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LIsel
Hi hi ‍️ Seit ein paar Monaten nehme ich Tavor als Bedarfsmedikament zur Nacht wegen Schlafstörungen. Es liegen immer wieder Pausen dazwischen von bis zu ein-bis-zwei Wochen aber dann nehme ich es auch hin und wieder bis zu drei Tage hintereinander. Seit ein paar Wochen scheint sich nun ein Depression einzuschleichen und ich frage mich, ob es sich dabei um eine Nebenwirkung oder Entzugserscheinung von Tavor handeln könnte. Einen direkten Zusammenhang mit der Einnahme kann ich bis jetzt aber noch nicht wirklich feststellen. Hat jemand dahingehend schon Erfahrung gemacht? Also kann es sein, dass eine unregelmäßige Einnahme von Tavor eine anhaltende Depression auslöst?

30.06.2023 16:29 • 02.07.2023 #1


16 Antworten ↓


M
Das *kann* eventuell bei einigen Medikamenten passieren aber ist eigentlich ziemlich selten bis fast garnicht der Fall (ist mir zumindest noch nicht untergekommen, bin aber auch keine Arzt).
Ich denke eher dass, dadurch dass Tavor ein Beruhigungsmittel ist und du davon etwas runetrkommst und entspannter bnist, kann sich deine Psyche von der Daueranspannung und den Reizen davon etwas Lösen und auf die eigentlichen Probleme zurück kommen. Normalerweise Entstehenm Depressionen auch eher über einen längeren Zeitraum und haben eine Grundursache durch ein Lebenseregnis oder Stress.
Wenn du wieder depressiv bist/wirst und entspannt genug könntest du ja mal in dich hören und schauen woher die depressive Stimmung grob kommen könnte bzw was dich da im Einzelnen berührt und runterzieht

30.06.2023 16:55 • x 1 #2


A


Depression als Nebenwirkung von Tavor?

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LIsel
@Marc_Sky Hab vielen lieben Dank für Deine Einschätzung! ️

30.06.2023 17:40 • #3


M
@LIsel Gerne Wenns was gebracht hat kannst gerne nochmal Bescheid geben.
Ansonsten wünsche ich dir viel Kraft und gute Besserung

30.06.2023 17:43 • x 1 #4


S
Tavor dämpft,bei akuten Panikattacken hilfreich.
Bei einer Depression nicht zu empfehlen.

30.06.2023 20:15 • x 1 #5


LIsel
@Schari1969 Vielem Dank für Deine Einschätzung! Gibt es denn einen Grund warum Tavor bei Depressionen nicht genommen werden sollte? Ich nehme es ja nicht gegen die Depression sondern hin und wieder zum Schlafen..

30.06.2023 20:19 • #6


S
Tavor ist kein Schlafmittel,da gibt es anderes.
Tavor entspannt,löst Ängste,Tavor bei einer Depression ist ungeeignet.

30.06.2023 20:22 • x 1 #7


saga1978
Zitat von LIsel:
@Schari1969 Vielem Dank für Deine Einschätzung! Gibt es denn einen Grund warum Tavor bei Depressionen nicht genommen werden sollte? Ich nehme es ja ...


Tavor sollte nicht als Medikament zum schlafen genommen werden es ist für Panikattacken und zur muskel Entspannung macht auf Dauer abhängig ich war 16 jahre abhängig davon. Wenn du merkst das sich eine Depression einschleicht solltest du mit dem Arzt reden der dir das Tavor verschrieben hat und vielleicht über ein andres Medikament zum schlafen reden wie zum Beispiel quetiapin oder so

Lg

30.06.2023 20:25 • x 2 #8


S
Es ist absolut grenzwertig,wenn ein Arzt einem Menschen,der eine Depression hat Tavor verschreibt.

30.06.2023 20:29 • x 2 #9


LIsel
@saga1978 Also hälst Du es für möglich, dass die Depression durch die unregelmäßige Tavor-Einnahme ausgelöst wurde? Leider habe ich schon alle alternativen Medikamente zum Schlafen durchprobiert (so auch quetiapin) und hatte gehofft in Ausnahmefällen (wenn ich mal fit sein muss am nächsten Tag) auf Tavor zurückgreifen zu können. Auf keinen Fall möchte ich aber eine Abhängigkeit riskieren und achte deshalb genau auf mögliche Entzugerscheinungen. Und so frage ich mich eben, ob die Depression vielleicht schon eine solche Erscheinung sein könnte..
Vielen lieben Dank erst einmal für Deine Antwort und „chapeau“, dass du den Absprung von Tavor geschafft hast!

30.06.2023 20:46 • x 1 #10


saga1978
Zitat von LIsel:
@saga1978 Also hälst Du es für möglich, dass die Depression durch die unregelmäßige Tavor-Einnahme ausgelöst wurde? Leider habe ich schon alle ...


Also ich kann jetzt nur von mir sprechen mir ging es mit Tavor und diazepam irgendwann richtig schlecht aber ob die Depression davon döller geworden ist weiß ich nicht. Es gibt soviel Medikamente die zum schlafen verhelfen manchma dauert es eine Weile bis man das richtige hat.

30.06.2023 21:03 • x 1 #11


Acanthurus
Benzodiazepine und Z-Drugs können eine Depression demaskieren bzw. verstärken. Steht auch so sinngemäß im Waschzettel. Chemisch sollen Sie wohl irgendwie Auswirkungen auf den Serotoninspiegel haben.

Aber jeder reagiert anders, so kann es sein, dass zumindest zu Beginn neben angstlösenden und beruhigenden Wirkungen auch deutliche und innerhalb weniger Minuten einsetzende antidepressive und teils euphorische Effekte eintreten. Vermutlich durch einen Dopamin Rush der bei nicht allen aber auch nicht bei sehr wenigen auftritt. Wer Wochen oder sogar Monate durch ein dunkles tief geht und vielleicht viele Medikamente erfolglos und nur gering gewirkt haben können Bezodiazepine erst mal ein Segen sein. Aber GABA Agonismus und Stimulierung von Dopamin= Aktivierung des Belohnungssystems= schnelle Gewöhnung und schwieriges absetzen nach längerer Zeit.

Es wäre laut Studien möglich bei neu entwickelten Benzos diese dopaminerge System zu umgehen und die reinen angstlösende Wirkungen bestehen bleiben.

02.07.2023 00:44 • x 1 #12


Robinson
Ich bekam auch Depressionen davon.

02.07.2023 04:31 • x 1 #13


Icefalki
Zitat von LIsel:
Schlafstörungen


Ich würde hier ansetzen: Warum die Schlafstörungen, warum das Gefühl von Depri?

Und was heisst für dich Schlafstörung, oder Depri.

02.07.2023 09:51 • x 1 #14


LIsel
@Acanthurus Hey,vielen Dank für die ausführliche Beschreibung des Wirkmechanismus von Tavor! Dass Tavor Dopamin ansteigen lässt, das hätte ich jetzt gar nicht vermutet. Es ist eine wichtige Information für mich, da ich noch ein anderes Medikament nehme, welches sich auf den Dopamin-Haushalt (Elvanse). Möglicherweise sind da auch nachteilige Wechselwirkungen im Spiel. Es wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben als ein paar Monate mal Tavor wegzulassen, um zu sehen ob es besser wird.
Vielen Dank noch mal für die interessanten Facts und einen schönen Sonntag Abend noch!

02.07.2023 16:43 • #15


LIsel
@Robinson Ah okay, dann bin ich anscheinend nicht die einzige der es so geht. Danke dir für die Rückmeldung und alles Gutw für dich!

02.07.2023 16:45 • #16


LIsel
@Icefalki Das sind sehr sinnvolle Ansätze! In meinem Fall bestehen die schweren Schlafstörungen jedoch schon seit mindestens 15 Jahren und sie haben sich schlichtweg auf eine ungünstige Weise chronifiziert. Das alleine wäre schon ein Grund eine Depression zu entwickeln aber da es gerade so plötzlich kommt ohne Veränderung des Schlafs tippe ich auf keinen direkten Zusammenhang. Hab aber vielen Dank für deine Ideen bzw. Ansätze! Oft gehen tatsächlich beide Symptomatiken miteinander einher.

02.07.2023 16:55 • x 1 #17


A


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Dr. med. Andreas Schöpf