Es läuft eigentlich jedes mal gleich ab.
Am Anfang die Euphorie; es ist Liebe! Nicht länger als eine Woche, dann die ersten Zweifel. Ich schaffe es meistens, sie abzulegen. Die zweite Woche - Welle von Unsicherheit. Die dritte/vierte Woche ziemlich "normal", wenn man das so sagen kann. Danach geht es meistens steil bergab. Ich verliere sehr schnell das Gefühl, welches vorher wirklich lange -vor dem zusammenkommen- schon bestand. Es ist mit einem mal weg und ich komme mir nur noch eingeengt vor, will mich nicht mehr treffen - nicht einmal ein einziges mal in der woche - und weise ihn ab. Mir wird alles unangenehm, wenn nicht sogar peinlich. Ich ziehe mich selbst runter, immer mit dem Gedanken, dass ich nicht gut genug bin. Ich kann mich selbst nicht lieben, selbst, wenn mir dieser jemand sagt, was ich für eine wunderbare Person bin. Ich stoße mich sozusagen selbst ab.
Ich weiß nicht, was ich dagegen tun soll. es ist jedes mal schrecklich, jedes mal aufs neue und ich habe jedes mal etwas mehr Angst davor, weil ich niemanden verletzen will und es am Ende doch tue.

05.02.2009 22:53 • 24.05.2009 #1


7 Antworten ↓


Hallo Katuschka,

Zitat von Katuschka:
Ich ziehe mich selbst runter, immer mit dem Gedanken, dass ich nicht gut genug bin. Ich kann mich selbst nicht lieben, selbst, wenn mir dieser jemand sagt, was ich für eine wunderbare Person bin. Ich stoße mich sozusagen selbst ab.


Und Du hast dabei sicher erkannt, dass das der falsche Weg ist. Ich bin mir nicht sicher, ob es wichtig ist, woher der Gedanke kommt, dass Du Dich für nicht gut genug hältst. Vielleicht nur dafür, damit Du es für Dich nachvollziehen kannst.

Zitat von Katuschka:

Ich weiß nicht, was ich dagegen tun soll. es ist jedes mal schrecklich, jedes mal aufs neue und ich habe jedes mal etwas mehr Angst davor, weil ich niemanden verletzen will und es am Ende doch tue.


Eigenliebe, Eigenliebe, Eigenliebe.

http://www.angst-auskunft.de/Selbstwert ... essern.htm

Liebe Grüße
bollywood

06.02.2009 07:07 • #2


Danke bollywood!
Ich weiß eigentlich ganz genau, dass das falsch ist. Ich würde es gern besser tun, immerhin weiß ich es auch besser. Mir fehlt nur einfach dieses Gefühl dafür, es ist, als würde kein gefühl dafür existieren, zumindest nicht in mir.

Ich lese mir die Seite mal durch..

07.02.2009 16:13 • #3


Gern Katuschka.

Du kannst es lernen und Du kannst es finden, dieses Gefühl.

Drück Dich
bollywood

07.02.2009 18:23 • #4


Hallo Katuschka,
ich habe deinen Beitrag mehrmals gelesen und finde mich in manchen ausführungen wieder.Habe auch nach Wochen in einer Beziehung manchmal das Gefühl oder den Zweifel ob es die richtige Beziehung ist .Auch wenn ich die Partnerin sehr mag und wir das Gefühl haben für einander da zu sein , habe ich doch mit unter zweifel.Leider war ich schon 2 mal verh.. das erste mal waren es 19 Jahre habe aus dieser Ehe auch 2 Söhne 34 und 29j ich selbst bin jetzt 55j und habe nach den Ehen einige Beziehungen gehabt. Muß aber auch gestehen das ich mich immer noch dabei ertappe mit der Frage warum war ich nur so Blöd und habe meine Familie verlassen hatten keinen Stress mit einander war unter der Gürtelliinie gesteuert ,weis nur eins würde eine Familie wegen einer anderen Frau nicht wieder verlassen doch ist die Zeit abgelaufen um es besser zu machen.Habe nun seit einem Jahr eine Wochenend beziehung wir verstehen uns gut und es läuft eigentlich super doch kommen meine Zweifel hin und wieder durch und dann ergeht es mir wie dir man zieht sich runter man zweifelt ob man seiner Partnerinn genug bieten kann .Nur an eins verschwende ich keinen Gedanken bin ich gut genug. Jeder Mensch hat seine eigenen Werte jeder hat etwas wo er besonders gut ist was andere nicht so können, du solltest dich selbst nicht unterschätzen sei ruhig ein wenig von dir eingenommen lass es geschehen versuche die Zweifel zu verdränegen und Genieße wenn du geliebt wirst .
ganz liebe Grüße
Peter

18.05.2009 19:06 • #5


Hallo Katuschka,

ich kenne das Problem auch, schlecht Liebe annehmen zu können. Und ich kann nur unterschreiben, was hier schon geschrieben wurde. Es hat NUR mit der Selbstliebe zu tun, die uns fehlt. Und die kann man sicherlich nur in sich selbst und durch die Beschäftigung mit sich selbst finden bzw. erlernen.

Da ist mit Sicherheit ein anstrengender Selbstfindungsprozess nötig, der viel Arbeit, Mut und zunächst einmal auch Bescheidenheit und Zurückhaltung erfordert. Aber ich denke, es lohnt sich...

Liebe Grüße
Sternenvogel

20.05.2009 17:47 • #6


Hallo Katuschka,

was Du schreibst, kommt mir nur allzu bekommt vor. Und ein "Heilmittel" dagegen konnte ich bisher leider auch noch nicht finden. So bald es auch nur den Anschein hat es könnte ein bisschen Ernster werden oder jemand sagt mir "Ich habe Dich gern" ist es eigentlich schon aus und ich stehe kurz vor einer Panik Attacke. Vor allem weil ich mir dann auch immer einrede, dass ich niemanden brauche und allein ganz gut klar komme, weil ich ja meine Freiheit brauche. Aber Tatsache ist, dass es mir alleine eben auch nicht gut geht - auf die Dauer gesehen.
Ich habe mir sagen lassen, dass solche Probleme wohl meistens schon aus unserer Kindheit kommen - und dabei ist es bei weitem nicht notwendig, dass man als Kind geschlagen worden ist, oder schlimmeres. Die Frage ist nur, wie geht man damit um und wie wird man solche Bindungsängste los? Ich bin schon etwas erleichtert, dass ich mit diesem Problem nicht alleine bin.

22.05.2009 17:30 • #7


Meli77de
Hallo zusammen,

ja, genau das Problem habe ich in meiner aktuellen Beziehung auch. Als am Anfang noch alles locker flockig war, war alles okey. Als ich aber das Gefühl hatte, dass ER mich wirklich mag, mir das auch noch sagte etc. bekam ich Engegefühle. Zu meinem Ex habe ich noch sehr guten Kontakt und selbst da frage ich mich: warum ist er noch so gut zu mir? Ich habe ihn doch sitzenlassen....
Und bei meinem derzeitigen Freund auch. Ich habe Macken und frage mich, warum mag er mich überhaupt??
Ich befürchte, das kommt tatsächlich aus der Kindheit. Ich hatte eine sehr gute Kindheit, nie auch nur eine Ohrfeige bekommen, viel bekommen etc. ABER: für Anerkennung, Liebe etc. musste ich - glaube ich - viel bringen. Zum Beispiel: gutes Zeugnis = Lob und Anerkennung. Probleme = Ablehnung und die Ansage, ich soll mich mal was zusammenreißen. Auch heute noch müsste ich ein Überding bringen, damit ich Anerkennung bekomme. Das ärgert mich manchmal echt. Zuletzt leider so sehr, dass ich einfach mit dem Auto "abgehauen" bin. Ich dachte, ich flippe aus. Als ich dann nachher auf einem Parkplatz stand und nachdachte, kam mir der Gedanke, dass bei mir meine Probleme irgendwo in der Kindheit entstanden sind.

Wie soll das denn aufzuarbeiten sein? Alleine die Erkenntnis reicht nicht, die Muster möchte ich auch irgendwann mal langsam auflösen.

@bollywood: das Thema Eigenliebe, Eigenliebe, Eigenliebe habe ich mir durchgelesen und habe damit bekommen, das ein oder andere umzusetzen. Zum Beispiel sage ich mir jetzt immer, wenn ich irgendwo in den Spiegel sehe: ich mag Dich. ich mag mich. Klingt albern , aber ein Versuch ists wert.

24.05.2009 18:19 • #8




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