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Hallo ihr Lieben,

kann es absolut nicht ab, wenn andere ihre schlechte Laune mir gegenüber deutlich machen. Normalerweise versuche ich mich nicht davon runterziehen zu lassen, aber es macht mich z. B. traurig und auch Angst, wenn jemand total schlecht gelaunt ist und noch dazu laut wird. Ich habe dann immer Angst, was falsch gemacht zu haben. Die Angst, was falsch zu machen ist bei mir sowieso extrem vorhanden bzw. eine Unsicherheit. Ich wurde z. B. von meinem M. immer nur kritisiert, dass ich am Ende garnicht mehr wusste, überhaupt noch was richtig gemacht zu haben.

Wie geht ihr mit der schlechten Laune anderer um? Ich versuche normalerweise weiter ruhig zu bleiben und mich nicht runterziehen zu lassen und spreche denjenigen lieber nicht an. Ärgern tut mich das schon.

Liebe Grüße
Finja

13.02.2016 19:09 • 18.02.2016 #1


35 Antworten ↓


Hey Finja, wo passiert das bei dir vorwiegend? Auf der Arbeit oder privat?

13.02.2016 19:15 • #2



Wie mit schlechter Laune anderer umgehen?

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boomerine
Hallo Finja,
dies ist auch ein heikles Thema,
weil man nie weis, wieso und warum ?
An uns liegt es nicht,
nur wir müssen lernen damit umzugehen.
Entweder gehen oder kontra geben.
Wenn man den Grund weis, kann man mit denjenigen
reden, natürlich erst dann im nachhinein.
Wenn wieder Ruhe eingekehrt ist.
Mir geht es ähnlich ( nicht immer, fängt von der Tagesform ab )
weil man immer an erster Stelle die Schuld bei sich selber sucht.
Bin gespannt, was hier noch kommt.

13.02.2016 19:16 • x 1 #3


hereingeschneit
In den meisten Fällen sage ich: Puuh, heut hast du aber wieder schlechte Laune. Oder: Kann es sein, dass du schlecht gelaunt bist?
Sowas in der Richtung.

13.02.2016 19:39 • #4


Wenn man kann - ignorieren!

13.02.2016 19:45 • #5


Icefalki
Ich kann das überhaupt nicht ab. Da ich eh sehr sensibel die Stimmungen anderer spüre, krieg ich da die Krise. Ich spreche, seit meiner Angsttherapie, sofort die Lage an.

Auch bei der Arbeit. Es kann nicht sein, und da bin ich sehr rigoros, dass ich als Ventil für eine schlechte Laune herhalten soll. Never.

Wie gesagt, wir sprechen hier von schlechter Laune. Ist derjenige nur wortkarg, und lässt die Laune nicht an mir aus, lass ich den in Ruhe.

Aber, schlechte Laune an mir abladen, einfach so, weil ich gerade zur Verfügung stehe, dann wird von mir ein ernstes Wort gesprochen.

13.02.2016 19:58 • x 1 #6


Eine Frau die durchgreift! Wie stellst du das an?

13.02.2016 20:00 • #7


Erst mal Danke für eure Antworten.

@ Hoss

eher privat. Früher wurde mein Vater immer sehr laut, wenn er betrunken war und heute ist das so, dass wenn mir jemand gegenüber laut wird, mir das Angst einjagt.

@ boomerine

Mir war auch ehrlich gesagt nach gehen bzw. wieder fahren, aber derjenige hatte dann zu mir gesagt, es lag an ihm und er hatte Tränen in den Augen und drückte mich ab. Mir satnden dann auch ehrlich gesagt die Tränen in Augen, aber ich denke, wenn das nochmal passiert, dann werde ich kontra geben. Es war ja dann auch wieder i. O.

@ hereingeschneit

danke für den Hinweis.

@ Hoss

ignorieren ist wohl auch gut.

@ icefalki

Ich möchte dafür auch nicht herhalten, denn ich gebe mir echt Mühe. Ausserdem habe ich sowas auch satt, es wurde genug an mir abgeladen.

Liebe Grüße

13.02.2016 21:46 • #8


Ignoranz oder ebenfalls sehr effektiv ist, übertriebene Freundlichkeit! Solchen Menschen fällt es dann schwer weiterhin mit schlechter Laune zu agieren. Probiere es aus!

13.02.2016 22:01 • #9


Hallo Hoss,

nun freundlich bleibe ich immer, nur manche sind echte Stinkstiefel. Da kannst du freundlich bleiben, wie du willst.

13.02.2016 22:07 • #10


Finja, wenn du es schaffst den Leuten extrem freundlich zu kommen, glaube mir, sie haben keine Wahl richtig ungehalten zu werden. Glaube es mir und probiere es aus! Ich meine damit nicht freundlich, sondern sch....freundlich!

13.02.2016 22:15 • x 1 #11


Icefalki
Weisst du Finja, eigentlich finde ich es ganz einfach.

Durch meine Angst war ich in einer Abhängigkeit, auch schon vorher, d.h. Immer Abhängigkeit, die ich mir aber auch gedanklich und gefühlsmäßig erschaffen habe. Aus der Erziehung heraus, meiner naja, Unreifheit, auch mangelndes Selbstwewusstsein (bäääääh, das zugeben, war am schwersten), quasi, nicht Wissen, wer ich bin, was ich will, was wichtig ist, was nicht.

Eingesperrt in mir. Keine Auswege, nicht getraut, vernünftig zu argumentieren, ich kann das so schwer beschreiben.

Als ich erkannt habe, warum das bei mir so ist, dass ich selbst alles in der Hand habe, seitdem "erlaube" ich es niemanden mehr, dass mit mir "umgesprungen" wird.

Ich, wir fühlen doch, wenn eine Schieflage kommt. Also, jetzt analysiere ich die Situation und meine Möglichkeiten. Das heißt für mich, ich entscheide, ich habe die Lösungsmöglichkeiten, ich trage dann auch die Konsequenzen.

In dem Fall, der schlechten Laune, entscheide ich, wie ich damit umgehen will und kann.

Und an der schlechten Laune eines anderen wäre dann die Frage, warum er die hat.

War ich der Auslöser, kann darüber geredet werden, wenn nicht, hat niemand das Recht, sie an mir auszulassen.

Und das gilt bei mir für alles. Ich erlaube es nicht mehr, dass Menschen mich "fertig machen" können.

Genauso mach ich auch nicht andere Menschen einfach aus einer Laune heraus, fertig.


Was ist denn "schlechte Laune" überhaupt. Irgendeine Unzufriedenheit, Ärger, den man nicht losgeworden ist, evtl. ein Konflikt. Also etwas, das man zu lösen hat. Also, wieder etwas, das man selbst in der Hand hat.

Therapie ist doch prima. Genau das lernt man dort. Und kann das dann wunderbar im Leben anwenden.

Und die, die das nicht können, begegnest du am besten so, wie es Hoss, beschrieben hat, freundlich, oder, ups, was ist denn das? Warum hast du denn so schlechte Laune?

Und wenn der blöd kommt, Entscheidung von dir: Muss ich damit umgehen oder geh ich weg, oder will ich streiten, oder die Situation entschärfen, ist er wichtig, oder nicht, will ich, kann ich, mag ich?

Du entscheidest, was du willst. So einfach ist das. Auch mit kotzbrocken.

13.02.2016 22:30 • x 1 #12


Ihr habt sicher recht. Nun, es war so. Ich sagte ganz freundlich, wie immer: "Guten morgen, hast du gut geschlafen? Das war dem schon zuviel. Dann war der den ganzen Vormittag schlecht drauf. Ich sagte nichts, nur dann nachmittag nur, na wenn ich nerve, dann kann ich jederzeit gehen. Das wollte er aber auch nicht.

Heute sind die Kinder mal ins Kino gegangen und ich passe auf meinen Enkel auf. Habe ihm gerade nochmal das Fläschchen gegeben und vor zwei Stunden was vorgelesen und vorgesungen. Da hat er wieder gelacht und ist schön eingeschlafen. Ganz goldig der Kleine.

13.02.2016 22:58 • #13


Icefalki
Sieht du, hast du doch gut gemacht. So hätt ich das auch gemacht. "Leute, wenn's an mir liegt, dann geh ich eben. Ist eure Entscheidung.

Und hätte man entschieden, dass das besser wäre, dann, liebe Finja, dann machst du dir keinen Kopf, sondern akzeptierst die Entscheidung, hast sie ja angeboten, und gehst.

Und fertig. Und beim nächsten Mal, würdest du es ansprechen und sagen, Leute, wie lange
Könnt ihr es ertragen, dass ich da bin? Und gut.

Das meine ich mit der freien Entscheidung. Nicht beleidigt sein, sondern frei sagen, passt es, oder nicht? Und wenn man fragt, bekommt man eine Antwort. Und um mehr geht es nicht.

Weißt du, das hat mit dir relativ wenig zu tun, es wird darum gehen, dass mit einer erwachsenen Frau mit im Haushalt, das Gefüge etwas verschoben ist. Das ist im Prinzip alles.

13.02.2016 23:09 • #14


Das war, meine Tochter wollte gerne, dass ich zwei Wochen bleibe, was ich auch ganz gut verstehen kann. Denn wir wohnen etwas weiter voneinander weg. Und ich habe mich ja auch bemüht, soweit wie es ging, alles richtig zu machen. Nur manchmal war mir doch ein kleiner Fehler unterlaufen. An meiner Tochter lag das nicht, die ist ganz froh, dass ich da bin. Sie war ebenfalls enttäuscht, dass er so schlecht drauf war, mal wieder. Ich sagte ihr, das habe ich schon gemerkt, das er öfters schlecht gelaunt ist. Selbst meiner Tochter kamen die Tränen, aber sie hat mit ihm geredet. Und als er sich bei mir entschuldigt hatte, dann sagte ich sogar noch humorvoll, ich bleibe noch zwei Wochen und da mussten sie dann auch lachen.

Das war nochmal gutgegangen, aber wie gesagt, wenns mir reicht, gehe ich, was mir allerdings für meine Tochter sehr leidtueen würde. Bloß ich bin nicht mehr der Prellbock für die schlechte Laune anderer.

Guta Nacht ihr Lieben.

LG Finja

14.02.2016 00:20 • #15


Jedenfalls meinte dann meine T. noch, er hätte sich auf einmal nur an Kleinigkeiten hochgezogen. Das kann ich vielleicht leiden... Irgendwie bin ich nun froh, wenn ich wieder in meinen vier Wänden bin und ich werde mir stark überlegen, ob ich überhaupt nochmal 2 Wochen bleiben werde. Ich habe es wirklich satt, die schlechte Laune anderer ertragen zu müssen.

14.02.2016 05:08 • #16


hereingeschneit
Liebe Finja,
ich kann es gut verstehen, dass du das nicht mehr willst und dass du dich dann lieber abgrenzen willst, indem du gehst. Und normalerweise sehe ich das auch so, aber hier geht es auch ein wenig um deine Tochter. Wenn du zwei Wochen da bist, dann bekommst du einen relativ guten Einblick in ihr Familienleben und wie es ihr geht. So wie du schreibst, ist das ja scheinbar nichts ausergewöhnliches, dass er mal schlecht drauf ist und wie geht es deiner Tochter damit?
Macht sie es wie du? Muss sie auch erst jahrelang leiden, bis sie es schafft sich abzugrenzen oder geht sie damit besser um wie du?
Wenn nicht, dann solltet ihr an einem Strang ziehen und gemeinsam überlegen, wie ihr euch gegenseitig unterstützen könnt und wenn ja, dann kannst du ja von ihr etwas lernen. Kannst ihr zusehen, wie sie mit solchen Konfliktsituationen umgeht.
Und wenn du länger da bist, dann kannst du beobachten, wie dein Enkelkind das mitkriegt und es verarbeitet?

Sind einfach mal so meine Gedanken. Wenn es natürlich für dich am Sinnvollsten ist zu "flüchten", dann ist es auch gut, denn du bist der wichtigste Mensch für dich und wenn es dir dreckig geht, dann haben die anderen auch nichts davon.

14.02.2016 09:06 • #17

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Schlaflose
Zitat von Finja:
"Guten morgen, hast du gut geschlafen? Das war dem schon zuviel.


Auf solch eine Frage reagiere ich auch immer sehr patzig Ich hasse es überhaupt nach meiner Befindlichkeit gefragt werden.

Wenn jemand mir gegenüber schlecht gelaunt auftritt, bin ich dann genauso zu dem.

14.02.2016 12:58 • #18


Zitat von Finja:
Wie geht ihr mit der schlechten Laune anderer um?


ignorieren, und mich davon nicht beeinflussen lassen. deren schlechte Laune ist meist nur ein Zeichen dafür dass die völlig unfähig sind ihr eigenes Leben auf die Reihe zu kriegen. und davon soll ich mich auch noch runter ziehen lassen ? im Leben nicht !

14.02.2016 17:38 • #19


Zitat von hereingeschneit:
Liebe Finja,
ich kann es gut verstehen, dass du das nicht mehr willst und dass du dich dann lieber abgrenzen willst, indem du gehst. Und normalerweise sehe ich das auch so, aber hier geht es auch ein wenig um deine Tochter. Wenn du zwei Wochen da bist, dann bekommst du einen relativ guten Einblick in ihr Familienleben und wie es ihr geht. So wie du schreibst, ist das ja scheinbar nichts ausergewöhnliches, dass er mal schlecht drauf ist und wie geht es deiner Tochter damit?
Macht sie es wie du? Muss sie auch erst jahrelang leiden, bis sie es schafft sich abzugrenzen oder geht sie damit besser um wie du?
Wenn nicht, dann solltet ihr an einem Strang ziehen und gemeinsam überlegen, wie ihr euch gegenseitig unterstützen könnt und wenn ja, dann kannst du ja von ihr etwas lernen. Kannst ihr zusehen, wie sie mit solchen Konfliktsituationen umgeht.
Und wenn du länger da bist, dann kannst du beobachten, wie dein Enkelkind das mitkriegt und es verarbeitet?

Sind einfach mal so meine Gedanken. Wenn es natürlich für dich am Sinnvollsten ist zu "flüchten", dann ist es auch gut, denn du bist der wichtigste Mensch für dich und wenn es dir dreckig geht, dann haben die anderen auch nichts davon.


Danke hereingeschneit für deine Worte. Meiner Tochter geht es damit auch nicht so gut, aber sie spricht das an. Bei mir war das ja eigentlich am Anfang meiner Beziehung auch so, dass ich alles angesprochen hatte und auch meine Meinung gut vertreten konnte, doch mit der Zeit fühlte ich mich durch das Verhalten meines M. und meiner SM ziemlich in die Ecke gedrängt, in die Angst, obwohl ich so schon ein ängstlicher Typ war. inzwischen gelingt es mir aber in meiner Partnerschaft auch wieder, Dinge anzusprechen, die mich bewegen, auch wenn ich manchmal noch Angst habe. Aber eben wenn jemand laut wird, dann ist halt diese Angst wieder da. Ich denke, meine Tochter geht damit im Moment doch anders an, als ich. Ich habe eben auch nicht so tolle Erfahrungen mit Männern in meiner Vergangenheit gemacht, seit frühester Kindheit an und das zog sich weiter bis in meine Jugend und ins Erwachsenenalter. Danke für deine Gedanken.

Liebe Grüße
Finja

14.02.2016 18:05 • #20



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