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Hallo ,

kann man Opipramol auch "nur" im Notfall nehmen sprich , wenn man merkt die Angst kommt , oder sie ist gerade da. Oder ist es ein Medikament , was man regelmässig einnehmen muss um eine Wirkung zu erziehlen ?
Ich bekomme die PA´s nur in Verbindung mit einem Termin oder wenn ich zur Arbeit muss,bzw. ich arbeiten bin. Ich kann also ohne Angst vor die Tür gehen (Einkaufen etc.) solange ich keinen Termin habe. Zuhause habe ich "nur" immer wieder Ängste, speziell im Moment Zukunfstangst und was wird werden, wie geht es weiter ..... aber keine PA`s !

Liebe Grüße ,

Sabine

10.05.2010 13:46 • 09.11.2019 #1


21 Antworten ↓


Ups , habe noch was vergessen.
Ich möchte eigentlich wenn es irgendwie geht , keine Medikamente einnehmen. Zumindest keine chem. "Keulen" (habe furchtbare Angst vor Nebenwirkungen)
Aber mein Hirn arbeitet täglich auf Hochtouren und ich komme einfach nicht zur Ruhe. Habe auch große Einschlafschwierigkeiten. Also im Moment habe ich das Gefühl es wird immer schlimmer , nicht nur die Ängste auch ein Stimmungstief mit immer wiederkehrenden Heulattacken hat sich dazugetan.
Ist es richtig, dass Opipramol NICHT stimmungsaufhellend wirkt ?
Leider habe ich den Beipackzettel einwenig durchgelesen und habe irgendwas mit Herzrythmusstörungen gelesen . Da ich auch immer wieder dieses Herzstolpern habe , habe ich nun ganz große Angst , Opipramol zu nehmen.
Hat jemand einen Rat für mich ?

LG Sabine

10.05.2010 13:55 • #2



Frage zu Opipramol - im Notfall nehmen

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Christina
Hallo Sabine,

man kann Opipramol auch nur im Bedarfsfall nehmen. Das einzige Problem dabei ist, dass die Nebenwirkung Müdigkeit stärker reinhaut, wenn man nicht an das Medikament gewöhnt ist. Das ist beim Autofahren schon mal blöd, aber es gibt eh nichts, das beruhigend wirkt, ohne Reaktionsvermögen und Konzentration zu beeinträchtigen.

Opipramol ist kein "richtiges" AD, es wirkt nicht stimmungsaufhellend. Es gehört aber auf jeden Fall zu den leichtesten Medikamenten, insofern kannst du es mal ausprobieren, ohne besondere Angst vor Nebenwirkungen haben zu müssen. Es kann Herzrasen auslösen, das stimmt. Das ist aber auch eine Frage der Dosis, und die Wirkung hält sowieso nur ein paar Stunden an, so dass das "Risiko" überschaubar ist. Es ist kein echtes Risiko, sondern nur die Möglichkeit, dass du auf einen beschleunigten Puls mit Angst reagierst und dich entsprechend bescheiden fühlst. Bei mir ist Opipramol ein Pulstreiber, wahrscheinlich weil es meinen niedrigen Blutdruck weiter absenkt. Das ist für mich kein Problem, außer dass ich es natürlich nicht als Schlafmittel nehmen kann - egal wie müde ich davon werde.

Ein anderes Medikament, das beruhigt, keine chemische Keule ist und nicht abhängig macht, wäre Promethazin (Atosil). Das ist ein Antihistaminikum/Neuroleptikum und man kann/sollte es im Bedarfsfall nehmen.

Zitat von Hummel:
Ich möchte eigentlich wenn es irgendwie geht , keine Medikamente einnehmen. Zumindest keine chem. "Keulen" (habe furchtbare Angst vor Nebenwirkungen)
Aber mein Hirn arbeitet täglich auf Hochtouren und ich komme einfach nicht zur Ruhe. Habe auch große Einschlafschwierigkeiten. Also im Moment habe ich das Gefühl es wird immer schlimmer , nicht nur die Ängste auch ein Stimmungstief mit immer wiederkehrenden Heulattacken hat sich dazugetan.
Diese Angst kann ich verstehen, ich habe sie auch. Trotzdem habe ich mich irgendwann überwunden und ein richtiges, modernes AD genommen. Das würde ich dir auch empfehlen, falls du es mit Opipramol oder Promethazin oder sonstwie nicht schaffst, diese Abwärtsspirale zu durchbrechen. Zur Not könntest du auch mal (ausnahmsweise!) ein Benzodiazepin nehmen, um aus diesem Psychoterror auszusteigen. Eine Pause von den Ängsten und das Wissen, dass man ihnen nicht dauernd ausgeliefert sein muss, könnten dir schon wieder ein wenig auf die Beine helfen.

Liebe Grüße
Christina

10.05.2010 19:39 • #3


Hallo Christina,

ganz herzlichen Dank für deine Antwort . Ich werde auf jeden Fall darüber nachdenken....
und es eventuell mit einem der Mittel probieren.

Liebe Grüße,

Sabine

10.05.2010 20:49 • #4


Hallo,

also ich habe Opipramol früher auch nur vor dem fliegen ( Flugangst) genommen. Es hat sofort geholfen. Also auch nur im Bedarfsfall. Das war damals überhaupt kein Problem. Ich hatte damals auch nur eine halbe genommen sprich 25mg.


ganz liebe Grüße
Maya

10.05.2010 20:55 • #5


Danke dir @Maya

Liebe Grüße ,

Sabine

11.05.2010 12:54 • #6


Hallo, ich nehme opipramol immer abends und kann seither jede Nacht schlafen.
War davor ganz anders, ich nehme abends 50 - 100 mg.

Es grüßt kerze

12.05.2010 19:05 • #7


Opipramol hat bei mir ab der 1. Einnahme in das Gegenteil umgeschlagen. Übelstes Herzrasen und Angstzustände bei 25 mg. Den Versuch war es wert, brachte aber nichts.

14.05.2010 00:20 • #8


Opipramol habe ich auch genommen aber das hat mir nix gebracht, musste dann zu cipralex wechseln und durch die Tabletten gehts einigermaßen...

14.05.2010 19:38 • #9


Zitat von crazy030:
Opipramol hat bei mir ab der 1. Einnahme in das Gegenteil umgeschlagen. Übelstes Herzrasen und Angstzustände bei 25 mg. Den Versuch war es wert, brachte aber nichts.


Genau davor habe ich so große Angst und darum traue ich mich nicht es zu nehmen !!

15.05.2010 01:00 • #10


Herzrasen ist eine Nebenwirkung von Opipramol, bekommt aber nicht jeder. Auch bei Trazodon hatte ich Herzrasen, aber der Unterschied zu Opipramol ist, die Trazodon beruhigen sofort nach der Einnahme auf eine andere Art, da kommt trotz Herzrasen die Angst nicht durch. Opipramol ist dagegen zu schwach und hilft kaum gegen Angst, was man im Netz ja auch häufig liest.

15.05.2010 11:57 • #11


Lillibeth

08.11.2019 20:13 • #12


Lottaluft
Habe ich auch ab und an mal das hatte ich aber auch schon lange bevor ich opipramol für mich entdeckt habe
Ist leider auch ein Symptom der Angst

08.11.2019 20:19 • x 1 #13


Lillibeth
Zitat von Lottaluft:
Habe ich auch ab und an mal das hatte ich aber auch schon lange bevor ich opipramol für mich entdeckt habe Ist leider auch ein Symptom der Angst

Tja , da gibt es ja leider viele von. Ich reduziere jetzt mal. Fühle mich sonst ja ganz gut. Im Januar muss ich wieder zum Arzt. Mal hören was er so meint

08.11.2019 20:27 • #14


Lottaluft
Zitat von Lillibeth:
Tja , da gibt es ja leider viele von. Ich reduziere jetzt mal. Fühle mich sonst ja ganz gut. Im Januar muss ich wieder zum Arzt. Mal hören was er so meint


Ich denke nicht das reduzieren eine gute Idee ist
Erst recht nicht weil es eigenständig geschieht und du ja bis auf die Sehstörungen zwischendurch keine Probleme hast
Bis Januar ist eine lange Zeit

08.11.2019 20:36 • #15


Lass auf keinen Fall das medi einfach weg.
Antidepressiva müssen sehr langsam ausgeschlichen werden, ansonsten kann es in deinem Kopf ordentlich "krachen".
Im Normalfall nimmt man diese medis nach Besserung der Symptome noch 6 Monate und schleicht dann ganz langsam aus!
Liebe Grüße

08.11.2019 20:49 • x 2 #16


Lillibeth
Danke! Möchte sie nicht ganz weglassen. Nur abends eine halbe statt einer ganzen Tablette. Aber vielleicht versuche ich mal früher einen Termin zu bekommen

09.11.2019 01:01 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Schlaflose
Zitat von Lillibeth:
Sehe oft verschwommen, kann nah nicht mehr gut lesen und habe oft einen Schleier vor den Augen. Kennt das jemand von Euch ?

Alle sedierenden ADs haben das als Nebenwirkung. Die Fähigkeit der Linse zum Akkommodieren (sich für die Nähe scharf zu stellen) wird beeinträchtigt. Normalerweise ist das aber nur am Anfang.

09.11.2019 07:35 • x 1 #18


Kristel
Hallo, ich habe vor Jahren Opipramol, ca 3 Jahre genommen. Gegen meine seelischen Depressionen hat es wirklich sehr gut geholfen. Leider sind mir die Haare schleichend fürchterlich ausgegangen. Habe dann, auf ärztlichen Rat, langsam abgesetzt. Danach sind die Haare zurück gekommen. Was mich jetzt verwundert ist deine Sehschwäche. Das weckt einen schlafenden Hund in mir.
Seit Opipramol trage ich eine Brille. Meine Augen haben sich in dieser Zeit und auch danach in kurzen Abständen paar mal verschlechtert.
Ob es damit zusammen hängt, weiß ich nicht. Der Haarausfall stand auch nicht im Beipackzettel, aber in dem roten großen Buch "Rote Liste" beim Arzt. Frag bei deinem Arzt nach.
Alles Gute für Dich

09.11.2019 08:08 • x 1 #19


Lillibeth
Zitat von Kristel:
Hallo, ich habe vor Jahren Opipramol, ca 3 Jahre genommen. Gegen meine seelischen Depressionen hat es wirklich sehr gut geholfen. Leider sind mir die Haare schleichend fürchterlich ausgegangen. Habe dann, auf ärztlichen Rat, langsam abgesetzt. Danach sind die Haare zurück gekommen. Was mich jetzt verwundert ist deine Sehschwäche. Das weckt einen schlafenden Hund in mir. Seit Opipramol trage ich eine Brille. Meine Augen haben sich in dieser Zeit und auch danach in kurzen Abständen paar mal verschlechtert. Ob es damit zusammen hängt, weiß ich nicht. Der Haarausfall stand auch nicht im Beipackzettel, aber in dem roten großen Buch "Rote Liste" beim Arzt. Frag bei deinem Arzt nach. Alles Gute für Dich

Ich bin mir ja auch nicht sicher. Bin 48 und da lassen die Augen ja gerne mal nach habe aber schon seit Jahren eine Brille für die Ferne. Nah war aber bislang nie ein Problem.

09.11.2019 17:12 • x 1 #20



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Dr. med. Andreas Schöpf