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Hallo,

bin gerade wieder sehr viel am Nachdenken/ Grübeln. Ich wünsche mir so sehr eine Beziehung, die funktioniert.... und gleichzeitig habe ich dermaßen Angst davor wieder verletzt und enttäuscht zu werden....

Bisher hatte ich ein paar feste Beziehungen, bei denen ich Anfangs Feuer und Flamme war. Aber schon nach ein paar Monaten fand ich alles langweilig, eintönig und hab mich jedes Mal gefragt, ob es das nun gewesen ist. Läuft das Leben wirklich so ab, dass man sich in einer Beziehung gefangen vorkommt, sich langweilt?

Ich sehe ja, dass das bei anderen Paaren offensichtlich nicht der Fall ist und diese auch nach Jahren verliebt sind, wie am ersten Tag....

Wieso klappt das bei mir nicht. Gehe ich einfach nur zu schnell an die Beziehungen ran, ohne vorher zu warten, wie die Person wirklich ist? Gebe ich mich Illusionen hin? Verliebe ich mich einfach zu schnell?

Wann, wo und wie habt ihr Euern Partner kennengelernt? Wie lange hat es gedauert, bis ihr zusammengekommen seid? Und wie lange hat es gehalten?

Was habt ihr gegen Eure "Verlustängste" getan?

Ich weiß, das sind sehr viele Fragen, aber vielleicht hat jemand ein paar Antworten für mich?

21.03.2009 12:34 • 21.03.2009 #1


9 Antworten ↓


Hallo Wohin

Gegen Verlustangest hilft Vertrauen (ist nicht einfach, aber man kann es lernen)
Gegen "Schnellebigkeit" hilft echte und tiefe Liebe (sagt einem das Herz)
Gegen Langeweile hilft Austausch (verschiedene Interessen, Meinungen)

PS: Ich selbst arbeite auch gerade daran.

Liebe Grüsse, Helpness

21.03.2009 12:49 • #2



Beziehungsstörung?/ Verlustängste

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Hallo Wohin,

mit diesem Problem stehst Du nicht allein da. Ich schlage mich auch bereits seit Jahren mit Beziehungs- und Verlustängsten herum. Helpness hat Recht, uns fehlt das Vertrauen zu uns Selbst und zu anderen Menschen. Leider habe ich auch noch keinen Weg aus dieser Misere gefunden.
Verwechselst Du vielleicht Verliebtheit mit der Angst vor dem Alleinsein? Tiefe Liebe kann sich nur ohne diese Angst entwickeln.

Ich wünsche Dir einen guten Weg!

Lieben Gruß

Elsa

21.03.2009 13:07 • #3


Hallo Elsa,

ja, doch, ich habe wahnsinnige Angst vor dem Alleinsein. Aber auch damit komme ich irgendwie (wenn auch nicht immer gut) klar.

Jedes Mal, wenn ich dachte, dass ich mich wirklich verliebt habe, kamen die Ernüchterung und Zweifel, oder der Partner richtig passt. Entweder hatten wir keine gemeinsaen Hobies/ Interessen, er erdrückte mich mit seiner Liebe, er wollte nur Sex.....

Ich gebe sehr viel in einer Beziehung, möchte aber auch mal bekommen. Das war leider nicht oft der Fall. Ich habe oft das Gefühl, dass die Männer sich zu sicher sind mich zu haben und sich deshalb nicht mehr bemühen.

21.03.2009 13:33 • #4


Hallo helpless,

wie kann man Vetrauen erlernen?

21.03.2009 13:35 • #5


@Wohin
Ich kann Dich in dieser Beziehung gut verstehen. Wir suchen uns aufgrund unserer gestörten Selbstwahrnehmung (fast) immer gerade die Partner aus, die uns nicht gut tun. Bei mir sind auch alle Partnerschaften nach dem gleichen selbstzerstörerischen Muster abgelaufen. Nun lebe ich seit 2001 allein ohne familiäre und sonstige Bindungen, und das nur aus Angst, die mich allerdings inzwischen auffrist. Hast Du einen Therapeuten, mit dem Du einen Weg aus diesem negativen Geflecht finden kannst. Es ist ganz wichtig, dass Du diesen Weg findest, um wieder ein glückliches und erfülltes Leben zu leben. Alles andere ist nur noch ein sinnloses Dahinvegetieren.

@Helpness
Gern würde ich auch das Rezept für das "Erlernen des Vertrauens" von Dir bekommen.

Lieben Gruß

Elsa

21.03.2009 13:49 • #6


Hallo Wohin

Das ist sehr schwierig, aber es geht.
Normalerweise lernt man Vertrauen (Urvertrauen) in der frühen Kindheit.
Doch leider hat nicht jeder von uns dieses Glück gehabt (ich auch nicht).

Später kann man es eigentlich nur noch durch Therapie, Umdenken und positive Erfahrungen erlernen (bekommen).

Liebe Grüsse, Helpness

21.03.2009 13:49 • #7


Ich habe schon verschiedene Therapien angefangen, aber nicht das Gefühl gehabt auf den Kern des Problems zu stoßen. Sprich ich habe mich nicht ernst genommen gefühlt und hab sie wieder abgebrochen.

Erst vorgestern habe ich versucht wieder einen Termin bei einem Therapeuten zu bekommen. Aber das ist ja so schwierig! Die Wartezeiten sind mehr wie ein halbes Jahr oder man muss die Therapie selbst bezahlen, was ich mir nicht leisten kann. Ich würde sie gerne machen, wenn sie etwas bringen würde...

Ich bin mir recht sicher, dass das Vetrauen in andere durch die Trennung meiner Eltern gestört wurde.... Aber was soll ich tun. Alleine scaffe ich es vermutlich nicht aus diesem Teufelskreis

21.03.2009 14:19 • #8


Hallo Elsa,

meinst du es ist wirklich richtig ohne jegliche Bezihng zu sein. Freund und Eltern sind für mich im Momnt das wichtigste, was es gibt. Ich würde Zugrunde gehen, wenn ich nicht mal mehr diesen Rückhalt hätte.....

Mit wem redest du über deine Gefühle? Das Internet kann ja schon hilfreich sein, aber ersetzt doch reelle Menschen und Beziehungen nicht!

21.03.2009 14:23 • #9


Hallo Wohin

Das ist bei mir ähnlich.
Meine ersten drei Lebensmonate habe ich isoliert in einer Art Brutkasten verbracht (1959, wegen Magenfunktionsstörung als Neugeborener), später wurde ich in einem mehrjährigen Trennungskrieg meiner "Eltern" von meiner eigenen Mutter emotional missbraucht, und anschliessend noch jahrelang als "Missgeburt" bezeichnet.

Bis zum heutigen Tag war ich noch zu keiner Liebesbeziehung fähig, weil mir das Vertrauen zu mir selbst, und zu anderen gefehlt hat (Angst).

Erst jetzt habe ich angefangen wirklich daran zu arbeiten, es geht, aber man braucht Hilfe dazu.

Liebe Grüsse, Helpness

21.03.2009 14:30 • #10



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