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201802.10




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Hallo zusammen

Ich nahm ungefähr 3 Monate Escitalopram 10mg. Mir gings damit sehr viel besser. Ich habe eine Angststörung (Verlustangst) und diese wurde zu einer Art Depression im Sommer (wahrscheinllich der Auslöser zu viel Stress mit Uni und Arbeiten nebenbei).
Nun wollte ich das Escitalopram absetzten weil mich der Libidoverlust extrem gestört hat und ich fand, dass es mir wieder "gut" geht soweit.
Meine Psychotherapeutin hat mir gesagt, ich könne das Medikament einfach absetzen, ohne auszuschleichen wegen der geringen Dosis. Nun nehme ich es seit 2 Wochen nicht mehr und fühle mich echt schlecht. Die erste Woche ging noch, die Angst kam langsam wieder auf ab und zu aber ich fühlte mich genug stark und konnte damit umgehen.
Seit 4 Tagen bin ich wieder am fast genau gleichen Punkt wie damals als ich mit der Einnahme begonnen habe... Es geht mir schlecht, ich habe Angst und ich fühle mich müde und leer. Auch physisch habe ich gemerkt seit ich mit dem Medikament gestoppt habe, dass es mir oft schwindlig ist und ich sehr müde werde.
Nun weiss ich nicht, ob das Absetzen ein Fehler war. Ich bin aber ein sehr skeptischer Mensch gegenüber Antidepressiva und möchte die auch nicht immer nehmen. Ich fühle mich zurzeit so hoffnungslos in meiner Situation: Entweder ich nehme das Medikament oder ich falle zurück in meine Angst.
Das alles lässt mich nun auch den ganzen Sinn meines Lebens hinterfragen...

Kann es sein, dass dies alles Absetzungserscheinungen sind und es mir bald etwas besser gehen könnte oder habe ich einfach ohne das Medikament nun einen totalen Rückfall?

Ich hoffe jemand kann mir mit persönlichen Erfahrungen oder Wissen weiterhelfen.

Liebe Grüsse

Blabliblu

Auf das Thema antworten

7 Antworten ↓



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Status: Online online
  02.10.2018 14:50  
Hallo!
Man darf 10 mg escitalopram auf keinen Fall einfach so absetzen, sondern muss das Medi langsam ausschleichen!
Eine Therapeutin ist kein Facharzt und kann NICHT entscheiden, wie du dein Medi nimmst!
Ich würde an deiner Stelle morgen wieder escitalopram nehmen, aber eventuell mal nur 5 mg, dann sollten die absetzerscheinungen verschwinden, entweder du bist auf 5mg dann stabil oder du gehst wieder auf 10mg und setzt dann ganz langsam ab. Und sprich mit dem Arzt, der dir das escitalopram verschrieben hat!
Liebe grüße

Danke2xDanke


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Status: Online online
  02.10.2018 14:52  
Anscheinend hat Dir das Medikament geholfen? Sei doch froh das Du sofort Wirkung hattest. Andere müssen ewig rumexperimentieren bis sie eines gefunden haben. 3 Monate ein AD nehmen und dann absetzen weils ja wieder läuft bist Du nicht der erste. Das ist dann wohl ein klares Zeichen das ein AD Dir hilft und es einfach zu früh war es abzusetzen. Niemand sagt auch das Du jetzt für immer auf einem AD sein musst. Nur eben eine weile erstmal.
Also wo ist das Problem? Frage Deinen Arzt, vom dem Du das AD bekommen hast in zukunft. Und nehme es halt wieder.

Danke1xDanke




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  02.10.2018 15:04  
In der Schweiz sind Psychotherapeuten befugt, Medikamente zu geben. Ich habs mit ihr so abgesprochen, dass ich es absetzen kann von heute auf morgen. Ich weiss nun nicht was ich machen soll weil es auf ihre Anweisung ist, wie ich absetze...



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Status: Online online
  02.10.2018 15:11  
blabliblu hat geschrieben:
Ich nahm ungefähr 3 Monate Escitalopram 10mg.

blabliblu hat geschrieben:
Meine Psychotherapeutin hat mir gesagt, ich könne das Medikament einfach absetzen, ohne auszuschleichen wegen der geringen Dosis.

Das ist keine kleine Dosis und man sollte Psychopharmaka NIEMALS abrupt absetzen, sondern immer langsam ausschleichen (außer es gibt Gründe wie EKG Veränderungen, Leber Probleme o.ä.).

blabliblu hat geschrieben:
Ich weiss nun nicht was ich machen soll weil es auf ihre Anweisung ist, wie ich absetze...

Erstmal wieder auf 5mg gehen für mind. 1-2 Wochen und schauen, was passiert. Die Absetzsymptome sollten wieder schwächer werden.
Und für die Zukunft daraus lernen: Psychopharmaka immer LANGSAM über viele Wochen bis Monate ausschleichen. ;)

Danke2xDanke


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Status: Online online
  02.10.2018 18:24  
Ich finde es extrem fahrlässig, wie deine Therapeutin mit dir umgeht...
Du merkst jetzt gerade doch selbst, dass sie nicht recht hat, oder?
Normalerweise beginnt man erst nach 6 Monaten beschwerdefreiheit mit dem (langsamen) ausschleichen.
Ich schleiche gerade escitalopram aus, beim ersten mal (vor 3 jahren) habe ich zu schnell reduziert und mir ist es kurz nach 0mg sehr schlecht gegangen.
Diesmal mache ich es viel langsamer, bis auf 5 mg bin ich in 2,5mg Schritten gegangen, jetzt löse ich die Tablette in Wasser auf, damit ich in noch kleineren Schritten runter gehen kann.
Heißt nicht, dass du auch so kleine Schritte brauchst, aber von 10 auf 0 ist auf jeden Fall zu schnell.
Liebe grüße

Danke3xDanke




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  02.10.2018 20:07  
Danke für die Antworten.
Ihr habt wohl recht. Ich werden morgen wieder mind. 2.5mg nehmen und es mit langsam ausschleichen probieren bis ich mich stabiler fühle.
Die Idee mit der Tablette in Wasser auflösen ist echt gut!

Vielen Danke und Liebe Grüsse
blabliblu



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Status: Online online
  02.10.2018 20:27  
Hallo!
Google mal nach "escitalopram wasserlösemethode" , da findest du sehr viel darüber!
Wünsche dir alles gute!



Dr. med. Andreas Schöpf

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