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Ich bin Steffi, 24, seit 10 Jahren mit meinem Mann zusammen, davon 3 verheiratet.

es läuft nich wirklich rund, einiges ist vorgefallen, ich fühle mich einsam (so bin ich überhaupt erst auf dieses forum gestoßen) und alles ist einfach komisch.

aber ich kann mich nich trennen. obs gewohnheit, angst vorm allein sein, angst vor "konsequenzen" oder sonst was ist, ich weiß es nicht.

ich weiß manchmal sicher, dass eine trennung die einzige möglichkeit für mich wäre wieder richtig glücklich zu werden.

viele bekannte fragen sich für sich, warum ich überhaupt noch bei ihm bin, weil er mich teilweise wie dreck behandelt. ich tue ihnen leid. andere wieder fragten sich warum ich ihn damals überhaupt geheiratet habe.

ich hab auch schon eine therapie wegen depressionen hinter mir. in dieser kam raus, dass ich co abhängig bin. und im prinzip haben wir die ganze zeit anstatt über mich nur über meinen mann und meine ehe geredet. das ende vom lied ist eben (so direkt hat sies net gesagt) ich muss mich trennen.

warum muss dass so schwer sein? warum kann ich mich nicht trennen? ich versteh mich selber nciht

29.07.2010 20:53 • 15.02.2011 #1


39 Antworten ↓


Habt Ihr Kinder?
Welche Co-Abhängigkeit meint Deine Therapeutin?

29.07.2010 22:09 • #2


keine Kinder, nur jede menge tiere leider. die meisten auf seinen mist gewachsen.

mein mann ist Alk., er selber sieht das natürlich nicht so...

in fdiesem zusammenhang hat sie von co abhängigkeit gesprochen.

30.07.2010 06:18 • #3


ich kann dich sehr gut verstehen. ich bin auch mit einem mann zusammen, von dem ich mich trennen wollte, es nach langem langem hadern endlcih geschafft habe, mich zu scheiden, mich aber im endeffekt nicht trennen konnte. wir waren nur zwei jahre auseinander, dann bin ich wieder zu ihm zurück. aus freien stücken sozusagen: ich wollte es so, es kam von mir. mittlerweile sind wir seit fast einem jahr wieder ein paar und es läuft so lala. ich bin nicht sicher, ob es die richtige entscheidung war.

ich finde, wenn man ein unstimmiges gefühl hat, da ist es meist besser sich zu trennen. in deinem fall spielt ja noch der Alk. eine rolle und das ist wirklich schlimm. du bist noch so jung! das ganze leben liegt noch vor dir! stell dir nur vor, wie viele schöne dinge du noch erleben kannst!

du hast es nicht verdient, dich schlecht behandeln zu lassen. es wäre schade, wenn du dir in 10, 20 jahren eingestehen müsstest, deine jugend, deine kraft so sinnlos verbraucht zu haben,

ich wünsch dir viel mut die richtige entscheidung (die du wahrscheinlich bereits gefällt hast) auch umzusetzten.

alles liebe

03.08.2010 23:54 • #4


Silvermoon
Guten Morgen,

bin im Moment in einer ähnlichen Situation.
Merke, dass es mir in meiner Ehe nicht gut geht und trotzdem schaffe ich es nicht, den endgültigen Schritt zu gehen.
Wenn ich mir vorstelle, diesen Schritt gegangen zu sein, habe ich im ersten Moment, ein absolutes Befreiungs-/Freiheitsgefühl, ein gutes Gefühl. Dann kommt aber sofort der Gedanke, dann bin ich irgendwann vielleicht ganz alleine...
Und schon verlässt mich wieder mein Mut

Habe auch gestern im Gespräch mit meiner Therapeutin festgestellt, dass es wirklich besser wäre, mich zu trennen...
Einfacher gesagt, als getan.
Warum hält man das einfach aus und quält sich freiwillig??
Anstatt sich an den Spruch "Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende" zu halten..
Manno

04.08.2010 06:25 • #5


eisblume44
hallo zusammen,

ich kenne diese gedanken auch, und hatte nicht den mut zur trnnung...
mein ex- mann war kein Alk., aber ein notorischer fremdgänger und ich weis nicht was davon nun besser oder scchlechter ist...
na ja jedenfalls kam es so das, ich mir immer gewünscht hatte frei zu sein.....denn heute weiss ich das er mit seinem verhalten nicht unschuldig ist, das ich heute unter depris und angsterkrankungen leide.
denn ich sage mal so, EINSAM seit ihr trotzdem in eurer ehe...nur mit dem unterschied das ihr nicht ALLEIN seit da sitzt halt jemand mit im raum, oder liegt im bett !
nach der trennung ging es mir super und ich fühlte mich befreit, hatte mit meinen kindern ein neues leben angefangen...klar gab es auch momente wo man einsam war nur die vergingen schnell...ich Konnte weg tenzen gehen, kino, bars usw.......heute schaffe ich es nicht mal zum briefkasten bin lange allein nun, habe keinen partner momentan...das denke ich ist auch der grund für meine panik im moment...

ich denke, einfach lieber allein sein neue aufgaben haben, als sich so demütigen zulassen !!

ach ja ich möchte mich meiner vorrednerin anschließen....KEINER hat es mötig sich wie dreck zu behnadeln lassen !!

09.08.2010 19:40 • #6


Wenn es doch nur einfacher wäre.........

Auch ich befinde mich in dieser Situation und bin unfähig mein leben in die Hand zu nehmen und zu gehen.
Schon lange besteht meine Ehe nur noch auf dem Papier. Schon längst hätte ich meine Sachen packen müssen und gehen........
Stehe ich sonst mit beiden Beinen im Leben, meistere meinen Alltag, meinen Beruf, meine Angst, so verlässt mich hier jeglicher Mut.

Warum ist das so
Ist es wirklich die Angst plötzlich allein zu sein? Sind wir aber nicht auch jetzt schon allein?

So viele Fragen auf die ich keine Antworten weiß

Ich grüße alle, denen es genauso ergeht.........

12.08.2010 07:57 • x 1 #7


eisblume44
@ allegra
...es ist nie einfach, eine entscheidung zu treffen...oder sich zu trennen von etwas was man seit langem gewohnt ist !
ich war über 15 jahre verheiratet, habe nie allein gelebt und doch musste ich es tun....
bei mir war es so das ich immer mehr ängste dazu bekam, weil ich einfach immer unglücklicher wurde....
ganz klasse finde ich das du dein leben meisterst, dein beruf hast und deine angst im griff hast........das sind dinge die ich nicht habe !

bei mir war es die angst vor dem allein sein, mit zwei kindern neu anzufangen.......hinterher wurde mir bewusst das ich schon lange allein war in meiner ehe !

liebe grüße
eisblume

12.08.2010 14:35 • #8


wisst ihr, was ich mich frage ( auch ich habe einen Mann, der mich mit Müll verwechselt), wer gibt diesen Menschen das Recht andere so zu behandeln.

Die Stärke um Loszukommen muß man sich mühsam erarbeiten, ich bin selber gerade dabei. Und ich glaube das Kinder z.B. einem da viel Kraft geben, denn auch für die Kids sollte man es tun.

Alles, alles Gute an die die einen Mann haben, der sie nicht zu schätzen weiß

12.08.2010 17:31 • x 1 #9


eisblume44
@ horsewoman

diese frage habe ich mir auch immer gestellt und konnte mir nie eine antwort geben....ich weiß nur das keiner das recht hat einen anderen menschen so zubehandeln, auch wenn ich mal ungerecht werde zu meinen mitmenschen ist das nicht gut....aber ich bin bestimmt nicht respektlos !
bei männern die so sind denke ich immer sie haben den respekt verloren, und denken sie dürfen uns so behandeln...

ja kinder können einen da schon die kraft geben, aber man muss auch die kraft haben, sie auf zu fangen....war für mich persönlich ein ganz schöner spagat war, aber irgendwie ging es !

alles liebe und viel kraft für dein loslassprozes
eisblume

12.08.2010 19:16 • #10


Wenn wir uns freiwillig solchen Situationen aussetzen, liegt das Problem nicht bei den Anderen, sondern bei uns selbst.

Eine Opferrolle kann auch etwas "wunderbares" sein, weil man der ganzen Welt und sich selbst einen Schuldigen dafür präsentieren kann, dass man unfähig ist selbstständig durchs Leben zu gehen und eigene Aufgaben, an denen man reift (reifen würde), zu lösen.

12.08.2010 19:28 • #11


Hallo vent,

deine Sicht der Situation kann ich so nicht teilen.

Ich selbst lebe in einer solchen Situation und KEIN Außenstehender weiß davon
Nie würde ich damit hausieren gehen und anderen davon erzählen.
Ich brauche es nicht, von anderen dafür bemitleidet zu werden, oder ihn öffentlich anzupragnern. Das halte ich für billiges Verhalten.

Auch weiß ich um meine eigenen Fehler in der Beziehung und schreibe nicht alles meinem Mann auf die Fahne. Das wäre zu einfach. Daher ist er auch vor mir selbst nicht der allein Schuldige (sofern man hier überhaupt von Schuld sprechen kann )

Ich denke, diejenigen die gegangen sind, haben eine langen Weg hinter sich. Haben viel ausprobiert, haben versucht zu retten...........
Doch manchmal geht es eben nicht, manchmal passen zwei Menschen eben einfach nicht zusammen.

Und ich sehe nicht, dass wir uns hier in einer "Opferrolle " befinden.
Ich finde es legitim in einer Ehe / Beziehung alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Nicht einfach alles hinschmeißen und gehen.

allegra

13.08.2010 08:48 • #12


@ horsewoman,

keiner hat es verdient so behandelt zu werden

Zum Glück ist das in meiner Ehe nicht so. Bei uns ist das Schweigen eben das Hauptproblem.

Wenn ich fragen darf, wie äußert sich das denn, dieses wie "Müll" behandelt zu werden?

Sicher, Kinder sind wahre Künstler darin Kraft zu geben. Einen auf andere Gedanken zu brinegne, zum lachen zu bringen..........
Doch muss man unbedingt aufpassen sie nicht da mit rein zu ziehen. Sie haben unserern besonderen Schutz (je nach dem wie alt sie sind!) verdient.
Ältere Kinder dürfen nicht als Partnerersatz dienen. Sie sind und bleiben Kinder! Das ist unsere Pflicht daran zu denken!
Aber sicher ist auch, dass es für Kinder möglicherweise besser ist sich zu trennen, denn sie profitieren mehr von einer glücklichen Mutter, als von einer Mama, die nur unglücklich ist.

Manchmal, wenn es mir nicht so gut geht, beneide ich schon mal die Frauen, die diesen Weg bereits gegangen sind und nun allein leben.

Manchmal überlege ich aber auch, ob es nicht doch noch meine Hoffnung auf bessere Zeiten ist, die mich zurück hält?
Was auch immer es ist, wie auch immer wir uns entscheiden, ich hoffe, es ist für uns alle gut

allegra

13.08.2010 08:59 • #13


Zitat von vent:
... weil man der ganzen Welt und sich selbst...

Zitat von allegra:
Ich selbst lebe in einer solchen Situation und KEIN Außenstehender weiß davon

Ich habe mich nicht auf deine Beiträge, die ich nicht kenne, sondern auf den Ausgangsbeitrag bezogen. Über deine familiäre Situation weiß ich nichts. Da du aber so vehement Partei ergreifst, wird es wohl bei dir ein ähnliches Leiden sein -

DU bist ja da, du nimmst es wahr, und du selbst und nicht "die Anderen" hast eine Angsterkrankung. Wenn Panik nur die Symptomatik ist, was ist die Krankheit und was die Ursache dafür? Ich kann dir aus Ergfahrung bestätigen, dass Menschen, die mit sich selbst (und den Anderen) im Reinen leben und sich von niemandem schlecht behandeln lassen i. d. R. auch psychisch stabil sind.

13.08.2010 14:30 • #14


Zitat von allegra:
Und ich sehe nicht, dass wir uns hier in einer "Opferrolle " befinden.

Vielleicht verstehst du einfach nur den Begriff nicht. Sich als Opfer zu fühlen bedeutet einen Anderen zu beschuldigen, dass er uns etwas unrechtes antut. Und genau das tust du hier:
Zitat von allegra:
@ horsewoman,

keiner hat es verdient so behandelt zu werden

13.08.2010 14:36 • #15


Zitat von allegra:
Ich finde es legitim in einer Ehe / Beziehung alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Nicht einfach alles hinschmeißen und gehen.

Zitat von allegra:
Manchmal, wenn es mir nicht so gut geht, beneide ich schon mal die Frauen, die diesen Weg bereits gegangen sind und nun allein leben.

Vielleicht hast du einfach nur Angst, dass du dann, wenn du alleine lebst, die Frauen beneiden musst, die in der Partnerschaft leben.

Zitat von allegra:
Manchmal überlege ich aber auch, ob es nicht doch noch meine Hoffnung auf bessere Zeiten ist, die mich zurück hält?

Ja - es ist nun mal so, dass wer die Gegenwart verdammt und abwertet, damit gleichzeitig auch sich selbst herabsetzt - und das macht Angst, und das ist die Last, die die Zukunft noch schwieriger macht.

13.08.2010 14:43 • #16


andrea66
Zitat von Engelchen1017:
keine Kinder, nur jede menge tiere leider. die meisten auf seinen mist gewachsen.

mein mann ist Alk., er selber sieht das natürlich nicht so...

in fdiesem zusammenhang hat sie von co abhängigkeit gesprochen.


Weißt du was.. Du fühlst dich verantwortlich stimmts? Oder ist es vielleicht so das du angst hast alleine zu sein? Lieber so ein Schlimmes Leben mit einem Schlechten Mann und unglücklich sein als alleine und Glücklich. Kannst du nicht gut alleine sein.
du mußt dir klar werden. Glücklich wirst du nur alleine ohne diesen Ballast(sorry die Ausdrucksweise)
Finde den Absprung sonst geht es so weiter wie bisher, dafür gebe ich dir Brief und siegel...
Wünsche dir das du den Absprung findest

13.08.2010 14:49 • #17


@ vent,

nein, natürlich kannst du dich nicht auf meine Situation beziehen. Das solltest du auch nicht. Hier ging es um horsewoman, nicht um mich.
wenn ich natürlich auch Situationen aus meinem eigenen Leben beigeteuert habe.

Was "Opferrolle" bedeutet, ist mir sehr wohl klar. Doch glaube ich nicht, das wir uns als Opfer sehen bzw. sehen sollten, denn die sind wir nicht.
Ganz im Gegenteil, ich denke wir sind schon starke Persönlichkeiten. Nur schmeißen wir nicht gleuich die Flinte ins Korn, sondern suchen nach Möglichkeiten, wie man eine Beziehung retten kann. Wo da für jeden einzelnen das Maß des erträglichen liegt, scheint sehr unterschiedlich zu sein.

Ich schätze hier wurde lediglich eine Plattform zum Austausch gesucht, jemand in ähnlicher Situation, da man sich dort auch mal "ausk..." darf
In realen Situationen , mit Freunden, hält man doch schon mal das ein oder andere zurück........

Und um ehrlich zu sein, finde ich es schade, wire leichtfertig manchmal Beziehungen so aufgegeben werden. So nach dem Motto "der Nächste bitte!"
ich bin nicht dafür sich zu quälen, wenn es nicht mehr geht, geht es nicht, dann ist Absprung sicher die richtige Variante, aber nach Möglichkeiten zum Erhalt der Beziehung zu suchen ist genauso legitim.

Gruß
allegra

14.08.2010 15:26 • #18


Silvermoon
Hallo zusammen,

die Angst sich zu trennen hat sich erledigt, denn er ist heute ausgezogen!!

Von sich aus... nach einem Streit... Klamotten schon mitgenommen...

Tja....

14.08.2010 16:16 • #19


oh man Silvermoon....das tut mir leid für Dich
aber ein Ende bedeutet auch immer ein neuer Anfang....


lass Dich nicht unterkriegen


lg.Eva

14.08.2010 16:20 • #20




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