App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

22

C

ClausNRW
Mitglied

Beiträge:
5
Themen:
1
Mitglied seit:
Hallo liebe Gemeinde,

vielleicht um meinen Fall kurz zu Schildern:

Also ich Trinke seit jetzt ca. 8 Jahren täglich 1-2, seit kurzem 2 Liter Weisswein, verdünnt mit Wasser über einen Zeitraum von 12h/Tag verteilt, davor war es immer nur am Wochenende und davor alle 2 Wochen ausgehend vom 17. Lebensjahr.

Bin nun 40 Jahre alt und habe die letzten jahre insbesondere, eine Verschlechterung meine Zustands verspührt, sprich extreme Wahrnehmungsprobleme die zu Panik und Verlust von Körperkontrolle geführt haben, Atemnot kam noch hinzu, alles wenn ich nicht nach spätestens 1-2 Stunden erstmal einen halben liter Weisswein rünterwürge, dann ging es wieder besser. (an rausgehen ist nüchtern überhauptnicht zu denken, und selbst dann brauh ich min. 1Liter)

Man muss dazu erwähnen, dass ich es bis vor 2-3 Montaten geschafft hatte, durch Jogging den Konsumdrang und die Angst um weitere 4-5 Stunden hinauszuzögern.
Nun ist etwas beim Joggen passiert, wenn man so will ein trigger moment der meine Wahrnehmungsfähigkeit völlig verschlimmert hat...an Laufen war nichtmehr zu denken, ich verlor die Kontrolle über meine Beine und Arme, extreme Todesangst, und musste mich mit einem Stock so fest Schlagen bis es Blutete und der Schmerz die Hirnrezeptoren aktivierte, um wenigstens noch Heim zu gelangen.

Zuhause angelangt voller panik und Angst musste dann erstmal der Wein her....am selben Tag ging ich noch zum Arzt, hab ihm was vorgelogen (jaja ich weiss) und hab mir Tavor verschreiben lassen (Flugangst etc) um zu sehen was man so liest, das Tavor genau dort einsetzt wo auch der Alk. im Gehirn sein unwesen treibt.

Am nächsten Morgen probierte ich 1mg statt des üblichen Trinkens, es hatte auch 15 min gedauert bis zur Wirkung und merkte den Unterschied deutlich....keine Paniken mehr, kein Oberschenkel zittern, keine Gehstörungen, mein Gehirn konnte ganz normal Informationen verarbeiten....alles so wie immer, nur eben Nüchtern.

Tja, mir ist das schlimme Abhängigkeitspotenzial von Tavor bekannt, daher benutzt ich es auch nur wenn ich raus muss oder ein Termin habe, sonst Trinke ich weiter.
und um ehrlich zu sein, habe ich auch schon tavor mit dem Wein getrunken, zwar weit weniger aber die Variante war noch am besten vom Resultat.

Das Ding ist, bzw. meine Frage, die meisten erwähnten Symptome hatte ich bereits mit 17, zwar nich so ausgeprägter Form, aber es war mir Unmöglich durch die Stadt zu laufen, ohne Ängste und Wahrnehmungsstörungen, die sich zwar nicht äuserlich Manifestierten aber mich innerlich zerrisen, zumindest bis ich zuhause ankam.
peu a peu hatte es sich auch gebessert von allein, bis dann nach dem Studium ein quasi Angstschub einsetzte und eine Flasche Wein bereitstand und mich davon befreite...und seitdem isses wie es ist....nun Dachte ich vielleicht kann mir jemand ein Rat geben oder einen ernstgemeinten Vorschlag was zu tun...vor einer Therapie habe ich unfassbare Angst, es müsste auch ein Arzt sein den man zu 100% Vertrauen kann, weil ich viele Enttäuschungen erlebt habe....oder erstmal so weiter machen und hoffen das es sich irgendwie von allein regelt?

Eckinfos:
-keine Therapie gemacht bisher, Arbeitslos seit 7 Jahren (Hin und Wieder mal 1euro Jobs), keine Familie, keine Freunde,
und trinke wie gesagt wirklich Weisswein, niemals hartes Zeug.

Danke für das Lesen schonmal

06.08.2018 #1


34 Antworten ↓
A

Angstknauel
Gast

Was heißt denn Gehirnauffälligkeiten?

Und beruhig dich erstmal, für einen Alk. finde ich deinen Konsum (auch wenns schon ne gewisse Menge ist) noch im Rahmen. Auch die Dauer. Und halt, dass du scheinbar kein krasser Rausch Trinker bist, sondern dich therapierst/medikamentierst.

Also erstmal:

Wenn du ärztlich durchgecheckt bist, hast du scheinbar psychische Probleme, die du mit dem Alk verdrängst, also auch, dass man nix checkt etc. - Alk macht ja eigentlich nicht klarer, aber dämpft Ängste. Ich denke jeder mit extremen Ängsten und Angstgestresse kennt es: Wenn man üble Panik hat, fühlt man sich vom Kopf im Extremfall wie bei nem Schlaganfall, obwohl alles in Ordnung ist.

Durch nicht-Therapie mit Alk, Verdrängung, schlechte Auswirkungen von Alk wird beim Nüchtern werden deine Problematik eher stärker wieder zurückkommen, als dass du sie in Erinnerung hast. (da musst du wohl ne weile durch, ohne Alk).

+ weiter wird das ganze verzerrt, verstärkt und verwirrend weil du gleichzeitig entzügig wirst. Wirst wohl Entzug und psychische Grundproblematik nicht wirklich auseinander halten können.

Du solltest aufmannen und dich nem Hausarzt anvertrauen. Suchberatungsstelle kann auch hilfreich sein. Selbsthilfegruppe auch.

Auch wenn du keine absolut heftigen Mengen vernichtest: Alk Entzüge kalt sind schei. gefährlich und am besten entgiftet man in nem professionellen Setting. Ich find so ne Entgiftung auch n gutes Commitment, dass man es ernst meint. Gibt auch Leute, die gehen komplett nüchtern nur zur Suchtprävention in ne Klinik. Also selbst ohne körperlichen Entzug könntest du in so nen Schutzsetting, weil man da eben nicht trinkt.

Du kannst dich allenfalls runterdosieren bzw. langsam reduzieren, wenn du dir das zutraust.

Daneben brauchst du schnellstmöglich ne Therapie, um deine Grundproblematik zu beackern. Sowas kann man aber auch aus der Entgiftung / mithilfe der Entgiftung regeln. Ggf. solltest du betonen, dass du nie Rauschtrinker warst, bis auf Symptombekämpfung kein Verlangen nach Alk (angeblich, aber ich glaube dir da erstmal).

Ich kam nach nem Opiatentzug auch in keine Langzeit, sondern auf ne offene psychosomatische Kinik. Hatte halt nie was mit Junkies zu tun, sondern habe mich damit länger selbst handelt (okay Hedonismus kann ich trotzdem nicht leugnen).

Unterstützende Medikamente könnten angstlösende Antidepressiva / SSRI sein. Also erst nachm Entgiften. Entgiften geht bei Alk btw. recht problemlos, also im Klinik Setting (zuhause gefährlich). 4-5 Tage + Distraneurin und da Unterstützung und das ist okay. Die wahre Arbeit kommt erst danach.

Benzos solltest du schnellstmöglich lassen, auch nicht als Ausnahme. Also ne Benzoabhängigkeit wäre körperlich sicherlich gesünder, aber halt Abhängigkeitstechnisch 1000 mal schlimm, super schlimmer Entzug + super lange Nachwirkungen. Wenn du noch Möglichkeiten hast deine Problematiken anders zu bekämpfen, dann lass die Benzos sein.

Und was du vielleicht neben vorsichtigem Runterdosieren machen solltest:

Stabiler Pegel über den Tag verteilt. Du klingst so als würdest du zwischen unaushaltbaren Zuständen (psychisch), Nervösität und Entzug rumpendeln, da kommt man doch noch weniger zur Ruhe.

Alkmäßig ist das Kind eh in den Brunnen gefallen. Die restliche Zeit vor der Entgiftung solltest du stabil medikamentieren / versuchteln. Und nicht so Hin und Her. "Oh mist, Entzug, Zustand = 0,5L reinkippen" - hast ja beim Joggen gesehen was so Schwankungen machen, sicher auch psychisch nicht gesund solch Pendeln zwischen Extrem Zuständen und das ganze Triggern.

Und Termine kann man auch mitm Spiegel wahrnehmen, das ist keine Ausrede für Benzos, okay Arbeitsamt würde ich gelten lassen.

Dein offenes Gespräch mitm HA könntest du aber mit dem niedrigstmöglichen Pegel + öffentlichen wahrnehmen, das wäre dann zumindest authentisch sag ich mal.

Und es macht auch n Unterschied was man so trinkt, konsumiert. Weißweinschorle ist gut. Wein jetzt auch nicht so krass wie Wodk.. Aber ist auf jeden Fall besser niedrig prozentiges Spiegel zu trinken. (bei Hochprozentigem hast du n Rush / Anfluten macht was aus). Also am besten so sehr runterverdünnen wie du kannst und auf nem stabilen Pegel bist. Noch besser wäre prozentual B., Mixplörre.'

Aber trotz allem kommst du um ne Entgiftung und Therapie wohl nicht drumrum.

Viel Glück und alles Gute. Ist schaffbar. Andere Leute haben halt ohne Suchtmedikation deine Probleme, aber auch das ist schaffbar.

Achja, die Ausführungen zu Sucht und Entgiftung selbst medikamentieren, kommen aus eigener Erfahrung von mir.

Die Ausführungen zu Alk. sind Community Erfahrung, Moderation und Belesenheit in Dro. Foren geschuldet, also keine Gewähr dabei. Die Leute waren da aber recht fit und im Bilde ihrer Problematik, also würde ich den Ausführungen auch Glauben schenken, macht eben auch Sinn.

Und nochmal:

Nicht zuhause kalt entziehen, Entgiftung als wichtigen Schritt mit anschließender Therapie. Ist nie zu spät.

optional: vorsichtig runterdosieren.

Als Unterstützung: Medikamente ratsam.

Und wenn du durch Alk normal wirst, dann wirst du auch körperlich eher normal sein, sondern unterdrückst einfach was psychisches. Mir ist keine Krankheit bewusst, die man durch Alk wirklich medikamentiert, um körperlich was zu "fixen" Very Happy


-- Ohh nicht aufs Datum geachtet, aber gut, ist ja noch halbaktuell. Hoffe ClausNRW gibt mal n Status ab.

06.08.2018 02:04 • #35


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Alk. und Tavor, bitte um einen Rat

x 3


E

Ex-Mitglied
Gast

Hallo, ich finde dass richtig stark von dir das du dich hier angemeldet hast und dich helfen lassen möchtest. Danke. Erkennst du das Gefühl was in dir ist? Du kämpfst jetzt schon gegen das Leid an ,du willst Leben,Du hast dich für dass Leben entschieden darüber freue ich mich riesig. Ein kleines bisschen kann ich dein Leidensweg nachvorziehen , ich möchte dir einen kleinen Tipp geben , Lebe nur immer für den heutigen Tag so leben die Menschen die sich für ein leidfreies leben entschieden haben , beim blaues Kreuz erfährst du hundert prozentig wie du dich verhalten sollst was dein nächster Schritt sei,immer nur wenn du diesen gehen möchtest.Dich zwingt niemand und in einer Klappse werden Menschen mit hohes Leid nicht gesteckt . Eine geschlossene Abteil ist nicht so schlimm wie wir es uns vorstellen, es ist halt vieles dort gemacht das sie dich schützen wollen. Ich war alsnKind einen lieben nahen verwanten in einer geschlossenen besuchen diese Menschen dort liefen frei über die Gänge, bildeten Gruppen zum Austausch bildeten Freundschaften , bekam Kurse angeboten und Gesprächstherapie. Es tut deine Seele sehr gut wenn du anfängst dich zu öffnen. Mit der Zeit findest du heraus ,was der Grund für dein Verhalten bzw Krankheit ist und dann und davon bin ich von dir überzeugt , nimmst du jeden heilsames schritt an und vorallem du arbeitest mit denn du hast Lebenswille und das ist gut. Du bist kein Monster oder so dass sind aussagen die kommen aus deinen verdrangten Gefühlen sie haben nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Du bist ein Mensch wie wir alle es sind wir alle haben schwächen wir alle leben das leben wir alle spüren Neid wir alle spüren Unsicherheit, ehrlich, nur manchmal braucht ein Mensch Unterstützung von erfahrenen Therapeuten,Ärzten, wie das Leben wieder sortieren kann damit das eigene erschaffene leid ein ende hat. Du bist kein hilfloser Mensch das wirst du erfahren wenn du wieder deine eigene Kontrolle spüren kannst. Lg steffi

13.07.2018 08:46 • #14


Zum Beitrag im Thema ↓


laribum
Welchen Alk. du jeden Tag trinkst ist vollkommen egal ich wiederhole nochmal JEDEN tag. Nicht die Art oder Menge ist entscheidend sondern die Regelmässigkeit. Um es krass auszudrücken bist Du Alk0holiker und gerätst mit Tavor gleich in die nächste Sucht. Ängste mit Alk0hol zu bekämpfen geht zu 99% in die Hose und ich weiss leider wovon ich rede. Kannst du denn ein paar Tage auch mal ohne Weisswein?

x 2 #2


E
Hallo, weg mit dem Alk. bei Tabletten Einnahme. Wenn du ein Alk. sein solltest dann wende dich bitte an dem blauen Kreuz .

#3


S
Hallo,

ich denke, das ist eine schlimme Falle, in der Du Dich befindest (kann es nachfühlen, da ich mich selbst mit Benzos herumschlage). Du brauchst vermutlich Hilfe, um da herauszukommen.

So lange schon und so regelmäßig getrunken (Wein oder Schorle ist nur eine andere Alk., aber ebenso gefährlich wie sog. "harte" Sachen), das braucht meiner Meinung nach einen richtigen Entzug in einer Klinik. Vielleicht raffst Du allen Mut zusammen und sprichst mit der Suchtkrankenhilfe oder doch offen mit einem Arzt.

Alles Gute.

x 1 #4


igel
Du hast ein ernsthaftes Alk.. Das ist absolut keine Schande, sondern eine im Grunde normale Krankheit, die man behandeln kann. Oder besser behandeln muss. Denn wenn Du nichts unternimmst uns so weitermachst, wird es böse enden.

Alk. mit Tavor zu kombinieren ist sehr gefährlich, das sich beides gegenseitig in der Wirkung verstärkt.

Lass Dir bitte helfen, es gibt viele Möglichkeiten ! Alles Gute für Dich.

#5


C
Zitat von tuffie 01:
Hallo, weg mit dem Alk. bei Tabletten Einnahme. Wenn du ein Alk. sein solltest dann wende dich bitte an dem blauen Kreuz .


ich beschreibe dir mal ein normaler tag:

morgens nach dem aufstehen kein zittern oder verlangen, nach ca. 10 min gesicht waschen, zähne putzen, duschen, kaffee kochen und die obligatorische kippe.
da gehts schon los, ich kann dann vor dem laptop nicht still sitzen, immer wieder leichte muskelzuckungen, narcolepsieähnliche zustände, kann mich auf nix konzentrieren, texte die ich lese verstehe ich nicht genau, da mein verstand nicht begreift und nicht die info verarbeiten kann -> leichte panik attacken, ich muss aufstehen und rumlaufen damit es einigermassen besser wird, nach ca. 30 min ab und auf laufen, mit atemprobleme und leichte einstiche in die hüfte mit einem messer und mein Kopf klar zu bekommen gehts dann wieder erstmal für weitere 30 min.

eine stunde rum, ich setz mich wieder vor dem laptop um meine sachen zu machen...wieder das selbe prozedere, ich kann nicht sitzen, versuche in den hausflur zu gehen, angstschübe und oberschenkel zittern treten ein.
wieder atemprobleme, panik....mein körper zittert....nach ca. 2 stunden MAXIMAL hilft dann nur noch 0,5 L Weisswein pur...alles beruhigt sich und ich fühl mich "normal"....aber rausgehen kann ich immernoch nicht, dafür brauchts min. 2 L
den rest des tages wird dann 50/50 Weinschorle getrunken, bis ich so gegen 18 uhr betrunken genug bin um einkaufen gehen zu können.

ich weiss das Tavor ein dreckszeug ist, und habe extrem respekt davor, aber heute musste ich "nüchtern" zu einem Termin erscheinen und hab erst morgens 1mg genommen, eine stunde später nochmal 1mg.
mein körper fühlte sich gut, keine ängste, kein beinzittern, ich konnte klar denken und brauchte kein alk....NUR, das kann ja nicht so weiter gehen, und einfach so den Alk wegtun geht auch nicht, glaub dafür bin ich körperlich zu abhängig.

habe es immerhin geschafft bis jetzt 20 Uhr nix zu trinken dank den 2mg, aber mal sehen wie lang ich es so durchhalte, will wieder ein glass Wein nehmen.

und der Mut fehlt mir in der Tat, ich hab unfassbare Angst vor Hilfe jedweder Art, die stecken einen in die klappse und man kommt nie wieder raus? wenn dann will ich persönlich mit einem richtig guten arzt sprechen, und nicht zu 10 verschiedenen tingeln und jedesmal meine "story" aufs neue erzählen, das halte ich wirklich nicht aus

#6


igel
Niemand steckt Dich in die Klappse.

x 1 #7


E
Du musst Hilfe annehmen damit du dein Leben wieder sortieren kannst. Es lohnt sich. Lg

x 1 #8


S
Aber nein, Du stellst Dir das wirklich falsch vor. Sie sind da, zu helfen, nicht dazu, Dir das Leben noch zusätzlich schwer zu machen.

Ganz wichtig ist die Krankheitseinsicht, und dann kann in einer Fachklinik die notwendige, ärztlich begleitete Alk. und Medikamenten-Entziehung stattfinden. Du bekommst währenddessen natürlich auch Medikamente, die den Entzug abmildern und erträglich machen. Voraussetzung ist, dass Du auch bereit dazu bist. Anschließend wäre wahrscheinlich eine Sucht- bzw. Gruppentherapie hilfreich und wichtig, es muss ja dann weitergehen.

Aber es wird niemand gezwungen. Für eine Einweisung müssten ganz andere Gründe vorliegen, z. B. unmittelbare Fremd- bzw. Eigengefährdung.

x 1 #9


D
Hallo Claus,

ich glaube Du weißt selbst, dass Du ein massives Suchtproblem hast. Du bist Alk., aber das ist nichts wogegen man nicht angehen kann. Es ist eine Erkrankung, nichts wofür man sich schämen müsste.

Eines musst Du Dir klarmachen: Du wirst da alleine nicht rauskommen. Du solltest Dir unbedingt Hilfe suchen.

Wichtig ist, dass Du erst einmal eine Entziehung ( kann in einer ganz normalen Klinik gemacht werden) und dann eine Entwöhnung ( in einer Spezialklinik für Suchtkranke ) über längere Zeit durchführst.
Es hilft nicht, wenn Du eine Sucht durch eine andere ersetzt, oder sogar noch eine daraufsetzt.

Der 1. Schritt kann eine Beratungsstelle sein, wenn Du keinen Arzt hast, dem Du vertraust. Dort kann man Dir ganz sicher helfen.

Alls Gute für Dich.

x 2 #10


F
Lieber Claus, bitte such Dir Hilfe & lass Dir auch helfen. Du hast ein großes alk. Problem und nun schlitterst Du ins Nächste... Ich wünsche mir von Herzen alles Gute für Dich! Bitte lass Dir helfen. Vertrau Dich Deinem Hausarzt an; der wird Dir helfen! So darf es nicht weitergehen. Du bringst Dich in ernste Gefahr! Alles Gute!

x 2 #11


Icefalki
Trinkst du den Alk. wegen der Ängste, oder hast du Ängste wegen des Konsums?
Was war zuerst?

x 1 #12


laribum
Zitat von ClausNRW:
[quote="tuffie 01"
da gehts schon los, ich kann dann vor dem laptop nicht still sitzen, immer wieder leichte muskelzuckungen, narcolepsieähnliche zustände, kann mich auf nix konzentrieren, texte die ich lese verstehe ich nicht genau, da mein verstand nicht begreift und nicht die info verarbeiten kann -> leichte panik attacken, ich muss aufstehen und rumlaufen damit es einigermassen besser wird, nach ca. 30 min ab und auf laufen, mit atemprobleme und leichte einstiche in die hüfte mit einem messer und mein Kopf klar zu bekommen gehts dann wieder erstmal für weitere 30 min.

eine stunde rum, ich setz mich wieder vor dem laptop um meine sachen zu machen...wieder das selbe prozedere, ich kann nicht sitzen, versuche in den hausflur zu gehen, angstschübe und oberschenkel zittern treten ein.
wieder atemprobleme, panik....mein körper zittert....nach ca. 2 stunden MAXIMAL hilft dann nur noch 0,5 L Weisswein pur...alles beruhigt sich und ich fühl mich "normal"....aber rausgehen kann ich immernoch nicht, dafür brauchts min. 2 L
den rest des tages wird dann 50/50 Weinschorle getrunken, bis ich so gegen 18 uhr betrunken genug bin um einkaufen gehen zu können.


Das klingt schon nach Entzugserscheinungen. Bei mir kam noch starke unruhe und übelkeit hinzu. Hab mich dann selbst zum Entzug in die klinik einweisen lassen und seit 4 jahren ist ruhe. Eines der wenigen Dinge im Leben wo man nur gewinnen kann...

x 3 #13


E
Hallo, ich finde dass richtig stark von dir das du dich hier angemeldet hast und dich helfen lassen möchtest. Danke. Erkennst du das Gefühl was in dir ist? Du kämpfst jetzt schon gegen das Leid an ,du willst Leben,Du hast dich für dass Leben entschieden darüber freue ich mich riesig. Ein kleines bisschen kann ich dein Leidensweg nachvorziehen , ich möchte dir einen kleinen Tipp geben , Lebe nur immer für den heutigen Tag so leben die Menschen die sich für ein leidfreies leben entschieden haben , beim blaues Kreuz erfährst du hundert prozentig wie du dich verhalten sollst was dein nächster Schritt sei,immer nur wenn du diesen gehen möchtest.Dich zwingt niemand und in einer Klappse werden Menschen mit hohes Leid nicht gesteckt . Eine geschlossene Abteil ist nicht so schlimm wie wir es uns vorstellen, es ist halt vieles dort gemacht das sie dich schützen wollen. Ich war alsnKind einen lieben nahen verwanten in einer geschlossenen besuchen diese Menschen dort liefen frei über die Gänge, bildeten Gruppen zum Austausch bildeten Freundschaften , bekam Kurse angeboten und Gesprächstherapie. Es tut deine Seele sehr gut wenn du anfängst dich zu öffnen. Mit der Zeit findest du heraus ,was der Grund für dein Verhalten bzw Krankheit ist und dann und davon bin ich von dir überzeugt , nimmst du jeden heilsames schritt an und vorallem du arbeitest mit denn du hast Lebenswille und das ist gut. Du bist kein Monster oder so dass sind aussagen die kommen aus deinen verdrangten Gefühlen sie haben nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Du bist ein Mensch wie wir alle es sind wir alle haben schwächen wir alle leben das leben wir alle spüren Neid wir alle spüren Unsicherheit, ehrlich, nur manchmal braucht ein Mensch Unterstützung von erfahrenen Therapeuten,Ärzten, wie das Leben wieder sortieren kann damit das eigene erschaffene leid ein ende hat. Du bist kein hilfloser Mensch das wirst du erfahren wenn du wieder deine eigene Kontrolle spüren kannst. Lg steffi

#14


petrus57
@ClausNRW

Das mit deinen Selbstverletzungen finde ich schon ziemlich grenzwertig. Da solltest du dir wohl bald mal Hilfe suchen.

#15


C
erstmal danke für die vielen tollen ratschläge, hat mir doch eine gewisse angst genommen, da ich sonst mit niemanden darüber reden konnte.

Zitat von Icefalki:
Trinkst du den Alk. wegen der Ängste, oder hast du Ängste wegen des Konsums?
Was war zuerst?


wenn ich so zurückdenke, gab es ein vorfall mit 19, ich saß mit einer freundin zu mittag und aus dem nichts überkam mich eine total wahrnehmungsstörung, sprich ich konnte weder sie noch meinen körper spüren und kam die angst...ab da war es dann so, dass ich ab und an diese schübe hatte und aus lauter angst im freien, bzw mit anderen leuten fast ohnmächtig wurde beim gehen...mich durchzogen auch sowas wie blitze bis in die fussspitzen, das ist bis heute so.
dann merkte ich, dass der alk doch mildernd wirkt und diese wegnimmt...naja jetzt bin ich körperlich abhängig und habe angst es abzusetzen, stichwort tod bei selbstentzug.
aber die kliniken beaufsichtigen das ganze ja auch.

im übrigen, habe ich gestern geschafft nur 1 glass vor dem schlafen zu trinken, als die körperlichen symptome zurückkamen, bzw das tavor nachließ.

vielleicht noch eine frage, gibt es medikamente die wie alk/tavor wirken, aber nicht süchtig machen? also um die körperlichen erscheinungen zu mildern (zittern der beine, muskelzuckungen, wahrnehmungsstörungen etc)
hatte mal irgendwo was von Baclofen gelesen, ist es genauso süchtigmachend?

#16


Carcass
Moin CLaus,

also das mit dem Trinkverhalten ist schon bemerkenswert. Allerdings dazu noch Tavor zu nehmen, ist gerade zu fatal. Das sage ich aus eigener Erfahrung. ich selber trinke mir gerne mal einen und habe früber nach dem Trinken massive Angstschübe bekommen, die nur durch Konterbier oder eben Tavor weggingen.
Du sagst was sehr wichtiges: Du bist 7 Jahre arbeitslos, das ist alleine schon problematisch in deinem Alter und wenn die Langeweile einen zum saufen verführt, dann ist es eigentlich auch schon zu spät.
Unterm Strich ist eine ausgedehnte Therapie notwendig und was spricht dagegen in eine Klinik zu gehen und das Ganze mal richtig anzugehen? Vielleicht erlangst du dadurch auch einen neuen Lebensmut für einen Job, oder andere Hobbies. Im Grunde genommen ein Teufelskreis .

Ein Mittel was nicht süchtig macht und hilft gegen Panik gibt es : THERAPIE! Wobei auch diese abhängig machen kann. Ich denke du hasst ein Suchtproblem, was du alleine nicht in den Griff bekommst und ich finde das gut, dass du dir da helfen lassen willst.

Ich habe das auch geschafft, meine Sucht zu kanalisieren, leider dann mit zu viel Arbeit dann teilweise Very Happy

x 2 #17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

E
Es werden deine Beschwerden nicht gelöst wenn du dich hier nach Medikamente erkundigst. Der erste schritt beginnt damit wenn man ihn tut. Die angst verschwindet zu letzt.

x 1 #18


S
Zitat von ClausNRW:
ielleicht noch eine frage, gibt es medikamente die wie alk/tavor wirken, aber nicht süchtig machen? also um die körperlichen erscheinungen zu mildern (zittern der beine, muskelzuckungen, wahrnehmungsstörungen etc)
hatte mal irgendwo was von Baclofen gelesen, ist es genauso süchtigmachend?

Nein, gibt es nicht, ganz klar. Alk und Benzos deckeln Angstanfälle in gleicher Weise, da sie an denselben Stellen im Gehirn andocken, also, sie betäuben - weiter nichts. Aber gerade die Kombi ist hochgefährlich, weil sie Dich immer abhängiger werden lässt. Es ist nur scheinbar besser, den Entzug auf eigene Faust mit dem Benzo bekämpfen zu wollen, fast immer funktioniert so etwas nicht.

In der Klinik bekommst Du gezielt Hilfsmedikamente und wirst rund um die Uhr überwacht, dort wird Dir nichts geschehen. Zuhause auf eigene Faust zu entziehen erscheint mir in Deinem Fall kaum möglich; sonst wende Dich einmal an die Selbsthilfe der AA - Anonyme Alk.-Gruppen - die Dir da auch Hilfestellung geben können. Das ist ein Verbund trockener Alks, die sich bestens mit der Praxis auskennen.

Baclofen soll vom Trinken abhalten können, es wirkt aber nur in wenigen Fällen so, wie ich gelesen haben - Angabe ohne Gewähr. Wenn Du einen Entzug und eine erfolgreiche Therpie gemacht hast, wirst Du so ein Mittel gar nicht mehr brauchen. Durch Therapie wird sich mit ziemlicher Sicherheit auch Deine Grundstörung aufdecken und behandeln lassen.

Übrigens braucht es niemandem peinlich zu sein, dass man sich selbst, wenn auch auf ungeeignete Weise, zu helfen versucht, auch nicht, wenn das mit Alk passiert. Alk hat es an sich, dass er einem vorgaukeln kann, alles sei in Ordnung - genau so lange, wie er wirkt. Und dann wird er selbst das Problem, so wie Benzos auch.

#19


S
Zitat von Icefalki:
Trinkst du den Alk. wegen der Ängste, oder hast du Ängste wegen des Konsums?
Was war zuerst?



ist bestimmt ne gute mischung aus beidem denke ich...


Zitat von ClausNRW:
......

vielleicht noch eine frage, gibt es medikamente die wie alk/tavor wirken, aber nicht süchtig machen? also um die körperlichen erscheinungen zu mildern (zittern der beine, muskelzuckungen, wahrnehmungsstörungen etc)
hatte mal irgendwo was von Baclofen gelesen, ist es genauso süchtigmachend?



medikamente die wie alk/tavor wirken, werden wahrscheinlich auch süchtig machen wie alk/tavor, zumindest psychisch.
phenibut kommt ganz gut aber auch hier suchtgefahr. musste dir einfach mal paar erfahrungen im inet reinziehen...
letztens mit weed in combo gehabt und direkt am nächsten tag nachgelegt weils so nice war.

aber das beste was du machen kannst ist erstmal ne zeit clean zu sein auch wenns schwer fällt, ist wie bei mir Very Happy
mal mitten durch die ganzen gefühle durch stat sie immer mit irgendwelche subztanzen und co beiseite zu schieben^^ um diese auch zu lösen

#20


A


x 4


Pfeil rechts




Dr. med. Andreas Schöpf
App im Playstore