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201807.03




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Hallo zusammen,

seit dem 08.02 nehme ich 10 mg Escitalopram, also fast genau einen Monat. Eingeschlichen habe ich das Medikament auch eine Woche. Mir wurde es verabreicht gegen soziale Phobie und Panikstörung (Zittern beim Essen mit anderen Leuten). In einem anderen Beitrag habe ich schon geschrieben, dass die Panikattacken wegen Überlastung/Erschöpfung im Job und zu viel Alk. beim Weggehen mit Kumpels aufgetreten sind.

Ich bin mit der Wirkung leider wirklich noch nicht zufrieden. Was würdet ihr mir empfehlen? In zwei Wochen, also nach 6 Wochen Einnahme habe ich den nächsten Termin bei meinem Psychiater. Im Moment machen mir meine Schlafprobleme noch schwer zu schaffen.

Ich fasse am besten mal zusammen, was ich vor und während der Einnahme für Probleme hatte:

Vorher:
- Atemot, Engefühl in der Brust während der Arbeit. Meine Brustmuskel waren fast schon verkrampft.
- Erwartungsangst vor Situationen, bei dem Zittern der Hände auftreten kann war sehr hoch
- Panikattacken in solchen Situation wie z.B. Essen gehen.

Nachher:
+ Der erste Punkt ist fast weggefallen, keine Atemnot mehr, allenfalls ein Unwohlsein.
+ Die Erwartungsangst ist wenig geworden, weil die Situationen bisher auch immer relativ gut geklappt haben. Meine Hände waren nur leicht zittrig.
Was mich jetzt mehr beschäftigt ist:
- Schlafprobleme trotz Müdigkeit
- Sehr depressive Gedanken und Erwartungen
- Ich steh die meiste Zeit neben mir und bin müde

Was denkt ihr? Sollte Escitalopram nicht langsam auch meine Stimmung bessern? Wenn sich in zwei Wochen noch nichts tut, sollte ich evtl. mal umsteigen auf ein anderes Medikament, nach Absprache mit dem Arzt? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht, euren Schlaf zu verbessern? Körperlich verausgaben oder in einer Akutphase wie ich bin mal einen Monat lang Schlafmittel wie Zopiclon nehmen? Das Zopiclon (halbe Tablette 7.5 mg) hat eigentlich gut funktioniert.

Mich interessiert einfach eure Meinung!
Liebe Grüße
Mak

Auf das Thema antworten


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Bärlin Spandow
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Status: Online online
  07.03.2018 13:56  
Ich würde es mal mit 15 mg probieren, wenn sich dann kurzfristig nichts bessert, ist es wohl das falsche Medikament für dich.

Danke1xDanke




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  07.03.2018 15:26  
petrus57 hat geschrieben:
Ich würde es mal mit 15 mg probieren, wenn sich dann kurzfristig nichts bessert, ist es wohl das falsche Medikament für dich.


Ja, dachte ich mir auch schon, mit der Dosis hochzugehen. Hab allerdings davor zurückgeschreckt, weil es nicht mit meiner Ärztin abgesprochen ist. Vielleicht rufe ich einfach mal in der Praxis an. Zwischen den Terminen eine Wartezeit von 6 Wochen zu legen war evtl. auch etwas lang von der Psychiaterin. Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

Wenn ich auf Escitalopram schwer anschlage, wie verhält es sich dann mit anderen SSRI? Einige Anwender berichten auch davon, dass die Wirkung erst später als 4 Wochen einsetzt, aber so wie ich das gelesen habe sind die ersten Wochen für den Erfolg der Therapie mit Medikamenten ganz entscheidend.

Liebe Grüße
Mak



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  07.03.2018 18:15  
Vor der Einnahme von Escitalopram hast du besser geschlafen? Zopiclon kann schon nach kurzer Zeit abhängig machen, würde es nur bei Bedarf nehmen und nicht vier Wochen am Stück. In dieser Zeit sollte es bereits wieder ausgeschlichen sein.

Danke1xDanke




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  07.03.2018 19:16  
Acanthurus hat geschrieben:
Vor der Einnahme von Escitalopram hast du besser geschlafen? Zopiclon kann schon nach kurzer Zeit abhängig machen, würde es nur bei Bedarf nehmen und nicht vier Wochen am Stück. In dieser Zeit sollte es bereits wieder ausgeschlichen sein.


Nein, vor der Einnahme von AD habe ich auch nicht besser geschlafen, vielleicht etwas. Ich orientier mich auch ein bisschen daran, welche Dauer meine Uhr als Tiefschlafphase anzeigt. Allerdings, wenn ich um 23:00 ins Bett geh, schau ich oft um 24:00, 01:00, 03:00, 05:00 auf die Uhr und nach 04:00 schlaf ich eigentlich fast nichts mehr. Ich habe auch schon eine Zeit versucht, gar nicht mehr auf die Uhr zu schauen. Das hat von der Schlafqualität auch nicht viel gebracht.

Vor der Einnahme von Escitalopram habe ich ein paar Wochen Doxepin eingenommen. Das hat eigentlich nichts gegen die Ängste und Panikattacken geholfen, aber meiner Meinung nach das Einschlafen erleichtert und ich war am nächsten morgen auch erholter. 20 mg helfen mir da schon. Ich denke, ich fange wieder damit an.

Was meint ihr weiter zur Einnahme von Escitalopram? Warten, Erhöhen, Wechseln? Mein Hauptproblem ist denke ich meine Erschöpfung.

Liebe Grüße
Mak





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  09.03.2018 11:24  
Hallo zusammen,

anscheinend vertrage ich die 15 mg Escitalopram ganz gut. Seit 2 Tagen bin ich von 10 auf 15 mg hochgegangen. Meine Laune hat sich zum ersten Mal seit Monaten wieder gehoben. Ich verfolge das mal weiter.

Was macht ihr gegen die Morgenmüdigkeit? Ich komme erst ab Mittag richtig in Fahrt. Dazu muss ich allerdings auch sagen, dass ich meinen Kaffeekonsum von 5 Tassen auf 1 reduziert habe und meinen Colakonsum von 0.5-1l am Tag auf 0. Kriegt man von so etwas auch Entzugserscheinungen? Ich habe jetzt auch mal einen Termin beim Endokrinologen ausgemacht, weil mein Stoffwechsel und meine Müdigkeit schon sehr seltsam sind. Seit November habe ich von 86.5 kg auf 80 kg abgenommen.

Grüße
Mak





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  14.03.2018 17:28  
Nächste Woche habe ich wieder einen Termin bei meinem Psychiater. Dann nehme ich Escitalopram schon seit sechs Wochen. Meine Ängste sind besser, meine Stimmung allerdings noch nicht. Ich werde erst gegen Abend fitter und habe immernoch ein starkes Morgentief.

Was meint ihr wird mir die Ärztin raten? Eine Umstellung oder Erhöhung? Meine harten Schlafstörungen müssen unbedingt behandelt werden. Evtl. sollte ich doch wieder auf ein TZA umsteigen. Doxepin hätte ich noch. Das hilft wenigstens beim Einschlafen, wenn auch nicht beim Durchschlafen.

Liebe Grüße
Mak


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