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Hallo zusammen,
ich würde mich sehr gerne über das Medikament Elontril / Bupropion mit Euch austauschen, da ich nach Einnahme dieses Medikaments mittlerweile starke Nebenwirkungen habe. Vielleicht könnte jemand berichten, ob ähnliche Erfahrungen mit dem Medikament gemacht wurden.
Das Medikament soll morgens (150 mg) eingenommen werden und abends durch Doxepin (25 mg) ergänzt werden. Helfen soll das Medikament gegen Angststörungen, Anpassungsstörungen, Belastungsstörungen, Depressionen, Konzentrationsprobleme, nicht organische Schlafstörungen, Panikattacken und somatoforme Störungen.
Als ich die Medikamentenkombination vor einigen Wochen das erste Mal einnahm, hatte ich mich zunächst gefreut, dass ich keine wirklichen Nebenwirkungen hatte. Vom Doxepin werde ich zwar relativ früh wach, das stellt für mich jedoch keinen Nachteil dar. Des Weiteren habe ich bereits erste Besserungen vernehmen können.
Nach zwei Wochen sollte ich das Elontril auf 300 mg (morgens) erhöhen, nach weiteren zwei Wochen hätte ich mittags zusätzlich 150 mg einnehmen sollen. Jedoch habe ich bereits bei der Dosierung auf 300 mg starke Nebenwirkungen entwickelt.
Dazu zählen: Schwindel, starke Kopfschmerzen bis zu Migräne, Verstärkung der Rückenschmerzen (LWS).
Nach Rücksprache mit meinem Psychiater habe ich die Dosis dann wieder auf 150 mg geändert. In der Hoffnung, dass der positive Effekt von der anfänglichen Dosis zurückkehren würde.
Leider wird es seit der Anpassung auf 150 mg (morgens) täglich schlimmer. Angefangen mit Übelkeit und starkem Schwindel. Nun so stark, dass ich noch stärkere somatoforme Beschwerden (v.a. in der LWS) habe, starke Kopfschmerzen, extreme Gereiztheit sowie Stimmungsschwankungen. Auch bin ich nicht mehr in der Lage ein Fahrzeug sicher zu führen, da ich die Abstände meines Fahrzeugs nicht mehr einschätzen kann. Bei Dunkelheit schmerzen Lichter, sodass ich draußen kaum etwas erkenne, wenn mich etwas blendet oder Lichter zu hell sind.
Die Konzentrationsprobleme sind ebenso schlimmer geworden. Ich kann kaum eine Seite eines Buches lesen, ohne dass ich das Gefühl habe, mein Kopf würde explodieren. Entsprechend unmöglich ist es, komplexe Sachverhalte zu erlernen.
Auch die negativen Gedanken, Panikattacken und Nervenzusammenbrüche sind seither wieder präsenter geworden. Das Gefühl, "verrückt zu werden" ist seitdem leider auch wieder präsent. Die Beschwerden hatte ich zuvor - ohne Medikation - für circa zwei Monate relativ gut im Griff gehabt.
Da ich leider schon eine ganze Menge an Medikamenten "durchprobiert" habe und mein Alltag immer stärker eingeschränkt wird, vor allem seit den Nebenwirkungen, bin ich zunehmend verunsichert. Die Psychotherapie kann über die aktuellen Symptome leider auch nicht helfen.
Medikamente, die ich zuvor einnehmen sollte und jeweils wieder vom Psychiater abgesetzt wurden:
- Venlafaxin, 150 mg (1 - 1 - 1)
- Sertralin, 50 mg (1 - 1 - 1)
- Opipramol, 50 mg (1 - 1 -1)
- Risperidon, 0,25 mg (1 - 1 - 0) sowie Quetiapin (Seroquel), 50 mg (0 - 0- 1)
Ebenso wurde versucht, die innere Unruhe sowie Schlafprobleme mit folgenden Medikamenten zu behandeln:
Promethazin-Tropfen (20 Tropfen), Diazepam (5 mg), Tavor (0,5 mg - 2,0 mg), anschließend Tavor Expidet (2,0 mg), Zopiclon (7,5 mg).
Alle oben genannten Medikamente konnten die Beschwerden nicht lindern. Einige davon waren lediglich relativ reich an Nebenwirkungen. Auch die Tavor Expidet haben keinerlei innere Ruhe gebracht, auch ein besserer Schlaf war nie gegeben.
Hat von Euch schon jemand Elontril eingenommen und ähnliches erlebt oder kennt jemanden, der solche Nebenwirkungen hatte? Oder habt ihr ähnliche Symptome und könntet mitteilen, welche Medikamente euch geholfen?
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen und wünsch Euch bis dahin noch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die nächste Woche!