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Beziehung am Scheideweg

201803.01




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Hallo zusammen, ich bin nun bereits seit bisschen mehr als einem Jahr mit meiner Freundin zusammen. Am Anfang war es auch sehr schön wieder nach fünf Jahren Single da sein wieder jemanden zu haben und es hat sich auch sehr richtig angefühlt. Ich war sehr glücklich. Das waren dann aber auch die ersten paar Monate. Leider ist meine Freundin noch nie mit meiner Art zurecht bekommen. Ich bin ein sehr friedliebender Typ Mensch, der nicht gerne streitet und lieber auch mal runter schluckt als voll in die Bresche zu springen. Meine Freundin ist leider das komplette gegenteil davon. Sie sucht streit und sieht dass "Runterschlucken" als schwäche an. Des weiteren bin ich immer sehr interessiert gewesen was sie macht und wie ihr Tag war und wie es ihr geht und was es neues gibt. Das hat sie leider auch gestört. Sie hatte immer Vorstellungen an mich wie ich sein sollte. Aber leider bin ich dass nicht. Nun habe ich mich so berändert wie sie es haben wollte - aber ich bin mir dadurch untreu geworden. Und ich gefalle ihr auch nicht mehr wie ich mich geändert habe weil ich gleichgültiger geworden bin und nicht mehr so viel nachfrage wie am Anfang.

Wir streiten uns nun schon seit bestimmt drei Monaten nur noch. Sie nörgelt bei jeder Kleinigkeit an mir rum und weis alles besser. Ich komm mir langsam vor wie wenn ich nicht ihr Freund wäre sondern ihr kleiner Sohn. Dadurch habe ich mich immer mehr zurück gezogen.

Mich verunsichert dass alles total. Ich zweifel an mir und meinen Werten. Ich habe mir seit meiner Angststörung und meiner halbwegs überstandene Depression hart wieder ein Selbstvertrauen erarbeitet und dass schwindet gerade langsam aber sicher. Meine Freundin macht meine Depression dafür verantwortlich - deswegen haben wir gerade eine Beziehungspause. Sie will mich erst wieder sehen wenn ich bei meiner Therapeutin war und wieder "repariert" bin.

Meine Freunde und Familie sagen dass sie mir nicht gut tut und mich runter zieht - das weis ich zum teil auch selber. Allerdings liebe ich sie und sie tut mir auch leid.
Die Vernunft sagt: geh Das Herz sagt: bleib.

Ich bin total hin und her gerissen und weis nicht mehr weiter. Mich zieht dass alles gerade komplett runter. Ich weis einfach nicht mehr weiter :(

Hat mir jemand einen Tipp oder war bereits in einer ähnlichen Situation?


Danke schon mal für eure Antworten!

Auf das Thema antworten


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850xx / BY
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  04.01.2018 00:14  
In Kurzform & aus eigener Erfahrung: diesen Scheixx würde ich mir nicht länger antun. Du wirst dabei nur unglücklich.
Wenn ich das schon lese...

R6Biker hat geschrieben:
Meine Freundin macht meine Depression dafür verantwortlich - deswegen haben wir gerade eine Beziehungspause. Sie will mich erst wieder sehen wenn ich bei meiner Therapeutin war und wieder "repariert" bin.


... da gruselt´s mich aber gewaltig. Eine Beziehung nur für gute Tage, oder wie? :stirn

Danke1xDanke


  04.01.2018 00:18  
... sowas kann man 1 Jahr mitmachen oder 10 Jahre je nachdem wie lange man braucht um zu verstehen das es so nicht klappt - bei letzterem bleiben von Dir allerdings mehr Fragmente übrig.

Wieso tut sie Dir leid?

Falls Ihr Euch tatsächlich auf einer neuen Ebene zusammen findet wäre das natürlich toll!



  04.01.2018 00:27  
Ihr habt Euch anfangs durch die starke Gegensätzlichkeit angezogen und die mehrmonatige erste, Verliebtheitsphase hat die Gefühle deshalb noch intensiver gemacht.
Gegensätze in einer Beziehung gibt es immer, aber je weniger desto besser auf Dauer. Die Spannungen treten nämlich immer mehr in den Vordergrund und werden
nachdem die Hormone naturgemäß nicht mehr so stark sprudeln, nach und nach von lästig bis unerträglich. Anscheinend gibt es in Eurer Beziehung nun kein weiteres
positives Entwicklungspotiental und das Negative ist vollends in den Vordergrund getreten. Wer depressiv ist, ist zudem noch so empfindlich, daß er alles doppelt falsch
in den Hals bekommt. Ich habe für mich gelernt, daß man mit einer behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankung, besser keine Beziehung führt, denn der gesündere
Partner bekommt damit eine Belastung aufgebrummt, die keiner auf Dauer tragen will. Außer er ist masochistisch veranlagt, aber das ist dann wieder krank für sich.



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Status: Online online
  04.01.2018 00:45  
Bei deinem Text frage ich mich eines: Wo hast du deinen Selbstwert gelassen? Du schreibst, sie täte dir leid. Wofür? Tust du ihr auch leid?
Weiters schreibst du, dass du die sie liebst. Du liebst es also
- dominiert zu werden
- Befehlsempfänger zu sein
- das sie vor dir keinen Respekt hat
- dich beleidigt
- dich in Depressionen treibt
- nörgelt
- du dich in ihrer Gegenwart wie ihr kleiner Sohn fühlst
- das sie mit deiner Art nicht zurechtkommt
- das ihr seit fast 3 Monaten nur noch streitet

Das alles ist sie auch und wenn du das alles liebst dann ist ja alles in bester Ordnung. Solange das Liebesgefühl und Mitleid überwiegt wirst du auch keinen Handlungsbedarf sehen. Da können dir Außenstehende raten was sie möchten. Deine Familie und Freunde haben es bereits vorgemacht. Wenn diese Mensche, die dich sehr gut kennen, bei dir nicht durchdringen und ein Umdenken bewegen was können dir dann Fremde erzählen was du nicht längst selbst weißt?

Danke2xDanke




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  31.01.2018 22:40  
Kurzes Update von mir. Ich bin wieder Single. Sie hat sich vor zwei Wochen von mir getrennt.



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  02.02.2018 01:45  
Ich glaube, dass wird für dich besser sein. Wie sie mit dir und deiner Krankheit umgegangen ist, verschlägt mir echt die Sprache. Versuch dein Leben zu genießen auch ohne sie :)

Danke1xDanke

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