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201816.02




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Hallo,
Ich war lang nicht mehr hier aktiv und nun hab ich redebedarf. Ich drehe mich im kreis der verzweiflung.
Kurz vorweg: ich bin seid ueber zwei jahren wochenendmama. Wir wollten es damals beide und meinem sohn (bald 4) gehts sehr gut bei ihm, was mich beruhigt.

Doch ich leide wie ein hund. Am anfang unserer veraenderung lief es ganz gut. Jeder zeigte verstaendnis fuer den anderen und wir taten beide sehr viel um eine gute basis fuer ein harmonischen Umgangs miteinander zuschaffen. Bis neue partner eine rolle spielten.

Seiddem habe ich mit schuldzuweisungen, unterstellungen zu tun und werde regelmaeßig gedemuetigt, wenns mal nicht so laeuft wie er das als vater will. Ich bin an depression mit angstoerung erkrankt und habe manchmal mit entscheidungsschwierigkeiten zu tun, wenn ich in stressituationen gerate. Sprich ich tue mich oftmals schwer damit mein kind zu holen und zu bringen mit der bahn, ich habe starke angst davor (fahre aber wenn ich keinen habe der mich mit auto fahren kann) . Es zerrt sehr an meinen kraeften auch weil ich ALLES richtig machen will und die Kontrolle nicht verlieren will, um mir nicht wieder sprueche anhoeren zu muessen, die mir das leben schwer machen. Weil denn auch selbst an meinen Fähigkeiten als mama zweifle.

Und auch so fuehle ich mich fuer mich selbst sehr festgefahren. Ich habe es zwar geschafft meine rolle als mama zu vertreten und mir ihm gegenueber luft zu machen (er haelt sich mittlerweile zurueck mit aussagen die meine person angreifen) ich merke dennoch das ich wie eine marionette nach seiner Pfeife tanze und mache was erwartet wird.

Ich fuehle mich wie das fuenfte rad am wagen. Seine neue Freundin wird nun seid zwei jahren als mama angesehen (dem kleinen mach ichs nicht zum vorwurf). Nur gut fuehle ich mich ueberhaupt nicht, weil unsere bindung stark abgebaut hat ( der vater zeigt keinen einsatz es mit zu stabilisieren, weil er seine neue familienkonstellation vorrangig sieht) . Ich werde bei Ihnen und auch dem kleinen mittlerweile beim namen genannt :(

Mein Umgangswochenende ist schon vor eintreten belastet, weil ich immer auf der hut sein muss...nichts "falsch" zumachen. Nicht zu versagen. Denn dazu die angst jedesmal die bahnfahrt nicht antreten zu koennen. Immer oefter kommt es mir so vor das es zu einer Pflichtveranstaltung wird. Ich kanns kaum noch genießen weil der druck so groß ist.
Er will auch haeufiger schon nach einer nacht nachause zu seinem "papi und mami". Was denn in mir los ist kann man sich vermutlich denken :(

Ich hab das gefuehl als haett ich auf ganzer linie versagt. Immer oefter kommt mir der gedanke mich komplett zurueck zuziehen. Ich halte das manchmal einfach nicht mehr aus.. mit jedem abschied ueberkommt mich ein totales gefuehlschaos.. und vor jedem treffen wie angeschnitten totale zweifel. Ob ichs denn schaffen werde, ob mein sohn wieder heim will, ob wir uns verstehen usw.

Heute ists wieder soweit und jaaaaa ich drehe mich im kreise und kaempfe mit Symptomen und gedanken, die mich fesseln und sehr belasten. Und ich mich wieder frage ob ich das ganze noch aushalten kann :(:(:(

Ich moechte bitte bitte keine vorwuerfe!

Vllt einfach nur denkanstoeße um aus meinen sorgen ausbrechen und eventuell Strategien um meine verstrickungen aufloesen zu koennen.



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  17.02.2018 10:35  
Knipsi hat geschrieben:
Seiddem habe ich mit schuldzuweisungen, unterstellungen zu tun und werde regelmaeßig gedemuetigt, wenns mal nicht so laeuft wie er das als vater will.

Was meinst du damit konkret?
Klingt doch eigentlich so, als ob du an einer gewissen Anzahl an Wochenenden zum Vater fährst, deinen Sohn abholst und nach 1-2 Nächten wieder zurückbringst. Eigentlich könnte so eine "Übergabe" in 5-15 min. professionell durchgeführt werden. Er sagt, ob irgendwas Besonderes ist (Unfälle, Krankheiten, Ereignisse, ....) seit dem letzte Mal. Und du sagst nach dem Wochenende beim zurückbringen ob irgendwas besonderes vorgefallen war und in 2-3 min. was ihr gemacht habt.

Knipsi hat geschrieben:
Ich habe es zwar geschafft meine rolle als mama zu vertreten und mir ihm gegenueber luft zu machen (er haelt sich mittlerweile zurueck mit aussagen die meine person angreifen) ich merke dennoch das ich wie eine marionette nach seiner Pfeife tanze und mache was erwartet wird.

Kannst du vielleicht ein paar Beispiele nennen?

Knipsi hat geschrieben:
Ich fuehle mich wie das fuenfte rad am wagen. Seine neue Freundin wird nun seid zwei jahren als mama angesehen (dem kleinen mach ichs nicht zum vorwurf). Nur gut fuehle ich mich ueberhaupt nicht, weil unsere bindung stark abgebaut hat ( der vater zeigt keinen einsatz es mit zu stabilisieren, weil er seine neue familienkonstellation vorrangig sieht) . Ich werde bei Ihnen und auch dem kleinen mittlerweile beim namen genannt :(

Hmmm schwierige Sache. Wahrscheinlich ist dein Sohn noch viel zu jung um die Familienkonstellation zu verstehen.....


Hast du abgesehen von den Mutter-Kind-Wochenenden ein "normales" Leben? Also einen Job, Partner, Freunde, Hobbies etc. oder lebst du nur für die paar Wochenenden und dazwischen vergeht einfach nur die Zeit, bis du deinen Sohn wieder sehen kannst?



  18.02.2018 10:17  
Weil ichs grade gelesen habe... Deine Situation tut mir sehr leid, aber ungeachtet dessen warum ihr beschlossen habt dass der Junge beim Papa wohnt und auch ungeachtet deiner gesundheitlichen Probleme =>
Knipsi hat geschrieben:
Seine neue Freundin wird nun seid zwei jahren als mama angesehen. Ich werde bei Ihnen und auch dem kleinen mittlerweile beim namen genannt


Das würde ich nie, nie, niemals tolerieren. DU bist die Mama. DU - die neue Freundin, so liebevoll sie sich auch kümmert, sollte beim Namen angesprochen werden. Mir käme auch nie die Idee meinem Stiefkind einzureden ich bin die Mutti. (Bin keine Stiefmutter, aber habe 3 Kinder zwischen 5 und 9 Jahren)

Und ich unterstelle dem Papa und der neuen "Mutti" jetzt mal gar keine bösen Absichten, sie denken wohl für den Kleinen ist diese Konstellation die Beste. Trotzdem stellt man dich damit einfach ins Abseits. Die Mama kann man aber nicht "wegreden / wegschweigen". Du bist da, egal wie "gut" du deine Rolle jetzt im Moment einnehmen kannst.

Ich habe Bekannte die haben seit 10 Jahren das Enkelkind zur Pflege, weil beide Elternteile in die Dro. abgerutscht sind. Die sind heute noch "Oma und Opa" und nicht "Mama und Papa". Sie sagt sie fände es respektlos gegenüber dem Kind ihn bezüglich der Verhältnisse zu beschummeln.

Danke1xDanke
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