In einer Partnerschaft ist es sehr wichtig, dass man mit einander über die Dinge rede, die einem wichtig sind. Dass er dir nicht die Möglichkeit gibt, ist sehr schade - nur zwingen kannst du ihn ja nicht.
Gibt es in deiner Stadt keine Mutter-Kind-Treffen? Erkundige dich doch mal. Vielleicht ist da ja eine Mutti bei, die sich vielleicht auch mal so mit dir treffen könnte.
Es ist auf jeden Fall nicht gut, dass du nur ihn als Gesprächspartner hast.
Wenn er das nächste mal sagt,:"Ich liebe dich nicht mehr!", dann antworte doch mal,: "Das sagst du ja nur, weil du wieder frustriert bist!" Egal, was er danach sagt, geh nicht darauf ein. Bei Gelegenheit kannst du auch mal zu ihm sagen,: "Du willst doch, dass ich dich ernst nehme, oder? Dann entscheid dich mal endlich, ob du mich liebst oder nicht - Ich habe kein Interesse daran mir so ein hin und her von dir anzuhören!" Bleib dabei ganz gelassen, so, als würden seine Worte dich gar nicht berühren. - Er soll natürlich merken, dass du verärgert bist, - aber werde nicht wütend oder beleidigend und wirke nicht zu verletzt.
Wenn Frauen kaum soziale Kontakte haben, hat es ein Mann immer sehr leicht sie zu demütigen, oder sie zu verletzen. Manchmal wollen sie das gar nicht wirklich, sind eher tatsächlich frustriert und lassen ihre schlechte Laune an der Partnerin aus. - Manche verlieren im Laufe der Zeit auch ihren Respekt vor der Partnerin und denken, sie können es ja mit ihr machen.
Dem musst du einen Riegel vorschieben. - Sag ruhig mal,: "So redest du nicht mit mir!" Dann gehst du aus der Streitsituation einfach raus.
Wenn mich einer blöd anmacht, dann reagiere ich so, - ob es mein Ex ist, mein Freund (naja, der macht das zum Glück nicht), meine Kinder, oder die Kollegin, oder der Chef... z.B. hat der Chef mal im Vorbeigehen abfällige Worte mir und meiner Kollegin gegenüber geäußert. Meine Kollegin guckte mich ganz verdattert an und war total geschockt. Ich hab alles stehen und liegen lassen und bin dem Chef nachgegangen und habe ihn zur Rede gestellt. Ich habe ganz deutlich gesagt,: "Es kommt gar nicht in Frage, dass Sie sich mir so gegenüber benehmen! Das will ich hier nicht noch mal haben!" Er meinte dann auch, er habe das gar nicht so gemeint und wäre zur Zeit sehr frustriert. Da habe ich ihm gesagt, das könnte ja auch gut sein, dass er frustriert ist, aber mit seinem Frust habe ich nichts zu tun und er habe ihn nicht an mir oder meiner Kollegin auszulassen. Ich habe mir anschließend seinen Kummer angehört, Verständnis gezeigt und Lösungen mit ihm gesucht. Seitdem ist er immer freundlich gewesen, - auch zu meiner Kollegin. - Im Grunde ist er wirklich ein anständiger Kerl.
Man muss natürlich keinen Streit provozieren - und es tut sicherlich weh, wenn man Themen, die in einem brennen nicht ansprechen darf, weil sie zum Streit führen könnten. Im Grunde lässt dein Mann dich im Stich, lässt dich mit deiner Trauer allein. Allerdings kann sein Frust auch in einem Schuldgefühl begründet sein - Das weiß man ja nicht.
Kannst du dir nicht die Möglichkeit verschaffen, deine Tochter zu treffen? Warum musst du sie vermissen? Kannst du ihr ansonsten Briefe schreiben? Familiengeschichten laufen nicht immer gerade und bei so engen Kontakten gibt es immer irgendwie Reibungspunkte und Krachmomente. Das wird deine Tochter auch verstehen lernen. Und manchmal ist es gut, wenn man die Möglichkeit wie sie nutzt, Abstand zu gewinnen.
Uns darfst du hier alles erzählen, was dich bedrückt. - und vielleicht hilft es dir ein wenig deine Gedanken zu sortieren und deinen Kummer los zu werden.