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D

Din_is_scared
Mitglied

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Hallo,
Ich lese schon eine Weile mit, aber nun schreibe ich zum ersten Mal. Ich habe schon seit ein paar Jahren eine generalisierte Angststörung, Phobien und dadurch entstanden eine Zwangsstörung mit Kontrollzwängen.

Jetzt ist genau eines der Dinge eingetreten, vor denen ich immer Angst hatte und die ich mit den Zwängen zu vermeiden versucht hatte.

Ich bin grade fix und fertig und weiß nicht wie ich mich jemals wieder sicher fühlen, wie ich meine Ängste jetzt jemals wieder besiegen soll. Ich schlafe kaum noch und fühle mich traurig und hoffnungslos.
Ging es jemandem hier schonmal ähnlich. Ist etwas eingetreten, vor dem ihr jahrelang Panik hattet? Wie seid ihr damit umgegangen? Ich bin über jede Antwort dankbar.

13.06.2024 x 2 #1


74 Antworten ↓
S

SteveRogers
Gast

Zitat von Schlingelchen:
Verdächtig..in wie fern?
Angstörungen sind vielschichtig und komplex

Nee, ich meinte nicht das Eröffnen eines Angstthemas an sich, sondern explizit eines, in dem beschrieben wird, dass sich die exakt befürchtete Angst in Realität verwandelt hat (das ist ja sozusagen der Alptraum von uns allen hier).
Wie viele solcher Threads findest du hier? Es dürfte die absolute Seltenheit sein.

Ich versuche es mal anders und allgemein (das muss nicht auf die Themenerstellerin hier zutreffen, sondern es soll erklären, was manchmal der Fall ist).

Angstgestörte (erst recht Leute mit Kontrollzwang) sind in den meisten Fällen (verständlicherweise) totale Pessimisten und Schwarzseher.
Die Tatsache ist auch ein Dilemma der Angststörung, denn die Betroffenen erwarten durch ihre Angst ja ständig, dass das oder das passiert (tatsächliche Krankheit bei sich selbst, Kind wird schwer krank, Elternteil verstirbt etc). Entsprechend tun sie alles, um diese Verwirklichung des Angst-Szenarios zu verhindern (100x zum Arzt rennen z.B. oder Kind nie unbeaufsicht lassen) - auch die Themenerstellerin beschreibt das ja sehr deutlich.

Meist ist es so, dass Außenstehende die Betroffenen beruhigen wollen und ihnen klar machen, dass das Gedankenkonstrukt samt Ängste sehr unwahrscheinlich ist ("Du warst doch schon 100x beim Arzt und der sagte, dass du körperlich gesund bist" usw).
Pessimisten (und Angstgestörte sind es wie gesagt häufig) neigen aber sehr dazu, fast darauf zu warten, dass das passiert, wovor sie so Angst haben. Unterschwellig läuft da auch nicht selten ein Drang nach "Habe ich es doch gesagt, aber keiner wollte mir glauben!" mit. Man kann dann den anderen Leuten um sich herum, die "alles immer runtergespielt haben" sozusagen "beweisen", dass die eigene Angst nicht unberechtigt war. Pessimisten "freuen" sich also kurioserweise oft innerlich, wenn sie mit ihren Katastrophenszenarien Recht bekommen. Will nicht jeder zugeben, ist aber sehr häufig so und auch wissenschaftlich bewiesen.

Es muss hier ausdrücklich nicht so sein, aber ich wollte das mal aufgreifen, weil ich das rein vom Verständnis her wichtig finde.

Es bleibt hier aber das Problem, dass dieser an sich sehr interessante Thread (der könnte wirklich interessant werden, weil er wie gesagt ein Exot ist im Forum) sich nicht entfalten kann, sofern nicht konkret benannt wird, was passiert ist.
Tatsache ist nämlich, dass das angeblich verwirklichte Angstszenario alles sein kann - von offensichtlich ziemlich lächerlich (ein bisschen Geld wurde gestohlen/etwas wurde verloren) bis hin zu echt heftig (schwere Erkrankung wurde diagnostiziert, plötzlicher Tod eines lieben Menschen etc).

Wie sollen wir hier Tipps geben, damit umzugehen (darum hatte die TE ja gebeten), wenn wir null wissen, was passiert ist?
Das ist schlicht unmöglich, weil das unbekannte Szenario aus Sicht der TE selbst für uns wie gesagt alles sein kann - von einer völlig subjektiv überzogenen Lächerlichkeit bis hin zu echt tragischem Pech. Man muss es richtig einordnen können und das objektiv. Genau das ist aber unmöglich, wenn nicht klar ist, was passiert ist. So kann also hier unmöglich geholfen werden und es können auch keine sinnvollen Tipps gegeben werden.
Allgemeine Tipps wie "Akzeptiere es..." oder "Lerne, damit umzugehen" bringen der TE ja nicht wirklich was.

Würde man konkret wissen, was passiert ist, kann man gezielt darauf eingehen und sehr viel besser und nachhaltig helfen.

11.06.2024 17:14 • x 2 #30


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Wovor ich immer Angst hatte, ist passiert

x 3


R

Reisende_
Gast

Ich für mich hatte eine Wahrnehmung, die fast nur auf das Negative ausgerichtet war und so folgten diese Ereignisse auch. Bis es mich dann so sehr getroffen hat und durch geschüttelt hat, hier Bitteschön, noch eine Runde, was gelernt daraus? Nein, gut immer noch nicht? Willst du es zum dritten Mal oder begreifst du endlich loszulassen. Mein Geist sagte zu mir, es funktioniert nicht so, wie du es willst, sondern anders. Es wird niemals so sein, es kann, muss aber nicht. Dabei will ich es kontrollieren, ich habe das alles im Griff. Nein, hast du nicht. wetten? Okay, wie kann ich dann meine Zeit sinnvoll nutzen, nach dem ich weiß, dass alles so negativ weitergehen kann? Vielleicht kann ich auch mal meine Dämonen was Gutes tun. Meistens nutze ich wirklich jeden Tag so, sinnvoll, und schaue nach vorne, weil ich nostalgisch in der Vergangenheit herum hänge und oft aufschiebe, das ist nicht in Ordnung. Das ist nicht Verantwortung übernehmen, sondern ein Bach, der vor sich hin plaetschert und keine Richtung hat, also wohin gehts? Nahziele bzw. Fernziele und aufgehts, Bewegung und Sport sind wichtig und ich glaube Fehler machen gehört dazu, ich bin ein Mensch. Hilfsangebote nutzen, Ärzte und Therapeuten, schreibe ich immer dazu. Ich kann nur meine Sicht schreiben, privat, ob das richtig ist, weiß ich nicht, aber stimmig, klingt okay. Für andere halt nicht, dann überlesen.

10.06.2024 15:14 • x 2 #8


Zum Beitrag im Thema ↓


W
@Din_is_scared ich denke es kommt immer drauf an was passiert ist weil dementsprechend kann man dann damit umgehen.
So vage kann man da nichts wirklich zu sagen.

x 1 #2


Patrick
Hallo,

was genau ist denn passiert?

Grüße

#3


fourofour
Zitat von Din_is_scared:
Jetzt ist genau eines der Dinge eingetreten, vor denen ich immer Angst hatte und die ich mit den Zwängen zu vermeiden versucht hatte.

Nennt man Chaos Theory - es ist nicht die Frage ob etwas passiert, sondern wann.

Das Leben unterliegt ständigen Veränderungen. Kontrolle ist eine Illusion.

Anstelle davor Angst zu haben, sollte man sich sein persönliches Damoklesschwert über sich akzeptieren.

Sich weiterentwickeln und anpassen ist der Schlüssel.

x 3 #4


D
Was genau passiert ist, möchte ich gar nicht so genau sagen, weil ich auch ein bisschen Angst habe das manche Leute dann eher Sachen schreiben, die meine Angstspirale noch weiter anfeuern (sowas wie "oh ja, das ist richtig schlimm, da hab ich im Internet das und das gelesen") winkend:
Es geht mir auch weniger um konkrete Lösungen für dieses Problem, sondern eher die Frage: "Wie gehe ich damit um, ohne mich komplett einzuigeln und meinen Zwängen Recht zu geben und zu sagen:" Ja guck, wenn alle so vorsichtig wären wie ich, dann wäre das jetzt nicht passiert"

#5


R
Trigger

Vielleicht.... ist es eingetroffen.
Der Wahrheit ins Auge zu schauen, dass alles vergänglich ist und den Tod nicht als Ende zu sehen und versuchen mit seinen Wesenheiten zu leben. Gegen meine Dämonen zu kämpfen, gelang mir nicht, aus dem Grund lerne ich sie zu lieben, danke zu sagen, auch meinem Schutzgeist. Ich bin nicht allein.

x 4 #6


DrSeltsam
Zitat von Din_is_scared:
Was genau passiert ist, möchte ich gar nicht so genau sagen, weil ich auch ein bisschen Angst habe das manche Leute dann eher Sachen schreiben, die meine Angstspirale noch weiter anfeuern (sowas wie "oh ja, das ist richtig schlimm, da hab ich im Internet das und das gelesen") winkend: Es geht mir auch weniger ...

Es ist "eigentlich" ganz einfach:

Zitat von Din_is_scared:
Ja guck, wenn alle so vorsichtig wären wie ich, dann wäre das jetzt nicht passiert"

Es IST aber passiert.

Deine Angst und Panik vor dem was eingetreten ist, hat nichts daran geändert, DASS es eingetreten ist.
Du hättest die Zeit also auch gut ohne Angst davor verbringen können.

Irgendwann passiert "es". Die Frage ist weniger, ob man es vermeiden kann sondern eher, ob man bis dahin halbwegs unbeschwert oder in ständiger Angst leben will.

Das bedeutet NICHT, sich einfach um nichts zu kümmern und alles auf sich zu kommen zu lassen. Aber Vorsicht und Vorsorge sollten in einem Rahmen stattfinden, der das Leben nicht übermäßig beeinträchtigt.

x 8 #7


R
Ich für mich hatte eine Wahrnehmung, die fast nur auf das Negative ausgerichtet war und so folgten diese Ereignisse auch. Bis es mich dann so sehr getroffen hat und durch geschüttelt hat, hier Bitteschön, noch eine Runde, was gelernt daraus? Nein, gut immer noch nicht? Willst du es zum dritten Mal oder begreifst du endlich loszulassen. Mein Geist sagte zu mir, es funktioniert nicht so, wie du es willst, sondern anders. Es wird niemals so sein, es kann, muss aber nicht. Dabei will ich es kontrollieren, ich habe das alles im Griff. Nein, hast du nicht. wetten? Okay, wie kann ich dann meine Zeit sinnvoll nutzen, nach dem ich weiß, dass alles so negativ weitergehen kann? Vielleicht kann ich auch mal meine Dämonen was Gutes tun. Meistens nutze ich wirklich jeden Tag so, sinnvoll, und schaue nach vorne, weil ich nostalgisch in der Vergangenheit herum hänge und oft aufschiebe, das ist nicht in Ordnung. Das ist nicht Verantwortung übernehmen, sondern ein Bach, der vor sich hin plaetschert und keine Richtung hat, also wohin gehts? Nahziele bzw. Fernziele und aufgehts, Bewegung und Sport sind wichtig und ich glaube Fehler machen gehört dazu, ich bin ein Mensch. Hilfsangebote nutzen, Ärzte und Therapeuten, schreibe ich immer dazu. Ich kann nur meine Sicht schreiben, privat, ob das richtig ist, weiß ich nicht, aber stimmig, klingt okay. Für andere halt nicht, dann überlesen.

x 2 #8


fourofour
Zitat von Angstmaschine:
Deine Angst und Panik vor dem was eingetreten ist, hat nichts daran geändert, DASS es eingetreten ist.
Du hättest die Zeit also auch gut ohne Angst davor verbringen können.

Genau Daumen hoch

Es gibt immer mal wieder so pseudo psychofragen wie:

"was würden sie tun, wenn Sie nur noch eine Woche zu leben hätten?"

Meine Antwort:

"Was würdest Du tun, wenn Du noch dein ganzes Leben vor dir hättest?"

Klingt lapidar, ist aber im Kern wie man NICHT vergisst einfach nur zu leben,.


tagebuecher-f97/mein-leben-mit-einer-kptbs-meiner-patchworktherapie-t103295-20.html#p1937269
tagebuecher-f97/mein-leben-mit-einer-kptbs-meiner-patchworktherapie-t103295-20.html#p2006197

x 3 #9


E
Zitat von Din_is_scared:
Was genau passiert ist, möchte ich gar nicht so genau sagen, weil ich auch ein bisschen Angst habe das manche Leute dann eher Sachen schreiben, die meine Angstspirale noch weiter anfeuern (sowas wie "oh ja, das ist richtig schlimm, da hab ich im Internet das und das gelesen") winkend: Es geht mir auch weniger ...

Therapie Mr. Green

#10


DrSeltsam
Zitat von fourofour:
tagebuecher-f97/mein-leben-mit-einer-kptbs-meiner-patchworktherapie-t103295-20.html#p1937269
tagebuecher-f97/mein-leben-mit-einer-kptbs-meiner-patchworktherapie-t103295-20.html#p2006197

Ja, ich stimme dir vollkommen zu. Ich verstehe auch nicht, dass positives Denken so oft unterschätzt wird, wo wir doch alle sehen was negative Gedanken, Verhaltensweisen, Einstellungen, Wörter usw. verursachen können.

Du warst seinerzeit jemand, der auf einen meiner ersten Beiträge hier geantwortet hat und hast dich gleich an der "Angst" in meinem Usernamen "gerieben" 😉 .
Ein bisschen hat mich das geärgert, aber ich habe natürlich die Intention dahinter erkannt. Der Name ist wirklich nicht glücklich gewählt, aber eher wegen der "Maschine".

x 1 #11


fourofour
Zitat von Angstmaschine:
Du warst seinerzeit jemand, der auf einen meiner ersten Beiträge hier geantwortet hat und hast dich gleich an der "Angst" in meinem Usernamen "gerieben"

Ja, das ist gut möglich.

Aber es ist wirklich so - unser Denken beeinlusst unsere Gedanken und formt unsere Realität. Es bestimmt welche Rolle wir im Leben einnehmen.

Das Modul habe ich vielen Leuten beigebracht. Und siehe da, der Leidensdruck wurde geringer. Es ist auch die Erfahrung mit mir und meinen Leben.

x 1 #12


DrSeltsam
@Din_is_scared
Eigen Hab ich die wichtigste Frage an dich vergessen: was hat das jetzt eigentlich für Konsequenzen?

Ich meine, ist dadurch jetzt (d)eine Welt zusammen gebrochen oder kannst Du irgendwie damit umgehen? Kannst Du das was dir passiert ist „reparieren“, hat das Folgen für dein ganzes Leben?

x 1 #13


S
Schade, dass die Themenerstellerin nicht konkret erklären möchte, was denn genau passiert ist.
Ich finde das nämlich nicht unwichtig. Es ist nämlich der Blick entscheidend...ob subjektiv oder objektiv von einigen anderen hier.
Ob etwas wirklich so schlimm ist oder eben "zum Leben gehört", kann man schwer einschätzen, ohne zu wissen, worum es geht.

Liebe Menschen sterben z.B. immer irgendwann.
Und ja, es wird auch immer mal den Fall geben, dass ein Hypochonder wirklich mal "echt" schwer krank wird. So ist das Leben. Es gibt keine 100% Sicherheit...für nix.
Ein möglicher Jobverlust kann auch reichen, um einige in Panik zu versetzen.

Es geht meist um Wahrscheinlichkeiten und mehr als das kriegen wir nicht und damit müssen wir lernen, umzugehen, so schwer es auch ist.

x 3 #14


E
Zitat von SteveRogers:
Schade, dass die Themenerstellerin nicht konkret erklären möchte, was denn genau passiert ist. Ich finde das nämlich nicht unwichtig. Es ist nämlich der Blick entscheidend...ob subjektiv oder objektiv von einigen anderen hier. Ob etwas wirklich so schlimm ist oder eben "zum Leben gehört", kann man ...

Wahre Worte. 😎👍

x 1 #15


S
Zitat von Angstmaschine:
Der Name ist wirklich nicht glücklich gewählt, aber eher wegen der "Maschine".

Der Name hat auf jeden Fall das gewisse Etwas.
Könnte definitiv der Name einer Metal-Band sein.

x 1 #16


Sonnenzauber
@Din_is_scared wenn du nicht sagst was genau passiert ist kann man nur um den heißen Brei rum reden. Aber deine Entscheidung.

#17

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T
Toll ,dass du dich gut reflektieren kannst .
Was und wie Du weiter kommst oder was die jetzt helfen kannst , dass sind Fragen ,diese du dir selber stellen solltest .
Viel Spaß dabei ,

#18


E
Ich hab so ein Dingens,habt ihr auch so eins ? 😲

#19


S
@Kermit
Warum so zynisch.....Sie hat Ihren Standpunkt doch gleich zu Anfang klar gemacht.

x 2 #20


A


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