Pfeil rechts

Irgendwie hab ich Angst vor allem
Angst zu vertrauen
Angst vor Nähe
Angst vor Bindung
Angst vor Zurückweisung
Angst vor Einsamkeit
Angst vor der Zukunft
Angst zu versagen
Angst vor Krankheiten

Mein Leben erscheint mir nur noch ein einziger Kampf zu sein und ich bin müde, könnte nur noch heulen, würde mich gerne ausruhen, aber ich habe auch Angst dass ich dann den Kampf nicht wieder aufnehme und nur noch so dahinvegetiere.
Dabei war ich doch auf einem guten Weg, meine Depressionen waren nicht mehr so schlimm, meine Spielsucht hab ich in Griff (seit 18 Monaten spielfrei).
Ich hab irgendwo gelesen dass sich manche in die Alk. geflüchtet haben um die Angst in den Griff zu kriegen, bei mir war es eben die Flucht in die Spielsucht. Doch nach fast 20 Jahren zocken holten mich meine Ängste wieder ein. Mein Leben bestand nur noch aus Arbeit und Zocken.
Jetzt da ich nicht mehr in eine Spielothek gehe, auch keinen Job mehr habe, sind meine Ängste wieder präsent und werden immer stärker.

Kennt das jemand und hat vielleicht einen Rat?

Lg Sensibelchen

20.08.2010 21:37 • 04.09.2010 #1


8 Antworten ↓


Was mir jetzt so aufgefallen ist:

In manchen Punkten kann ich nicht wirklich unterscheiden ob es jetzt die Angst ist, oder die Depression die mich so lähmt und müde macht.

Denke es wird Zeit das ich mir einen neuen Therapeuten such.

Lg Sensibelchen

22.08.2010 22:15 • #2



Was mir grade so Kummer bereitet

x 3


hallo sensibelchen,

das klingt ja wirklich sehr traurig...
ich kann dich gut verstehen, die angst lähmt einen immerzu.
aber es ist doch super, dass du deine spielsucht besiegen konntest, viele andere sind nicht so stark.

22.08.2010 22:23 • #3


momentan habe ich leider auch nicht viel mehr, als meine arbeit. wenn ich mal frei habe, ist da diese große leere in mir, könnte mich dann vor langeweile umbringen, hauptsache, es passiert mal irgendetwas.

anderen einen rat zu geben, ist immer schwierig, jeder jeck ist ja anders...
ich denke: angst kommt, angst geht.
leider ist es nur so, dass man sich in schlechten zeiten nicht vorstellen kann, dass sie je enden werden, nicht wahr?
man fühlt sich so gefangen...

ganz liebe, aufmunternde grüße

22.08.2010 22:29 • #4


Danke gilligan ,
für deine Antwort. Ja früher bin ich in meine Stammspielothek gegangen, da hatte ich Gesellschaft, war nicht alleine und musste mich weder mit meiner Angst noch mit meinen Gefühlen auseinander setzen. Ich fühlte mich sicher und nichts und niemand konnte mir etwas. War beschäftigt mit dem Automat und konnte einfach abschalten.

Jetzt hat sich äußerlich viel geändert in meinem Leben, doch die Ängste und Depressionen kommen wieder und werden stärker.

Ja meine Spielsucht, das ist so eine Sache, besiegt würde ich nicht sagen, ich bin spielfrei (trocken) ist ähnlich wie bei Alk., einmal süchtig, immer süchtig, ist eine Krankheit und es gibt nur nass oder trocken.

Innen bin ich immer noch ich, auch wenn ich jetzt in einem anderen Bundesland lebe, alle Brücken hinter mir abgebrochen habe, denn eins hab ich kapiert, mein Umfeld tat mir nicht gut, also hab ich zu mein Umfeld und auch zu meiner Familie (nur noch Geschwister) den Kontakt abgebrochen.

Das komische ich fühle mich nicht einsamer als vorher, denn auch in dem alten Umfeld war ich einsam, Familie und Bekannte meldeten sich nur wenn sie etwas wollten, wenn sie Hilfe brauchten, ansonsten war ich Ihnen egal.

Mit meinen Gefühlen kann ich nicht umgehen, bin voller Emotionen und kann sie oft nicht richtig zuordnen.

Früher hat einen Großteil meines Lebens die Arbeit eingenommen, jetzt kann ich nicht mehr arbeiten, bekomme Rente wegen voller Erwerbsunfähigkeit, ja bin derzeit noch nicht mal in der Lage einen 400,-€ Job zu machen.

Vielleicht geht’s mir ja deshalb so schlecht, hab einfach zu viel Zeit zum Grübeln.

Lg Sensibelchen

23.08.2010 20:12 • #5


Chili
Hallo liebes Sensibelchen,

du darfst jetzt nicht aufgeben!
Du hast schon so viel erreicht. Deine Spielsucht besiegt, dein Umzug in ein neues Leben. Ich kann deine Ängste zu gut verstehen. Hatte in meiner Familie auch einen Spielsüchtigen. Deswegen, kann ich sagen, dass du trotz allem eine sehr starke Persönlichkeit bist, weil du es geschafft hast. Sei stolz auf dich
Pass jetzt nur auf, das nicht eine Suchtverlagerung entsteht. Gibt es in deiner Nähe keine Selbsthilfegruppe für Spielsüchtige? Du könntest dich austauschen und wärst nicht mehr so einsam.
Das mit Familie ist immer sehr traurig, geht mir genauso. Man kann die sich leider nicht aussuchen. Wenn du meinst, du brauchst einen neuen Therapeuten, dann mach das und warte nicht so lange damit.
Deine Müdigkeit kann ich verstehen, immer kämpfen zu müssen ist auch anstrengend.

Ich wünsche dir alle Kraft und lass dich umarmen

VG Chili

24.08.2010 18:25 • #6


Hallo Chili,


es tut gut Deine Antwort zu lesen, ja ich bin stolz das ich schon seit über 18 Monaten spielfrei bin, am 7.Sep. werden es 19 Monate.
Ich habe lange gebraucht bis ich mir eingestanden habe das ich spielsüchtig bin und alleine hätte ich es auch nicht geschafft damit fertig zu werden, hab eine Therapie gemacht und dabei auch festgestellt das ich nicht wieder in mein altes Umfeld zurück darf.

Eine Selbsthilfegruppe, das ist nicht so einfach, da gibt es gleich mehrere Hürden die ich überwinden muss. Das schaff ich noch nicht, aber ich arbeite dran.

Aber ich denke wichtiger ist jetzt erst mal das ich einen Therapeuten finde, denn mit den Depressionen und den Ängsten gehe ich kaum aus dem Haus, alleine Einkaufen gehen ist schon schlimm.

Die Suche nach einen Therapeuten ist nicht so einfach, einen hab ich gefunden hier in der Stadt, aber der nimmt nur privat Patienten, das kann ich mir aber nicht leisten, also geht die Suche weiter.

Lg Sensibelchen

24.08.2010 22:23 • #7


Die letzten 2 Tage waren wieder mal Hölle,

Samstag und Sonntag hab ich nur im Bett gelegen, zum einen hatte ich mal wieder fast unerträgliche Schmerzen und zum anderen war ich so depressiv dass mich nichts wirklich ablenken oder aufheitern konnte.

Heute bin ich wenigstens aufgestanden, aber außer duschen und etwas zu essen hab ich auch noch nichts vollbracht. Hoffe nur das ich es morgen schaffe aus dem Haus zu gehen, ich muss etwas wichtiges erledigen, sollte spätestens am Mittwoch erledigt sein und einkaufen sollte ich auch mal wieder.

Lg Sensibelchen

30.08.2010 13:17 • #8


Jetzt ist die Woche rum und ich habe wirklich nicht viel geschafft!

Hab mal wieder eine Schmerzwoche hinter mir, einkaufen gehen wird immer schwieriger, entweder ich hab Schmerzen, oder die Angst lässt mich nicht aus dem Haus, egal wie ich es drehe oder wende, hab das Gefühl das es im Moment wieder schlimmer wird.

Muss mir etwas einfallen lassen wie ich das in Zukunft meistern werde.

Lg Sensibelchen

04.09.2010 20:10 • #9




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag