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Hallo,
ist mir ja schon fast peinlich wieder einen Thread zu eröffnen, aber habe bei meiner Suche kein passenden Thread gefunden.

Ich hatte vor drei Wochen von meinem Hausarzt Diazepam verschrieben bekommen. Weil ich so unruhi war und innerlich so unruhig war. Bisher hatte ich auf diese tropfen nicht zusaj gegriffen aus Respekt vor dem Medikament.

Nun hatte ich gestern Abend AtemNot und heute wieder sehr stark.
Meine Gedanken kreisten nur um den Atem und das ich was schlimmer haben könnte.
Ich habe mich dazu entschieden die Tropfen zu nehmen und habe dann vier Tropfen genommen.
Ich weiß nicht ich fühle mich schon ein wenig entspannter aber wirklich viel merke ich nicht.
Die Atemnot verschwand auch nicht, habe dann gelesen das das auch Nebenwirkung sein könnte.
Meine Gedanken gingen weiter um den Atem. Lediglich aufraffen könnte ich mich zum Kaffee und Co.
Nun hatte ich voll Angst das es doch was schlimmer ist mit meiner Lunge.

Die Tropfen lassen meine Ängste nicht verschwinden habe ich das richtig verstanden? Wenn sich meine Gedanken weiter um den Atem drehen wird die Atemnot bzw das Gefühl auch nicht weggehen?
Die Tropfen beruhidmeinen lediglich oder?
Oder habe ich zu wenig genommen?

25.12.2013 18:51 • 29.12.2013 #1


9 Antworten ↓


Frido
hallo,
vielleicht hast du eine sehr kleine dosis eingenommen, die die ängste nicht vollständig unterdrücken konnte.
ich bin der meinung dass diazepam nicht das mittel der wahl ist um akute angstanfälle zu behandeln.
zb ist lorazepam (tavor), wirkungsvoller um akute ängste zu behandeln.

bei ausreichend hoher dosierung verschwinden die ängste meist komplett, aber die dosis sollte meiner meinung gerade so hoch gewählt werden, dass die ängste erträglich sind.
wer mit mendikamenten aus der benzodiazepin gruppe eine dauerhafte und vollständige symptombefreiung anstrebt, riskiert eine schwere medikamenten abhängigkeit.
man muss das abwägen, den ein benzodiazepin entzug kann die hölle sein wie ich selbst erfahren musste.

26.12.2013 06:03 • #2



Diazepam Tropfen nur zur Beruhigung?

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Frido
@ in der regel kommt man mit 0,5 -1 mg tavor gut hin.
höhere dosierungen sind meistens nur notwendig, wenn eine gewöhnung an das medikament durch dauergebrauch eingetreten ist.

26.12.2013 06:08 • #3


Hallo,

Luftnot zu spüren ist schlimm und ich bin in den letzten 25 Jahren immer mal wieder voller Panik ins Krankenhaus, weil ich dachte, dass mir die Luft nicht mehr reicht! Aber das ich Dir heute schreiben kann, zeigt dass die Luft am Ende immer gereicht hat

Da ich aus der Krankenpflege komme, hatte ich irgendwann die Möglichkeit, mit einem kleinen Fingeroximeter meinen Sauerstoffgehalt zu messen und das in einem Moment, in dem ich dachte, ich ersticke.. und siehe da, ich hatte eine Sättigung von 98 % und das ist perfekt - alles über 90 % ist nicht zwingend therapiebedürftig - normal sind 94-99 %!

Unser Problem ist letztendlich, dass wir über Luftnot bewusst nachdenken und zwar so intensiv, dass fast nichts anderes mehr in unseren Gedanken ist - "wieso kriege ich schlecht Luft, bin ich krank, werde ich gleich ohnmächtig, kann mir niemand helfen?"

Hilfreich ist es in so einem Moment, Techniken anzuwenden, die diesen Gedankenkreis zu durchbrechen wissen! Aus der Borderlinetherapie kennt man sogenannte Skills (Werkzeuge), die einem helfen, sich wieder normal wahrzunehmen.. sich wieder zu spüren! Da gibt es intensive Gerüche (Pfefferminzöl oder Orange oder Zitrone oder Amoniak usw), bestimmte Materialien (heiß, kalt, weich oder rauh usw.) und Gedanken, die Deine Konzentration benötigen (Rechenaufgaben, Zählen von Gegenständen oder aber postive Vorstellungen)!

Mit Übung kannst Du es schaffen, deinen Gedankenkreis um die vermeintliche Luftnot herum zu durchbrechen und Du wirst feststellen, dass es Dir rasch bessergeht!

Wichtig ist es, sich einmal körperlich durchchecken zu lassen, damit Du die Angst verlierst, dass da was organisches hinterstecken könnte!

Medikamente sind Helfer in der schlimmsten Not, aber nicht jeder "spürt" Erleichterung - mir haben sie nie geholfen!

LG Udo

26.12.2013 10:04 • x 1 #4


Vielen Dank auch hier für die Antworten.

Die Luftnot ist leider immer noch da. Aber sie verschwindet zwischenzeitlich auch immer mal wieder, demnach wohl definitiv psychisch. Werde aber trotzdem nochmal meinen Arzt bitten einen LungenFunktionstest und Co zu machen - einfach um Gewissheit zu haben.

Die Luftnot ist mittlerweile auszuhalten. Es fehlt irgendwie immer dieses gute Gefühl, wenn man einatmet oder auch tief einatmet, daran muss man sich erstmal irgendwie gewöhnen und dann arrangiere ich mich nun damit. Gehe weiter meinen Tätigkeiten nach wie Wäsche aufhängen, kochen und Co und dann verschwindet es auch immer mal wieder.
Darf mich davon nicht unterkriegen lassen!
Ich kann sagen mein Tag heute war sehr gut und das obwohl ich vom aufstehen bis jetzt das Gefühl habe zu wenig Luft zu bekommm, aber ich hatte nur eine PanikAttacke und das ist für mich die letzte Zeit sehr gut!
Das mit dem durchchecken denke ich ist wirklich wichtig, wie du sagst um zu wissen, man ist gesund. Meine Eltern halten da nicht viel von, weil ich doch eigentlich weiß das alles okay ist.
Ich gehe aber in drei Wochen in eine stationäre Einrichtung, also Klinik und lasse mich behandeln, ich denke da werden auch einige Untersuchungen unternommen oder?

Wie gesagt ich habe das Diazepam nur ausprobiert, weil mein Arzt meinte, bei mir wird einmal testen ausreichen und danach habe ich die Beruhigung, dass ich zur Not was da hätte.
Mir hat es doch wenig geholfen, keine Ahnung. Habe nun nicht das Verlangen wieder danach zu greifen.
Mir ging es zwar gestern - den Tag nach der Einnahme gut und heute sehr super.
Aber ich denke nicht, dass das noch irgendeine Wirkung von den Tropfen sind? Habe ja nur vier genommen, oder etwa doch davon?

28.12.2013 02:27 • #5


Frido
moinmoin,

dein arzt wollte also mit den diazepam tropfen testen /bzw beweisen dass deine symtome psychisch bedingt sind.
naja, das kann auch in die hose gehen
aber du hast ja schon selbst richtig geschlussfolgert dass durch die zeitweise beschwerdefreiheit etwas körperliches eher unwahrscheinlich ist!

ich bin asthmatiker, hab also mit atemnot des öfteren zu tun. mein problem ist, dass ich oft nicht unterscheiden kann ob meine beschwerden nun vom asthma kommen oder psychich bedingt sind.
was mir geholfen hat ist der einsatz eines sogenannten peak flow meter, welches man für kleines geld in jeder apotheke kaufen kann.
damit kann man in etwa seine lungenkapazität bestimmen.
wenn sich die trotz atemnot NICHT verschlechtert, hab ich gewissheit dass es mal wieder meine balla balla symptome sind.

28.12.2013 06:15 • x 1 #6


Danke Euch, interessant, was Ihr alles an Infos parat habt ! Eure Tipps sind bestimmt sehr hilfreich für Chaosqueen,
mir hätten sie ebenfalls sehr geholfen, wär ich letztes Jahr schon in diesem Forum gewesen,
doch auch jetzt kann ich sie bestimmt noch nutzen: Vielen Dank nochmal!

28.12.2013 07:12 • #7


Tatsächlich sind die tipps sehr hilfreich.
Ihr habt mir schon viel geholfen.

So ein peak flow Meter habe ich sogar hier gefunden.
Leider geht es nur bis 400. Daher denke ich es ist eins für Kinder und für mich nun nicht tauglich?
Mein Wert müsst laut Tabelle bei 433 liegen.
Ich musste früher viel inhalieren als Kind, daher haben wir so dim Gerät.

28.12.2013 21:10 • #8


Frido hat völlig Recht, Lorazepam ( Tavor ) ist einer der besten Angstlöser und wirkt schneller und intensiver als Diazepam. Welches aber auch nicht schlecht ist, und das Abhängigheitspotential ist niedriger.

Vermutlich hast du die Tropfen von Ratiopharm. Dort entsprechen 30 Tropfen 10 mg Diazepam. Wenn du 4 Tropfen genommen hast, sind das etwa 1,1 mg - das wirkt nicht ! Abhängig von deinem Gewicht und deiner Konstitution sollten es schon 5 mg sein, wenn du eine angstlösende Wirkung verspüren möchtest.

28.12.2013 21:24 • #9


Ähm...
Ne habe nicht die von Ratiopharm. Sind von abz Pharma oder so?
Habe die Packung nicht griffbereit.
Dort sind 20Tropfen - 10mg Diazepam.
Demnach habe ich wohl so knapp 2,5mg genommen.
Bin 168 groß und wiege nicht sonderlich viel 59kg.

Aber ich lasse das rum experimentieren jetzt, denn mir geht es deutlich besser und in zwei Wochen gehe ich schon in die Klinik.

29.12.2013 16:44 • #10



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Dr. med. Andreas Schöpf