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201128.07




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Hallo ihr Lieben

Ich habe heute vom Homöopath Globulis bekommen,die selbst zusammengemischt wurden von ihm und bestellt wurden.
Jetzt weiß ich nicht wie die heißen und für was die genau sind,..
Habt ihr schonmal Erfahrung damit gemacht?
Hab voll angst vor Nebenwirkungen,wenn sie nicht richtig für mich sind (und vielleicht gibt es etwas das wichtig gewesen wäre,ich dem Arzt aber nicht gesagt habe..?) Ach keine Ahnung,bin jetzt total ängstlich und bilde mir wieder irgendwelchen Nebenwirkungen ein.
Er meinte sie sollen meine Selbstheilungskräfte aktivieren und mein Inneres in Balance bringen/meine Mitte finden und abgespaltene Teile in mir wieder integrieren.

Hattet ihr schonmal Nebenwirkungen davon?

Bin über erfahrungen dankbar.

Auf das Thema antworten


  28.07.2011 23:19  
Nebenwirkungen bei Homöopathie gibt es quasi nicht und wenn, dann sind sie eingebildet.



  29.07.2011 10:20  
Nein es gibt definitiv keine Nebenwirkungen!! Ich mache auch eine homöopathische Behandlung und bekomme auch Globulis die auf mich zugeschnitten sind! Das einzige was passieren kann ist eine Erstverschlimmerung mancher Symptome die aber sehr leicht ausfällt und eigentlich ein gutes Zeichen ist dass das richtige Mittel gewählt wurde!! Also ich kann sehr gute Erfolge verbuchen!! Ich wünsch Dir viel Erfolg bei der Behandlung!! Du kannst Dir gerne mal meinen Thread Mein Weg aus der Angst mit Homöopathie hier im Forum durchlesen unter der Rubrik Erfolgserlebnisse vielleicht hilft er Dir weiter!!

Lg kadi



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  29.07.2011 10:55  
@Kadi und crazy:

Da muss ich doch schon wieder korrigierend eingreifen
Es stimmt, dass es bei hom. AM (Arznei-Mittel) keine NEBEN-Wirkungen gibt.

ABER: Jedes hom. AM hat eine ganz EIGENE Wirkung.

Wenn es das, für den Patienten, RICHTIGE Mittel ist,
kann es zu (wie Kadi beschreibt) der sogen. ERSTVERSCHLIMMERUNG kommen. Die klingen früher oder später ab.

Wenn es das, für den Patienten, FALSCHE Mittel ist,
kann/wird es zu Symptomen kommen, die dieses Mittel ganz regulär bewirkt. Auch diese klingen früher oder später ab.
Das ist dann zwar nicht das, was man als "Nebenwirkungen" von anderen Medis kennt, aber für den Patienten ist das ja eigentlich "egal", welchen Namen man den Beschwerden gibt, die er erleidet.

DESHALB ist es ja auch so wichtig, dass nicht "irgendwer", oder irgendein Laie, hom. AM verabreicht oder einfach so "empfiehlt"! Das gehört in die Hände von Fachleuten! - Tut mir leid, aber so ist es und was anderes kann ich nicht sagen.

Hier @ crazy:



Es gibt zwar auch bei hom. AM "eingebildete" Symptome, wie eben auch bei allen anderen Medis. Aber das ist nichts Homöopathie-Spezifisches, es liegt am jeweiligen Patienten.

Die Symptome, die bei einem hom. AM (s.o.) auftreten können, sind alles andere als "eingebildet". Wer das schon mal erlebt hat, weiß, wovon ich rede.


@Nina:

Du scheinst etwas verunsichert und ängstlich zu sein. Wichtig für dich - finde ich - dass du Vertrauen zu deinem Behandler hast, oder entwickelst. Wenn du dir unsicher bist, dann ruf ihn an, erklär ihm deine Gedanken und Befürchtungen und lass dir von ihm alles erklären.

Wenn er für deine Nachfragen nicht offen ist, dann würde ich, an deiner Stelle, mir einen anderen Homöopathen suchen.

Wenn du mehr und Ausführlicheres über Homöopathie HIER lesen möchtest, dann (Kadi hat ja schon oben darauf verwiesen) klick dich hier auf folgenden Thread:

Alles Gute dir,
LG
Capri



  29.07.2011 12:05  
Das Problem ist m.E., die homöopathischen Mittel sind von der Zusammensetzung und Konzentration so dermaßen gering, da hab ich wirklich Zweifel. Das trifft übrigens auch auf Schüssler Salze zu. Und das wurde alles schon oft getestet. Es sind oft Stoffe enthalten, die wir in 50 Sachen i.d.R. täglich zu uns nehmen.

Wenn man sich z.B. mal so eine Flasche mit Globulis ansieht und dann sind da 10 Gramm drin, wenn man das mal auf die Globulis umrechnet, die man dann täglich nimmt und dann sind da vielleicht 5 verschiedenen Stoffe drin, dann geht es da täglich wirklich pro Stoff nur um z.T. 0,00001 mg.

Versteht mich nicht falsch, aber da gehört auch viel "daran glauben" mit dazu. Allerdings ist wissenschaftlich schon lange nachgewiesen, genau das kann schon helfen, also der Glaube daran. Und dagegen spricht dann ja nichts.

Trotzdem sollte man sich keine zu großen Illusionen machen. Ich hab auch schon viel versucht, Globulis, pflanzliche Medikamente, Schüssler Salze, Passionsblume, Baldrian/Hopfen, Bach Tropfen etc. Ich kann nicht behaupten, von irgendwas einen brauchbaren Effekt gehabt zu haben. Selbst wegen Lasea, was auf etlichen Seiten mit Tavor verglichen wird, sorry, aber das ist der größte Blödsinn.

Ich hab auch mal gegen Tinnitus bei der HNO Ärztin eine Ginkgo/Sauerstoffkur gemacht. Alles also fein pflanzlich/Natur. Kosten etwa 90€, Effekt gleich null. Das Geld hätte ich gleich verbrennen können.

Neulich sprach ich mit einer Hämatologin, die Ärztin für Tumorerkrankungen und Blutspezialistin ist. Ich sagte ihr, ich nehme immer mal Echinacea Tropfen aus der Apotheke für das Immunsystem und hab mal gefragt, was sie davon hält. Antwort (Wortlaut): "Die helfen dem Hersteller und Apotheker, aber nicht Ihnen, kaufen Sie sich davon lieber ein paar Kilo Obst, bringt 100 mal mehr".



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  29.07.2011 13:41  
Vorab @all eine Klarstellung:

Es mag durch meine Beiträge der Eindruck entstehen, als wäre ich ein absoluter Befürworter der Homöopathie. Dem ist nicht so!
Ich habe nur ziemlich guten Einblick in die Thematik und erlaube mir Aussagen zu korrigieren, weil ich es nicht für hilfreich, eigentlich sogar für schädlich halte, wenn Halbwahrheiten oder Falsches an Hilfesuchende weitergegeben wird.
MEINE Haltung zu med. Therapien ist: Jede/-r muss sehen, WELCHE Art der Therapie passend ist.
Auch Homöopathie ist nicht für jede/-n immer das Angesagteste.


crazy030 hat geschrieben:
Das Problem ist m.E., die homöopathischen Mittel sind von der Zusammensetzung und Konzentration so dermaßen gering, da hab ich wirklich Zweifel.

Das Problem ist, dass du den gleichen Gedankenfehler machst, wie wohl alle NATURwissenschaftler. Eigentlich wissen wir ja, dass es auch noch GEISTESwissenschaft gibt, trotzdem ignorieren wir sie und machen uns so auf einem Auge selber blind:wink:

Die (NATUR-Wissenschaftler versuchen auch permanent mit ihren Instrumenten etwas zu messen, was man damit nicht messen kann: "INFORMATION".

Es geht bei Homöopathie nicht um die jeweilige MATERIE (z.B. pflanzl. Substanz), sondern um die geistige und/oder seelische INFORMATION, die in Materie enthalten ist.

Durch den Vorgang der sogen. "Poten." wird versucht, die Information von der Materie zu trennen, indem man sie permanent weiter und immer wieder in einem neutralen Träger (z.B. reiner Alk.) verschüttelt und somit von materiellen Verunreinigungen löst, (naturwissenschaftlich gedacht:) verdünnt.

Diese Erklärung war schon immer eine "Lachnummer" für die "NATUR-"wissenschaft. Daher auch der spöttische Vergleich: da könne man gleich ein Glas Wein in den Bodensee schütten, umrühren und dann behaupten, ein Schluck aus der Mischung würde irgendetwas bewirken.

Zwischenzeitlich erklärt uns aber genau diese Naturwissenschaft, dass in JEDER Zelle des menschl. Körpers, die komplette INFORMATION für den GESAMTEN Menschen steckt. Was heisst (Extrembeispiel): Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es möglich ist, aus einer einzigen, simplen Hautzelle einen kompletten Menschen zu "basteln", mit allem Drum und Dran.

Nun könnte man sagen, "Ja, aber das sind ja Gene. Und die kann man sehen."
Richtig: Die Gene kann man sehen aber diese tragen eben die INFORMATION und auch hier kann man die nicht zählen, messen, wiegen usw., und trotzdem GLAUBEN (!) wir es den Naturwissenschaftlern


crazy030 hat geschrieben:
Das trifft übrigens auch auf Schüssler Salze zu. Und das wurde alles schon oft getestet. Es sind oft Stoffe enthalten, die wir in 50 Sachen i.d.R. täglich zu uns nehmen.

Das ist nicht wirklich dasselbe. Schon deshalb nicht, weil es sich bei Schüssler nur um Mineralien handelt, die können sicher auch durch die Nahrung aufgenommen werden. Homöopathie verfügt über tausende von Substanzen, deren Wirkung du nicht einfach so mit der Nahrung aufnehmen kannst.


crazy030 hat geschrieben:
Wenn man sich z.B. mal so eine Flasche mit Globulis ansieht und dann sind da 10 Gramm drin, wenn man das mal auf die Globulis umrechnet, die man dann täglich nimmt und dann sind da vielleicht 5 verschiedenen Stoffe drin, dann geht es da täglich wirklich pro Stoff nur um z.T. 0,00001 mg.

S.o. - zu so einem Ergebnis kommt man, wenn man ausschließlich naturwissenschaftlich denkt. Wie gesagt: Es geht um die INFORMATION einer Substanz und die lässt sich nicht zählen und wiegen.

Eine hom. Mittelgabe kann man evtl. mit einem "Anstoß" bezeichnen. Die eigenen Selbstheilungskräfte werden "angestoßen", animiert, wieder in Aktion zu treten.

Was bei diesem Wirkmechanismus geschieht, kann man sogar an einem lustigen Beispiel deutlich machen:

Schnappt Euch einen guten Freund und bittet ihn, er soll sich, mit dem Rücken zu euch hinstellen und dann seinen Oberkörper so weit nach vorne neigen, dass er gerade noch nicht vornüber fällt.
Und dann, wenn er es nicht sieht, gebt ihm von hinten einen Schupps!

Keine Sorge, der fällt nicht vornüber! Er wird sich refelexartig aufrichten und plötzlich gerade stehen.

SO (!) kann man sich die Wirkung eines hom. AM vorstellen. Es gibt den eigenen Selbstheilungskräften einen "Schupps".


crazy030 hat geschrieben:
Versteht mich nicht falsch, aber da gehört auch viel "daran glauben" mit dazu. Allerdings ist wissenschaftlich schon lange nachgewiesen, genau das kann schon helfen, also der Glaube daran. Und dagegen spricht dann ja nichts.

Nö. Ich glaub nicht, dass ich dich falsch verstehe. Solche Gedanken sind mir wohl bekannt, von anderen und auch mir selbst.

Auch ich hab mir lange gedacht, naja, da spielt wahrscheinlich der Placebo-effekt eine Rolle. Was ja meint, wenn ich dran glaube, dann hilfts auch.

NUR:
Es gibt zwischenzeitlich etliche Veterinäre, Tierärzte und Tier-Heilpraktiker, die erfolgreich homöopathisch arbeiten.
Wie erklärt man sich das? Ein Pferd, eine Kuh, ein Hund .... und alle GLAUBEN an Homöopathie?

Obwohl ich "crazy" zustimme, wenns um das Ausnützen des Placebo-Effekts geht. Warum sollte man sich belastende Medikamente einwerfen, wenns auch harmloser geht.
Die Frage, die ich mir dabei immer wieder stelle ist, WARUM wird das dann nicht mehr und breitflächiger in der regulären Schulmedizin praktiziert?!?!?! - Jeder Arzt weiß vom Placebo-Effekt, warum verschreibt er dann immer wieder und permanent organisch belastende chemische Produkte?!?!

crazy030 hat geschrieben:
Trotzdem sollte man sich keine zu großen Illusionen machen. Ich hab auch schon viel versucht, Globulis, pflanzliche Medikamente, Schüssler Salze, Passionsblume, Baldrian/Hopfen, Bach Tropfen etc. Ich kann nicht behaupten, von irgendwas einen brauchbaren Effekt gehabt zu haben. Selbst wegen Lasea, was auf etlichen Seiten mit Tavor verglichen wird, sorry, aber das ist der größte Blödsinn.

Tja, was soll man dazu sagen?!?
ICH sage: "Der Markt blüht!" - mit der Angst um die Gesundheit wurde schon immer "gutes" Geld gemacht Und letztlich leben wir in einer Freien Marktgesellschaft, im Kapitalismus, da wird nun mal primär Geschäft gemacht!

Als erwachsener Bürger hilft da nur eines:
Sich RECHTZEITIG kundig machen! Wenn ich schon schlimme Beschwerden habe, fehlt mir der Nerv und die Konzentration dazu, diesem Wirrwarr auf den Grund zu gehen und selber zu durchdenken. Dann "muss" ich vertrauen und bei etwas Glück, gerate ich an einen seriösen Behandler.


crazy030 hat geschrieben:
Neulich sprach ich mit einer Hämatologin, die Ärztin für Tumorerkrankungen und Blutspezialistin ist. Ich sagte ihr, ich nehme immer mal Echinacea Tropfen aus der Apotheke für das Immunsystem und hab mal gefragt, was sie davon hält. Antwort (Wortlaut): "Die helfen dem Hersteller und Apotheker, aber nicht Ihnen, kaufen Sie sich davon lieber ein paar Kilo Obst, bringt 100 mal mehr".

klar! Da hat sie recht. Nur: WER achtet denn heutzutage wirklich konsequent auf eine ausgewogene Ernährung?!?!

Zudem würde mich interessieren, ob sie diesen Tipp auch geben würde, wenn es dabei um allopathische Medikamente handelt

Sorry, wurde wieder etwas länger, aber "crazy" hat da soviel unterschiedl. angesprochen, da wollt ich versuchen etwas "Übersicht" reinzubringen.

LG @all,
Capri



  29.07.2011 14:12  
Zitat:
Nur: WER achtet denn heutzutage wirklich konsequent auf eine ausgewogene Ernährung?!?!
Ich.

Letztlich ist es auch egal. Homöopathie hast sicher eine Daseinsberechtigung, aber die ist eben sehr begrenzt. Bei Psyche, klar, bei leichten Beschwerden kann man es versuchen, aber man wird keine schwere Depression oder schwere Angststörung mit Homöopathie bessern. Auch keine andere schwere psych. Erkrankung, wie z.B. Schizophrenie.

Bei 1000 Krankheiten und Beschwerden bringt es eben nichts und da geht eben nur Chemie. Es gibt z.B. kein homöopathisches Mittel, was in der Akutbehandlung wirkt. Gegen Schmerzen, z.B. nach einem Bandscheibenvorfall, Tumorschmerzen oder was weiß ich, da geht nur Chemie.

Man muss auch sehen, nicht nur die Chemie ist ein Milliardenmarkt, sondern auch schon längst die alternativen Sachen. Man muss sich doch nur mal in Zeitschriften, Apotheken und wo auch immer wo umsehen, wie massig das Werbung gemacht wird. Das ist alles ein riesen Geschäft für die Hersteller und m.E. sind die Preise oft utopisch. Bei mir in der großen Apotheke steht z.B. Werbung für Bach Blüten und die Tropfen stehen an der Kasse, man kommt kaum dran vorbei. 13€ für so eine Miniflasche. Der Inhalt kostet in der Herstellung bestimmt nur 5 Cent. Das ist schon genau so eine Abzocke, wie bei Chemie.

Ich hab in den letzten 3 Jahren sicher 300€ für irgendwelche Mittelchen ausgegeben, die 90€ für Ginkgo/Sauerstoff bei der HNO Ärztin ist da noch nicht mal bei. Ich war also auch offen und voller Hoffnung, aber ich kann heute nur noch sagen, alles Plunder. ABER, weil es eben nicht hilft bei schweren Beschwerden/Störungen.

Zitat:
Warum sollte man sich belastende Medikamente einwerfen, wenns auch harmloser geht.

Natürlich kann man es versuchen, hab ich doch auch getan. Aber meine Erfahrung ist eben, man kann auch genug Geld loswerden und helfen tut es nicht oder es ist nicht der Rede wert. Und weiterhin, ich bin schon seit 3 Jahren in Folge von allem befreit. Ich zahle nur Anfang des Jahres etwas über 40 € an die Barmer und dann bin ich den Rest des Jahres befreit. Warum soll ich was selbst zahlen? Was ich ja auch eine Zeit lang getan hab bei pflanzlichen oder homöopathischen AM.
Viele verdienen wenig, sind arbeitslos oder was auch immer, da hat man nicht ständig das Geld für Nicht-Chemie selbst bezahlen.

Und wir reden hier ja nicht von 3,99€ mal alle 6 Monate. Mein Hausarzt hatte mir mal ein Kreislaufmittel auf pflanzlicher Basis verschrieben. Das was aber auch auf Rezept, weil da eine Pflanze drin war, die in hoher Dosis gefährlich sein kann. Bekommt man also nicht frei zu kaufen. Ich musste es aber trotzdem voll bezahlen, 29€. Im Endeffekt jagte das Mittel den Blutdruck total hoch, ich fühlte mich nur schlecht. 3 Tage genommen. Und dann liegt das Zeug rum, fliegt irgendwann in den Müll. Und so ging das mehrfach.

Ich hab da keinen Bock mehr drauf.



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  29.07.2011 14:49  
crazy030 hat geschrieben:
Zitat:
Nur: WER achtet denn heutzutage wirklich konsequent auf eine ausgewogene Ernährung?!?!
Ich.

Schön! Gratuliere!


crazy030 hat geschrieben:
Homöopathie hast sicher eine Daseinsberechtigung, aber die ist eben sehr begrenzt. Bei Psyche, klar, bei leichten Beschwerden kann man es versuchen, aber man wird keine schwere Depression oder schwere Angststörung mit Homöopathie bessern. Auch keine andere schwere psych. Erkrankung, wie z.B. Schizophrenie.

Wer sagt das? Woher hast du deine Erkenntnisse? Hast du da umfassende Einblicke?


crazy030 hat geschrieben:
Bei 1000 Krankheiten und Beschwerden bringt es eben nichts und da geht eben nur Chemie. Es gibt z.B. kein homöopathisches Mittel, was in der Akutbehandlung wirkt. Gegen Schmerzen, z.B. nach einem Bandscheibenvorfall, Tumorschmerzen oder was weiß ich, da geht nur Chemie.

Wer sagt das? Woher hast du deine Erkenntnisse? Hast du da umfassende Einblicke?


crazy030 hat geschrieben:
Man muss auch sehen, nicht nur die Chemie ist ein Milliardenmarkt, sondern auch schon längst die alternativen Sachen.

Die klassische Homöopathie nimmt darin vermutl. den bescheidensten Anteil.
Und der Rest der Alternativ-Meds, davon ist hier ja eigentl. nicht die Rede.


crazy030 hat geschrieben:
Man muss sich doch nur mal in Zeitschriften, Apotheken und wo auch immer wo umsehen, wie massig das Werbung gemacht wird. Das ist alles ein riesen Geschäft für die Hersteller und m.E. sind die Preise oft utopisch. Bei mir in der großen Apotheke steht z.B. Werbung für Bach Blüten und die Tropfen stehen an der Kasse, man kommt kaum dran vorbei. 13€ für so eine Miniflasche. Der Inhalt kostet in der Herstellung bestimmt nur 5 Cent. Das ist schon genau so eine Abzocke, wie bei Chemie.

Grundsätzlich *zustimm*. Nur Thema ist halt hier primär Homöopathie. Und die ist immer noch vergleichsweise SEHR, SEHR preisgünstig.


crazy030 hat geschrieben:
Natürlich kann man es versuchen, hab ich doch auch getan.

"Versuchen" KANN man, richtig. Aber man SOLLTE es nicht "versuchen", wenn man ein echtes Problem hat. Man sollte sich KUNDIG machen und nicht einfach so mal alles durchprobieren. Das frustriert nur und macht alles eher noch schlimmer.


crazy030 hat geschrieben:
Ich hab in den letzten 3 Jahren sicher 300€ für irgendwelche Mittelchen ausgegeben, die 90€ für Ginkgo/Sauerstoff bei der HNO Ärztin ist da noch nicht mal bei. Ich war also auch offen und voller Hoffnung, aber ich kann heute nur noch sagen, alles Plunder. ABER, weil es eben nicht hilft bei schweren Beschwerden/Störungen.

Nochmal kurz die Erinnerung: Es geht hier eigentlich um Homöopathie!

und die kann man nicht einfach so gleichsetzen mit dem ganzen Schotter, der zwischenzeitl. den alternat. Med-Markt überflutet.


crazy030 hat geschrieben:
Ich zahle nur Anfang des Jahres etwas über 40 € an die Barmer und dann bin ich den Rest des Jahres befreit. Warum soll ich was selbst zahlen?

*Ironie ein*:
Richtig! Warum sollst du das selbst bezahlen. Sollen doch die anderen zahlen, mit ihren Kassenbeiträgen!*

Irgendjemand zahlt IMMER!
Darum werden auch die Beiträge für die KVs ständig erhöht.


crazy030 hat geschrieben:
Und wir reden hier ja nicht von 3,99€ mal alle 6 Monate. Mein Hausarzt hatte mir mal ein Kreislaufmittel auf pflanzlicher Basis verschrieben. Das was aber auch auf Rezept, weil da eine Pflanze drin war, die in hoher Dosis gefährlich sein kann. Bekommt man also nicht frei zu kaufen. Ich musste es aber trotzdem voll bezahlen, 29€. Im Endeffekt jagte das Mittel den Blutdruck total hoch, ich fühlte mich nur schlecht. 3 Tage genommen. Und dann liegt das Zeug rum, fliegt irgendwann in den Müll. Und so ging das mehrfach.

Ich hab da keinen Bock mehr drauf.

Das glaub ich dir. Du hast scheinbar wirklich eine kleine Odyssee hinter dir. Mir scheint, du hast nur noch nicht den passenden Behandler gefunden. Könnte das sein?



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  29.07.2011 15:04  
crazy030 hat geschrieben:
Homöopathie hast sicher eine Daseinsberechtigung
Nein, finde ich nicht - als Geisteswissenschaftlerin und aus naturwissenschaftlicher Sicht. Wenn man schon die Inhaltsstoffe physikalisch oder chemisch nicht dingfest machen kann, dann kann man immerhin die Wirkung empirisch prüfen. Wurde ja auch schon gemacht. Ergebnis: Placebo. Zu den Inhaltsstoffen und deren übertragener Information: Was ist mit den Verunreinigungen? Inwiefern soll Alk. (oder andere Trägersubstanzen) "neutral" sein? Was ist überhaupt mit all den anderen Stoffen, deren "Informationen" wir permanent ausgesetzt sein müssten?

Capricorn hat geschrieben:
Zwischenzeitlich erklärt uns aber genau diese Naturwissenschaft, dass in JEDER Zelle des menschl. Körpers, die komplette INFORMATION für den GESAMTEN Menschen steckt. Was heisst (Extrembeispiel): Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es möglich ist, aus einer einzigen, simplen Hautzelle einen kompletten Menschen zu "basteln", mit allem Drum und Dran.

Nun könnte man sagen, "Ja, aber das sind ja Gene. Und die kann man sehen."
Richtig: Die Gene kann man sehen aber diese tragen eben die INFORMATION und auch hier kann man die nicht zählen, messen, wiegen usw., und trotzdem GLAUBEN (!) wir es den Naturwissenschaftlern
Da braucht man nicht zu glauben, das lässt sich sehr wohl messen usw. Seit 2003 gilt das menschliche Genom als entschlüsselt. Die Gene tragen die Information in Form von Aminosäurensequenzen - so wie in einem Buch Informationen in Form von Sprache und Schrift gespeichert sind. Ob die Information dann irgendwas bewirken kann, hängt davon ab, ob man sie überhaupt empfangen/wahrnehmen und entschlüsseln kann. Deswegen muss man Bücher lesen, statt sie nur nachts unters Kopfkissen zu legen. Selbst wenn Homöopathika irgendwelche Informationen enthielten, wären sie bestenfalls wie ungelesene Bücher unterm Kopfkissen.

Capricorn hat geschrieben:
NUR:
Es gibt zwischenzeitlich etliche Veterinäre, Tierärzte und Tier-Heilpraktiker, die erfolgreich homöopathisch arbeiten.
Wie erklärt man sich das? Ein Pferd, eine Kuh, ein Hund .... und alle GLAUBEN an Homöopathie?
Man nennt das Versuchsleitererwartungseffekt oder Rosenthaleffekt. Da können Pferde sogar kopfrechnen...

Liebe Grüße
Christina



  29.07.2011 15:53  
@ Capricorn

Zitat:
Wer sagt das? Woher hast du deine Erkenntnisse? Hast du da umfassende Einblicke?
Bezogen auf die von mit als Beispiele genannten Erkrankungen? Natürlich gibt es da Erkenntnisse. Ob Homöopathie oder pflanzliche Medikamente. Man finde in jedem Bereich etliche wissenschaftliche Tests, wo keine therapeutische Wirkung nachgewiesen werden konnte. Verallgemeinern kann man es aber auch nicht, weil z.B. Baldrian dann eben doch eine nachgewiesene Wirkung hat, wie auch andere Wirkstoffe.
Homöopathie und gerade diese Globulis ist aber noch eine andere Sache. Wie gesagt, die Zusammensetzung ist so gering, wenn da z.B. Zink drin ist (o.a.), da ist die Konzentration so minimal, da kann nichts wirken. Oder andere Inhaltsstoffe. Da muss man nur eine Tasse Tee trinken oder eine Scheibe Brot und schon hat man 100 mal mehr eingenommen, als da in der Tagesration von Globuli drin ist.

Und auch im pflanzlichen Bereich gab es die letzten Jahre viele neue Erkenntnisse. Bis März 2010 wurde z.B. Ginkgo als Therapie gezahlt. Etliche Untersuchungen zeigten aber, es bringt nicht viel, ehe nichts. Und darum zahlen die Kassen das nicht mehr

Kennst Du etwa Leute, die schwere psych. Erkrankungen mit Homöopathie oder pflanzlichen Medikamenten besiegt haben? Ich nichts und das hab ich auch noch nie gehört oder gelesen und ich bin in der Materie nun auch schon Jahre drin.

@ Christina

Zitat:
Wenn man schon die Inhaltsstoffe physikalisch oder chemisch nicht dingfest machen kann, dann kann man immerhin die Wirkung empirisch prüfen. Wurde ja auch schon gemacht. Ergebnis: Placebo.
Ich sehe es auch nicht viel anders. Spontan fallen mir das Bach Blüten ein. Ich könnte von den Tropfen 1 Liter trinken und würde nichts merken. Wenn einige da sagen, von 5 Tropfen sind sie beruhigt, dann kann das nur Einbildung sein. Wenn es hilft, ok, Glaube versetzt Berge.



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  29.07.2011 15:56  
Christina hat geschrieben:
Nein, finde ich nicht - als Geisteswissenschaftlerin ...

Welche Geisteswissenschaftlerin bist du denn?

Christina hat geschrieben:
Wenn man schon die Inhaltsstoffe physikalisch oder chemisch nicht dingfest machen kann, dann kann man immerhin die Wirkung empirisch prüfen. Wurde ja auch schon gemacht. Ergebnis: Placebo.

Ja, gut möglich. Dann ist es eben eine Placebo-Effekt. Dem Patienten ist es üblicherweise egal.

Christina hat geschrieben:
Zu den Inhaltsstoffen und deren übertragener Information: Was ist mit den Verunreinigungen? Inwiefern soll Alk. (oder andere Trägersubstanzen) "neutral" sein?

Ich wollte nur beschreiben, wie die homöopath. AM-Praxis vollzogen wird und wie sie es selbst erklärt. Es hat m.E. schon eine Plausibilität, auch wenn es naturwissenschaftlich triftige Einwände gibt.
Nur: ist nicht gerade (auch) die Naturwissenschaft diejenige Instanz, die oft lauthals eine Erkenntnis als Geniestreich postuliert, im med. Bereich massenhaft Menschen überstülpt und oft damit auch schädigt, bis dann aus den eigenen Reihen (oft erst nach Jahrzehnten) ein neuer "Geniestreich" postuliert wird und DIESER dann mit gleicher Vehemenz, den Menschen überstülpt.
Dieser - sicher nicht abstreitbare - Prozess sollte m.E. zu etwas mehr Bescheidenheit unter den Naturwissenschaftlern führen.

Alk. und "neutral". O.k., zugegeben, das ist nicht das optimalste Adjektiv dafür. M.W. geht das noch auf Hahnemann zurück, und der wählte ihn evtl. auch wegen dem Gedanken an Konservierung.

Christina hat geschrieben:
Was ist überhaupt mit all den anderen Stoffen, deren "Informationen" wir permanent ausgesetzt sein müssten?

Solange sie an ihre ursprüngliche Materie gebunden sind, was sollten sie für Auswirkungen haben?


Christina hat geschrieben:
Da braucht man nicht zu glauben, das lässt sich sehr wohl messen usw. Seit 2003 gilt das menschliche Genom als entschlüsselt. Die Gene tragen die Information in Form von Aminosäurensequenzen - so wie in einem Buch Informationen in Form von Sprache und Schrift gespeichert sind.

Das ist, vermute ich, die Mehrheitsmeinung darüber. Es gibt m.W. aber auch andere Wissenschaftler, die eine ganz andere Ansicht vertreten. Dass es nämlich ein Irrtum ist, zu glauben, das Genom wäre komplett entschlüsselt (angebl. nur ein minimaler %Satz) und ausserdem wäre es ausgemachter Unfug zu glauben, man könnte das mit einem Buch vergleichen.
Als Laie bleibt mir hier nur der Glaube. WEM glaube ich und wem glaube ich nicht. Denn in DIESE Thematik kann ich mich beim besten Willen nicht reinarbeiten.

Christina hat geschrieben:
Ob die Information dann irgendwas bewirken kann, hängt davon ab, ob man sie überhaupt empfangen/wahrnehmen und entschlüsseln kann. Deswegen muss man Bücher lesen, statt sie nur nachts unters Kopfkissen zu legen. Selbst wenn Homöopathika irgendwelche Informationen enthielten, wären sie bestenfalls wie ungelesene Bücher unterm Kopfkissen.

Witziger Vergleich . Vielleicht stimmt er sogar.


Christina hat geschrieben:
Capricorn hat geschrieben:
NUR:
Es gibt zwischenzeitlich etliche Veterinäre, Tierärzte und Tier-Heilpraktiker, die erfolgreich homöopathisch arbeiten.
Wie erklärt man sich das? Ein Pferd, eine Kuh, ein Hund .... und alle GLAUBEN an Homöopathie?
Man nennt das Versuchsleitererwartungseffekt oder Rosenthaleffekt. Da können Pferde sogar kopfrechnen...


Ja, hab ich mir auch schon gedacht, dass das als Erklärung infrage kommt.
Aber eben genau DESHALB frage ich mich, warum dann die (med.) Wissenschaft diesen Effekt nicht wirklich nützt!
Warum also dieses massenhafte Abfüllen von Patienten micht chemischen Produkten??



  29.07.2011 16:09  
@ Capricorn

Zitat:
Warum also dieses massenhafte Abfüllen von Patienten micht chemischen Produkten??

Ich glaube, Du siehst es etwas naiv.

Sieh Dir mal genauer an, welche Firmen hinter vielen pflanzlichen Medikamenten stecken. Ob pflanzlich, anthroposophisch oder homöopathisch, es ist ebenso ein Gewinn orientierter Markt, wie der mit Chemie. Und die Gewinnzone ist ebenso hoch. Da kostet im pflanzlichen Bereich dann eben z.T. eine Pille komplett in der Produktion 2 Cent und dann kauft man in der Apotheke eine Packung mit 20 Stück für 14,90€.

Völlig egal welche Richtung, es kommt alles nicht von Gutmenschen, die nur unser Bestes wollen. Es geht überall um Geld. Viel Geld.

Und wenn Du meinst, wenn es ein Placebo ist, egal, Hauptsache es bringt was. Stimmt doch auch. Nur wirkt ein Placebo nicht bei jedem, sondern nur in Ausnahmefällen.



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  29.07.2011 16:13  
crazy030 hat geschrieben:
Bezogen auf die von mit als Beispiele genannten Erkrankungen? Natürlich gibt es da Erkenntnisse. Ob Homöopathie oder pflanzliche Medikamente. Man finde in jedem Bereich etliche wissenschaftliche Tests, wo keine therapeutische Wirkung nachgewiesen werden konnte. Verallgemeinern kann man es aber auch nicht, weil z.B. Baldrian dann eben doch eine nachgewiesene Wirkung hat, wie auch andere Wirkstoffe.
Homöopathie und gerade diese Globulis ist aber noch eine andere Sache. Wie gesagt, die Zusammensetzung ist so gering, wenn da z.B. Zink drin ist (o.a.), da ist die Konzentration so minimal, da kann nichts wirken. Oder andere Inhaltsstoffe. Da muss man nur eine Tasse Tee trinken oder eine Scheibe Brot und schon hat man 100 mal mehr eingenommen, als da in der Tagesration von Globuli drin ist.


Wir drehen uns hier im Kreis. Ich streite dir das nicht ab, habe nur beschrieben, dass die Homöopathie die Wirkungsweise eben von einem anderen Ansatz aus betrachtet, eben nicht vom naturwissenschaftlichen aus.
Möchte mich hier nicht wiederholen, hab ich oben zur Genüge ausgeführt.
Ich persönlich kann BEIDE Ansätze nachvollziehen.


crazy030 hat geschrieben:
Und auch im pflanzlichen Bereich gab es die letzten Jahre viele neue Erkenntnisse. Bis März 2010 wurde z.B. Ginkgo als Therapie gezahlt. Etliche Untersuchungen zeigten aber, es bringt nicht viel, ehe nichts. Und darum zahlen die Kassen das nicht mehr

Das lässt vermuten, du glaubst, dass unsere Arzneimittel-Zulassungen sich ausschließlich an Wohl und Nutzen für den Verbraucher orientiert. Da übersiehst du ganz mächtige andere Einflussgrößen.
Deine Schlussfolgerung ist deshalb höchstwahrscheinlich nicht wirklich aussagekräftig.


crazy030 hat geschrieben:
Kennst Du etwa Leute, die schwere psych. Erkrankungen mit Homöopathie oder pflanzlichen Medikamenten besiegt haben? Ich nichts und das hab ich auch noch nie gehört oder gelesen und ich bin in der Materie nun auch schon Jahre drin.

Kenne ich nicht persönlich. Aber es gibt Berichte (z.B. von George Vithoulkas; altern. Nobelpreisträger und Homöopathie-"Papst") der hom. Erfolge bei sehr krassen Erkrankungen, wie z.B. Krebs, vorweisen kann.
Zudem ist Homöopathie in Indien absolut etablierter Teil der dortigen Medizin. Die behandeln dort sicher nicht nur Schnupfen. Und da gibt es sogar viele Ambulanzen, die homöop. arbeiten

Aber @all:
Ich verstehe mich hier nicht als der Rundum-Verteidiger der Homöopathie! Also bitte betrachtet IHR mich auch nicht so.
Ich schreibe "nur" von dem, was ich davon weiß, WAS und WIE sich Homöopathie definiert.
Jeder soll selbst entscheiden, ob das die passende Therapie ist.



1206
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Bayern
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  29.07.2011 16:17  
crazy030 hat geschrieben:
@ Capricorn

Zitat:
Warum also dieses massenhafte Abfüllen von Patienten micht chemischen Produkten??

Ich glaube, Du siehst es etwas naiv.




Meine Frage war eine rhetorische! Oder glaubst du tatsächlich, ich wüsste nicht welche Zusammenhänge da bestehen??

... dann wärst allerdings DU (!) naiv!
crazy030 hat geschrieben:
Und wenn Du meinst, wenn es ein Placebo ist, egal, Hauptsache es bringt was. Stimmt doch auch. Nur wirkt ein Placebo nicht bei jedem, sondern nur in Ausnahmefällen.

Ein Placebo wirkt, wenn die Beziehung Behandler/Patient stimmt.
Und so gesehen gebe ich dir recht: Das ist wohl wirklich die Ausnahme



  29.07.2011 16:33  
Zitat:
dass die Homöopathie die Wirkungsweise eben von einem anderen Ansatz aus betrachtet, eben nicht vom naturwissenschaftlichen aus


Ach na ja...

Vereinfach könnte man sagen:

naturwissenschaftlich: 1+1 = 2

homöopathisch: 1+1 = wissen wir nicht, kommt auf den Versuch an, kann was bringen oder eben nichts

Und damit macht gerade die Homöopathie oft Hoffnung, denn die stirb bekanntlich zuletzt. Aber sie ist auch nicht umsonst.

Ich ärgere mich jedenfalls, in den paar Jahren einige 100 Euro für sinnlosen Kram ausgegeben zu haben. Muss ich leider so sagen.




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  29.07.2011 16:51  
Capricorn hat geschrieben:
Welche Geisteswissenschaftlerin bist du denn?
Psychologin.

Capricorn hat geschrieben:
Nur: ist nicht gerade (auch) die Naturwissenschaft diejenige Instanz, die oft lauthals eine Erkenntnis als Geniestreich postuliert, im med. Bereich massenhaft Menschen überstülpt und oft damit auch schädigt, bis dann aus den eigenen Reihen (oft erst nach Jahrzehnten) ein neuer "Geniestreich" postuliert wird und DIESER dann mit gleicher Vehemenz, den Menschen überstülpt.
Dieser - sicher nicht abstreitbare - Prozess sollte m.E. zu etwas mehr Bescheidenheit unter den Naturwissenschaftlern führen.
Die Naturwissenschaft gibt es nicht und Medizin ist keine Natur- sondern Erfahrungswissenschaft. Und nebenbei bemerkt sind Mediziner oft noch lausige Empiriker, die immer wieder beweisen, dass der Storch die Kinder bringt... Naturwissenschaftler sind i.d.R. sehr zurückhaltend damit, ihre Hypothesen als Tatsachen rauszuposaunen.

Capricorn hat geschrieben:
Alk. und "neutral". O.k., zugegeben, das ist nicht das optimalste Adjektiv dafür. M.W. geht das noch auf Hahnemann zurück, und der wählte ihn evtl. auch wegen dem Gedanken an Konservierung.
"Wählte" ist das Stichwort, die Homöopathie ist quasi frei gewählt, erfunden - inklusive ihrer Erklärungen. Hahnemann hatte zu seiner Zeit Erfolge, weil die üblichen medizinischen Behandlungen (z.B. mittels Quecksilber) so immens schädlich waren.

Capricorn hat geschrieben:
Christina hat geschrieben:
Was ist überhaupt mit all den anderen Stoffen, deren "Informationen" wir permanent ausgesetzt sein müssten?

Solange sie an ihre ursprüngliche Materie gebunden sind, was sollten sie für Auswirkungen haben?
Naja, falls beim Poten. oder Rühren und Schütteln mal noch was anderes als der Inhaltsstoff in den Trägerschnaps fällt... Oder wenn sonst eine Information sich zufällig von ihrer Materie löst. Wenn man mit etwas hantiert, dessen Existenz in keinster Weise bewusst wahrnehmbar oder nachweisbar ist, wie kann man dann annehmen, dass die eigenen Handlungen (des Poten. z.B.) dieses Etwas in die gewünschte Form und Wirkweise bringen?

Capricorn hat geschrieben:
Christina hat geschrieben:
Da braucht man nicht zu glauben, das lässt sich sehr wohl messen usw. Seit 2003 gilt das menschliche Genom als entschlüsselt. Die Gene tragen die Information in Form von Aminosäurensequenzen - so wie in einem Buch Informationen in Form von Sprache und Schrift gespeichert sind.

Das ist, vermute ich, die Mehrheitsmeinung darüber. Es gibt m.W. aber auch andere Wissenschaftler, die eine ganz andere Ansicht vertreten. Dass es nämlich ein Irrtum ist, zu glauben, das Genom wäre komplett entschlüsselt (angebl. nur ein minimaler %Satz) und ausserdem wäre es ausgemachter Unfug zu glauben, man könnte das mit einem Buch vergleichen.
Es war dein Vergleich... Ob letztendlich entschlüsselt oder nicht, der Punkt ist, dass Informationen in materieller Form vorliegen.

Capricorn hat geschrieben:
Aber eben genau DESHALB frage ich mich, warum dann die (med.) Wissenschaft diesen Effekt nicht wirklich nützt!
Warum also dieses massenhafte Abfüllen von Patienten micht chemischen Produkten??
Es ist ja nicht so, als würde das Anstoßen von Selbstheilungskräften durch Placebos nicht untersucht. Es klappt leider viel zu selten. Für richtige Medikamente muss daher immer - je nach Land in unterschiedlichem Maße - der Nachweis erbracht werden, dass sie besser wirken als Placebos. Das heißt immer noch nicht, dass sie im individuellen Fall ausreichend wirken werden, aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist recht hoch. Geht man dann noch von dem Grundsatz aus, nur dann Medikamente zu nehmen, wenn diese wirklich nötig sind (das Leiden also entsprechend ausgeprägt), dann ist es sinnvoll, etwas zu nehmen, das mit möglichst hoher Wahrscheinlichkeit wirkt.

Capricorn hat geschrieben:
Zudem ist Homöopathie in Indien absolut etablierter Teil der dortigen Medizin. Die behandeln dort sicher nicht nur Schnupfen. Und da gibt es sogar viele Ambulanzen, die homöop. arbeiten
Bei einem Schwellenland wie Indien halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass es das ist, was man sich finanziell flächendeckend leisten kann. Die machen das nicht, weil's so toll ist...

Liebe Grüße
Christina



1206
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Bayern
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  29.07.2011 16:52  
crazy030 hat geschrieben:
Zitat:
dass die Homöopathie die Wirkungsweise eben von einem anderen Ansatz aus betrachtet, eben nicht vom naturwissenschaftlichen aus


Ach na ja...

Vereinfach könnte man sagen:

naturwissenschaftlich: 1+1 = 2

homöopathisch: 1+1 = wissen wir nicht, kommt auf den Versuch an, kann was bringen oder eben nichts


Falsch!

Naturwissenschaftl.: 1 + 1 = 2

Homöopathisch: 1 + 1 = eine Variante von "2"

crazy030 hat geschrieben:
Und damit macht gerade die Homöopathie oft Hoffnung, denn die stirb bekanntlich zuletzt. Aber sie ist auch nicht umsonst.

Ich glaube, Homöopathie mach eigentlich WENIGER Hoffnung, als viel andere Therapien. Vor allem wenn man sich VORHER kundig macht.

Wenn ich Bescheid weiß, auch über die kritischen Stimmen GEGEN Homöopathie, geht es nicht mehr um "Hoffnung", sondern um eine BEWUSSTE Entscheidung! Ob nun dafür oder dagegen.

Und eigentlich verhält sich das bei allen Therapien so, es sei denn, man übergibt die eigene Verantwortung einfach einem Behandler.


Aber bitte:

Vergessen wir nicht, dass Medizin KEINE exakte Wissenschaft ist. In KEINEM Bereich!
Der menschliche Organismus ist keine Maschine, wie z.B. ein Auto, das man zur Reparatur einfach in die Werkstatt bringt und der Fachmann bringt alles wieder in Ordnung.
Auch wenn wir immer wieder den Eindruck haben, als sei es so. Wir sollten uns - gerade weil wir betroffen sind - daran erinnern:
Medinzin ist KEINE exakte Wissenschaft!

Letztlich muss IMMER das Individuum behandelt werden und dafür gibt es keine Patentrezepte! Und letztlich haben WIR SELBST die meiste Verantwortung und sollten uns eben immer auch, wenn irgend möglich RECHTZEITIG !, kundig machen.
Nur DANN können wir eigenständige und erwachsene Entscheidungen treffen.



1206
23
Bayern
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  29.07.2011 17:16  
Christina hat geschrieben:
Die Naturwissenschaft gibt es nicht und Medizin ist keine Natur- sondern Erfahrungswissenschaft. Und nebenbei bemerkt sind Mediziner oft noch lausige Empiriker, die immer wieder beweisen, dass der Storch die Kinder bringt... Naturwissenschaftler sind i.d.R. sehr zurückhaltend damit, ihre Hypothesen als Tatsachen rauszuposaunen.

*zustimm* und o.k., einverstanden, Medizin ist eine Erfahrungswissenschaft.
So kennen wir das, so wissen wir das, so haben wir es gelernt.

Wie steht es aber mit den Bio-Chemikern? - gelten die auch als Erfahrungswissenschaftler?
Und was meinst du? - worauf basiert zwischenzeitlich unsere medizinische Praxis?

Christina hat geschrieben:
"Wählte" ist das Stichwort, die Homöopathie ist quasi frei gewählt, erfunden - inklusive ihrer Erklärungen. Hahnemann hatte zu seiner Zeit Erfolge, weil die üblichen medizinischen Behandlungen (z.B. mittels Quecksilber) so immens schädlich waren.



Mir kam grad noch eine Idee zum Erwartungs-Effekt:
Hahnemann hat ja seine vielköpfige Familie permanent zu Arzneimittelprüfungen herangezogen. Darauf basieren ja die ersten paar-Hundert Mittelbeschreibungen.
Da frag ich mich, wenn die Wirksamkeit v. Homöopathie auf der Erwartungshaltung des Behandlers beruht, wie konnte Hahnemann etwas "erwarten", was er noch gar nicht wusste. Nämlich, was ein Mittel für Wirkungen auslöst?


Christina hat geschrieben:
Naja, falls beim Poten. oder Rühren und Schütteln mal noch was anderes als der Inhaltsstoff in den Trägerschnaps fällt...

lustige Vorstellung.
Da hätte ich eher die Befürchtung, dass in div. Pharma-Labors so einiges nicht ganz nach Plan passiert.


Christina hat geschrieben:
Naja, falls beim Poten. oder Rühren und Schütteln mal noch was anderes als der Inhaltsstoff in den Trägerschnaps fällt... Oder wenn sonst eine Information sich zufällig von ihrer Materie löst. Wenn man mit etwas hantiert, dessen Existenz in keinster Weise bewusst wahrnehmbar oder nachweisbar ist, wie kann man dann annehmen, dass die eigenen Handlungen (des Poten. z.B.) dieses Etwas in die gewünschte Form und Wirkweise bringen?

Tja, alles wohl möglich, was?! Mehr oder weniger. Ich halte allerdings alle Möglichkeiten als ziemlich unwahrscheinlich (ohne damit jetzt die Homöopathie verteidigen zu wollen - ganz generell einfach.)
Wie heisst's so schön: "Nix is' fix" - Garantiern gibt's nirgendwo.


Christina hat geschrieben:
der Punkt ist, dass Informationen in materieller Form vorliegen.

"EINGEBUNDEN" in Materie würd' ich sagen (wie oben schon mal). Aber wie gesagt, bin nicht in der Genbranche.


Christina hat geschrieben:
Es ist ja nicht so, als würde das Anstoßen von Selbstheilungskräften durch Placebos nicht untersucht. Es klappt leider viel zu selten. Für richtige Medikamente muss daher immer - je nach Land in unterschiedlichem Maße - der Nachweis erbracht werden, dass sie besser wirken als Placebos. Das heißt immer noch nicht, dass sie im individuellen Fall ausreichend wirken werden, aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist recht hoch. Geht man dann noch von dem Grundsatz aus, nur dann Medikamente zu nehmen, wenn diese wirklich nötig sind (das Leiden also entsprechend ausgeprägt), dann ist es sinnvoll, etwas zu nehmen, das mit möglichst hoher Wahrscheinlichkeit wirkt.


Ja, klingt plausibel.
Wenn man nicht wüsste, dass es (sehr mächtige und einflussreiche) Interessengruppen gibt, die aus ganz anderen Gründen etwas gegen Placebos haben und sie wohl eher DESWEGEN nicht flächendeckend praktiziert werden.
Was meinst du?
Wieviel unabhängige Forschung gibt es heutzutage noch?


Christina hat geschrieben:
Capricorn hat geschrieben:
Zudem ist Homöopathie in Indien absolut etablierter Teil der dortigen Medizin. Die behandeln dort sicher nicht nur Schnupfen. Und da gibt es sogar viele Ambulanzen, die homöop. arbeiten
Bei einem Schwellenland wie Indien halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass es das ist, was man sich finanziell flächendeckend leisten kann. Die machen das nicht, weil's so toll ist...

Dürfte sich nicht so verhalten, wie du meinst.
Homöopathie macht dort ca. 20% der med. Versorgung aus (etabliert seit den späten 1800er Jahren, m.W.).
Der Rest des med. Wesens ist wohl vergleichbar dem unseren. Zumindest vom Denkansatz.



1206
23
Bayern
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  29.07.2011 17:27  
@Christina:

Ähhhm - Psychologin?

Ich dachte immer, das wär' auch empirische Wissenschaft und nicht Geisteswissenschaft!?!?!

Falsch gedacht meinerseits??



  29.07.2011 18:15  
@ Capricorn

Zitat:
Falsch!

Naturwissenschaftl.: 1 + 1 = 2

Homöopathisch: 1 + 1 = eine Variante von "2"
Na ja..., da hat dann eben jeder seine eigenen Sichtweisen.
Zitat:
Ich glaube, Homöopathie mach eigentlich WENIGER Hoffnung, als viel andere Therapien. Vor allem wenn man sich VORHER kundig macht.

Wenn ich Bescheid weiß, auch über die kritischen Stimmen GEGEN Homöopathie, geht es nicht mehr um "Hoffnung", sondern um eine BEWUSSTE Entscheidung! Ob nun dafür oder dagegen.
Da wird nichts gemacht. Es kommt doch auf die einzelne Person an, auch die Einstellung, die Erwartungen. Ob klassische Medikamente oder selbst Psychotherapie, da macht einem doch keiner Hoffnung. Jedenfalls nicht so in der Form "Es wird Ihnen ganz z sicher helfen". Bei sehr vielen Medikamenten die ich bisher verschrieben bekam, da sagte jeder Arzt "Versuchen Sie es, vielleicht hilft es". Vielleicht. Da wird keine falsch Hoffnung gemacht.
Auch in der klassischen Medizin sind letztlich alle Therapien erstmal nur Therapieversuche, die was bringen können oder auch nicht.

Ich bin schon Jahre bei einem Hausarzt, der auf Naturheilverfahren spezialisiert ist. Das er mir bisher aber wirklich helfen konnte, kann ich leider nicht behaupten. Und irgendwann wurde es für mich auch, na ich sag mal vorsichtig, albern. Als er dann mit Fußbädern kam, die die Beschwerden aus dem Körper ziehen sollen. Kein Witz.

Entscheidend ist doch, was erwartet man überhaupt (?).

Und so ging ich dann vor 4 Wochen zu einer Schmerztherapeutin (Ärztin), die auch viel mit Naturheilverfahren macht und einen guten Ruf hat. Da flackerte bei mir mal wieder Hoffnung auf.
15-20 Minuten Gespräch mit ihr und letztlich hatte ich dann ein Rezept für Amitriptylin in den Händen. Hoffnung zerschlagen.
Zitat:
Medinzin ist KEINE exakte Wissenschaft!
Stimmt. Aber kein klassischer Arzt würde das Gegenteil behaupten.
Zitat:
wenn irgend möglich RECHTZEITIG !, kundig machen.
Das mache ich immer. Ich bin mir aber nicht mehr sicher, ob es immer so gut ist, zu viel Ahnung zu haben. Man kann nämlich auch viel falsch interpretieren und lehnt dann Dinge ab, die man denkt zu verstehen, aber eigentlich ist es doch anders. Je mehr man sich mit gewissen Sachen beschäftigt, desto unsicherer kann man auch werden.


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