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Cornélsen
Hallo.
Mich würde mal interessieren ob welche damit Erfahrung haben bei angst und panik ohne Tabletten auszukommen.
Ich persönlich weigere mich strikt irgendwelche Pillen zu schlucken.
Wenn es ginge würde ich meine notwendigen Pillen auch absetzen.

Gibt es irgendwelche tippst und Tricks auch so die Ängste und Panik zu besiegen?

25.10.2015 21:54 • 15.08.2017 #1


19 Antworten ↓


engineer_91
Hi Cornelsen,
Im folgenden gehe ich mal von mir persönlich aus.
Mir geholfen hat insbesondere:

ganz allgemein:
langsam sich immer mehr der Angst aussetzen, "Toleranz" bezogen auf die Angst aufbauen, allgemein aktiver werden, Sport, Disziplin, sich mit anderen austauschen, reden, die Angst mit Humor nehmen, Humor allgemein nicht verlieren.

speziell bei ner Angst/Panik Attacke:
kaltes Wasser, kalte frische Luft, Ablenkung in Form von meiner Lieblingsserie,Youtube,Internet,Musik etc.,vor allem was witziges anschauen hilft mir da, positive Gedanken ala "Mir passiert eh nichts, Is nur Ne Panikattacke, ich wurde untersucht, das geht wieder vorbei, du kennst das doch mittlerweile...", ruhig durchatmen.

Joaa
liebe Grüße
engineer

25.10.2015 22:12 • #2



Auch ohne Medikamente die Angst besiegen?

x 3


Hallo,

Also ich hab leider die Erfahrung gemacht ohne Medikamente geht bei einer Angst/Panikerkrankung zumindest beim ersten mal so gut wie gar nix.
Man kann es später wenn man wieder *etwas stabil ist* alternativ mit Lavendel,Passionsblume und Co probieren,aber oft reicht deren Wirkung leider nicht aus.
Das einzige was mir später und nach meinem Aufenthalt in der Klinik geholfen hat von den Antidepressiva und Traquilizern los zu kommen war hochdosiertes Omega 3,aber bis das wirkt dauert es sicher 2-3 Monate und nicht jeder hält bis dahin durch.
Vitamin D kann auch gut helfen wenn z.b nach einer Blutuntersuchung ein Mangel festgestellt wurde.
Leider dauert es auch hier oft wieder Wochen und Monate bis es einem etwas besser geht.
In der akuten Phase sind angstlösende Antidepressiva und Tranquilizer einfach unverzichtbar.

25.10.2015 22:36 • #3


engineer_91
Hi Faultier,

Zitat:
In der akuten Phase sind angstlösende Antidepressiva und Tranquilizer einfach unverzichtbar.

Das glaub ich dir. Ich selbst habe allerdings noch keine Medikamentenerfahrung und hoffe, dass es dabei bleibt da ich zum Glück nur leicht depressiv bin. Allerdings ist die Angst voll da. Hab oben beschrieben wie ich es bisher mehr oder weniger gut aushalten konnte.
Habe aber hier ne Packung Tavor für spezielle Situationen um der Panik Herr zu werden.
Allerdings hab ich diese noch nie genommen
Werde ich aber wohl spätestens bei meiner nächsten Prüfung müssen..

Gruß
engineer.

25.10.2015 22:43 • #4


Cornélsen
Danke für die antworten.

Es muss auch einfach ohne Medis gehen.
Da ich sowieso schon für den Rest meines Lebens Pillen einwerfen muss, möchte ich auf die verzichten.
Vorallem ich darf nicht alles nehmen. Ich habe selbst bei paracetamol angst das die sich nicht mit meinen antiepileptika vertragen. Davon abgesehen war ich noch nie der mensch der sich solche Chemie in den Rachen wirft.
Irgendwie muss es auch ohne gehen.
Ich meine vor langer Zeit gab ja noch nicht die Medizin von heute. Wie haben das die Menschen damals geschafft?
Das sollten wir doch heutzutage auch schaffen.

25.10.2015 22:47 • #5


Hallo Cornelsen,

Da habe ich in einem anderen Thread vor kurzem Schonmal zu geschrieben und kopiere dir meine Antwort Mal hier rein

Ich habe meine schwere Depression und Panikattacken/generalisierte Angststörung ohne Medikamente, mit einer Verhaltenstherapie und einem Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik behandelt.
Ich war fast zwei Jahre am Stück krank geschrieben. Aktuell befinde ich mich auf dem Weg zurück in die Arbeitswelt.
Ob man sich für oder gegen Medikamente entscheidet hängt meiner Erfahrung nach viel von der aktuellen Situation ab: Hat man die Möglichkeit, sich ganz auf die Krankheit einzulassen und sie von Grundauf aufzuarbeiten (Stichwort Kinder und Arbeitsplatz)? Hat man überhaupt die Lust dazu? Und auch Wichtig: Glaubt man, dass eine Verhaltenstherapie helfen kann oder ist man dem gegenüber sowieso eher negativ eingestellt? Glaubt man daran, dass man es auch ohne Medikamente schaffen kann und will man das überhaupt? Stehen Familie/Freunde/Therapeuten hinter dem eigenen Entschluss?

Im April letzten Jahres ging bei mir gar nichts mehr: Ich konnte das Haus nicht verlassen, ich konnte nicht alleine sein, habe mit dem Handy in der Hand geschlafen damit ich schnell Hilfe rufen kann - obwohl mein Partner neben mir geschlafen hat. In meiner schlimmsten Zeit hatte ich Angst zu essen oder zu trinken aus Angst zu ersticken. Und ich hatte tagtäglich mehrfach Panikattacken. Das sind nur einige der Symptome......
Mein Hausarzt und die Mitarbeiter der Klinik haben mir geraten Antidepressiva zu nehmen. Mein Psychotherapeut war dagegen und hat mir umgehend seine Hilfe angeboten. Auch mein Partner stand hinter mir und hat mich unterstützt. So konnte ich mir 18 Monate Zeit nehmen und mit meinem Psychotherapeuten an mir arbeiten - ohne Medikamente. Das hat viel Nerven und Kraft gekostet. Aber für mich hat es sich gelohnt.
Wahrscheinlich wäre ich mit Medikamenten schneller wieder auf dem Damm gewesen. Aber dann hätte ich auch nicht die Erfahrung machen können, welche Kraft in mir schlummert.
Ich bin nicht gegen Medikamente. In der Klinik habe ich viele Menschen kennengelernt, die ohne diese vielleicht schon nicht mehr hier wären. Gleichzeitig habe ich viel Bewunderung dafür erhalten, das ganze ohne Medikamente durchzustehen. Für mich gibt es da kein Schwarz oder Weiss, sondern nur die persönliche Präferenz.

25.10.2015 22:49 • #6


Cornélsen
Ich denke auch wenn man Hilfe hat und jemanden der einem den rücken stärkt müsste es doch funzeln.
Hoffe ich zumindest

25.10.2015 22:55 • #7


Worum geht es denn bei dir aktuell genau? Bist du auf der Suche nach einer Alternative zu AD, weil du welche nimmst und sie nicht mehr nehmen möchtest?

25.10.2015 22:58 • #8


Cornélsen
Ängste und Panik.
Ich möchte keine Tabletten und suche nach alternativen

25.10.2015 22:59 • #9


Zitat von engineer_91:
Hi Faultier,

Zitat:
In der akuten Phase sind angstlösende Antidepressiva und Tranquilizer einfach unverzichtbar.

Das glaub ich dir. Ich selbst habe allerdings noch keine Medikamentenerfahrung und hoffe, dass es dabei bleibt da ich zum Glück nur leicht depressiv bin. Allerdings ist die Angst voll da. Hab oben beschrieben wie ich es bisher mehr oder weniger gut aushalten konnte.
Habe aber hier ne Packung Tavor für spezielle Situationen um der Panik Herr zu werden.
Allerdings hab ich diese noch nie genommen
Werde ich aber wohl spätestens bei meiner nächsten Prüfung müssen..

Gruß
engineer.


Bei mir war das halt verdammt schlimm und der Notarzt gehörte bei mir schon zum Inventar
Zum Glück gibts auch Leute die es so wie du ohne Medis schaffen
Ich hab meine letzte Tavor jetzt auch vor 2 Jahren genommen,aber bis dahin war es ein verdammt harter Kampf
Vielleicht würde ich heute noch Paroxetin und Tranquilizer nehmen hätte sich mein Körper nach vielen Jahren nicht dagegen gewehrt.
Ich hab Paroxetin praktisch über Nacht abgesetzt als ich mit einem Blutdruck von 230/120 in der Notaufnahme landete.
Das war damals der reinste Horror.

25.10.2015 23:04 • #10


Cornelsen, hast du schonmal etwas dagegen unternommen? Hast du einen Arzt der dir die Erkrankung diagnostiziert hat? Und behindert sie dich in deinem Alltag?
Angststörungen gehören zu den häufigsten Diagnosen im psychischen Bereich. Dementsprechend gibt es einiges an Behandlungsansätzen, vor allem in der Psychoptherapie. Bei Panikattacken wird meistens zu einer Verhaltenstherapie geraten, die ich z.B. auch gemacht habe.

25.10.2015 23:05 • #11


Mit den ersten pa's bekam ich Tavor von Hausarzt. Half gut, klar.
Hab in dem Jahr genau 3stück genommen, jeweils 0,5mg. Und das nur weil ich mich in Notaufnahme nicht lächerlich machen wollte.

Die haben mir bis heut gereicht um zu wissen, es war der Kopf, es geht auch diesmal wieder ohne medi und vorallem ohne zu sterben!

Medis machen es so viel leichter, aber freiwillig... Nicht solang es ohne überlebar ist

25.10.2015 23:10 • #12


Cornélsen
Ich hatte im letzten Jahr einen zusammenbruch und war 9 Wochen in einer psychiatrischen klinik. Dort stellte man es fest.
Dort fand man heraus das ich das schon von jungen Alter an hatte also due Ängste , panik und Depressionen. Was meine Eltern nicht für voll nahmen oder ernst nahmen.
Momentan stehe ich bei einer Therapeutin auf der warteliste.

25.10.2015 23:17 • #13


Zitat von Cornélsen:
Ich denke auch wenn man Hilfe hat und jemanden der einem den rücken stärkt müsste es doch funzeln.
Hoffe ich zumindest


Wenn eine Panikattacke die nächste jagt und du vor Angst nicht mehr die Wohnung verlassen kannst bringt dir auch das nix mehr.
Vielleicht ist es bei dir nicht so schlimm und dann kannst du es gerne mit Lavendel,Passionsblume,Baldrian,Hopfen,Melisse,Omega 3 oder Vitamin D probieren.
Es gibt auch noch die Möglichkeit einen Termin bei einer Angstambulanz zu vereinbaren oder in eine Tagesklinik zu gehen.
Viel mehr gibts da aber (leider) wirklich nicht und dann bleiben nur noch Tabletten.

25.10.2015 23:21 • #14


Mondkatze
Zitat von Cornélsen:
Hallo.
Mich würde mal interessieren ob welche damit Erfahrung haben bei angst und panik ohne Tabletten auszukommen.
Ich persönlich weigere mich strikt irgendwelche Pillen zu schlucken.
Wenn es ginge würde ich meine notwendigen Pillen auch absetzen.

Gibt es irgendwelche tippst und Tricks auch so die Ängste und Panik zu besiegen?


hallo Cornelsen

ich nehme auch keine Medikamente, habe aber die Bachblüten Notfalltropfen immer dabei.
Ich mache oft autogenes Training, Achtsamkeitsübungen und im Notfall Atemübungen.
Ich meditiere täglich und ich beschäftige mich mit Handmudras. Wenn ich dann z. B. in der Dienstbesprechung bin und meine Angst so langsam hochsteigt oder ein Panikgefühl aufkommt, dann halte ich meine Hände in einer bestimmten Position. Das kann man ganz unauffällig machen.
Ich habe einige Bücher von Dr. Doris Wolf, Dr. Rolf Merkle und eins von Jiddu Krishnamurti gelesen.

Die Klopftechnik wende ich auch oft an. Dazu muß ich aber allein sein, das geht nicht, wenn ich unterwegs oder unter Leuten bin.
Manchmal hilft mir auch einfach nur die reine Ablenkung. Mich mit irgendetwas intensiv zu beschäftigen. Oder ich lese oder schreibe im Forum.
Einmal ist es mir gelungen, die Angst zu ignorieren und einfach ganz normal weiterzumachen.

Seit geraumer Zeit mache ich eine Verhaltenstherapie. Ich habe viel über mich, meine Ängste, mein Verhalten, auch über meine Vermeidungsstrategien, gelernt.

Bist Du in ärztlicher Behandlung oder machst Du eine Therapie?

LG
Mondkatze

25.10.2015 23:27 • x 1 #15


Cornélsen
Eine TK und die Wohnung nicht verlassen kann ich mir nicht leisten. Ich kann meine Chefin nicht im Stich lassen einfach. Es ist schlimm bei mir und beeinträchtigt meine arbeit.
Aber ich muss raus aus dem Haus und in den laden.
Da bin ich in einem zwiespalt.
ich denke da nicht an mich sondern an meiner chefin. So halte ich es bisher irgendwie immer jeden tag aufs neue aus. Es bleibt mir nichts anderes übrig. Dafür bleiben andere Sachen auf der strecke. Wie ich selber. Daher muss es irgendwie möglich sein meinen Alltag wieder wie damals zumindest etwas angenehmer hinzubekommen.

Ich stehe bei einer Therapeutin auf der warteliste.

25.10.2015 23:29 • #16


RicoBee
Zitat von Cornélsen:
Ich persönlich weigere mich strikt irgendwelche Pillen zu schlucken.
Gibt es irgendwelche tippst und Tricks auch so die Ängste und Panik zu besiegen?

Ich auch. Wenn ich mal was einwerfe, dann ne Aspirin. Und auch das nur sehr ungern.

Was mir bei mir auffällt ist, dass ich mich um Himmels Willen nicht damit beschäftigen darf. Kleines Beispiel: Am Freitagabend hatte ich plötzlich so ein "seltsames Gefühl" (jaja, da fängt es schon an...). Statt das einfach mal zu ignorieren, fühle ich gleich mal meinen Puls. Zu hoch (logisch). Zähle meine Atemzüge: 4 pro Minute, zu wenig (klar, versuche ja auch unbewusst, mich ruhig zu stellen). In der Zwischenzeit läuft mir schon der Schweiss den Rücken runter, in den Ohren fiept es, und bis ich im Bett liege, bin ich so fertig, dass ich mich nur noch zusammenrolle und versuche, nicht abzukratzen.

Ich weiss nicht, ob wir hier unsere Ängste wirklich besiegen können. Aber vielleicht können wir lernen, mit ihnen zu leben, die guten Tage (und die gibt es ja auch!) zu geniessen und die schlechten halt hinzunehmen.

Meine These ist ja eh: Vermutlich geht es den meisten Menschen öfter dreckig, als sie es zugeben. Aber heutzutage muss man ja dauerlächeln und sich bloss nicht anmerken lassen, dass man dieses oder jenes Problem hat.

Aber jetzt halte ich den Rand, bevor ich ins Filosofieren kommen

26.10.2015 09:02 • #17


Zitat von Cornélsen:
Aber ich muss raus aus dem Haus und in den laden.
Da bin ich in einem zwiespalt.
ich denke da nicht an mich sondern an meiner chefin.

Das ist nicht schön. Aber ich kenne das. Ich konnte erst aufhören an andere zu Denken und mich um mich selbst zu kümmern, als ich meinen kompletten Zusammenbruch hatte. Da blieb mir auch gar nichts anderes mehr übrig.....


Zitat von Cornélsen:
Momentan stehe ich bei einer Therapeutin auf der warteliste.




Zitat von Mondkatze:
Ich mache oft autogenes Training, Achtsamkeitsübungen [...]
Ich meditiere täglich [...]
Seit geraumer Zeit mache ich eine Verhaltenstherapie. Ich habe viel über mich, meine Ängste, mein Verhalten, auch über meine Vermeidungsstrategien, gelernt.

Genau das sind auch die Dinge, die ich auch praktiziere bzw. praktiziert habe. Vor allem die Meditation hat mir geholfen, meine innere Unruhe verschwinden zu lassen.


Zitat von RicoBee:
Meine These ist ja eh: Vermutlich geht es den meisten Menschen öfter dreckig, als sie es zugeben. Aber heutzutage muss man ja dauerlächeln und sich bloss nicht anmerken lassen, dass man dieses oder jenes Problem hat.

Das ist ein echtes Problem der heutigen Zeit. Ich bin sogar der Meinung das dieses kranke Gesellschaftsbild dazu beiträgt, dass so viele Leute psychisch krank werden, weil sie sich sowohl psychisch als auch physisch selbst ausbeuten.

26.10.2015 10:52 • #18


Hallo ihr Lieben, Ich heiße Laura und bin 22 Jahre alt. Seit ca 6 Monaten leide ich an Angst und Panikattacke. Alles hat bei mir mit den Wechsel meines Arbeitsplatzes begonnen. Meine 3 jährige Ausbildung absolvierte an in dieser Arbeit welche mir jeden Tag Bauchschmerzen und kopfweh bereitete. Ich könnte mich in meiner Freizeit auf nichts anderes mehr konzentrieren als auf die arbeite. Hatte am Sonntag schon totale Panik vor Montag. Mein Leben war damals schon sehr einfältig. Ich ging in die Arbeit kam heim und legte mich vor den Fernseher. Traf mich nur selten mit freunden und unternahm fast gar nichts mehr. Ich freute mich während der Arbeitszeit so auf das Wochenende damit ich endlich meine Ruhe habe. Als ich dann im April nach erfolgreichem Abschluss endlich die Arbeitsstelle gewechselt habe ist mir wie ein Stein vom Herzen gefallen. Der neue Chef war super nett und alles war kein vergleich zur alten Arbeit. Nach nur 3 Tagen an diesem Arbeitsplatz wurde mir vormittags plötzlich schwindelig und schlecht. Mein puls raste und ich dachte ich bekomme einen Herzinfark. Da war sie nun meine erste Panikattacke. Meine Arbeitskollegin fuhr mich ins Krankenhaus um mich untersuchen zu lassen. Aug den weg dorthin hatte ich mindestens einen eingebildeten Herzinfarkt nach dem anderen.

Ich dachte ich sterbe. Nach der blutabnahme und dem ekg würde ich dann auch wieder entlassen. Alles war super lediglich der blutdruck war zu hoch was mach so einer Attacke normal sein soll. Soweit so gut. Zu Hause angekommen fing ich an meinem Körper viel mehr wahr zu nehmen. Ich sah jeden Herzschlag und horchte auf Unregelmäßigkeiten. Ich hatte jeden Tag angst es könnte.mir was.passieren. daraufhin habe ich jeden Tag angst bekommen und fing mehrmals am Tag grundlos an zu weinen. Ich fühlte mich schrecklich. 8 Wochen später hatte ich eine erkältung woraufhin ich mich in der Arbeit krankschreiben lies. Zu Hause ging es mir wo schlecht ich dachte an alle möglichen krankheiten. Blinddarmn, gehirntumor, magenbruch Herzinfarkt usw. Bin tausend Tode gestorben. Daraufhin war ich auch zwischenzeitlich wieder beim Arzt da mein blutdruck wieder sehr hoch war (169/90 puls über 100) was bei meinen stänidig Attacken normal wäre. Ich dachte jedoch sofort wieder an das schlimmste. Beim Arzt erhiel5 ich dann einen shot damit der blutdruck runter geht er teilte mir mit.wenn am nächsten Tag mein puls auch noch so hoch sein sollte, sollte ich und krankenhaus sum eine herzmuskelentzündung auszuschließen. Nächsten Tag war der blutdruck bei 130 zu 80 puls 69 alles war in Ordnung. 2 Tage später 2 Uhr 8n der früh ging es wieder von vorne los. Herzrasen schwindel ich dachte erneut mein Tag wäre gekommen. Ich versuchte mich zu beruhigen aber es Klappe nicht. Meine Mama rief den Notarzt welche mich zur Kontrolle mit nahmen. Im Krankenhaus wurde dann erneut ein ekg sowie ein blutbild gemacht. Ebenfalls bekam ich ein herz Ultraschall. Als der Arzt kam sagte er mir es.wäre alles in Ordnung und sprach mich auf meine psyche an. Das erste mal das mich darauf einer Ansprach. Ich erzählte ihm von meine alten Arbeit usw. In meinem arztbrief waren diese Themen ebenfalls aufgeführt. Ich bekam tavor Tabletten zu Hause angekommen sollte ich eigentlich Glücklich sein das ich gesund bin und niemand was gefunden hat.

Doch die ständige angst blieb und macht mir das Leben so schwer. Ich hatte zu nichts mehr Lust würde zunehmend trauriger und verkroch mich in mein zimmer. In diesen Nächten war es so schlimm mit meiner angst das meine Mama bei mir.im.bett schlafen musste. Das war mir wiederum sehr peinlich da ich ja mittlerweile 22 Jahre alt war. Aber da ging es.mir besser. Meine Mama wusste auch nicht genau wie sie mit dem Thema umgehen soll. Es war für alle sehr schwierig. Es vergingen 2 Monate die einigermaßen gut verliefen. Bon den tavor Tabletten habe ich bisher nur 1 genommen da diese ja auf Dauer nicht gut sein sollen. Letzte Woche stand nun mein Urlaub bevor. 1 woche Kroatien mit meinen Freundinnen. Ich freute mich so sehr doch 1 woche vor antritt bekam ich heftige magenschmerzen brennen und übelkeit..ich dachte mir das kann doch nicht sein. Jedesmal wenn ich mich freue bekomme ich einen Rückschlag. Ich ging zum Arzt um gefährliches auszuschließen. 1 Tag vor der Abfahrt ging ich dann in die Notaufnahme da es bis dahin noch nicht besser würde ung ich angst hatte im Urlaub sterben zu müssen. In der Notaufnahme wird erneut blut abgenommen ekg gemacht und ein bauchultraschall. Wieder war alles in Ordnung. Doch die ständige angst treibt mich in den Wahnsinn ich konnte. Mich auf den Urlaub nicht mehr freunde hätte angst vor Ausflügen wenn mir was passieren sollte. Ich weiß nicht mehr was ich tun soll. Ich bilde mir ein die Symptome doch nicht ein ich könnte jeden Tag weinen.... nichts macht mehr Spaß... Ich werde vielleicht doch einen Psychologen aufsuchen da es mir die Ärzte empfohlen haben.
Geht es jemanden genauso und kennt ihr Tips aus so einem Loch zu kommen und Tricks panikattacke ohne Tabletten zu entgehen.

Liebe Grüße Laura

15.08.2017 07:58 • #19


FragileWings
Hallo Laura,
ich habe deinen Beitrag gerade auf meinem Handy gelesen und habe nun meinen PC angemacht, um dir zu antworten
ich bin 24 Jahre alt und habe Panikattacken, seitdem ich 18 bin. Bei mir hat alles in der Abizeit angefangen und mit der Zeit der Veränderung. Ich weiß nicht, wie oft ich den letzten sechs Jahren dachte, ich müsse sterben. Aber wie du siehst, sitze ich immer noch hier
Heute versuche ich die Panikattacken anzunehmen und damit zu leben. Ich habe erst letztes Jahr angefangen, damit zu arbeiten und warte bis heute noch auf einen Termin beim Psychologen. Je eher du dir einen machst, desto besser bei den langen Wartezeiten.

Ich habe nächste Woche zwei Mal 6 Stunden Autofahren vor mir. Das ist für meinen Kopf die Hölle, da ich gerade beim Autofahren ständig Panikattacken habe. Andererseits ist es gutes Training. Mich macht das Ganze auch ein bisschen traurig, da ich früher immer sehr gerne Auto gefahren bin und jetzt kann ich im Moment nicht mal mehr selber fahren. Mein Arzt hat mir für die fahrt 2 Tavor gegeben....für den Fall der Fälle, aber ich weiß nicht, ob ich mich überhaupt traue die zu nehmen.

Alleinesein kann ich seitdem auch nicht mehr. Auch das macht mich sehr traurig, da ich eigentlich immer sehr gerne alleine und für mich war.

Ich hoffe, dass ich irgendwann verinnerlicht habe, dass ich wirklich nicht daran sterben werde. Ich glaube schon, dass es ein wenig besser geworden ist.

Also lass den Kopf nicht hängen. Du bist nicht alleine. Ich war auch an dem Punkt, an dem ich nirgendwo mehr hin wollte, weil ich Angst hatte, dass mir etwas passiert. Irgendwann hatte ich davon so die Nase voll, dass in mir der Gedanke aufkam "Und selbst wenn mir jetzt was passiert, ist es egal. Das wäre mir dann auch zu Hause passiert". Ich wollte wieder Dinge erleben und mich zumindest nicht mehr so stark einschränken.

Mittlerweile fahre ich wieder gerne irgendwohin, so lange die Strecke überschaubar bleibt und du schaffst das auch. Gib dir Zeit und weiß auch die kleinen Schritte zu schätzen. Arbeite an dir, aber setz dich nicht unter Druck. Stelle dich Situationen immer mehr, vor denen du Angst hast. Ich habe leider sowas viel zu lange vermieden. Das macht es echt nur schwerer.

Drück dich!

15.08.2017 08:36 • x 1 #20



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Dr. med. Andreas Schöpf