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titanicleser
Hallo zusammen,

das Thema habe ich hier schon öfters an verschiedenen Stellen gelesen aber bin da noch nicht ganz schlau draus geworden.

Ich habe wegen einer Art Anpassungsstörung/Angststörung und innerer Unruhe seit Anfang Januar Opipramol genommen.
(nur 50mg Abends).
Nach ein paar Wochen habe ich gemerkt dass es bergauf ging und seit mehreren Wochen ging es mir dann soweit gut.
So gut dass ich die Tablette wieder absetzen wollte. Ich habe dann an den letzten vier Tagen nur noch 25mg genommen und dann aufgehört.

Etwa drei Tage später hatte ich leichte Kreislaufprobleme und danach kam die Nervosität und innere Unruhe. (Aktuell ist es Tag 9 seit der letzten 25mg Tablette).

Ich hatte ja gelesen dass es Absetzsymptome gibt. Da die Unruhe teilweise heftig ist hoffe ich dass es kein Rückfall ist da die Wochen zuvor ja fast problemlos waren und ich der Meinung war, dass ich das schlimmste überstanden habe. (Therapie läuft aktuell noch parallel).

Termin bei meinem Hausarzt habe ich erst Freitag Nachmittag, ich bin aber so bisschen der Meinung dass er von dem Zeug nicht so richtig Bescheid weiß. Wäre es nach ihm gegangen hätte ich es gar nicht ausschleichen müssen.

Hattet ihr schonmal ähnliches beobachtet und wie lange hielten die Nebenwirkungen dann bei euch an?

03.05.2023 15:18 • 13.12.2023 #1


14 Antworten ↓


Reconquista
Es ist bei jedem anders. Opipramol wirkt generell sehr schwach, insofern sind m. E. beim Absetzen von 50 mg gar keine Nebenwirkungen zu erwarten. Meine subjektive Eunschätzung. Ein Arzt weiß es auch nicht besser. Man muss es ausprobieren. Ob Deine leichten Kreislaufprobleme und die innere Unruhe vom Weglassen des Opipramols kommen oder einer Überaufmerksamkeit und Anspannung geschuldet sind, beides ist möglich. Du kannst es ohne Gefahr ausprobieren und wieder 50 mg abends einnehmen, da besteht keine Gefahr. Lass Dich nicht davon irritieren oder ängstigen.

03.05.2023 15:45 • x 1 #2


A


Opipramol abgesetzt - Nebenwirkungen

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Sybille1706
@titanicleser Mir hat Opipramol auch zum Anfang geholfen und man sollte es ja laut Beschreibung 1-2 Monate einnehmen. Ich nahm Früh und abends je 50 mg; nur ganz zum Anfang waren es abends 100 mg, habe es dann selbst auf 50 mg abends geändert. Ausschleichen soll man es langsam. Ich hatte auch meinen Arzt darauf hingewiesen, dass man es eigentlich 1-2 Monate einnehmen sollte. Umsonst steht das doch nicht in der gelben Liste bei dem Medikament. Er war erstaunt und meinte nur, man kann es auch länger nehmen, schaute aber gleich in seinem Computer nach um nachzulesen. Das hat mich verwundert, er ist der Arzt und nicht ich. Ich reduziere nun auch und irgendwie bekommt es mir nicht so gut. Ich habe wieder starke Unruhe und Übelkeit . Ich muss nun sehen, es noch langsamer zu reduzieren. Nebenwirkungen beim absetzen gibt es jedenfalls.

03.05.2023 22:51 • x 1 #3


Reconquista
Man kann Opipramol auch als Bedarfsmedikament einnehmen.

03.05.2023 23:00 • #4


Violetta
Zitat von titanicleser:
Nach ein paar Wochen habe ich gemerkt dass es bergauf ging und seit mehreren Wochen ging es mir dann soweit gut.
So gut dass ich die Tablette wieder absetzen wollte

Meinst du nicht, dass es dir besser ging, weil du die Tabletten gekommen hast? Sie dann so einfach wieder abzusetzen, war sicher keine gute Idee

03.05.2023 23:13 • #5


rednaxela
Zitat von Sybille1706:
1-2 Monate

Man kann es durchaus auch länger und langfristig einnehmen. Gibt es durchaus einige Mitglieder, die dies so tun. So lange es hilft, ist dagegen doch nichts einzuwenden.

Schau doch Mal hier, da gibt es ein Sammelthema dazu, dort kannst du dich sicher mit anderen austauschen:
medikamente-angst-panikattacken-f76/opipramol-erfahrungen-t43259-2010.html#p2911770

03.05.2023 23:21 • #6


S
Opipramol kann man langfristig nehmen, mache ich auch. Warum im Beipack was von ein bis zwei Monaten steht, weiß ich auch nicht. Kann ja mal meine Psychiaterin fragen, aber die weiß es vermutlich auch nicht. Von Langzeitschäden von dem Medikament habe ich bislang auch noch nichts gehört. Man sollte die Leberwerte ab und an mal checken und vielleicht mal EKG machen. Ich denke aber, das Opipramol gehört eher zu den harmloseren Psychopharmaka. Ich habe das noch nie ausgeschlichen. Lass es einfach weg. Nehme aber selten mehr als 100 mg. Bei höherer Dosierung und langer Einnahme macht Ausschleichen sicher Sinn.

04.05.2023 00:02 • x 2 #7


Schlaflose
Man kann Opipramol, wie auch andere Antidepressiva, Jahrzehntelang nehmen. Es dauert manchmal 1-2 Monate bis überhaupt eine positive Wirkung eintritt. Und dann soll man die ADs noch mindestens 6 Monate nehmen, nachdem man keine Symptome mehr hat.

04.05.2023 06:33 • #8


titanicleser
@Violetta Ja vielleicht. Vielleicht ging es mir aber auch besser wegen der Therapie und weil ich einiges aufgearbeitet habe.
Vermutlich hätte ich es noch etwas länger nehmen sollen. Oder zumindest länger ausschleichen lassen müssen.
Da mir seit gestern auch etwas übel ist klingt das alles sehr nach Absetzsymptomen... also Unruhe, Kreislauf und Übelkeit.
Ich warte jetzt nochmal ein paar Tage ab ob sich das wieder gibt oder ob ich nochmal die Tabletten ne zeitlang nehme.

04.05.2023 11:32 • #9


titanicleser
Zitat von Schlaflose:
Man kann Opipramol, wie auch andere Antidepressiva, Jahrzehntelang nehmen. Es dauert manchmal 1-2 Monate bis überhaupt eine positive Wirkung eintritt. Und dann soll man die ADs noch mindestens 6 Monate nehmen, nachdem man keine Symptome mehr hat.

Das mit den 6 Monaten hatte mir bisher noch kein Arzt gesagt. Ich hatte die seit Anfang Januar und seit Ende Januar bzw. Anfang Februar ging es mir dann täglich ein klein wenig besser.

04.05.2023 11:34 • #10


titanicleser
Zitat von Reconquista:
Man kann Opipramol auch als Bedarfsmedikament einnehmen.

Aber vermutlich dann nur für akute Angst oder Unruhe nehme ich an? Für die stimmungsaufhellende Wirkung sollte die ja vermutlich schon konstant eingenommen werden.

04.05.2023 11:37 • #11


titanicleser
Zitat von Sybille1706:
@titanicleser Mir hat Opipramol auch zum Anfang geholfen und man sollte es ja laut Beschreibung 1-2 Monate einnehmen. Ich nahm Früh und abends je 50 mg; nur ganz zum Anfang waren es abends 100 mg, habe es dann selbst auf 50 mg abends geändert. Ausschleichen soll man es langsam. Ich hatte auch meinen Arzt darauf ...

Wie lange schleichst du das jetzt schon aus?
Ja, ich hatte schonmal 3-4 Monate Opipramol genommen (2017).
Hatte dann auch ein paar Tage ausgeschlichen aber im Gegensatz zu jetzt überhaupt keine Nebenwirkungen gemerkt.

04.05.2023 11:39 • #12


Reconquista
Zitat von titanicleser:
Aber vermutlich dann nur für akute Angst oder Unruhe nehme ich an? Für die stimmungsaufhellende Wirkung sollte die ja vermutlich schon konstant eingenommen werden.

Ja genau. Die stimmungssufhellende Wirkung ist mehr Gerücht als Realität. Die verbriefte Hauptwirkung ist eine gewisse leichte Beruhigung. Ich bemerke vom Opipramol nur eine leichte Müdigkeit und Schwere und schlafe etwas „narkotisierter“ als sonst. Mir hilft dieses Medikament so gut wie gar nicht.

04.05.2023 12:26 • #13


Violetta
@titanicleser
Mag sein, dass es dir auch durch die Therapie besser ging. Aber ich denke, in erster Linie waren es die Tabletten, die du genommen hast. Das ist nur meine laienhafte Meinung. Ich nehme schon jahrelang Tabletten Amitriptilin. Man lernt mit der Zeit mit einer Angsterkrankung, Depression usw. umzugehen. Aber heilbar ist das nicht.
Als Bedarfsmedikament würde ich Opipramol nicht einschätzen. Ich habe 200 mg am Tag genommen, aber kontinuierlich durch.
Ein Bedarfsmedikament ist Tavor. Es hilft sofort. Aber die Tabletten machen sehr schnell abhängig. Darum sollte man sie nur im Notfall nehmen.

04.05.2023 14:51 • x 1 #14


Smarte
@Violetta ich merke z.b. von Tavor gar nix. Die 1mg, umgerechnet 10 mg Diazepam ist es ja, prallt total wirkungslos an mir ab. Wieviel soll man davon denn nehmen, das es mal SOFORT wirkt?

14.12.2023 00:49 • #15


A


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Dr. med. Andreas Schöpf