Hallo zusammen. Ich bin ganz neu hier und überhaupt ist es das erste Mal, dass ich mich an ein Selbsthilfeforum wende.
Ich bin zur Zeit echt verzweifelt und dachte, dass ein wenig Erfahrungsaustausch vielleicht hilfreich sein könnte. Ich bin 37 und weiblich. Danke schon mal an alle, die sich mit meinem Thema beschäftigen.

2013 bekam ich gegen eine ziemlich heftige Angst- und Panikstörung (Attacken setzten plötzlich im Sommerurlaub ein) 10 mg Cipralex. Ich hatte mich lange gegen Medikamente gewehrt, schließlich war ich aber so verzweifelt, dass ich diese nahm. Und siehe da: Mein Zustand besserte sich. Ich war anschließend noch 8 Wochen in einer psychosomatischen Klinik und habe 4 Jahre Therapie gemacht. Cipralex schlich ich nach etwa 2 Jahren langsam aus. Anfang 2018, nach einer Trennung und einem stressigen Jahr, kam der nächste Einbruch. Ich schlich Escitalopram erneut ein und es ging mir besser. Anfang 2019 habe ich das Medikament erneut ausgeschlichen - über 7 Monate. Es ging mir, das sehe ich aber jetzt erst ein, nicht wirklich gut ohne. Es waren Anzeichen da, dass ich in eine Depression abrutschen würde. Ich habe es nicht kommen sehen und nachdem Oktober und November sehr stressig waren, bin ich wieder eingebrochen: Starke Ängst bis zur Panik und vor allem sehr depressiv. Es ist furchtbar. Nun habe ich Anfang Dezember gleich erneut mit Escitalopram angefangen. Langsam hochdosiert mit Tropfen, da die NW sehr stark waren (Unruhe, Schwitzen und vermehrte Angst, sowie Zuckungen).
Ich bin nun seit 9 Tagen bei 10 mg Escitalopram. Insgesamt (mit Einschleichen und allmählicher Steigerung) nehme ich das Medikament schon über 3 Wochen. Die NW gingen langsam runter und ich spüre auch einen vermehrten Antrieb, aber keine stimmungsaufhellende oder angstlösende Wirkung. Nun habe ich furchtbare Angst, dass Escitalopram nicht mehr wirken könnte. Habe gelesen, dass das passieren kann.

Hat jemand Erfahrungen mit der erneuten Einnahme? Steigere ich mich da vielleicht nur rein?