Pfeil rechts

Hallo!
Nehme jetzt Trimipramin seit über einer woche mit 25 mg. ich reagier an sich ganz gut darauf, kann wieder schlafen, bin ruhig, stelle aber leider auch fest, daß ich es seitdem total schwer habe. mein gewicht zu halten. kann praktisch kaum noch was essen...und passe echt nur noch schwer in meine klamotten...außerdem sind morgens meine augen durch wassereinlagerung total geschwollen.
deshalb meine frage: wißt ihr, ob man bei trimipramin so schnell zunehmen kann? hatte extra meinem arzt gesagt, daß ich etwas brauche, was eben gerade diese nebenwirkungen nicht oder weniger stark hat. sind denn 25 mg schon genug für solche nebenwirkungen? was ist denn da die niedrigste dosis? vorher hab ich doxepin genommen, da hatte ich aber nicht das gefühl, so schnell zuzunehmen. weiß echt nicht mehr weiter, was ich jetzt machen soll. lassen denn die nebenwirkungen im laufe der zeit nach?
hab inzwischen den eindruck, irgendwie bleibt mir wohl nur die wahl zwischen entweder schlafen können und zunehmen oder gewicht halten und schlaflosigkeit...ist echt zum verzweifeln...

Danke für eure hilfe und erfahrungsberichte!

LG!

02.07.2010 13:36 • 10.03.2018 #1


35 Antworten ↓


Ja, leider nimmst Du zu davon und nicht wenig. Vielleicht ist es nicht immer so, aber bei mir war es so und kenne genug Leute, wo es auch so war.
Zitat:
hatte extra meinem arzt gesagt, daß ich etwas brauche, was eben gerade diese nebenwirkungen nicht oder weniger stark hat.

Genau dafür ist aber Trimipramin (oder als Stangyl) bekannt.
Zitat:
sind denn 25 mg schon genug für solche nebenwirkungen?

Ja.
Zitat:
was ist denn da die niedrigste dosis?

25 mg, aber therapeutische Wirkung liegt so bei 50-75 mg. Bei mir in der Tagesklinik war eine Patientin, die nahm 300 mg.
Zitat:
lassen denn die nebenwirkungen im laufe der zeit nach?

Ja, aber nicht die Gewichtszunahme, die geht weiter. Tagesmüdigkeit, Schwindel und Schweißausbrüche bleiben aber auch mehr oder weniger.
Zitat:
hab inzwischen den eindruck, irgendwie bleibt mir wohl nur die wahl zwischen entweder schlafen können und zunehmen oder gewicht halten und schlaflosigkeit...ist echt zum verzweifeln...

Worum geht es denn, nur um schlafen können? Dann lass Dir Trazodon verschreiben. Macht 100pro nicht dick, macht müde und hat auch sonst wesentliche weniger NW als Trimipramin.

Ich finde, die alten trizyklischen AD, wie Trimipramin, sollten man wirklich nur nehmen, wenn es nicht anders geht. Es gibt bessere AD, als dieses 40 Jahre alte Zeug. Die haben die meisten Nebenwirkungen und gehen immer auf den Kreislauf, beeinträchtigen die Herzfunktion (Herzmuskel) und und und. Muss nicht sein.

02.07.2010 14:06 • #2



Gewichtszunahme als nebenwirkung von antidepressiva-HILFE!

x 3


vielen dank! Du hast mir echt geholfen! das trazodon hat also nicht diese nebenwirkung, ist aber doch auch ein sedierendes antidepressivum, oder? ich dachte, die hätten alle diese nebenwirkung. ist das ein neueres medikament auf dem markt?

werd gleich nächste woche meine ärztin fragen:)

danke nochmal!

LG

03.07.2010 00:08 • #3


Ja, Trazodon ist auch sedierend. Neu sind die auch nicht, glaub aus den 70er Jahren, aber eine Weiterentwicklung von Medis wie z.B. Trimipramin, die ja noch 20 Jahre älter sind. Trazodon hat definitiv weniger Nebenwirkungen, kann auch Leuten mit Herzproblemen gegeben werden, was allein ja bei Trimipramin schon sehr kritisch ist.

Die Trazodon machen ganz sicher nicht dick, ich hab sogar 2-3 kg abgenommen damit in 4 Wochen. Sie haben aber nicht so eine lange Halbwertzeit, was man so oder so sehen kann. Die sedierende und beruhigende Wirkung ist 8-10 Stunden, bei Trimipramin 23 Stunden. Wenn man am Abend Trazodon nimmt, dann helfen die am Tage kaum gegen Angst . Zum Schlafen reichen 50-75 mg, aber eine antidepressive Wirkung hat man erst bei min. 150-175 mg.

Ich hab die Trazodon super vertragen, aber die haben eben eigentlich nur auf den Schlaf gewirkt und das reichte mir dann nicht. Die Trimipramin wirken gegen Angst und so besser, aber eben mit mehr NW und ich bekam auch Ausschlag davon und musste sie weglassen.

03.07.2010 11:12 • #4


du, dann wär trazodon genau das richtige für mich. bei mir gehts nämlich vor allem erstmal um die stabilisierung des schlafverhaltens. echt unglaublich, daß vorher kein einziger arzt dieses medikament erwähnt hat. ich hatte so klar gesagt, was ich bräuchte, und dann verschreiben die einem trotzdem gleich diese alten hammer....

vielen dank auf jeden fall für deine hilfe! hab jetzt gestern erstmal gleich das trimipramin in die tonne gekloppt- und sogar normal schlafen können. versuch´s jetzt erstmal ohne. aber auf jeden fall gut zu wissen, daß ich im notfall noch was in petto hab:)

lg!

03.07.2010 23:10 • #5


Sag mal, was mich generell interessieren würde, was meinst du, weshalb wird dann immer noch so viel von diesem harten zeugs verschrieben mit diesen heftigen nebenwirkungen, wenn sowas wie trazozon auch auf dem markt ist? kennen das so wenig ärzte? denn immer wenn ich beschrieben hab, was ich brauche, was mir wichtig wäre, bekam ich dann eben doch sowas wie doxepin oder stangyl verschrieben.
hab eben übrigens auch nochmal den wikipedia-eintrag gelesen und da steht echt nichts über nebenwirkungen, was ja allerdings auch nicht sein kann. ich meine, völlig frei von nebenwirkungen ist es bestimmt nicht, aber es klingt auf jeden fall tausend mal weniger heftig...
gehe morgen zu meiner ärztin und werde sie gelich danach fragen. die schlafstörungen sind nämlich wieder da...hat ja leider nicht lange gehalten:(

danke nochmal für diesen echt wertvollen tip!

20.07.2010 12:19 • #6


Na ja, Stangyl ist schon ziemlich stark und wirkt auch, allerdings eben mit NW und selbst wenn man die nicht wirklich merkt, der Einfluss auf den Körper ist enorm. Die NW in den Beipackzetteln sind bei fast allen AD lang.
Stangyl:
Zitat:
Häufig bei Stangyl: Mundtrockenheit, Müdigkeit, Benommenheit, Kopfschmerz, Schwitzen, Schwindel, Hypotonie, orthostatische Dysregulation, Tachykardie, Tremor, Akkommodationsstörung, Obstipation, Gewichtszunahme, passagere Anstieg Leberenzymaktivität (Transaminasen).

Gelegentlich bei Stangyl: Miktionsstörung, innere Unruhe, Schlafstörung, Durstgefühl, Hautausschläge, sexu. Funktionsstörung.

Selten bei Stangyl: Verwirrtheitszustand, delirante Syndrome, Kollapszustand, paralyt. Ileus, Harnverhalten, Blutbildstörung, Galaktorrhoe, Syndrom inadäquaten ADH-Sekretion, Leberfunktionsstörung Ikterus, Haarausfall, Tinnitus, Hypoglykämie, Parästhesien. Herzrhythmusstörung, Reizleitungsstörung (QRS-Verbreiterun, PR-Verlängerung, ST-Abflachung, Schenkelblock). Verstärkung bestehender Herzinsuffizienz. Vereinzelt bei Stangyl: allergische Alveolitis mit und ohne Eosinophilie. Allergische Reaktionen Haut.

Einzelfälle bei Stangyl: Agranulozytose, cerebrale Krampfanfälle, motorische Störung (Akathisie, Dyskinesien), Polyneuropathien, Glaukomanfall. Pharmakogenes Delir möglich.

Absetzphänomene: Unruhe, Schweißausbrüche, Übelkeit, Erbrechen, Schlafstörungen. Bei Auftreten manische Verstimmung und akut produktive Symptome bei Behandlung depressiver Syndrome im Verlauf schizophrener Erkrankung: Stangyl sofort absetzen! Krampfanfälle bei hoher Dosis (erhöhte Anfallsbereitschaft z.B. Entzugssyndrom nach abruptem Absetzen von Benzodiazepinen oder Barbituraten).

Trazodon:
Zitat:
Häufige Nebenwirkungen:
Schlafstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Unruhe, Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen, Übelkeit und Erbrechen, trockener Mund, Durchfall, Müdigkeit.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautausschlag), Verwirrtheitszustände, Zittern, Verschwommensehen, Blutdruckerhöhung, Verstopfung, Gewichtszunahme, Gewichtsabnahme.

Seltene Nebenwirkungen:
Dauerversteifung des P. (Priapismus).
Sehr seltene Nebenwirkungen: Blutbildveränderungen (wie Blutarmut, Blutplättchenmangel, Weiße Blutkörperchen-Mangel, Neutrophilen-Mangel, Granulozyten-Fehlen, Mangel an allen Blutzellen), Nesselsucht, Gefäßschwellungen (Angioödem), epileptische Krampfanfälle, Serotonin-Syndrom (Schwitzen, Durchfall, Fieber, Zittern, Blutdruckschwankungen, Herzrasen, Aufregung, Muskelsteife,
Bewusstseinsstörungen), Kreislaufzusammenbruch, Leberfunktionsstörungen (Transaminasen-Erhöhung, Blut-Bilirubin-Überschuss, Gelbsucht, Leberentzündung).

Nebenwirkungen unbekannter Häufigkeit: Juckreiz, Blut-Prolaktin-Überschuss, Blut-Natriummangel, leichte Übersteigerung, Selbstmordgedanken, Selbstmordversuche, Benommenheit, Schläfrigkeit, Ohnmacht, Streifensehen (Palinopsie), Herzrhythmusstörungen (QT-Verlängerung, Torsades de pointes), Wassereinlagerungen in Armen und Beinen, Unwohlsein.


Bei genauer Betrachtung ist aber Trazodon verträglicher und das hat mir bisher jeder Psychiater auch bestätigt. Trazodon ist wohl auch eine Weiterentwicklung der 1. Generation, wozu auch Stangyl gehört.

Das Problem bei Trazodon, es gibt wenige oder fast kaum brauchbare Studien, bei Stangyl dagegen unzählige. Trazodon ist auch für Leute mit Herzproblemen gut geeignet, für empfindliche und ältere Patienten, Stangyl nicht.

20.07.2010 14:08 • #7


ist ja echt interessant. ich hab auch von mitpatienten gehört, daß generell wohl serotonin-wiederaufnahmehemmer nicht bzw. viel weniger häufig zu gewichtszunahme führen. und so wie ich verstanden hab, ist trazodon ein SWH, stangyl aber, glaub ich, nicht. vielleicht hängt das auch mit der besseren verträglichkeit zusammen?

meine angst ist immer nur, daß ich generell auf antidepressiva gezielt mit gewichtszunahme reagiere...allerdings hab ich vorher jahrelang doxepin genommen, und da hatte ich das problem erstmal nicht. bei stangyl war´s aber schon nach drei tagen sehr deutlich, wo das hinführt... ach, es wär echt schön, wenn man immer schon vorher eine garantie hätte, daß man´s auch gut verträgt;-)

na, jetzt frag ich erstmal morgen nach. hab auch gelesen, daß das medikament als thombran oder trittico auf dem markt ist. nimmst du es denn selbst auch noch?

liebe grüße

20.07.2010 14:39 • #8


Nein, nehme seit Anfang 2010 nichts mehr. Trazodon hab ich 5 oder 6 Wochen genommen. Gegen PA hilft es nicht, ist eher was zum Schlafen oder dann als AD in hoher Dosis, also so ab 200 mg. 50-100 mg reichen zum Schlafen, mehr bringt es dann aber auch nicht.

20.07.2010 16:22 • #9


Hallo

Ich nehme ja auch Trazodon. Zwar erst seit gut einer Woche 50 mg (morgen nehme ich dann 100 mg), aber ich muss sagen, dass es sich sehr positiv auf meine Stimmung auswirkt.
Ich bin ausgeglichen und fast schon selig

Ich würde mal sagen, dass ich es angst- und paniktechnisch nicht so besonders hart getroffen habe, zur Zeit und darum ist es schwer einzuschätzen, ob es sich schon positiv auf die Angst ausgewirkt hat. Ein kleines bisschen schon, würde ich sagen - schlimmer ist mein Zustand jedenfalls nicht geworden. Und das ist auch schon mal nicht schlecht. Richtige Ergebnisse sieht man sowieso frühestens, wenn ich eine Woche lang 100 mg genommen habe.

Die körperlichen Angstsymptome sind jedenfalls schwächer geworden und ich bin nicht mehr so hoffnungslos, wie es vorher zum Teil der Fall war ("ich schaff das alles nicht mehr.." und Co.)

crazy030 hat Recht, es gibt extrem wenig Informationen über das Medikament. Ich hab mich teilweise durch englischsprachige Literatur gekämpft (denn dort liest man öfter, dass es off-label gegen Angst und Panik eingesetzt wird), aber so richtig wurde das Medikament wohl nie beachtet.
Was ich echt schade finde, da es sehr mild ist und wenige Nebenwirkungen hat (bei mir nur Magen-Darm-Beschwerden, sonst gar nix; Gewicht und Libido sind besser denn je )

Soweit ich weiß hat Böhringer Ingelheim die Produktion auch eingestellt, Thombran gibt es nicht mehr. Es gibt nur noch Trazodon von Hexal und von neuraxpharm. Und die von Hexal sind so bröselig

Ich würde es an deiner Stelle mal probieren

Viel Erfolg

20.07.2010 22:17 • #10


hallo!
ach, das klingt ja echt gut. ist sehr erleichternd zu hören, was du bisher für gute erfahrungen mit dem medikament gemacht hast. meine größte sorge ist ja wie gesagt die gewichtszunahme. aber wenn du nicht das gefühl hast, daß es den stoffwechsel verlangsamt und dein gewicht stabil bleibt, super! ich habe auch gelesen, daß eine nebenwirkung eine gesteigerte libido sein kann. aber das finde ich jetzt weniger schlimm;-)

also, ich werde gleich morgen meine ärztin danach fragen. auch gut zu wissen, daß es thombran nicht mehr gibt.

vielen dank für den erfahrungsbericht!

LG

20.07.2010 22:38 • #11


@ Uhu_Schuhu, also die Wirkung von Trazodon setzt schnell ein, wenn auch nicht bei allen. Kann schon nach 3 Tagen gut auf die Stimmung wirken, aber wohl spätestens nach 1-2 Wochen. War bei mir auch so. Will Dir nicht die Hoffnung nehmen, aber das lässt schnell nach und man muss gut hochdosieren.
Im Waschzettel steht ja auch 1. Woche 100 und ab der 2. Woche 200 mg. Ambulant kann man bis 300 mg gehen, stationär bis 400 mg und das sind dann Dosen, na ja, da wird es dann mit wenig Nebenwirkungen auch eng. Ich war 3 Tage bei 175 mg und bin dann wieder runter auf 150, dann 100 mg, weil es mich umgehauen hat, ich früh aussah wie eine Qualle und nur noch müde war und Kopfschmerzen hatte, Herzrasen auch.

Mit Trazodon kann man aber gut experimentieren, einfach testen, was man verträgt. Ich hab manchmal, wenn es mir schlecht ging, einfach am Tage mal 25 oder 50 mg genommen und alles war gut. Wenn man am Abend eh schon eine Weile 75 oder 100 mg nimmt (oder mehr), dann wird man von 25 oder 50 mg kaum noch müde, aber es wirkt beruhigend und bessert die Stimmung.
Wegen Magenproblemen, IMMER was essen direkt vorher. Und wegen Sexualität, Trazodon ist kein blaue Pille, wird aber mitunter von Urologen als Potenzmittel eingesetzt, da es bei manchen Männern erektionssteigernd wirkt. Brauch ich zwar nicht, hab es aber gemerkt.

20.07.2010 23:53 • #12


Hier ist was dazu:
http://www.medical-tribune.ch/deutsch/medikamente/pdf/IMR_Trittico_MT48.pdf

21.07.2010 00:17 • #13


Ich hab gestern Abend dann mal 100 mg genommen, weil ich keine Lust mehr hatte, diese Bröseltabletten zu teilen (schlussendlich ist sie dann aber beim Rausdrücken aus dem Blister auch zerbrochen ) und heute morgen bin ich schon ziemlich müde. Aber das war anfangs bei 50 mg ja auch so und hat dann nach 2-3 Tagen nachgelassen.

Aber mein Bauch tut ziemlich weh. Ich glaub das sind Blähungen, die irgendwo in meinem Bauch feststecken, das tut so höllisch weh... aua

Ich springe glücklicherweise auch sehr schnell auf Medikamente an und hoffe natürlich, dass ich jetzt längere Zeit bei 100 mg bleiben kann, ohne das die Wirkung irgendwann nachlässt. Bei mir ist es aber auch so, dass, wenn ich merke, dass eine Medi wirkt, dann reicht schon die Einnahme um bei mir eine Wirkung zu erzielen. Konditionierter Placebo-Effekt, oder so

Damals, als ich noch Paroxetin genommen habe, hab ich irgendwann nur noch einmal pro Woche eine Halbe genommen und es hat gewirkt

Na ja, dann schauen wir mal weiter

21.07.2010 10:51 • #14


oh, diese dosen erscheinen mir so hoch. ich hab vorher vom doxepin und stangyl nur 25 mg genommen. kann man denn auch mit 25 mg anfangen bei trazodon? würde gerne mit der allerniedrigesten dosis beginnen. hab übrigens mal gehört, daß die nebenwirkungen immer schon da sind, bei 25 mg genauso wie bei 450 mg, das aber die eigentliche wirkung erst bei den höheren dosierungen eines antidepressivums einsetzt. das also für die nebenwirkung unwichtig ist, ob ich jetzt 25 oder 250 mg nehme.
kann ich mir irgendwie garnicht vorstellen...

21.07.2010 12:51 • #15


Ja, mit 25 mg kann man anfangen, ist sogar empfehlenswert. Neee, also höhere Dosis schadet auch mehr. Ich kenne das z.B. vom AD Elontril. Bei 150 mg ist es ok, 300 auch noch, aber ab 400 kann es vermehrt zu Krampfanfällen kommen und da sind weltweit auch viele Leute dran gestorben, ich glaube, über 50 allein in England.

21.07.2010 13:07 • #16


Klar, kannst du auch mit 25 mg anfangen. Von Böhringer Ingelheim gab es Thombran mite, das waren Tabletten mit 25 Trazodon. Die gibt es ja nun nicht mehr, aber du kannst bestimmt auch die 50 mg gut teilen (wenn du nicht gerade die von Hexal nimmst ). Ich würde aber auch sagen, dass diese Dosis nur eine schlaffördernde Wirkung hat, mehr wahrscheinlich nicht. Aber das ist natürlich immer sehr individuell und muss man ausprobieren.

Aber egal, wie viel du nimmst, du bist spätestens 20 Minuten später weggeknackt
Der anfängliche Hangover (auch nach jeder Dosissteigerung), vergeht immer nach ein paar Tagen. So ist es jedenfalls bei mir.

Und bei mir war es auch nicht so, dass mich das müde werden oder der Hangover am nächsten Tag geängstigt hat, was ja bei uns Angsthasen der Fall sein kann. Du denkst dir nur.... "ow man, wat bin ich müde", aber nicht im Sinne von Derealisation und "oh Gott oh Gott, ich verde verrückt und/oder sterbe" - das ist wohl die anxiolytische Wirkung, die auch recht fix einsetzt.

Hohen Dosen gegenüber bin ich auch recht skeptisch, als ich mal kurz Venlafaxin ausprobiert habe und meine Neurologin meinte, nach zwei Wochen bitte 375 mg nehmen, hab auch auch nicht schlecht gestaunt. Man hat irgendwie das Gefühl, man pumpt sich ohne Ende voll

21.07.2010 13:16 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Ja, bei Trazodon gewöhnt man sich daran. Die 25 mg kommen einem am Anfang viel vor, aber nach 3 oder 4 Tagen merkt man davon kaum noch was. Da kann man locker bei Bedarf auch mal 25 oder 50 mg am Tag nehmen.

21.07.2010 13:29 • #18


Also ich war heute Abend auswärts essen... das ging beispielsweise am letzten Freitag noch nicht. Da war ich fest davon überzeugt, dass ich das nicht schaffe. Heute habe ich es aber geschafft und ich hatte auch keine Zweifel daran. Als ich dann beim Essen saß (und das draußen, an einer vielbefahrenen, stressigen Straße), kam mir so ab und an ein kleiner Anflug von Schwindel und rausche n im Kopf, aber das ist ganz fix wieder abgeklungen.

Ach wie schön

Sorry, falls ich hier off-topic rumspamme. Aber ich mag das Trazodon (von Urologen bestimmt auch Matratzodon genannt, wegen der libidosteigernden Wirkung )

21.07.2010 21:48 • #19


also, hab jetzt auch trazodon von meiner ärztin verschrieben bekommen. kannte sie vorher garnicht. hab ihr extra gesagt nicht von hexal, jetzt hab ich es von neurax. allerdings sagte sie, daß es in deutschland nur in 100 mg dosierungen erhältlich ist, was heißt, daß ich mir diese tablette erstmal vierteln muß...hab gehört, daß das garnicht so gut ist, weil die wirkstoffe nicht gleichmäßig verteilt sind in so ner tablette und man durch das teilen eben nicht die volle bandbreite der wirkstoffe bekommt.

teilt ihr euch auch einfach die tablette bis zu einem viertel oder wie macht ihr das mit den 25 mg? die empfehlung liegt ja anfangs bei 100 mg. sollte man dann nicht auch damit beginnen? bin etwas verunsichert über diese relativ hohe anfangsdosis...

hol mir das medikament heute ab. oh mann, hoffe so sehr, daß es mir hilft, wieder zu schlafen - ohne starke nebenwirkungen...ist im moment wieder katastrophal...

22.07.2010 04:57 • #20



x 4


Pfeil rechts



Dr. med. Andreas Schöpf