muss sagen, ich recherchiere ziemlich viel im Internet über die ganzen Medikamente, Nebenwirkungen etc. und da kommen mir ziemlich schlimme Sachen unter... Sad
Ich weiß, man soll nicht alles glauben, was im Internet steht, gerade wenn ich eine GAS habe denke ich dann natürlich immer mehr darüber nach und bekomme Ängste...

Liebe Grüße
Marvin

#4


L

Medikamente wirken nicht dauerhaft

Hallo liebes Forum,
Ich bin einfach nur noch frustriert, wegen Sache mit Medikamenten. 2015 wurde ich das erste mal mit Psychopharmaka (Mirtazapin nur abends 1x15mg) behandelt. Ich konnte mega gut ein und durchschlafen aber weil ich tagsüber total gedämpft und mürde war wurde es langsam abgesetzt. 2016 dann Risperdal 1mg, zur Ruhigstellung hat nichts gebracht hab dann einmal 2mg genommen und am nächsten Tag ging es mir davon so schlecht dass ixh im Krankenhaus gelandet bin, nach wenigen wochen wieder abgesetzt. 2017 bei einem stationären Aufenthalt Fluxeotin zuerst 10mg dann 20mg davon hatte ich heftige Nebenwirlungen. Hab es paar Monate genommeb ohne Wirkung also wieder absetzen. dann hab ich Abilify bekommen was gar keinen Effekt hatte (keine wirkung aber dafür tagspber schläfrig) aber ich hab die Dosis vergessen. 2018 habe ich dann Sertralin 50mg bekommen und wurde dann nach paar wochen auf 75mg erhöht. Das Medikament hab ich sehr gut vertragen (gar keine NW) aber auch da ohne Wirkung.

Bis vor kurzem habe ich nur selten Bedarf bekommen (Tavor und Pipamperon) was für akute fälle mir wirklich zumindest kurzfristig hilft. Seit letzten samstagabend bekomme ich Dominal 1x40mg abends der Arzt hat gesagt ich kann bei bedarf auch wenn ich tagsüber besonders unruhig bin noch 1x nehmen aber nicht mehr als 2x am Tag. Bis jetzt hat das medikament so gut gewirkt. zuerst sedierend, dann so langsam schläfrig und manchnal hab ich davon Herzklopfen und leider auch Kreislaufkollaps. Es hat so gut reingehauen die letzten Tage.

Und jetzt nicht mehr. ich hab gestern um 20.40 uhr wie immer gleiche Dosis genommen auf nüchternem Magen und 1 stunde später merke ich wie müde ich werde. Bin dann gegen 23 uhr eingeschlafen und ca 2.50 uhr aufgewacht. Seitdem liege ich schlaflos da. Hab gegen 4.30 oder bisschen früher noch eine Tablette eingenommen und merke zwar eine sedierende Wirkung aber ich liege wach und bin frustriert.

Ich werde seit fast 5 Jahren mit verschiedenen Medikamenten "behandelt" aber kein einziges hat langfristig wirkung gezeigt. Immer nur Nebenwirkungen aber nie die längere wirkung Sad
Was stimmt mit mir nicht dass kein Medikament bei "längerer" Behandlung (kein Akutmedikament) nicht anspricht?
Bin ich medikamentenresistent oder was?

Wäre für Antworten echt dankbar. Für mich ist das ein schlag in die ***** dass es auf einmal nicht mehr anschlägt wobei es vor noch 1-2 Tagen mega gewirkt hat und ich echt hoffnung hatte. Und koffein meide ich natürlich komplett.

LG

#5


nikimiky
Oh ich sehe es hat noch keiner geantwortet.

Nun ich weiß leider auch keinen Rat... Ich bin "erst" beim dritten AD. Mit meinem zweiten (übrigens auch Sertralin) bin ich fast 3 Jahre gut klar gekommen bevor es plötzlich nicht mehr wirkte. Laut Psychiater griff es wegen der damaligen Situation nicht mehr ausreichend, aber davon das ich da einfach eine Toleranz gebildet haben könnte hat Sie nichts gesagt. Das könnte angeblich nicht sein....
Aber selbst das aufdosieren bis zur maximalen Dosis hat nicht gewirkt.

Wurde deshalb mitte Januar auf ein anderes umgestellt. Diese Woche habe ich aufdosiert. Jetzt heißts weiter warten.....

x 1 #6


L
@nikimiky danke für deine Antwort. Ich habe dem Arzt eine Mail geschrieben und er hat gesagt dass er die Dosis für ausreichend hält und nicht erhöhen würde und es eben sein kann, dass mein schlafdefizit nicht mehr so hoch ist und ich deshalb nicht durchschlafe. (Weil ich davor erst gegen 2-4 uhr eingepennt bin). Und ich kann versuchen die Tablette um 22 uhr zu nehmen, hab sie gestern um 21.30 uhr genommen, keine 2 stunden später bin ich plötzlich eingeschlafen und um 4.10 uhr aufgewacht.

#7


J

Medikamente wirken schwächer

Hallo zusammen,

ich habe beobachtet, dass meine Medikamente, wie Pimpamperon, Tavor oder auch der Betablocker (Bisoprolol) schwächer bei mir wirken. Tavor nehme ich auf Bedarf, was nicht häufig vorkommt. Pimpamperon und Betablocker nehme ich regelmäßig.

Woran kann das liegen, dass die Medikamente nicht so wirken wie zuvor?
Meine Leberwerte sind etwas erhöht und ich hab leider an Gewicht zugelegt. Könnte das im Zusammenhang stehen?

Die Medikamente haben jahrelang gut gewirkt, bis ich in der letzten Zeit beobachtet habe, dass ich nicht mehr viel positives davon merke.

#8


Schlaflose
Der Körper gewöhnt sich an den Wirkstoff und reagiert nicht mehr so gut darauf.

#9


J
aber bei mir betrifft das nicht nur ein medikament, sondern fast alle... mein Körper reagiert nicht mehr richtig darauf, obwohl er es jahrelang getan hat. Ich würde nicht sagen, dass die Medikamente nicht NICHT wirken, aber deutlich schwächer... könnte das an der Gewichtszunahme liegen?

#10


L

Schnelle Verstoffwechselung von Psychopharmaka

Hallo liebe Forummitglieder,

vielleicht kann mir jemand helfen, hat Erfahrungen oder eine Idee.
Bei meinen letzten Arztbesuchen mit regelmäßiger Medikamentenspiegelbestimmung ist herausgekommen, dass ich meine Medikamente schnell verstoffwechsle. Ich habe mich immer gefragt, warum mir nichts ausreichend hilft.
Folgende Medikamente nehme ich: Sertralin 200mg (bei 150mg war der Wirkspiegel im untersten Bereich)
Pregabalin 300mg (bei 200mg war ich außerhalb des Wirkspiegels)
Quetiapin 200mg retard, 150mg unretardiert (außerhalb des Wirkspiegels)
Lithium 1125mg (bei 900mg außerhalb des Wirkspiegels 0,36).
Es ist so, dass ich mich eine Woche mit der Erhöhung gut gefühlt habe und nun kippt meine Stimmung wieder und ich Frage mich, was man machen kann. Habe ich irgendwie Einfluss auf die Verstoffwechselung? Sollte ich andere Medikamente nehmen oder sollte die Dosis der Medikamente stark erhöht werden? Mein Arzt sagte, dass wir aufgrund meines Wirkspiegels noch viel Spielraum haben, aber bei Sertralin ist die Höchstdosis doch 200mg und diese nehme ich bereits. .

Danke für das Lesen und viele Grüße
Lala

#11


Sonja77
All diese Medikamente nimmst du täglich?

Wow,Das ist ja ne Hausnummer....

An deiner Stelle würde ich mal ganz genau deine medikation mit dem Arzt anschauen und evtl grundlegend ändern....

So viel alles zusammen ist ganz sicher auch nicht OK....

#12


L
Auf Dauer soll das Quetiapin und das Pregabalin abgesetzt werden. Aber dies beschreibt halt mein Problem. Dadurch, dass ich so schnell verstoffwechsle, benötige ich mehr

#13


Soulclaw90

Antidepressiva wirken nicht richtig

Hallo,


Ich bin seit 2 Wochen in der tagesklinik.
Meine aktuellen antidepressessiva werden jetzt langsam ausgeschlichen da ich es schon über Jahre nehme und die Nebenwirkungen mich ziemlich beeinträchtigen. Es soll erstmal kein anderes antidepressessiva ersetzt werden da ich schon garnicht mehr weiß ob die Antidepressiva bei mir richtig wirken (stark depressiv und ängstlich bin ich trotzdem, also kaum Effekt)
Die Psychologin dort meinte eine fortlaufende psychotherapie ist bei meinen Erkrankungen sinnvoller (soziale Phobie, Depressionen)
Ich überlege eben ob ich nicht doch fragen soll ob ich ggf ein notfall Medikament mir verschreiben lassen wenn es doch mal schlechter gehen soll. Ich möchte ja auch nicht bis ans Ende meines Lebens Antidepressiva nehmen.

#14


J
Versuche es es gibt viele tolle pflanzliche Sachen und Ergotherapie hilft Wunder wie auch osteopatie

#15


fourofour
Hallo,

ein Leben ohne AD ist möglich. Ein Bedarfsmedikament um Ausnahmezustände abzuschalten ist sinnvoll.

Ob und wie das funktioniert ist völlig individuell.

x 1 #16


R
@Lala1984 Wie kommst du denn mit dem Lithium zurecht? Hilft es dir?

#17


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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