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schnatterschnat
Ich bin jetzt 2 Monate ohne citalopram. Es ist das dritte mal, das ich es versuche. Warum versuche ich es erneut? Weil ich a mal nicht der tablettenmensch bin und b ich weiß, das es manchen Organen schaden kann, nicht muss, aber kann. Und das will ich nicht.

Ich weiß das ein Rückfall erneut eintreten kann,aber dennoch ist es einen versuch wert.

Heute merke ich wieder meinen linken arm. Keine schmerzen so wirklich. Aber missempfindungen,wie schon so oft. 1 Woche lang hatte ich jetzt so ein Druck/kribbelgefühl unter der Kopfhaut. Was nun aber fast weg ist.

Auch hatte ich so gegen Mittag so ein komisches Gefühl in der bauchgegend was ich immer hatte,bevor die Panik/angst anfing. Habe mich dann beschäftigt und dann war es auch vorbei.

Jetzt fahren wir erstmal meine Tochter abholen und ich freue mich sie wiederzusehen.

Euch allen noch einen schönen nachmittag.

LG schnatterschnat

13.09.2015 12:55 • 24.11.2015 #1


27 Antworten ↓


Vergissmeinicht
Dann drück ich Dir für Deinen 3. Versuch die Daumen und ein schönes Wiedersehen.

13.09.2015 13:02 • x 1 #2


schnatterschnat
Vielen Dank Vergissmeinicht!

Das Wiedersehen war toll (sie war ja nur 3 Tage weg), aber trotzdem, vermisse meine Kinder auch schon, wenn sie nur 1 Tag weg sind.

Bis zum Abend war auch alles supi, dann hatte ich eine "kleine" Auseinandersetzung mit meinem LG, wegen so einem blöden, banalen, Spruch den ich gesagt habe. Es ging ums TV-Programm.

Aber diese "kleine" Auseinandersetzung, hat mir mal wieder gezeigt, das ich Streit seit meinen Angst und Panikattacken versuche zu vermeiden, besonders dann, wenn man dem gegenüber es nicht Recht machen kann und er nur sehr schwer mit sich reden lässt.

Ich nehme an, denn ich weiß es nicht genau, das es von meiner Mutter her rührt. Ich war und werde nie die Tochter sein, für meine Mutter, die ich immer sein wollte. Ich habe noch eine jüngere Schwester und die wird von meiner Mutter über alles geliebt.

Ich konnte meiner Mutter nie alles Recht machen, egal was ich tat, es war immer verkehrt. Aber ich konnte ihr auch nie die Meinung so richtig sagen, ich weiß nicht, warum... war es Angst? Angst was falsches zu sagen, sie zu verletzen? Auch später als ich älter war und meine eigene Familie hatte, war sie immer diejenige, die meinte ich würde nix auf die Reihe bekommen, sei es die Erziehung der Kinder (wo heute jeder sagt, Mensch du hast aber tolle, liebe Kinder), sei es mein Haushalt, sei es sonst irgendwas, überall hat sie sich eingemischt und mir mehr oder weniger gezeigt... Kind, du bekommst nix auf den Schirm... die Stirn bieten, konnte ich ihr nie, ich weiß bis heute nicht warum. Ich kam auch nie gegen sie an, sie hatte immer Recht und alles andere war "mist".

Seitdem ersten Panik/Angstanfall hasse ich es wie die Pest, wenn man mich versucht zu ändern, wenn man mir nicht richtig zuhört und wenn ich das Gefühl habe, jemand besteht auf seinen Standpunkt und weicht nichtmal einen Millimeter davon ab, versucht nicht einmal mich Ansatzweise zu verstehen.

Jetzt würdet Ihr wahrscheinlich sagen, mensch sprich dich doch mal aus mit deiner Ma... es geht nicht... ich habe es versucht. Mehrmals.. sie macht dicht.. das wäre alles gar nicht so .. und und und. Das einzigste wo man mit ihr reden kann ist, wenn sie was getrunken hat und betrunken ist. Aber leider weiß sie dann am nächsten Tag nichts mehr davon und tut so, als hätten wir nie darüber gesprochen.

Ich habe auch schon versucht ihr einen Brief zu schreiben, aber ich sitze dann vor dem Block und weiß nicht, was ich schreiben soll. Ganz anders bei meinem Vater (die beiden sind getrennt, schon fast 10 Jahre). Mein Vater war nach der Trennung so richtig abgestürzt und 3 Jahre Alk.. Jetzt ist er seit 7 Jahren trocken und in der Entzugsklinik, hat er sich per Brief für alles entschuldigt, was er uns angetan hat, in seiner Trinkerzeit und auch das er früher (durch seinen Beruf als LKW-Fahrer) nie so richtig für uns da sein konnte. Ich habe ihm 10 Seiten geschrieben, alles was ich schei... fand früher, meine Gefühle zu ihm, seine guten Seiten.. ect. Ich habe sie ihm persönlich vorgelesen und seitdem haben wir ein sehr gutes Verhältnis. Zwar sehe ich ihn sehr selten, aber wir telefonieren oft.

Bei meiner Ma kann ich es einfach nicht und ich weiß bis heute nicht warum. Wenn ich darüber nachdenke, fällt bei mir irgendwann der Vorhang und ich widme mich anderen Dingen, sodaß ich darüber nicht weiter nachdenken muss.

Leider bin ich weder bei der ersten Therapie noch bei der zweiten, da irgendwie ein Stück näher gekommen. Bei einer Gruppentherapie auch recht schwierig, da man ja nicht die einzigste ist, die mit dem therapeuten reden möchte.

Aber vllt. schaffe ich es mit dem Aufschreiben hier, etwas Licht ins dunkle zu bringen!

14.09.2015 06:36 • #3


Vergissmeinicht
Hey schnatterschnat,

schön, das Deine Tochter wieder da ist Auch ich kann mittlerweile keinerlei Streitigkeiten mehr ab, aber so funktioniert das Leben auch nicht.

Das mit Deiner Mutter passt alles haargenau auf mein Verhältnis und agieren mit meiner Mutter zu. Meine jüngere Schwester war und ist auch die Bessere.

Dass das mit dem Brief an Deinen Vater geklappt hat freut mich sehr. Ich habe es auch bei meiner Mutter versucht; keine Chance.

So werden wir uns hier unsere Sorgen von der Leber schreiben

14.09.2015 16:22 • #4


schnatterschnat
@Vergissmeinnicht

ohhh ich habe deinen Beitrag hier verpeilt *schäm*

ja so wird uns wohl so einiges ein Leben lang begleiten. Habe nur Kontakt zu meiner Mutter, wegen den Kindern. Sie hatte mich vor 1,5 Jahren in FB geblockt und mir vorher eine Nachricht geschrieben, das sie mir ein schönes Leben wünscht!

Nur weil ich ihr versuchte zu erklären, was mit meiner Schwester ist, (sie war zu der Zeit stationär in einer psychosomatischen Klinik), da meine Schwester zu nichts und niemandem Kontakt haben wollte. Und meine Mutter natürlich ständig nachfragte.

Und da war für mich der Ofen aus!


Naja, ich glaube ich habe hier zuviel gelesen

Habe seit 4 Wochen Spannung unter der Kopfhaut, nehme die ganze Zeit an, es ist vom Nacken, weil mir die Schultern auch weh tun und die eine Seite hart ist. Jetzt lese ich hier irgendwas von MRT wegen Auramigräne und MRT um Aneurysma auszuschliessen..

.. ahhh, hatte auch mal Flimmern vorm Auge und dann Kopfschmerzen bekommen, ist aber schon ein Jahr her! War damit auch nicht beim Arzt.

Och mensch, aber nein, alles ist gut. Ich hab nix

23.09.2015 07:56 • #5


Vergissmeinicht
Hey schnatterschnat,

denke mit der Zeit haben wir verlent, objektiv mit Gefühlen, Schmerzen, Veränderungen am/im Körper umzugehen. Daher auch mitunter die Arztodyseen.

23.09.2015 09:21 • x 1 #6


schnatterschnat
hey Vergissmeinnicht,

ja genau und da ist das Problem. Durch meine ganze Arztlauferei, 2 Jahre lang, bin ich nun 2 Jahre nicht mehr hingewesen wegen irgendwelcher "Probletmchen".

Ich könnte dir jetzt noch nichtmal sagen, wann man wirklich zum Arzt gehen soll, weil ich nicht weiß, ob es nicht doch wieder die Psyche ist und man wieder nur zu hören bekommt: Da ist nix!

Und durch die ganzen Wehwechen die ganzen Jahre, weiß ich auch nicht, ob mein Schmerzempfinden mittlerweile nicht herabgesetzt ist und ich dann gar nicht merke, wenn es was schlimmes ist.

Ist schon alles nicht so prickelnd irgendwie...

23.09.2015 09:27 • #7


Vergissmeinicht
Liebe schnatterschnat,

mir geht es ähnlich und kann es momentan auch nicht unterscheiden. Finde das irgendwie furchtbar.

23.09.2015 09:29 • #8


Icefalki
Hallo schnatterschnatt, da ich auch das elternthema erledigt habe, frage ich mich, kannst du das nicht auch machen?

D.h. Das ewige Sehnen nach Elternliebe einfach mal abhaken?

Du hast das doch selbst gut hinbekommen. Dazu brauchst du deine Mutter nicht mehr.

manchmal bekommen wir eben nicht, was wir uns so sehr wünschen. Auch diese Einsicht kann helfen.

Was meinst du?

23.09.2015 13:39 • #9


schnatterschnat
@icefalki

Wie meinst du das jetzt genau? Keinen Kontakt mehr zu haben oder so nach dem motto: lass sie reden?

LG schnatterschnat

23.09.2015 13:51 • #10


Icefalki
Im Prinzip, das was dir gut tut. Ich habe den Kontakt abgebrochen und das war meine Rettung. Leider kann man immer nur aus der eigenen Sicht schreiben.

Aber ich war es leid. Und ich wurde auch nicht geliebt. Das gleiche wie bei dir. Schwester absoluter Liebling, ich könnte es nie recht machen.

Was mir damals, ich war 45 Jahre alt, wirklich bewusst wurde, dass ich es nicht mehr ertragen will.

Das hat auch was mit der Angst zu tun. Ein Leben zu führen, dass ich als angepasst und normal betrachtet habe, immer auf der Suche nach Zuwendung, Akzeptanz.
Damit einhergehend mein "Verbiegen". Alles recht machen zu wollen. Immer mehr und mehr zu geben, warte ich doch auf "Liebe".

Ungerechtigkeiten ziehen mir den Boden unter den Füßen weg.

Das alles hat damit zu tun. Mein klarer Schnitt hat mich befreit. Auch meine "schuld" daran ist mir bewusst. Ich bin nicht einfach zu "führen" .

Es hat Jahre gedauert bis ich mich selbst verstanden habe. Und meine Erziehung, meine Reaktionen darauf bewusst erklären konnte.

Eine Trennung bewusst von den Eltern herbeizuführen, was sehr schwer. Aber diese, meine eigene Entscheidung, mit allen Konsequenzen für mich, hat mich befreit.

Ist schwer erklärbar. Aber dieses unselige Sehnen nach dieser Anerkennung, die nie kommt, wurde dadurch unterbunden. Ich muss nicht mehr das Kind sein, ich bin selbst.

Kein Mensch hat das Recht mehr, mich so zu verletzen.

23.09.2015 14:11 • x 2 #11


schnatterschnat
@Icefalki

Im Prinzip hast du Recht. Ich habe gestern viel über Deinen Post nachgedacht. Und auch mit meinem Freund drüber gesprochen. Er sieht das ja schon lange genauso. Er wird jetzt bald 46 und ist ein realistisch denkender Mensch.

Es ist soviel was mich so ärgert. Auch meine Schwester kommt jetzt nicht mehr, weil mein Freund ihr vor 2 Monaten die Meinung gegeigt hat. Sie war jetzt 1,5 Jahre in Therapie und meißtens kam sie nach der Therapie zu uns, weil es auf dem Weg lag. Ich habe ja auch ihren Hund hier, weil sie sich von ihrem Mann getrennt hat und ihre Hunde nicht mitnehmen konnte, da sie keine Wohnung gefunden hat wo Haustiere erlaubt sind.

Jedenfalls hat sie ihre Probleme mit Papa und ich eben mit Mutter. Und da fing sie halt wieder mit Papa an, das er sich ja nie meldet und sie die Schnauze voll hat und soweiter und sofort.. mein Freund meinte dann das sie die Einsicht, die sie bei Mutter zeigte, doch auch mal bei Vater zeigen könnte und einfach mal alles ruhen lassen. Mein Vater ist jetzt 63. Wenn er mal nicht mehr da ist, würde sie sich Vorwürfe machen.

Da haben die sich mehr oder weniger angekeift, und meine Schwester ist dann einfach gefahren. Seitdem nicht wieder hier gewesen. Neulich hab ich sie dann mal, nach etlichen Wochen besucht. Und sie meinte mir dann erzählen zu müssen, warum sie nicht mehr kommt.

Mein Freund hätte ja gar keine Ahnung, er kommt von der Arbeit, hat gar nicht alles mitbekommen und würde sich dann Puzzlestücke raussuchen und sich sein Zeug zusammenreimen und sie dann so anfahren. Sie kommt mit ihm nicht zurecht, und zwar aus dem Grund, das er ihr schlichtweg das sagt, was er denkt. Und das kann meine Schwester nicht haben. Obwohl sie genauso ist, sie sagt den Leuten auf den Kopf zu was sie denkt und egal ob die das abkönnen oder nicht, müssen sie mit Leben sagt sie. Aber wenn das andere bei ihr machen, läuft sie weg.

Sie sagte, ja und ich würde immer nur da sitzen und gar nix dazu sagen. Ja hallo? Erstmal mische ich mich generell nicht in Gespräche ein, wenn sich zwei so angiften. Und egal zu wem ich jetzt was gesagt hätte, wäre der andere beleidigt gewesen.

Es ist so verdammt ätzend, meine Mutter mag meinen Freund nicht, meine Schwester kommt nicht mit ihm zurecht. Meine Schwester findet es sch... das meine Tochter ihr die Meinung sagt, meine Tochter ist 16! An allem wird rumgenörgelt und es ärgert mich so dermaßen, das ich am liebsten von den beiden nix mehr wissen will. Von meiner Mutter und meiner Schwester.

Ich habe keine Ahnung warum ich nicht über den Dingen stehen kann und sagen kann..ja habt ihr mal Eure Ansicht und gut ist!

Aber ich merke das es mir nicht gut tut und entweder muss ich lernen über den Dingen zu stehen oder ich muss den Kontakt abbrechen. Es wird nicht einfach, allein schon der Kinder wegen.

Aber es muss ein Weg her, egal wie!

lg schnatterschnat

24.09.2015 06:20 • #12


Icefalki
Die Frage ist doch die, was erwarten wir von unserer Familie?

Ich erwarte Offenheit, Liebe, freie Meinungsäußerung, hitzige Diskussionen, weinen, lachen, für einander da sein, der Hintergrund, dass wir uns gegenseitig auffangen.

Keine Erpressungen, keine Lügen, keine "wer hat wen lieber", keine Verstellungen.

So, in der Realität ist das nicht jedem gegeben.

Aber hier geht es um uns. Machen wir Fehler, ja. Aber wenn deutliche Ansagen im Raum stehen, wenn es darum geht, dass man wählen muss, wer jetzt für wen wichtiger ist, dann ist es genug.

Dieses zerren an den Gefühlen ist dann eben Zuviel.

Und dann gibt es Konsequenzen. Natürlich sollte man sich das wohl überlegen.

Ich für mich habe deutlich gesagt, dass meine Einstellungen nicht kompatibel mit meiner Ursprungsfamilie sind. Ich mag keine Oberflächlichkeiten, keine Gemeinheiten, kein ständiges Herabsetzen von mir und meiner eigenen Familie.

Gleichzeitig ist mir auch bewusst, dass ICH diejenige bin, die diesen Schritt gegangen ist. D.h. Ich trage diese Verantwortung.

Meinen Kindern und meinem Mann wurde es absolut frei gestellt, wie sie damit umgehen wollen. Es wäre absolut ok gewesen, wenn sie noch Kontakt halten würden. Auch das habe ich meinen Eltern erklärt.

Und komischerweise, als ich bewusst und gewollt diesen Schritt gegangen bin, ging es mir besser.

Da war kein Triumpf oder Häme in mir, es war auch keine Bestrafung in meiner Entscheidung, es ging nur darum, dass ich, egal wie ich mich verbiege, es einfach nicht schaffen kann, das zu bekommen, was ich mir wünsche.

Es hat auch nicht geholfen, zu versuchen, über der Sache zu stehen, es ist mir auch nicht gelungen, weil dieses Sehnen nicht weggeht. Dieses kindliche Verlangen, endlich doch geliebt zu werden. Um meiner selbst.

Und irgendwann ist damit Schluss. Geht halt nicht. Auch das muss man mal akzeptieren.

Und meine eigene Familie ist viel wichtiger. Und bei uns gibt es das nicht. Meine Söhne sind jetzt 31 und 27 Jahre alt. Kommen Mit ihren Freundinnen zu uns. Und es ist gut. Ich achte ihr Leben, keiner muss mir was beweisen. wir sind für Sie da und das wissen Sie.

So soll das sein. Bei mir hat es eben nicht sein sollen. Auch das habe ich inzwischen angenommen. Es bringt nichts, etwas zu wollen, was eben nicht machbar ist.

Ist ja mit der Angst genauso. Was nützt es dir, es nicht haben zu wollen, wenn man es doch hat. Immer gegen Windmühlen kämpfen, gewisse Schicksale gilt es bewusst zu tragen.


Lass dir Zeit mit deiner Entscheidung.

24.09.2015 12:32 • x 1 #13


schnatterschnat
@Icefalki

Ja was erwarte ich von meiner Familie. Aktzeptanz, den anderen so zu nehmen wie er ist, Geborgenheit, Liebe und Verständnis!

Zitat von Icefalki:
Aber hier geht es um uns. Machen wir Fehler, ja. Aber wenn deutliche Ansagen im Raum stehen, wenn es darum geht, dass man wählen muss, wer jetzt für wen wichtiger ist, dann ist es genug.


Ja natürlich mache auch ich Fehler, jeder tut das auf irgendeine Art und Weise, niemand ist perfekt und das möchte ich auch gar nicht. Aber ich möchte nicht wählen, zwischen meiner eigenen Familie und meiner Mutter oder Schwester, ich würde mich IMMER für meine Kinder und meinen Freund entscheiden.

Zitat von Icefalki:
Dieses zerren an den Gefühlen ist dann eben Zuviel.


Das stimmt, ich liebe meine Schwester. Ich bin ein Denker Mensch und denke viel darüber nach, was man mir sagt. Und auch darüber habe ich viel nachgedacht, ob meine Schwester eventuell doch ein wenig Recht hat mit ihrer Aussage.

Aber ich komme immer wieder zu dem Entschluss das meine Gefühle was anderes sagen. Ich kann ihr das nicht sagen, das ich ihre Aussage auf gut deutsch gesagt, Mist finde und ihr ganzes therapeutisches Gerede was sie an den Tag legt, mich einfach nur noch nervt. Ich eier immer um den heißen Brei rum und komme nicht auf den Punkt.

Zitat von Icefalki:
Und komischerweise, als ich bewusst und gewollt diesen Schritt gegangen bin, ging es mir besser.

Da war kein Triumpf oder Häme in mir, es war auch keine Bestrafung in meiner Entscheidung, es ging nur darum, dass ich, egal wie ich mich verbiege, es einfach nicht schaffen kann, das zu bekommen, was ich mir wünsche.

Es hat auch nicht geholfen, zu versuchen, über der Sache zu stehen, es ist mir auch nicht gelungen, weil dieses Sehnen nicht weggeht. Dieses kindliche Verlangen, endlich doch geliebt zu werden. Um meiner selbst.


Genau, egal wie ich mich verbiege .. es bringt einfach nix. Ich werde nicht verstanden, meine Meinung wird nicht wirklich akzeptiert. Über den Dingen stehen, habe ich nun jahrelang probiert. Aber ich ärgere mich jedesmal wieder aufs neue. Das Desinteresse meiner Mutter wenn es mir schlecht geht oder ging, es hieß immer nur: stell dich nicht so an, ich bin da auch alleine raus gekommen! Dies ständige nicht aktzepieren meines Freundes, nur weil er sich nichts sagen lässt von meiner Mutter und Schwester (was auch gut so ist). Denn er hat seine Meinung über die beiden und das respektiere ich.

Zitat von Icefalki:
Und irgendwann ist damit Schluss. Geht halt nicht. Auch das muss man mal akzeptieren.

Und meine eigene Familie ist viel wichtiger. Und bei uns gibt es das nicht. Meine Söhne sind jetzt 31 und 27 Jahre alt. Kommen Mit ihren Freundinnen zu uns. Und es ist gut. Ich achte ihr Leben, keiner muss mir was beweisen. wir sind für Sie da und das wissen Sie.


Ich denke soviel nach seit 2 Tagen, was für mich das beste ist. Im Prinzip weiß ich es schon lange was für mich das beste ist. Aber ich traue mich nicht Ihnen das zu sagen, warum auch immer.

Meine Kinder und mein Freund sind meine Familie. Mein Sohn ist 12, meine beiden Töchter 15 und 16. Durch den Verlust ihres Vaters haben sie eine Menge durchgestanden und werden noch einiges Durchstehen müssen und ich und mein Freund sind immer, egal was da kommt für sie da.

Zitat von Icefalki:
So soll das sein. Bei mir hat es eben nicht sein sollen. Auch das habe ich inzwischen angenommen. Es bringt nichts, etwas zu wollen, was eben nicht machbar ist.

Ist ja mit der Angst genauso. Was nützt es dir, es nicht haben zu wollen, wenn man es doch hat. Immer gegen Windmühlen kämpfen, gewisse Schicksale gilt es bewusst zu tragen.


Lass dir Zeit mit deiner Entscheidung.



Ich freue mich, das es Dir mit Deiner Entscheidung, die du getroffen hast, gut geht.

Heute geht es mir nicht so gut, leichtes brummen in den Ohren, das Gefühl gleich kommt die Angst wieder, kann hier auch nicht alle Themen lesen. Bin nah am Wasser gebaut heute. Ich denke, das mir das sehr zu schaffen gemacht hat all die Jahre und auch noch macht, aber niemand, ausser mir selber, kann mir die Entscheidung abnehmen. Das muss ich ganz alleine tun. Aber ich habe Angst vor dieser Entscheidung und ich weiß, das es nicht einfach werden wird!

Aber ich danke Dir, für deine lieben Zeilen, für ein wenig das Augen öffnen und darüber, das ich durch deine Zeilen, angefangen habe intensiver darüber nachzudenken, was ich immer nur vor mir hergeschoben habe, weil ich es nicht wahrhaben wollte oder sehen wollte.

lg schnatterschnat

25.09.2015 08:46 • #14


Icefalki
Meine Liebe,

Setz dich nicht unter Druck. Gerade, wenn du jetzt merkst, dass dich das runterzieht, lass dir Zeit.

Geh in deine Gefühle rein. Weine um dich, sei zornig, traurig, leb das mal nur für dich selbst aus. Du darfst dich "anstellen". Du darfst das zulassen.

Genau um das geht es nämlich. Sich auseinanderzusetzen.

Und die Angst, ja die lauert und guckt um die Ecke. Was aber Jetzt wichtig ist, das Thema wühlt auf. Und wenn wir aufgewühlt sind, steigt das Adrenalin. Und das ist normal.

Also, lass es zu. Das ist normal.

Diese Gefühle sind ja schon lange in dir drin. Die Angst hat dich aufmerksam machen wollen. Jetzt lass sie zu. Schau sie dir an.

Was wichtig ist, du ganz allein DARFST entscheiden. Keiner drängt, keiner sagst dir was du tun musst. Das ist das Schöne daran. Als erwachsene Frau, nicht das Kind mehr, kann tun und lassen was sie will.

Du MUSST gar nichts mehr, sondern KANNST alles tun. Völlig losgelöst von der Meinung anderer. Natürlich auch mit den Konsequenzen.

Ich habe auch lange dazu gebraucht. Wenn du wirklich und wahrhaftig diese Aussage begriffen hast, meine Liebe, dann bist du frei.

Ein Leben selbstbestimmend im Einklang mit dir zu leben, das ist der Schlüssel.

Aber vorher darfst du dich erst selbst mal kennenlernen. Glaub mir, du bist ein sehr wertvoller Mensch, sind wir alle, nur haben wir uns ein bisschen zuviel zugemutet, Zuviel getragen.

Also, lerne dich selbst lieben, andere tun es schon.

Ich umarme dich ganz herzlich und lass die Tränen fließen, diese Reinigung tut gut.

25.09.2015 09:35 • x 1 #15


schnatterschnat
Nochmal vielen Dank icefalki!

Heute geht gar nix. Der Rücken schmerzt, mein nacken..alles irgendwie steif. Im denken eine Blockade. Arme schwer wie blei, wiedereinmal.. puhhhh

Aber keine angstgefühle.

Trotz allem einkaufen gewesen, Haushalt gemacht und mit den Kindern bei MC Donald gewesen.. nun den abend ausklingen lassen vorm kamin.

26.09.2015 18:36 • #16


Icefalki
Das ist gut. Lieber plagt der Körper, als die Angst. Wie wäre noch ein schönes warmes gut duftendes Bad und dann entspannt auf die Couch und vorm Kamin?

Genieße es, entspanne dich.

26.09.2015 18:39 • #17


schnatterschnat
Heute geht es mir echt mistig.

Beide unterarme schmerzen, beide Oberarme,( wie schon vor einem jahr) Kopfhautschmerz wieder seit heute nachmittag, pieken hier im Bauch, pieken da und bws schmerzt.

Kommt immer so schubartig

Ist doch zum Mäuse melken

29.09.2015 19:58 • #18


schnatterschnat
So. Aus die maus.. 10mg cita eingeworfen.

Geht gar nicht. Ständige symptombeobachtung, unruhe, vermehrte schmerzen..

Ich kriegs nicht gebacken und keine Lust das es wieder so ausartet.

30.09.2015 08:06 • #19


Icefalki
Das hast du gut gemacht. Wenn du das eben brauchst, dann nehm es doch wieder.

Hab ich auch gemacht. Und noch nicht einmal einen Gedanken daran verschwendet, dass ich "Arme" jetzt wieder AD brauche. Wenn's so ist, dann ist es halt so.

Alles andere ist Quälerei.

30.09.2015 21:20 • #20




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