einfachich93
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Hallo zusammen,
ich schreibe diesen Beitrag, weil ich mich aktuell in einer sehr schwierigen psychischen und emotionalen Phase befinde und dringend Austausch, Einordnung und Hilfe brauche.
Alles begann am 05.04.2024. Zu diesem Zeitpunkt war ich wegen meiner psychischen Erkrankung bereits in medikamentöser Behandlung und hielt mich in München im Atriumhaus auf.
Dort lernte ich eine Frau kennen, die etwa sieben Jahre älter ist als ich. Zu diesem Zeitpunkt war sie formal noch in einer Beziehung, machte aber sehr deutlich, dass sie sich emotional bereits davon gelöst hatte und diese Beziehung nicht mehr wollte.
Wir verbrachten Zeit miteinander, gingen essen – einmal war sogar ihr damaliger Partner dabei. Kurz darauf kamen wir uns näher und schließlich zusammen.
Beide von uns waren zu dieser Zeit psychisch angeschlagen. Sie begab sich später in die Nussbaumklinik, und ich war in dieser Phase stark für sie da.
Wir verbrachten sehr viel Zeit miteinander und zogen zeitweise sogar gemeinsam in meine Wohnung. Das hielt allerdings nur etwa zwei Wochen, da ich merkte, dass ich innerlich noch nicht stabil genug war. Ich habe ihr gegenüber offen kommuniziert, dass ich Schwierigkeiten mit Vertrauen habe – vor allem aufgrund früherer Beziehungserfahrungen, in denen mein Vertrauen stark verletzt wurde.
Trotzdem gingen wir den gemeinsamen Weg weiter, mit Höhen und Tiefen. Wir hatten sehr schöne Momente, aber auch belastende Phasen. Letztes Jahr reisten wir gemeinsam in meine Heimat in die Türkei. Dort lernte sie meine Eltern sehr intensiv kennen, und meine Familie nahm sie sehr herzlich auf.
Nach der Rückkehr kam es bei mir jedoch zu einer Medikamentenumstellung (von mehreren Medikamenten auf ein neues Antidepressivum). In dieser Zeit ging es mir extrem schlecht. Ich konnte mich fünf Wochen lang kaum bei ihr melden, war innerlich blockiert, überfordert und stark mit mir selbst beschäftigt.
Ein großes, dauerhaftes Thema in unserer Beziehung ist, dass ihr Ex-Partner immer noch in ihrer Wohnung lebt. Sie begründet das mit der Wohnsituation und finanziellen Gründen. Sie arbeitet Vollzeit, verdient ca. 2.300 Euro netto und hat einen 14-jährigen Sohn aus einer früheren Beziehung, der ebenfalls bei ihr lebt. Ich akzeptiere ihr Alter, ich akzeptiere ihren Sohn und bin bereit, Verantwortung zu übernehmen und ihn zu unterstützen.
Was mir jedoch zunehmend schwerfällt, ist meine eigene Grenze:
Ich merke, dass ich nicht alles mit mir machen lassen kann, ohne mich selbst zu verlieren.
Vor Kurzem gab es eine Diskussion:
Sie hat ihr Auto für 1.700 Euro verkauft und meinte, sie würde nach Gehaltseingang weitere 800 Euro drauflegen, um sich ein neues zu kaufen. Ich habe daraufhin offen gesagt, dass ich mir wünsche, dass sie – wenn sie wirklich eine ernsthafte Beziehung mit mir möchte – klare Prioritäten setzt. Für mich gehört dazu, dass der Ex-Partner nicht weiterhin bei ihr wohnt. Ich habe ihr gesagt, dass das für mich eine klare Grenze ist.
Sie empfand das als unfair und sagte, das habe nichts mit Liebe zu tun, sie müsse sich auch mal etwas gönnen. Gleichzeitig möchte sie unbedingt, dass ich zu ihr ziehe.
Ein weiterer Aspekt ist, dass ich seit einiger Zeit eine Testosteron-Ersatztherapie mache. Dadurch fühle ich mich innerlich klarer, stabiler und mehr bei mir selbst. Ich kann meine Bedürfnisse und Grenzen wieder deutlicher wahrnehmen und aussprechen – was mir früher oft schwerfiel.
Ich muss ehrlich sagen:
Ich habe das Gefühl, dass sie emotional und finanziell noch nicht wirklich eigenständig ist und sich nicht vollständig aus der alten Beziehung gelöst hat. Gleichzeitig liebe ich sie sehr und wünsche mir eine ernste, stabile Partnerschaft.
Von Anfang an war ich ihr gegenüber absolut offen:
Sie wusste von meiner psychischen Erkrankung, meiner Therapie, davon, dass ich Krankengeld, später Arbeitslosengeld bezogen habe und aktuell eine volle Erwerbsminderungsrente bekomme. Ich habe eine eigene Wohnung, bin auf Sozialhilfe angewiesen, aber ich bin reflektiert, therapiebereit und möchte mein Leben verantwortungsvoll gestalten.
Jetzt stehe ich innerlich zwischen Liebe und Selbstschutz.
Zwischen Verständnis und meinen eigenen Grenzen.
Und ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, was richtig oder falsch ist.
Ich wünsche mir keinen Angriff auf meine Partnerin, sondern ehrliche, respektvolle Rückmeldungen:
- Sehe ich die Situation verzerrt?
- Sind meine Grenzen nachvollziehbar?
- Wie kann ich in dieser Konstellation gesund bleiben?
- Was würdet ihr an meiner Stelle tun?
- Danke an alle, die sich die Zeit nehmen, das zu lesen und mir zu antworten.
ich schreibe diesen Beitrag, weil ich mich aktuell in einer sehr schwierigen psychischen und emotionalen Phase befinde und dringend Austausch, Einordnung und Hilfe brauche.
Alles begann am 05.04.2024. Zu diesem Zeitpunkt war ich wegen meiner psychischen Erkrankung bereits in medikamentöser Behandlung und hielt mich in München im Atriumhaus auf.
Dort lernte ich eine Frau kennen, die etwa sieben Jahre älter ist als ich. Zu diesem Zeitpunkt war sie formal noch in einer Beziehung, machte aber sehr deutlich, dass sie sich emotional bereits davon gelöst hatte und diese Beziehung nicht mehr wollte.
Wir verbrachten Zeit miteinander, gingen essen – einmal war sogar ihr damaliger Partner dabei. Kurz darauf kamen wir uns näher und schließlich zusammen.
Beide von uns waren zu dieser Zeit psychisch angeschlagen. Sie begab sich später in die Nussbaumklinik, und ich war in dieser Phase stark für sie da.
Wir verbrachten sehr viel Zeit miteinander und zogen zeitweise sogar gemeinsam in meine Wohnung. Das hielt allerdings nur etwa zwei Wochen, da ich merkte, dass ich innerlich noch nicht stabil genug war. Ich habe ihr gegenüber offen kommuniziert, dass ich Schwierigkeiten mit Vertrauen habe – vor allem aufgrund früherer Beziehungserfahrungen, in denen mein Vertrauen stark verletzt wurde.
Trotzdem gingen wir den gemeinsamen Weg weiter, mit Höhen und Tiefen. Wir hatten sehr schöne Momente, aber auch belastende Phasen. Letztes Jahr reisten wir gemeinsam in meine Heimat in die Türkei. Dort lernte sie meine Eltern sehr intensiv kennen, und meine Familie nahm sie sehr herzlich auf.
Nach der Rückkehr kam es bei mir jedoch zu einer Medikamentenumstellung (von mehreren Medikamenten auf ein neues Antidepressivum). In dieser Zeit ging es mir extrem schlecht. Ich konnte mich fünf Wochen lang kaum bei ihr melden, war innerlich blockiert, überfordert und stark mit mir selbst beschäftigt.
Ein großes, dauerhaftes Thema in unserer Beziehung ist, dass ihr Ex-Partner immer noch in ihrer Wohnung lebt. Sie begründet das mit der Wohnsituation und finanziellen Gründen. Sie arbeitet Vollzeit, verdient ca. 2.300 Euro netto und hat einen 14-jährigen Sohn aus einer früheren Beziehung, der ebenfalls bei ihr lebt. Ich akzeptiere ihr Alter, ich akzeptiere ihren Sohn und bin bereit, Verantwortung zu übernehmen und ihn zu unterstützen.
Was mir jedoch zunehmend schwerfällt, ist meine eigene Grenze:
Ich merke, dass ich nicht alles mit mir machen lassen kann, ohne mich selbst zu verlieren.
Vor Kurzem gab es eine Diskussion:
Sie hat ihr Auto für 1.700 Euro verkauft und meinte, sie würde nach Gehaltseingang weitere 800 Euro drauflegen, um sich ein neues zu kaufen. Ich habe daraufhin offen gesagt, dass ich mir wünsche, dass sie – wenn sie wirklich eine ernsthafte Beziehung mit mir möchte – klare Prioritäten setzt. Für mich gehört dazu, dass der Ex-Partner nicht weiterhin bei ihr wohnt. Ich habe ihr gesagt, dass das für mich eine klare Grenze ist.
Sie empfand das als unfair und sagte, das habe nichts mit Liebe zu tun, sie müsse sich auch mal etwas gönnen. Gleichzeitig möchte sie unbedingt, dass ich zu ihr ziehe.
Ein weiterer Aspekt ist, dass ich seit einiger Zeit eine Testosteron-Ersatztherapie mache. Dadurch fühle ich mich innerlich klarer, stabiler und mehr bei mir selbst. Ich kann meine Bedürfnisse und Grenzen wieder deutlicher wahrnehmen und aussprechen – was mir früher oft schwerfiel.
Ich muss ehrlich sagen:
Ich habe das Gefühl, dass sie emotional und finanziell noch nicht wirklich eigenständig ist und sich nicht vollständig aus der alten Beziehung gelöst hat. Gleichzeitig liebe ich sie sehr und wünsche mir eine ernste, stabile Partnerschaft.
Von Anfang an war ich ihr gegenüber absolut offen:
Sie wusste von meiner psychischen Erkrankung, meiner Therapie, davon, dass ich Krankengeld, später Arbeitslosengeld bezogen habe und aktuell eine volle Erwerbsminderungsrente bekomme. Ich habe eine eigene Wohnung, bin auf Sozialhilfe angewiesen, aber ich bin reflektiert, therapiebereit und möchte mein Leben verantwortungsvoll gestalten.
Jetzt stehe ich innerlich zwischen Liebe und Selbstschutz.
Zwischen Verständnis und meinen eigenen Grenzen.
Und ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, was richtig oder falsch ist.
Ich wünsche mir keinen Angriff auf meine Partnerin, sondern ehrliche, respektvolle Rückmeldungen:
- Sehe ich die Situation verzerrt?
- Sind meine Grenzen nachvollziehbar?
- Wie kann ich in dieser Konstellation gesund bleiben?
- Was würdet ihr an meiner Stelle tun?
- Danke an alle, die sich die Zeit nehmen, das zu lesen und mir zu antworten.
• • 19.01.2026 #1
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