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Katrin88

Katrin88
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Hallo ihr Lieben,

anbei ein Thread zum Thema "Glaube und psychischer Erkrankung". mir hat mein Glaube sehr geholfen als es psychisch mal wieder bergab geht. Wahrscheinlich polarisiere ich mit diesem Thread. Es wäre schön, wenn es in diesem Thread harmonisch zugeht Smile

27.01.2025 x 6 #1


284 Antworten ↓
Grashüpfer

Grashüpfer
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Danke für das schöne Thema! Du hast sehr schöne Erfahrungen machen dürfen Katrin88, toll, dass sie dir so viel gegeben haben. Danke auch für den Psalm, er ist einfach immer wieder schön zu lesen.

@Sonja77 Du hast alle drei Schriften gelesen bzw. bist dabei, das finde ich ja echt stark! Respekt! Was hat dich am meisten beeindruckt oder überrascht? Mich würden die Gemeinsamkeiten interessieren, die du gefunden hast. Alle drei Religionen kennen ja Abraham, und auch Jesus, aber in verschiedenen Rollen und Funktionen.

@Carcass Deine Erzählung hat mich sehr berührt. Ich bin ja auch eine Metaljüngerin, aber nicht im Black Metal zu Hause. Trotzdem kann ich die tiefe Überzeugung verstehen, die die Musik und die Lebenseinstellung bewirken. Umso beeindruckender sind deine späteren, scheinbar widersprüchlichen Erfahrungen, und noch mehr, dass du dich ihnen öffnen kannst.

Ich bin sehr zwiespältig, was den Glauben betrifft. Ich bin christlich (evangelisch) erzogen worden, war als Kind oft im Kindergottesdienst und später in der Jungschar. Die christlichen Inhalte haben mich erreicht, mich zum Nachdenken gebracht und schon irgendwie Spuren hinterlassen, aber einen tiefen Glauben habe ich nicht entwickelt. Als Teenager wurde ich sehr kritisch und habe vieles in Frage gestellt. Später habe ich ev. Theologie im Nebenfach studiert (Magister) - nicht, um zum Glauben zurückzufinden, sondern aus kulturhistorischem Interesse, und eben gerade weil ich vieles in Frage gestellt habe - das wissenschaftliche Interesse und die Kritik stehen dabei gar nicht im Widerspruch, im Gegenteil. Das Studium hat mir viel gebracht und mich wahnsinnig bereichert - ich möchte es nicht missen.

Ob ich persönlich an etwas glaube, an Gott, an Christus oder anderes Spirituelles, ist schwer zu sagen und recht widersprüchlich. Ich glaube, dass ich tief in mir auf der Suche nach etwas bin, an das ich glauben und meine Seele binden kann. Als ich mit Mitte 20 an einer schweren Depression erkrankt bin, hatte ich ein Schlüsselerlebnis, das mich tief beeindruckt hat: Es ging mir dermaßen schlecht, dass ich die seelischen Qualen kaum noch ertragen konnte. Eines nachmittags saß ich zusammengekauert in tiefster Verzweiflung im Bad auf dem Boden und habe gebetet - ja gebetet. Dabei bete ich eigentlich nie. Ich habe Gott um Hilfe angefleht, mit ihm Zwiesprache gehalten und ihn inständig gebeten, wenn es ihn gibt, so möge er mir die Kraft geben, diese schlimme Zeit durchzustehen und die Qualen ertragen zu können. Und ich hatte sofort das sichere und beruhigende Gefühl: Da ist jemand, und er sagt: "Du bist nicht allein. Ich bin bei dir, ich sehe dich und du musst das nicht allein durchstehen. Ich bin bei dir und beschütze dich." Von diesem Moment an war alles etwas leichter auszuhalten und das sichere Gefühl war so klar und so beruhigend. So etwas habe ich nie zuvor und nie wieder danach erlebt.

Trotz dieses tiefen Empfindens hat mich dieses Erlebnis nicht dazu gebracht, wirklich zu glauben. Manche von euch wissen, dass ich eine zweifache Körperbehinderung habe. Sie hält mich davon ab, zu glauben. Ich fühle mich oft vom Leben betrogen - vielleicht auch von Gott betrogen. Wenn es einen Gott gibt, warum mutet er mir das alles zu? Es als "Prüfung" zu sehen oder zu sagen, der Mensch bekommt so viel auferlegt, wie er ertragen kann und kann daran wachsen, das ergibt für mich überhaupt keinen Sinn. Wozu? Das passt eher zur mittelalterlichen Kirchendoktrin, in unserer Zeit macht das für mich keinen Sinn. Versuche ich, mit Gott ins Gespräch zu kommen, fühle ich mich allein. Habe das Gefühl, ins nichts zu sprechen - da ist kein Gegenüber, nur Leere.

Dazu kommt, dass ich ein wissenschaftlich orientierter Mensch bin. Dabei schließen sich Naturwissenschaft und Religion gar nicht aus, es gibt viele Gemeinsamkeiten, natürlich auch viele Widersprüche, aber auch viele Ergänzungen. Trotzdem überwiegen für mich die naturwissenschaftlichen Modelle und Erklärungen.
Glaube ich an ein Leben nach dem Tod? Auch hier tobt ein Widerspruch in mir. Eigentlich glaube ich nicht daran - ich bin überzeugt, dass nach dem Tod nichts mehr kommt. Warum haben wir dann das Gefühl, das Verstorbene, zu denen wir ein enges Verhältnis hatten, bei uns bleiben, uns sehen, uns helfen und uns im Leben begleiten? Ich beneide jeden darum, den dieses Empfinden, ja die Gewissheit stärker glauben lässt - ich würde mir so sehr wünschen, dies auch zu können. Ich habe diese Empfindungen auch, ich bin sicher, dass meine Oma über mich wacht und mich begleitet. Ebenso fühle ich mich - auch wenn das im ersten Moment vielleicht komisch klingt - meiner verstorbenen Katze nahe - sie ist immer in meinem Herzen. Und doch glaube ich, dass dieses Empfinden ein Konstrukt des menschlichen Gehirns ist - eine biochemische Hilfe, eben weil uns die Verbindung zu unseren Liebsten so wichtig ist, und weil sie uns hilft, den Tod, den Verlust unserer Liebsten besser zu ertragen, und vielleicht auch, wie hier für viele, eine beruhigende Orientierung im Leben schenkt.

Mein Zugang zu Gott und zur Religion (das ist für mich nicht gleichbedeutend mit Glaube) sind die Musik, die Architektur und die Natur. Gehe ich durch den Wald, fühle ich mich geborgen und Gott nahe - durch die Bäume, die mich beschützen, die Schmetterlinge, Eichhörnchen etc., und den Wind, der die Baumkronen zum Rauschen bringt. Hier fühle ich mich nie allein.
Ich liebe Kirchen und die Kirchenarchitektur und die Atmosphäre. Nur in der Kirche zu sitzen und die Atmosphäre zu spüren, beruhigt mich und lässt mich andächtig werden. Und ich bewundere den mittelalterlichen Kathedralenbau - auch er macht mich ehrfürchtig, nicht nur vor der enormen menschlichen Leistung, sondern auch die machtvollen Gebäude haben eine religiöse Wirkung auf mich.
Der wichtigste Zugang, der mich wirklich einem persönlichen Glauben nahe bringt, ist die Musik. Ich liebe Kirchenmusik, singe selbst seit vielen Jahren in Chören. Die Musik öffnet Türen in mir, die mir sonst verschlossen bleiben, sie löst so starke Empfindungen aus wie nichts sonst, lässt mich tiefe Freude und Bewegtheit empfinden, aber auch weinen, wenn ich sonst nicht weinen kann. Durch die Musik fühle ich mich Gott wirklich nahe, sie ist für mich eine Brücke zum Glauben. Für mich gibt es nichts Tieferes, nichts, was mich dem näher bringt als die Musik von Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn-Bartholdy. Das war auch damals in der tiefen Krise Mitte 20 so: Die Musik von J.S. Bach hat mich vor schlimmstem bewahrt.

Im Grunde bin ich ein Zweifelnder und Realist, aber tief drin auch in intensiv Suchender, mit dem Wunsch, die eigenen inneren Barrieren überwinden zu können. Und trotzdem ist da ein Funke in mir, der niemals erlischt und stark leuchtet und mich in meinem tiefsten Inneren doch tief glauben lässt.

Ich glaube, ich habe noch nie hier im Forum einen so persönlichen Post verfasst. Aber ich musste das alles niederschreiben - danke fürs Lesen.

30.09.2024 13:45 • x 9 #50


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Glaube und psychische Erkrankung

x 3


D

Dunkelbunte
Gast

Zitat von Katrin88:
hatte gestern das Gefühl, dass meine Grenzen nicht beachtet werden, weil ich ja öfters geschrieben habe, worum es mir in meinem Thread geht

Ja, ich hatte dich von Anfang an verstanden und gesehen, daß andere deine Grenzen bzw deine Zielsetzung mit diesem Thema hier, nicht respektiert haben.

Zitat von Coru:
Genau das geschieht es hier. Aber hier bist du sicher.

Nein. Ich finde den Ton hier im Forum viel krasser, als in meinem real life.
Kann ich persönlich überhaupt nicht bestätigen.

Zitat von Katrin88:
Es geht einfach darum, dass es hier im Forum nicht harmonisch zugeht. Auch werden Menschen von oben herab behandelt. Viele Threads ufern aus mit endlosen Diskussionen. Das sehen auch andere Mitglieder so.

Ich bin schon sehr lange hier und ziehe mich seit einiger Zeit step by step zurück.

Viele hier profilieren sich über ihre vermeintliche Weisheit, glauben, sie hätten den ultimativen Rat aus der Fülle einer großen Lebenserfahrung und hauen es raus, ohne dabei zu sehen, das es eine Grenze überschreitet und das emotionelle Nachempfinden gar nicht vorhanden ist und deshalb der "Rat" per se schon totale Schieflage hat. Man ist so überzeugt von seiner Kompetenz den ultimativen Rat und Durchblick zu haben, das alles andere ignoriert wird.

Bekommt man dann das Stoppschild vor die Nase gesetzt, umgibt man sich mit Arroganz, Überheblichkeit und "du musst halt noch ein bissel auf die Wiese und das Ganze zu begreifen".

Deswegen mein Vorschlag mit dem eigenen Bereich.
Oder Tagebuch. Da dürfen Spielregeln vorgegeben werden.

Wie geht es dir denn jetzt?

10.10.2024 08:36 • x 6 #232


Zum Beitrag im Thema ↓


E
@Katrin88

Vielleicht möchtest du eine Einleitung schreiben, wie und warum dir der Glaube geholfen hat.

x 2 #2


D
Gläubige Menschen sind statistisch gesehen stabiler, können mit Rückschlägen und Niederlagen besser umgehen, bzw. sie besser verkraften.

Insofern ist das durchaus nachvollziehbar und ich kenne es in Teilen auch so.

Warum sollte das polarisieren? Wer nicht glaubt, wird dadurch nicht gläubig und wird auch nicht glauben, dass es eine Änderung bringt.
Wer glaubt, wird auch dabei bleiben.

x 9 #3


Chingachgook
Wenn Dir Dein Glauben geholfen hat, @Katrin88 , ist doch alles okay.
Und wer wollte Dir Deine persönliche Erfahrung absprechen?

Probleme sähe ich nur bei Verallgemeinerungen.

x 12 #4


U
Als ich nach dem Tot meines Vaters nicht mehr schlafen konnte, hatte mir meine Mutter geraten, wenn ich wach liege zu beten. Das habe ich getan, ich bin zwar trotzdem nicht eingeschlafen, wurde aber ein wenig ruhiger und die Angst war nicht mehr so schlimm.

x 9 #5


Katrin88
@illum mir hat der Glaube sehr geholfen als ich Panikattacken hatte. Ich habe oft gebetet und dann kam im Traum mein verstorbener Opa. Er hat mich in den Arm genommen und gesagt, dass alles wieder gut wird. Ein Tag später ging es mir besser.

In Neuseeland war ich in der Kirche und habe dort in der Bibel den Psalm "Der Herr ist mein Hirte" aufgeschlagen. Es war der Beerdigungspsalmen meines Opas. Ich habe nicht nach den Psalmen gesucht, sondern ihn direkt aufgeschlagen nachdem ich eine Kerze für ihn angezündet habe. Ich weiß, dass er immer bei mir ist.

Wenn ich viel bete, dann geht die Anspannung weg

x 12 #6


Sonja77
Ich glaube zwar ein wenig anders
Bin aber sehr gläubig
Ich bete sehr viel aber nicht nur zu Gott sondern hauptsächlich zu meinem Schutzengel
Dieser Engel ist das mächtigste für mich und zu ihr bete ich und danke ihr jeden Tag

Die Geschichte dazu würde den Ramen sprengen und ist sehr persönlich

Ich wollte damit nur sagen das es viele Arten zu glauben gibt und man dafür nicht unbedingt zur Kirche muss

Mir hilft mein Glauben sehr stark
In meinem Leben und damit mit meinen schweren Erkrankungen besser klar zu kommen

x 5 #7


Katrin88
Der HERR ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße
um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl
und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit
werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben
im Hause des HERRN immerdar.

Psalm 23

x 10 #8


E
Zitat von Drkingschultz:
Gläubige Menschen sind statistisch gesehen stabiler, können mit Rückschlägen und Niederlagen besser umgehen, bzw. sie besser verkraften.


Zumindest könnte man annehmen, dass die Spiritualität, die laut Harvard im ältesten Teil des Gehirns (im Hirnstamm/periaquäduktales Grau) "sitzt" eine kritische Funktion für die psychische und physische Regulation des Menschen übernimmt.

Anders lässt sich mMn auch nicht erklären, dass Menschen, die stark genug (an sich) glauben, auch ihr Schmerzempfinden runterfahren können, um nicht nur psychisch, sondern auch physisch widerstandsfähiger zu sein.

x 5 #9


E
Zitat von Katrin88:
mir hat der Glaube sehr geholfen als ich Panikattacken hatte. Ich habe oft gebetet und dann kam im Traum mein verstorbener Opa. Er hat mich in den Arm genommen und gesagt, dass alles wieder gut wird. Ein Tag später ging es mir besser.


Das klingt nach einer sehr schönen Erfahrung und ich kann verstehen, dass dir das die Kraft gegeben hat, stehen zu bleiben.

Zitat von Katrin88:
Wenn ich viel bete, dann geht die Anspannung weg


Das ist einleuchtend. Das Gebet ist durch seine Eigenart wie es abgehalten wird eine Form der Meditation und da dieser Mechanismus seit Äonen beim Menschen funkioniert, ist es verständlich, dass es dir hilft dich zu entspannen.

Religionen haben durch ihre überlieferten Rituale viel sinnvolles für den Menschen erhalten, was ohne sie vllt. schon längst als Wissen verlorengegangen wäre.

x 4 #10


U
Ich habe mich schon immer für germanische Mythologie interessiert und beneide gerade in schwereren Zeiten jene die einen Glauben gefunden haben. Ich kann mir vorstellen, dass dies vieles erleichtert.

Selbst fiel es mir immer schwer zu glauben. Da bin ich wahrscheinlich zu realistisch eingestellt.

Im gesamten Weltgeschehen halte ich Religion für ein überholtes Konzept welches mehr schadet als nutzt, kann aber durchaus den Vorteil für den Einzelnen in Krisensituationen sehen. Belastende Gedanken wie Tot, Endlichkeit, Sinn des Lebens usw. lassen sich damit sehr einfach von den Schultern nehmen.

x 1 #11


Perle
Glaube muss nicht zwingend mit Religion in Verbindung gebracht werden. In welcher Form auch immer, er gibt mir Kraft zum Weitermachen. Letztlich wird daraus der Glaube an mich selbst.

x 9 #12


Cathy79
@Katrin88 wir sind übrigens Namensvetterinnen Smile

Ich bin auch gläubig, gehe aber nicht in die Kirche. Beten tue ich nicht bewusst, ich mache es eher so dass ich innerlich Zwiesprache halte.

Im Moment wo ich wieder einige Baustellen auf einmal habe, fällt es mir allerdings sehr schwer, gebe ich zu.

Ich erinnere mich dann immer an das Gedicht Spuren im Sand. Kennst du das?

x 3 #13


Lerchen
Danke für die Eröffnung dieses schönen Themas @Katrin88.

Für mich spielt der Glaube ebenfalls eine wichtige Rolle. Ich gehe zwar nicht in die Kirche, aber ich bete.

Es ist so, dass ich zu Gott spreche, ihm mein Herz ausschütte und um Hilfe - nicht nur für mich, sondern auch für meine Lieben - bitte.

Vor allem dann, wenn mich mal wieder meine Angst übermahnt und ich mich körperlich und seelisch schwach fühle, hilft mir das Gespräch zu Gott sehr. Ich merke deutlich, wie viel Last ich damit von mir abgebe.
Übrigens ist Psalm 23 ebenfalls einer meiner liebsten.

x 4 #14


U
Bin zwar gläubig, gehe aber auch nicht zur Kirche. Wurde als Kind dazu gezwungen und jetzt mag ich es nicht mehr. Die alten Gebete aus meiner Kindheit helfen mir heute noch.

x 2 #15


M
Zitat von Katrin88:
In Neuseeland war ich in der Kirche und habe dort in der Bibel den Psalm "Der Herr ist mein Hirte" aufgeschlagen. Es war der Beerdigungspsalmen meines Opas. Ich habe nicht nach den Psalmen gesucht, sondern ihn direkt aufgeschlagen nachdem ich eine Kerze für ihn angezündet habe. Ich weiß, dass er immer bei mir ist.

Ich finde, das ist ein sehr schönes Erlebnis.

x 2 #16


D
"Glaube" ist ja sehr weit gefaßt. Man denkt zwar da vorwiegend an Gott, Christentum, aber es kann auch etwas ganz anderes sein, eine höhere Macht, ein Leben nach dem Tod.

Der christliche Glaube muß ja auch nicht zwingend in Verbindung mit der Kirche stehen. Ich bin durchaus gläubig, hadere aber stark mit der katholischen (und auch evangelischen) Kirche.
Ich nehme die beiden großen christlichen Kirchen nicht mehr als Kirchen im eigentlichen Sinne wahr (diese sollten den Menschen Trost, Rat und Hilfe spenden), sondern eher als wirtschaftliche Globalplayer.
Die Einmischung der Kirchen in politische und wirtschaftliche Themen befremdet und ärgert mich.
Wobei sich hier besonders die evangelische Kirche hervortut, die ja fast wie eine Vorfeldorganisation der Grünen agiert.

Ich bin zwar Mitglied der kath. Kirche, glaube aber nicht, dass es für Gott wichtig ist, ob ich der Kirche angehöre und Steuern zahle.

Für mich ist aber Fakt, dass ein starker Glaube die Angst reduziert und die Bereitschaft zur Akzeptanz des Schicksals erhöht.
Ich selber habe das bei meinen Großeltern erlebt, die allesamt sehr gläubig waren und auch zum Schluss keine Angst vor dem Tod hatten.

x 5 #17

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M
Der Glaube ist für mich auch ein zentrales Thema.

Ich möchte nicht ohne sein.

x 3 #18


D
Die großen Kirchen verzeichnen zwar seit Jahren rückläufige Mitgliederzahlen (was sie aber nicht besonder szu stören scheint), aber ich habe den Eindruck, es gibt noch sehr viele Gläubige.

Früher waren alle evangelisch oder katholisch und besuchten regelmäßig den Gottesdienst. Da werden aber auch nicht alle kreuzbrave Christenleut gewesen sein. Aber in entsprechend geprägten Gegenden gehörte es einfach dazu und wer da nicht mitmachte und sonntags nicht in der Kirche war, befand sich schnell im gesellschaftlichen Abseits.

Heute wird nicht mehr in der Kirche gebetet und sicher auch nicht mehr soviel nach auswendig gelernten Formeln, dafür mehr für sich und in freien Worten und Gedanken.

x 3 #19


Sonja77
Wie gesagt mein Glaube ist etwas anders und speziell

Ich interessiere mich jedoch generell sehr für Religionen
Hab die Bibel gelesen und studiert
Ich hab den Koran mehrmals gelesen
Und nun bin ich daran die Thora zu lesen

Das alles aus reinem Interesse

Mein persönlicher Glaube ist wie gesagt mein Schutzengel

x 7 #20


A


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