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Hallo,
ich kann zur Zeit mit der Reaktion meiner Tochter nicht umgehen.
Meine Tochter (30 Jahre alt!) verliert jede Kontrolle, wenn es um Trauer/Verlust geht.
Als Ihr Pflegepferd starb (da war Sie 14 Jahre), hat sie zwei Tage lang hysterisch geweint. Ich konnte sie kaum beruhigen. Dann starb eine Katze, usw, usw. immer das gleiche Verhalten. Als Ihr Vater starb hat sie monatelang nicht mit mir geredet hat sich eingekapselt. Jetzt ist eine unserer alten Katzen gestorben. Seit 1 Jahr wissen wir schon, das die Krebserkrankung der Katze zum Tod führt, Gestern mußten wir dann die Entscheidung zur Euthanasie treffen. Sie ist völlig ausgeflippt und hat geschrien und geweint, als sie die kranke Katze gesehen hat. Ist aus dem Haus gerannt (wir hatten zum Essen eingeladen) und nichts mehr von sich hören lassen. Ich bin völlig ratlos. Jeder Trost, jedes Argument wird umgekehrt in Ablehnung. Jetzt möchte ich das nicht mehr schlucken und abwarten, bis sie wieder ankommt als wäre nichts gewesen.
Nicht einmal im vergangenen Jahr, kam sie die Katze mal besuchen oder wollte sie pflegen, wenn ich in Urlaub fahren wollte.
Was soll ich jetzt tun? Es tut mir sehr weh.
Sofiii

30.09.2013 15:52 • 21.11.2013 #1


6 Antworten ↓


Also ich finde die Reaktionen deiner Tochter gar nicht so unnormal, ich würde das unter gewöhnliche Trauer packen. Glaube nicht, dass du dir da große Sorgen machen brauchst.
Ich bin schon wegen viel geringerer Dinge hysterisch geworden.

01.10.2013 12:39 • #2



Verlustängste meiner Tochter

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Das Problem ist, das sie sich nicht mehr einkriegt. Es dauert Wochen, bis sie wieder ansprechbar ist oder ans Telefon geht. Sie unterbindet jeden Kontakt und wird stinksauer, wenn man sie darauf anspricht.
Als Mutter tut es weh, da zusehen zu müssen. Aber Ratschläge oder einfach nur Kontakt lehnt sie ab. Ich glaube, sie sieht dann nur noch sich und die Trauer und findet den Weg nicht mehr raus. Alle Aktivität stellt sie ein.

01.10.2013 16:24 • #3


Grüß Dich Sofiii,

das ist für dich natürlich schlimm mit an zu sehen und ich kann Dich soweit auch verstehen, wenn Du sagt, das es Dir zu viel wird.

Ich würde mal abwarten, bi sie sich beruhigt hat, dann nochmal einladen und mit Ihr versuchen zu reden....
Das Trauern ist eine Sache die Jeder anders auslebt um dem Tod eins Liebsten zu verarbeiten.....

Mir fällt dazu noch ein, befrag dich doch mal bei einen deswegen, vielleicht weiß der Rat zur Überreaktion deiner Tochter

VLG

02.10.2013 16:29 • #4


Also ich seh die Reaktion deiner Tochter auch nicht
als normal an,das ist hysterisch und unkontrolliert.
Vor allem war ich erstaunt zu lesen,dass die sich noch nicht mal
um die kranke Katze kümmern wollte.
Hast du dir mal gedanken gemacht,warum Sie so extrem reagiert?
Wie war Sie denn als Kind,war es schwierig wenn Sie mal längere Zeit von dir getrennt war,
oder hast du bemerkt,dass Sie mehr als normal an dir geklebt hat?

02.10.2013 20:27 • #5


Also, Sie ist eigentlich ein sehr egoistischer Mensch. Sieht nur sich und versucht, einen Vorteil aus allem zu schlagen.
Ich konnte bisher noch keine "soziale" Ader bei Ihr entdecken. Wenn irgendetwas passiert, dass ihr nicht in den Kram paßt, fühlt sie sich als Opfer von Intrigen, nur böse Menschen um Sie herum. Dann habe ich sie gehätschelt und irgendwann kam sie aus ihrem Mauseloch wieder heraus und hat so getan, als wäre nichts passiert. Wenn ich sie auf irgendwelche überzogenen Reaktionen angesprochen habe, kam als Antwort: "So bin ich halt" (..und im Stillen - akzeptiere das gefälligst).
Aber so kann man mit Menschen nicht umgehen! Die Launen an anderen auslassen, nie um Hilfe bitten sondern voraussetzen, sich bedanken müssen, wenn das Geschirr mal in die Spülmaschine eingeräumt wurde...usw. Ich könnte endlos fortfahren. Sie wolle mich einmal verklagen, weil ich ihr keinen Unterhalt gezahlt habe! Zu dieser Zeit hat sie bei mir gewohnt und studiert. Sie bekam das Kindergeld als Taschengeld, alle - wirklich alle anderen Unkosten habe ich getragen. Sogar Kinobesuche oder sowas. Da war sie ganz schön verwöhnt finde ich.
Ich habe nochimmer keine Nachricht von ihr bekommen, trotz Telefonanrufen, Emails, SMS, sogar eine Karte mit einer Einladung zum Kaffee habe ich geschrieben....
Ich habe mit ihrer Schwiegermutter gesprochen, weil ich mir einfach Sorgen mache. Aber auch sie meint, meine Tochter braucht Hilfe.
Weiss echt nicht weiter...
Sofiii

21.11.2013 17:19 • #6


Hmm, nun, Sofiii, da scheinst du etwas in der Erziehung ausgelassen zu haben.

Jetzt ist es meiner Meinung nach zu spät. Deine Tochter ist seit 12 Jahren eine Erwachsene und ist selber für ihr Leben verantwortlich.

Und du bist für deines verantwortlich. Wenn sie etwas tut, das deine Lebensqualität unzumutbar beeinträchtigt, also deine Freiheit o.ä. beeinträchtigt, dann kannst und solltest du ihr das sagen und klar deine Grenzen aufzeigen. Also ihr z.B. sagen, dass sie bitte woanders heulen soll, aber nicht bei dir. Und sie dann an die Luft setzen.

Aber ob und wie sie um etwas trauert (solange es nicht in deiner Anwesenheit ist), das musst du ihr überlassen!

21.11.2013 19:12 • #7




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