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CosmicPancake

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Meine Frau macht mir wieder Vorwürfe, dass unter meiner Angststörung die ganze Familie leiden würde und ich das mit mir selbst ausmachen soll. Es würde immer nur um mich gehen und alle müssten immer Rücksicht nehmen. Außerdem sei es schlecht für unser Kind, dass es oft mitbekommt, wenn ich Angst habe.
Ja meine Güte, ich habe es mir halt nicht ausgesucht. Kennt das jemand? Grundsätzlich verstehe ich, dass das doof ist für mein Umfeld, aber mich jetzt auszugrenzen kann doch auch nicht richtig sein. Ich schaffe den Alltag sehr gut wie ich finde, kann aber selten bis nie meine Angst verstecken. Ein nicht ängstlicher Mensch werde ich einfach nie sein.
Das alles stresst mich noch mehr und ich brauche dringend Hilfe, wie ich damit gut umgehen kann.

04.08.2026 x 6 #1


186 Antworten ↓
Sonja77

Sonja77
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Lieber TE
Ich habe nur eine einzige Frage an dich
Wieso um alles in der Welt rechtfertigst du dich so dermaßen mit Händen und Füßen?
Das musst du in einem Anonymen Forum ganz sicher nicht und ist auch nicht der Sinn der Sache

Du hast deinen Standpunkt klar und deutlich ausgedrückt Punkt

Es wird immer Menschen geben die den nicht gut finden,das ist das Leben und wo viele Menschen sind da sind auch viele Meinungen
Aber rechtfertigen muss sich in meinen Augen in so einem Forum niemand

Egal was man macht
Egal wie man es macht
Egal ob man es geschafft hat
Egal ob man noch mitten drin steckt
Egal ob man Medis nimmt oder eben keine nehmen will

Es wird immer Menschen geben die gegen einen sind immer und bei jedem egal was man wie macht

Also entweder du stehst dazu das du deinen Entschluss getroffen hast und rechtfertigst dich nicht mehr dauernd

Oder dann lässt du dich von den Meinungen der anderen mitreißen und machst was von dir verlangt wird

Ich wünsche dir in jedem Fall alles Gute 🍀 und auch deiner ganzen Familie Ich hoffe ihr werdet gemeinsam einen Weg finden und zusammen als Familie gestärkt da rauskommen

Liebe Grüße Sonja

31.07.2026 13:04 • x 5 #100


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A


Zuhause nur Vorwürfe

x 3


blue1979

blue1979
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@CosmicPancake falls du keinen Psychiater oder Neurologen hast, ist das der nächste Schritt sich dort beraten zu lassen. Du wirst 2 Ärzte benennen müssen bei der DRV und du musst vor dem Antrag wissen wie sie das sehen und ob sie dich unterstützen. Wenn sie das nicht tun dann wird das sehr schwierig und da würde ich mich bei einem sozialverband oder Anwalt für Sozialrecht beraten lassen . Letzteres ist natürlich sehr teuer.

Was wir hier denken über Medis ist zweitrangig- was dein Facharzt über Medis denkt , ist für die Drv wichtiger. Wenn er schreibt , pat möchte keine Medis nehmen , ist das etwas anderes als wenn er nichts dazu schreibt und Schwerpunkt auf gemachte Therapien setzt.

Ist die Autismusdiagnostik sicher bestätigt ?

Thema Kinder und Angst
Ich habe mir überall Unterstützung geholt sei es städtische Erziiehungsberatungsstelle über Jahre , jedes Kind hat eigene
Therapie bekommen , jahrelang haben sie Unterstützung durch Verein für psychisch erkrankte Eltern bekommen ( Freizeittreffen und das hat denen spaß gemacht ) usw. Verheimlichen konnte ich meine Erkrankungen nicht und die theras haben in Einzelstunden dieses Thema mit den Kindern aufgearbeitet und auch mit mir notfallkette eingeübt aber ich habe andere Erkrankungen wie dissoziative trancezustände das kann man nicht verheimlichen . Da wurde Notfallkette eingeübt wenn ich mit Kindern unterwegs bin und ich nicht mehr ansprechbar bin wie ich kinder vorher in sicherheit bringe und Hilfe einfordere von anderen .
War ein Grund mit den Jahren lieber zu hause zu bleiben mit den Kindern wobei sie viele Nachbarskinder zum täglichen Spielen hatten und viel im sicheren Hof gespielt haben und keine Aufsicht brauchten. Das war echt eine entlastung für mich das sie genug Spielfreunde außerhalb der Kita hatten. In guten Phasen habe ich viele Kontakte zu Eltern geknüpft damit sie genug spielfreunde hatten.

31.07.2026 10:36 • x 5 #75


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Dunkelbunte
Zitat von CosmicPancake:
Ich schaffe den Alltag sehr gut wie ich finde,


Hallo.

Es liegt mir fern deine Frau zu kritisieren. Ich lese ja nur deine Version 😉

Wie genau sieht dein Alltag aus?
Bist du berufstätig?
Hast du ein Hobby?

Zitat von CosmicPancake:
und ich brauche dringend Hilfe, wie ich damit gut umgehen kann.


Bist du in Psychotherapie?
Nimmst du unterstützend ein SSRI?

Wie lange hast du die Angststörung schon?

x 1 #2


Sonja77
Zitat von CosmicPancake:
Meine Frau macht mir wieder Vorwürfe, dass unter meiner Angststörung die ganze Familie leiden würde und ich das mit mir selbst ausmachen soll. Es ...

Darf ich dich fragen wie alt euer Kind ist?musst du natürlich nicht beantworten wenn du nicht willst

also ganz allgemein ist es nie eine Lösung dich selbst auszugrenzen oder dich durch deine Frau ausgrenzen zu lassen….du gehörst zur Familie genauso wie sie auch und du bist auch nicht weniger wert nur weil du Psychisch krank bist

natürlich belastet so eine Erkrankung immer die ganze Familie das lässt sich schlicht und einfach nicht vermeiden das ist unmöglich außer du würdest eine eigene Wohnung haben,,wenn aber alle unter einem Dach leben bekommen es auch alle mit

es ist schon sehr sehr viel wert das du deinen Alltag gut meisterst,viele hier schaffen nicht mal das ohne große Probleme also sei auch ein wenig stolz auf dich

das dich deine Frau aufgrund deiner Erkrankung ein wenig anpampt finde ich persönlich wirklich nicht okay auch nicht fair oder wirklich nett
du kannst nichts dafür und du hast dir diesen ganzen Dreck ganz sicher nicht ausgesucht denn du selbst leidest ja darunter da braucht man ein Umfeld was einem versteht und auffängt und keines was einem auch noch doof anmacht

die Frage wegen des Alters des Kindes kam deswegen

als bei mir 2018 und zwar ganz genau am 23ten Januar 2018 meine Psyche komplett überdrehte und alles ausbrach in Form meiner aller ersten sehr starken Panikattacke da war mein Sohn gerade mal 7 Jahre alt
im Juni war ich dann bereits in der ersten Psychiatrie vollstationär für 10 Wochen
damals hat man 2 Termine extra für und mit Gabriel gemacht die gingen circa 90 Minuten je
da waren Oberärzte,Psychiater und Pfleger mit dabei….und es wurde meinem Sohn ganz genau mit sehr viel Details erklärt was Mama fehlt was mit Mama los ist und warum Mama in der Klinik ist man hat sich wirklich extrem bemüht sich Zeit genommen und auch Gabriel durfte alles fragen was er wissen wollte…..

meine Erkrankung war niemals ein Problem für meinen Sohn. Da er perfekt darüber im bilde war alles wusste und er dadurch weder fragen oder Unklarheiten hatte und somit war es nie ein großes Thema er wusste was los war wenn’s mir extrem schlecht ging und wusste wie sich verhalten um sich selbst nicht zu belasten und um mit mir richtig umzug her
ich finde es deshalb enorm wichtig das Kinder genau im bilde sind was mit Mama oder Papa los ist natürlich nur wenn das Kind nicht erst 3 oder vier ist

une vielleicht würde es auch etwas bringen wenn deine Frau einmal von einem Profi richtig erklärt bekommen würde was mit dir los ist auch das kann ich nur empfehlen

x 1 #3


Greta__
Schwierig etwas zu sagen wenn man nur eine Seite kennt.

Ich bin/war allein erziehend und für meine Kinder war es nicht gut mitzubekommen wie es mir geht. Natürlich habe ich Kindgerecht erklärt, vieles auch unterdrückt, aber Kinder merken was los ist, gerade nonverbales.

Heute sind meine Kinder 26 und 22 und ja, es hat Spuren hinterlassen bei ihnen. Gott sei Dank sind sie psychisch soweit stabil, nichts desto trotz haben sie ihr Päckchen dadurch zu tragen.

Ich weiß nicht inwieweit dein Kind involviert ist, aber es sollte mehr schöne Zeiten zwischen dir und deinem Kind als schlechte, durch die Krankheit geben.

Kann mich nur anschließen: Bist du in Therapie? Nimmst du Medikamente, gehst du arbeiten?

x 3 #4


CosmicPancake
Zitat von Dunkelbunte:
Wie genau sieht dein Alltag aus?
Bist du berufstätig?
Hast du ein Hobby?

Ich bin berufstätig und Hauptverdiener. Ich habe einen Job mit viel Verantwortung, bin aber aktuell krank geschrieben. Ich möchte es gerne ohne lange Krankschreibung schaffen, zumal es finanziell auch eng wird mit dem Krankengeld, weil das gedeckelt ist.
Hobbies habe ich und soweit der Familienalltag es zulässt, gehe ich diesen nach. Meine Frau hält allerdings nichts von Hobbies, daher ist das auch schnell ein Streitthema.

Zitat von Dunkelbunte:
Bist du in Psychotherapie?
Nimmst du unterstützend ein SSRI?

Ich bin immer wieder (auch aktuell) in Therapie und kenne "alles" was man wissen muss. Die Krankheit habe ich seit über 25 Jahren. Antidepressiva gegenüber bin ich nicht aufgeschlossen und nehme ich nicht. Zum Einen ist die Studienlage bei Angststörung überhaupt nicht gut und andererseits habe ich große Angst vor Medikamenten und den Nebenwirkungen. Die lange Wartezeit bei Antidepressiva und die Möglichkeit von Herz Nebenwirkungen machen eine Einnahme für mich unmöglich. Ich nehme bei Bedarf Tavor, schaffe aber in der Regel mit meiner Angst und Panik umzugehen.

@Sonja77
Ungefähr 10 lachen Ich erkläre immer, dass meine Brandmeldezentrale Fehlalarme erzeugt und das immer ganz anstrengend für mich ist, aber nichts passieren kann.

Ich mache alles in Alltag. Einkaufen, Ausflüge, Haushalt, Arztbesuche, Kinderbetreuung. Manchmal mache ich das aber eben sehr angespannt und genau diese Anspannung wird kritisiert. Bei akuten Panikattacken involviere ich mein Umfeld, weil ich das einfach alleine nicht aushalte sonst.

x 2 #5


M
Zitat von CosmicPancake:
Meine Frau hält allerdings nichts von Hobbies, daher ist das auch schnell ein Streitthema.

Generell oder von deinen Hobbies?

Zitat von CosmicPancake:
Ich mache alles in Alltag. Einkaufen, Ausflüge, Haushalt, Arztbesuche, Kinderbetreuung. Manchmal mache ich das aber eben sehr angespannt und genau diese Anspannung wird kritisiert. Bei akuten Panikattacken involviere ich mein Umfeld, weil ich das einfach alleine nicht aushalte sonst.

Der Stress dadurch triggert das ja noch zusätzlich und mi einem voll geladenem Tag und Familienleben hast du auch kaum Zeit für einen Ausgleich. Hattest du mit ihr mal drüber gesprochen und sowas auchmal versucht ihr verständlich rüber zu bringen?

Deine Frau wird auch ihre Problem ehaben, aber das Verhalten und die Unzufriedenheit ist mirh da ehrlich gesagt auch etwas supekt. Bzw scheinst du gerade als Blitzableiter für ihre generelle Unzufriedenheit zu dienen und merke irgendwie, dass ihr da entweder die Fähigkeit oder auch der Wille fehlt sich mal in deine Situation zu versetzen.
Auch wenn Sie Hausfrau ist, dein Tag ist auch sicherlich nicht einfach - erstrecht nichtm wenn du an zwei Fronten (Arbeit mit dem Stress und Belastung und zusätzlich deinen Angstzuständen) kämpfen musst. Das alleine ist schon eine riesige Belastung

#6


Dunkelbunte
Zitat von CosmicPancake:
schaffe aber in der Regel mit meiner Angst und Panik umzugehen.


Zitat von CosmicPancake:
genau diese Anspannung wird kritisiert.

Danke für deine Antworten.

Das heißt, du warst schon so wie du jetzt bist, als deine Frau dich kennen gelernt hat?

Könnte es ein Vorwand sein?

Finden zwischen euch noch Momente der Nähe statt? Ich meine jetzt nicht nur den Sex, sondern auch die Gesten und Kuscheln...

Zitat von CosmicPancake:
Die Krankheit habe ich seit über 25 Jahren. Antidepressiva gegenüber bin ich nicht aufgeschlossen

Ich habe die Angst und Panikstörung seit August 2002. Meine Therapien habe ich ohne Medikamente zur Unterstützung gemacht.
Seit Juli 2010 nehme ich Citalopram und es ist für mich der absolute Gamechanger. Es hat ein Gleichgewicht in meine Botenstoffe gebracht.

x 1 #7


Greta__
SSRI helfen sehr gut bei Angststörung. Ich nehme z. B. Escitalopram und die Nebenwirkungen beim einschleichen waren aushaltbar, jetzt habe ich überhaupt keine mehr.

Da du ja gerade krank geschrieben bist, wäre es ein guter Zeitpunkt um ein AD einzuschleichen, Tavor als Bedarf hast Du ja. Schlimmer kann's doch nicht mehr werden, einen Versuch würde ich wagen.

x 2 #8


CosmicPancake
Zitat von Dunkelbunte:
Finden zwischen euch noch Momente der Nähe statt? Ich meine jetzt nicht nur den Sex, sondern auch die Gesten und Kuscheln...

Das ist nur noch wenig der Fall.

Vielleicht muss ich meine Angst vor SSRIs irgendwie aufgeben. Meine große Sorge gilt der Möglichkeit von EKG Veränderungen und den damit einhergehenden schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen. Wie lange hat es bei Euch gedauert bis eine Wirkung spürbar war?

#9


Greta__
Zitat von CosmicPancake:
Das ist nur noch wenig der Fall. Vielleicht muss ich meine Angst vor SSRIs irgendwie aufgeben. Meine große Sorge gilt der Möglichkeit von EKG ...

Das wird ja kontrolliert.

Bei mir waren es ca. 2 Wochen mit den Nebenwirkungen. Müdigkeit, Schwindel, etwas Magen-Darm, innere Unruhe.

Ich bin seinerzeit auf 15 mg eingestellt worden. Nach den 2 Wochen war es in Ordnung. Mittlerweile bin ich bei 5 mg.

Ich will dir nichts aufquatschen, aber einen Versuch wäre es wert, damit es dir besser geht. 🫂 (<- wenn ich darf).

x 1 #10


Micholilu
Guten Morgen 😃 also ich kann dir sagen, dass ausgrenzen kein Thema sein sollte, denn du bist einfach krank. Habt ihr denn einmal richtig darüber geredet, was in dir vorgeht, wie du dich fühlst? Denn manchmal können Angehörige das nicht nachvollziehen weil sie es nicht verstehen. Mein Sohn ist jetzt 17 und hat viel von meiner Erkrankung mitbekommen und ich kann sagen das er einen lockeren Umgang damit hat. Genau wie mein Mann , wenn ich wieder Hypochonder dann nehmen es die beiden eher mit Humor und holen mich damit aus dem Dunkeln.

#11


CosmicPancake
@Greta__ Darfst Du. Ich bin einfach auch mit allem überfordert und ich habe das Gefühl, dass es nie um mich gehen darf.

x 1 #12


Dunkelbunte
Zitat von CosmicPancake:
und ich habe das Gefühl, dass es nie um mich gehen darf.

Aber ist das objektiv?

Geht es nicht bei einem chronisch kranken Menschen in einer Partnerschaft ganz viel um ihn? Auch passiv, nicht direkt sichtbar?

Ich bin sowohl körperlich als auch psychisch krank und auf mich muss das Außen viel Rücksicht nehmen. Und das Meiste machen die anderen still. Vor allem indem sie aushalten, selten Forderungen stellen und schweigen.

x 2 #13


Dunkelbunte
Zitat von CosmicPancake:
Meine große Sorge gilt der Möglichkeit von EKG Veränderungen und den damit einhergehenden schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen


Ich bin herzkrank und nehme 2 Medikamente, die miteinander schwere Herzrhythmusstörungen hervor rufen können. Muss deswegen seit 11 Jahren alle 3 Monate zum EKG.
Es ist alles in Ordnung.

Zitat von CosmicPancake:
Wie lange hat es bei Euch gedauert bis eine Wirkung spürbar war?

Citalopram wurde bei mir wie folgt eingeschlichen:

5 Tage 5 mg
Nur Kopfschmerzen als NW.
Dann Erhöhung auf 20 mg.
Ab 3. Woche 30 mg und Wirkung zwischen Woche 3 und 4.

Die Wirkung war bei mir die Rettung. Weniger Angstattacken, Erholung, Ruhe im Kopf und die Depression ging weg.

x 2 #14


Somatom
Ich habe mir deine Geschichte durchgelesen und kann gewisse Dinge auf mich selber überwälzen. Ich bin 14 Jahre zusammen und 12 Jahre verheiratet. Die Angst und Panik etc. war von Anfang an da und ich weiss wie überfordernd das vor allem in Beziehungen sein kann. Da verstehe ich deine Frau, da du nicht in der Lage bist deine Ängste zu verstecken. Bitte fasse das nicht als Vorwurf auf, es zeigt lediglich in welcher Intensität du diese erlebst. Eine Beziehung stellt so was auf die Probe. Deine Frau hat, wie schon erwähnt, auch Ihre Probleme und auf der Seite Ihres Partners fühlt sie sich wahrscheinlich auch überfordert, weil Sie dir nicht helfen kann. Kann das sein? Alleine der Punkt kann einen sauer machen.

Zu Beginn meiner Beziehung hatte ich jede Woche ca. 3-4 Tage die ich vor meiner Angst geflüchtet bin und nur Zeit im Bett verbrachte, meist war das unter der Woche - ich hatte nebenbei einen Job den ich 100% ausübte (und immer noch tu). Ganztägig war ich auf Arbeit mit Angst und massiver Anspannung inkl. Derealisation etc. Horror wenn ich zurückdenke. Am Abend steuerte ich direkt ins Bett und konnte kaum sprechen. Meine Frau hatte eine kleine Tochter mit in die Beziehung genommen und war alleine durch die Tochter massiv eingespannt. Alles gar nicht so einfach.

Unterdessen sind meine Probleme, sagen wir mal auf 10%, ich flüchte nicht mehr und wir führen eine gute Beziehung.

Was ich dir aber definitiv sagen kann und das meine ich wirklich ernst, sperr dich nicht ein AD einzunehmen, das dir hilft. Die Qualität des Lebens die du verpasst ist es einfach nicht wert. Du hast schon so lange Ängste und vermutlich wirst du diese nie ablegen können und gerade deswegen, mach dir doch das Leben einfacher. Du musst keine Neuroleptika oder Antipsychotika nehmen die dein Hirn matschig machen und auch dein Herz wird funktionieren mit einem Präparat. Ich verstehe die Angst, dass ein Medikament dir schaden könnte aber eines kann ich sagen: Ständig Angst haben und nonstop Cortisol im Körper zu pumpen macht dich nicht gesünder, im Gegenteil. Was ist jetzt das kleinere Übel?

Vielleicht hilft dir meine Signatur, weil genau so ist es. lachen Alles Gute dir.

x 3 #15


P
Für mich war ein großer Antreiber auf meinem Heilungsweg, niemandem zur Last zu fallen und vor allem meinen Kindern nicht durch meine Instabilität zu schaden.

Ich wäre extrem sauer, wenn mein Partner nicht alles dran setzen würde, seine Psyche maximal möglich zu stabilisieren. Denn aus meiner Perspektive würde das bedeuten, er hat da nicht den gleichen Anspruch an seine Rolle im Familienverbund.

Du solltest es mit einem AD probieren. Mir hat es 3x aus schlimmen Krisen geholfen. Mir war meine Familie wichtiger als meine wirklich große Angst vor diesem Wirkstoff.
Sorry, wemn das für dich in deiner bestimmt schweren Situation hart klingt, aber man kann sich nur selbst an den Haaren aus dem Sumpf ziehen und da ist die Einstellung, andere schützen bzw für andere da sein zu wollen durchaus ein wichtiger Treiber. Vielleicht findest du dieses Gefühl auch irgendwo in dir.

x 3 #16


Torina
Zitat von CosmicPancake:
Vielleicht muss ich meine Angst vor SSRIs irgendwie aufgeben.

Hey! Lies mal das Tagebuch von Nova_Sol, besonders die letzten Seiten. Sie hatte sich auch lange gegen Medis gewehrt, dann dem ganzen aufgrund hohem Leidensdruck eine Chance gegeben und hat jetzt endlich eine unbeschwerte glückliche Zeit mit ihrer Familie. Das ist total schön zu lesen und kann dir vielleicht auch ein bisschen Hoffnung und Mut machen, das mal mit deinem Doc zu besprechen.

x 2 #17

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User_0815_4711
Zitat von CosmicPancake:
ich habe das Gefühl, dass es nie um mich gehen darf.

Nicht gut, nicht gut!

Wie lange kennst du deine Frau, was hat sich bei ihr über die Jahre verändert?

#18


N
Hallo, ich verstehe beide Seiten. Ich bin sowohl selbst krank als auch mit einem depressiven Mann verheiratet.
Ich habe die Angsterkrankung schon dreißig Jahre und konnte sie immer von den Kindern fernhalten. Erst jetzt habe ich Ihnen davon erzählt, sie sind schon älter.
Ich sag nicht dass du dich verstecken sollst, aber wie viel bekommen sie denn mit?

x 3 #19


Lokalrunde
Das Ganze ist schlicht und einfach ein Paradebeispiel, wie ein Teil der Gesellschaft das Thema psychische Erkrankung angeht und wie man darüber denkt. Ich hatte es damals schon sehr oft zu hören bekommen, bestimmte Ansätze, die ich hier jetzt aber nicht erläutern möchte. In meiner damaligen Akutphase und was ich da teilweise erlebt habe, auch in meiner Familie, wo Unverständnis und teilweise auf der Arbeit sogar gelästert und ausgegrenzt wurde. Auch ein Grund, warum ich damals nie etwas davon auf Schicht erzählt habe: Ich habe einfach gelogen, wenn ich gefragt wurde! An diesem Erscheinungsbild hat sich also in den letzten 30 Jahren nur sehr wenig geändert wie man vernehmen kann.

x 8 #20


A


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