Du hast halt eine Einheit mit deinem Partner gebildet - mehr oder weniger Intensiv. Damit meine ich mehr oder weniger "Ich-Zeit", Interessen/Hobbies/Aktivitäten
ohne den Partner gehabt.
Man verlernt gerne in einer Partnerschaft sich seiner selbst bewusst zu sein, was einen ausmacht und sich ohne andere zu erleben. Ich-Zeit halte ich für wichtig. Mir ist bewusst das eine Partnerschaft was "gemeinsames" ist, jedoch binich der Meinung das man besser "zwei" sein kann, wenn man gut "eins" sein kann.
Wie jeder das mit den Kontakten hält ist individuell. Die einen haben das Bedürfnis nach mehr wirklichen Freunden, andere nach wenigen bis gar keinen. Letzten Endes läuft es wieder auf die Frage hinaus "Was will ich und was will ich nicht?"
Es bei dir zu hinterfragen was Du für ein Typ Mensch bist, was Kontakte angeht, halte ich für gut. In dem Moment weißt Du wo Du gerade stehst und kannst dir Ziele setzen, wenn Du etwas verändern willst.
Dich selbst leben, bedeutet auch zu wissen wer man ist, was einen ausmacht, seinen Zielen nachzugehen und seine Wünsche zu kennen und sie versuchen sie zu erfüllen.
Das fängt bei so kleinen Dingen an wie morgens vor dem Spiegel. Ist es "ich kenn dich zwar nicht, aber waschen tue ich dich trotzdem" oder nimm man sich bewusst wahr?. Was und wie möchte ich zum Frühstück? Woran habe ich Freude?
Aber auch so Dinge wie "ich möchte die Socken am Deckenventilator trocknen"
Ich-sein bedeutet, unter anderem, Freude ohne andere erleben zu können.