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Islandfan
Zitat von CosmicPancake:
Ich habe da eine andere Meinung zu. Ohne den Stress durch den Beruf geht es mir viel besser. Die Ursache "Arbeit" macht ja kein Medikament weg, deshalb hinkt auch der Vergleich mit Migräne. Wenn ich nicht arbeiten gehen müsste, regelt die Zeit das für mich

Mir ginge es auf jeden Fall massiv körperlich besser ohne Arbeit, ich hätte einen besseren Blutdruck (merke ich im Urlaub), hätte kaum Verspannungsschmerzen im Rücken und wäre nicht so erschöpft. Psychisch ist die Arbeit aufgrund der Struktur für mich ein Segen.
Ohne Medikamente könnte ich definitiv nicht arbeiten.

Ganz ehrlich, ich habe null Verständis, das jemand es nicht wenigstens probiert, während andere brav schlucken, um zu funktionieren.

x 2 #81


P
Zitat von CosmicPancake:
ich gestalte meinen Alltag mit einem ängstlichen Gefühl im Körper.

Dann kann es gut sein, dass du etwas falsch machst, denn Ziel muss ja sein, dass das Gefühl mit der Zeit nachlässt bis weg geht.

Ein Beispiel aus meiner Angstwelt: Ich konnte u.a. nicht mehr eine gewisse Strecke fahren, ergo nicht arbeiten. Ich bin sie dann mit meinem Mann neben mlr im Auto gefahren, dann ist er im Auto hinter mir gefahren, dann zeitlich versetzt, dann bin ich alleine gefahren. Alles herausfordernd, aber machbar. Die Ängste beim alleine fahren haben lange angehalten, waren mal intensiver, mal deutlich reduzierter. Dadurch habe ich viel gelernt, wie meine körperliche Konstitution auf meine Ängste wirkt und konnte auch da optimieren.
Mittlerweile - nun fast 4 Jahre später - fahre ich meist angsttedankenfrei.

Es geht nicht darum, unter Angst immer und immer wieder diese Strecke machen zu müssen. Das ist völlig kontraproduktiv und ergergieraubend, sondern es geht darim, die Angst Stück für Stück zu reduzieren bis abzulegen

Wenn du die dich ängstigenden Dinge unter der imner gleichen Anspannung/Angst tust, machst du etwas Entscheidendes falsch.

#82


A


Zuhause nur Vorwürfe

x 3


User_0815_4711
Zitat von Islandfan:
brav schlucken, um zu funktionieren.

Klingt schon ziemlich hart, "funktionieren".

x 1 #83


Greta__
Fand ich sehr interessant:

https://diversara.de/medikamente-autism...dikamenten

Vielleicht kennst du den Artikel noch nicht, lieber TE?

x 1 #84


Islandfan
Zitat von User_0815_4711:
Klingt schon ziemlich hart, "funktionieren".

Es ist aber so im Arbeitsleben, entweder du funktionierst oder du bist weg. Das ist leider die harte Realität.

x 3 #85


P
Zitat von Islandfan:
Es ist aber so im Arbeitsleben, entweder du funktionierst oder du bist weg. Das ist leider die harte Realität.

...und ja auch absolut nachvollziehbar. Man wird für eine gewisse Leistung bezahlt und wenn die nicht kommt, kommt der Tauschhandel eben nicht zustande.

x 1 #86


CosmicPancake
@Pauline333
Ich würde sagen, dass das bei mir bisher auch sehr gut funktioniert hat und ich jetzt gerade durch ein intensives Erlebnis sehr zurückgeworfen würde. Jetzt muss ich wieder ein Stück weit von Null beginnen. Vielleicht kennst du das von Dir selbst? Ein großes Problem bei mir sind körperliche Empfindungen und die habe ich immer bei mir und kann mich nicht so gut heran tasten. Aber in der Regel kann ich im Alltag die meisten "Aufgaben" erledigen und das Angstniveau flacht dann eher ab.

@Greta__
Danke, das ist mir bekannt und auch dort steht ja, dass insb. die Ergebnisse zu SSRI gemischt sind. Die anderen Probleme habe ich zum Glück nicht.

@Islandfan
Ich finde nicht, dass irgendjemand Medikamente nehmen sollte, um auf der Arbeit zu funktionieren. Es ist die Aufgabe der Gesellschaft dafür zu sorgen, dass jeder seine Talente so einbringen kann, dass es gut für die Person ist. Das ist meine Überzeugung. Nur bei psychisch kranken Menschen ist man deutlich weniger bereit dazu, als z.B. bei körperlich behinderten Menschen.

#87


Cornelie
Zitat von CosmicPancake:
@Dunkelbunte Das System ist unfair. Der Staat tut alles, damit er nicht helfen muss. Ich arbeite seit 25 Jahren und bin bereit das noch bis zur Rente ...

Das System ist so ausgerichtet das alle ihren Teil Beitrag müssen.
Nicht für ich will nur Teilzeit arbeiten. Aber den Rest bezahlt haben.
Nimm fir mal ein Beispiel a den vielen Frauen die hier sind alleinerziehend. Arbeiten. Und sich einbringen

x 3 #88


Cornelie
Zitat von CosmicPancake:
@Dunkelbunte Das System ist unfair. Der Staat tut alles, damit er nicht helfen muss. Ich arbeite seit 25 Jahren und bin bereit das noch bis zur Rente ...

Unmöglich dieser Beitrag. Vielleicht konnten die wirklich nicht

#89


Cornelie
Zitat von CosmicPancake:
Ich weiß auch noch nicht, wie ich es am besten anstelle. Das mit den Medikamenten sehe ich aber eben differenziert. Eine Heilung ist nicht möglich ...

Für mich ist das ganz klar Betrug

x 1 #90


Islandfan
Zitat von CosmicPancake:
Ich finde nicht, dass irgendjemand Medikamente nehmen sollte, um auf der Arbeit zu funktionieren. Es ist die Aufgabe der Gesellschaft dafür zu sorgen, dass jeder seine Talente so einbringen kann, dass es gut für die Person ist

Das ist völlig realitätsfremd. Auch körperlich Kranke setzen Medikamente ein, um arbeiten zu können.
Klar gibt es Leute, die es nicht mehr schaffen, aber in deinem Fall habe ich das Gefühl, du willst Teilzeit arbeiten und den Rest kann dann der Staat blechen. In manchen Fällen ist das nötig, aber das sind dann schwer Kranke, die alles ausgeschöpft haben.
Dann reduziere halt deine Arbeitsstunden. Aber nicht auf der Basis von Betrug.
Aber die Leute von der RV sind sehr geschult, denen kannst du nix vorspielen.

x 3 #91


CosmicPancake
Das ist ja kein Betrug. Ich habe mehr eingezahlt als der Median Arbeitnehmer in seinem ganzen Arbeitsleben und ich würde ja auch in Teilzeit weiterhin das System unterstützen und Sozialabgaben zahlen. Ich kann da beim besten Willen keinen Betrug erkennen. Außer Du unterstellst mir, dass Autismus nur eine Modeerscheinung ist und alle ein bisschen autistisch sind. So ist es nicht und durch diese Einschränkung bin ich in meiner Erwerbsfähigkeit eingeschränkt.

#92


P
Zitat von CosmicPancake:
Es ist die Aufgabe der Gesellschaft dafür zu sorgen, dass jeder seine Talente so einbringen kann, dass es gut für die Person ist.

Vielleicht findest du auch, deine Frau sollte dafür sorgen, dass du deine Talente so einbringen kannst, dass es gut für dich ist? Und bis dahin machst du möglichst nichts?
Um mal zum eigentlichen Thema zurück zu kommen...

Deine Einstellung spiegelt wider, woran dieses Land unter anderem zugrunde geht.

x 1 #93


CosmicPancake
@Pauline333 Eine Familie sollte sich grundsätzlich unterstützen - und zwar jeder jeden. Ich unterstütze meine Frau immer auch bei Ihren Problemen, bin immer für Sie da. Wenn es drauf ankommt, nehme ich mich zurück und jetzt gerade ist bei mir ein Tiefpunkt und ich kann temporär nicht mehr geben als nehmen. Macht doch hier jetzt nicht so ein feministisches Ding draus. Auch von wegen alleinerziehende Mütter. Die, die ich kenne beziehen überwiegend auch zusätzliche Leistungen vom Staat, das müsste nach dem Dafürhalten hier ja dann auch Betrug sein.

#94


Greta__
Zitat von CosmicPancake:
@Pauline333 Eine Familie sollte sich grundsätzlich unterstützen - und zwar jeder jeden. Ich unterstütze meine Frau immer auch bei Ihren Problemen, ...

Sorry! Als allein erziehende Mutter hast du mehr Probleme (Kita- oder Hortplatz), nicht kompatibel mit dem Arbeitsplatz etc. U. a. sind staatliche Hilfen genau dafür gedacht, um eben allein erziehenden zu helfen!

Ich bin allein erziehende Mutter 2er Kinder, bin arbeiten gegangen, Kinder bis zum Abitur, beim Studium unterstützt, sowohl emotional als auch finanziell. Obwohl ich psychisch krank bin und das auch bereits seit mehr als 30 Jahren. Ich fand das einen ganz fiesen Schlag unter die Gürtellinie was du geschrieben hast.

x 3 #95


P
Zitat von CosmicPancake:
@Pauline333 Eine Familie sollte sich grundsätzlich unterstützen - und zwar jeder jeden. Ich unterstütze meine Frau immer auch bei Ihren Problemen, ...

Sehr schwacher Move, das eigentlich Problem unter den Teppich zu kehren zwinkern

x 1 #96


CosmicPancake
@Greta__ Das war nicht meine Absicht und alle alleinerziehenden verdienen vollste Anerkennung für ihre Leistung. Aber genau wie bei Erkrankungen suchen sich auch die meisten Alleinerziehenden das nicht freiwillig aus. Deshalb bin ich der Meinung, dass kranken Menschen genau so eine Unterstützung zur Verfügung stehen sollte wie z.B. Alleinerziehenden. Ich könnte ja auch sagen: Nimm doch einfach urgend einen Partner, damit Du nicht alleinerziehend bist und Fall nicht dem Sozialstaat zur Last. Tue ich aber nicht und in meinen Augen ist die Aussage: Die steht das nicht zu weil du keine Psychopharmaka nimmst genau so verletzend. Ich habe mir meine Situation nicht ausgesucht, ich kann nicht uneingeschränkt "funktionieren" und ich möchte meinen Körper nicht mit Medikamenten vergiften.

x 3 #97

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CosmicPancake
Das ist übrigens Framing was ihr hier macht. Ich habe nie irgendwo behauptet, Alleinerziehende hätten keine Unterstützung verdient.

x 3 #98


Greta__
Zitat von CosmicPancake:
@Greta__ Das war nicht meine Absicht und alle alleinerziehenden verdienen vollste Anerkennung für ihre Leistung. Aber genau wie bei Erkrankungen ...

Ich habe nichts von dem gesagt oder geschrieben, im Gegenteil.

Egal, das geht jetzt sehr off topic und das soll es nicht.

Ich wünsche dir alles Gute und das meine ich auch so.

x 1 #99


Sonja77
Lieber TE
Ich habe nur eine einzige Frage an dich
Wieso um alles in der Welt rechtfertigst du dich so dermaßen mit Händen und Füßen?
Das musst du in einem Anonymen Forum ganz sicher nicht und ist auch nicht der Sinn der Sache

Du hast deinen Standpunkt klar und deutlich ausgedrückt Punkt

Es wird immer Menschen geben die den nicht gut finden,das ist das Leben und wo viele Menschen sind da sind auch viele Meinungen
Aber rechtfertigen muss sich in meinen Augen in so einem Forum niemand

Egal was man macht
Egal wie man es macht
Egal ob man es geschafft hat
Egal ob man noch mitten drin steckt
Egal ob man Medis nimmt oder eben keine nehmen will

Es wird immer Menschen geben die gegen einen sind immer und bei jedem egal was man wie macht

Also entweder du stehst dazu das du deinen Entschluss getroffen hast und rechtfertigst dich nicht mehr dauernd

Oder dann lässt du dich von den Meinungen der anderen mitreißen und machst was von dir verlangt wird

Ich wünsche dir in jedem Fall alles Gute 🍀 und auch deiner ganzen Familie Ich hoffe ihr werdet gemeinsam einen Weg finden und zusammen als Familie gestärkt da rauskommen

Liebe Grüße Sonja

x 5 #100


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