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Szegfue
Du schreibst nicht wirr, Gleichklang. Alles gut.

Ich finde zu dem Thema "Familie gründen" gibt es kein richtig oder falsch. Du machst dir Gedanken und du scheinst ein verantwortungsbewusster Mensch zu sein. Mehr kann ich erstmal nichts dazu schreiben. Auf jeden Fall wünsche ich dir, dass sich deine Träume erfüllen.

18.11.2019 17:55 • x 1 #21


Gleichklang
Bis wann kann man denn gesunde Kinder bekommen? Dachte immer so bis 40 Jahre? Wobei mit 40 Jahren zu beginnen ist mir schon zu spät.
Welche Frist setzt ihr da oder habt ihr gesetzt?

18.11.2019 17:58 • #22


Szegfue
Früher sagte man, dass man schon bei über 30jährigen von einer Risikoschwangerschaft spricht. Man kann sich beim Frauenarzt einen Hormoncheck machen lassen. Je älter die Frau, desto schlechter die Qualität der Eizellen.. Aber da spielen mehrere Faktoren eine Rolle.

Bei jeder Frau tickt die Uhr anders.. Das ist noch nicht mal vererbbar. Sprich wenn deine Mutter mit Mitte 50 in die Menopause kam, kann es sein, dass es bei dir früher passiert. Oder umgekehrt. Man kann auch noch mit über 40 ein gesundes Kind zur Welt bringen.

18.11.2019 18:02 • #23


Kind-in-mir
Hi. Ich versuche mich auch zu beteiligen, aber das Thema ist auch für mich gerade extrem schwierig, also muss ich erstmal schauen. Vor ein paar Wochen habe ich sogar einer Freundin mit Baby abgesagt. Meide es auch Leute mit Kindern zu treffen.Ich habe immer allen alles gegönnt, aber merke, entwickele sowas wie Neid, obwohl ich da nie ein Typ für war. Es tut weh und ich möchte dann ja nicht rumheulen vor anderen. Ich kann mir gerade noch niemals mehr Filme oder so mit Babies oder Kindern angucken, so traurig macht es mich. Oder ich fühle mich sauer, weil andere jünger sind und es dann nämlich dann doch irgendwann noch klappt. Ich denke, ich versuche gerade das Thema notgedrungen zu begraben und das tut sehr weh. Vor ein paar Monaten hatte ich noch Hoffnung, aber die hat aus unterschiedlichen Gründen abgenommen und ich stehe damit total alleine da. Ich schäme mich manchmal vor mir selbst, dass ich so töricht war zu hoffen, dass ich von etwas für andere selbstverständliches geträumt habe. habe das Gefühl, bestimmte Dinge sind nur für andere. Es brauchte lange bis ich über diesen Wunsch überhaupt reden konnte und nun ist es wahrscheinlich aus unterschiedlichsten Gründen zu spät.

18.11.2019 18:14 • x 2 #24


Szegfue
Zitat von Kind-in-mir:
Ich schäme mich manchmal vor mir selbst, dass ich so töricht war zu hoffen, dass ich von etwas für andere selbstverständliches geträumt habe. habe das Gefühl, bestimmte Dinge sind nur für andere. Es brauchte lange bis ich über diesen Wunsch überhaupt reden konnte und nun ist es wahrscheinlich aus unterschiedlichsten Gründen zu spät.

Ich kenne das auch mit der Scham. Aber es ist nicht ständig in meinen Gedanken. Eigentlich kann ich mich auch mit Menschen mit Kindern treffen. Das funktioniert ganz gut. Aber solche Momente sind selten. Neulich hatte eine Arbeitskollegin ihren 2-jährigen Sohn bei der Arbeit dabei. Das war ok.

Es ist nur manchmal schwer, wenn man auf Menschen trifft, die man nicht gut kennt und die dann fragen. Was ja auch ok ist, zu fragen. Weiß auch nicht, warum es manchmal schlimm ist.

18.11.2019 19:11 • x 1 #25


survivor3
Ich weiss nicht ,ob es fuer euch hilfreich ist,aber eine ehemalige Nachbarin aus D hat mit 47 Jahren ihr 1.Kind gesund zur Welt gebracht.
Mit ihr bin ich weiterhin in Kontakt,weil sie auch ein Auge auf unser Haus hat.

Sie ist zwar oeffters etwas gestresst,aber ist auch als "spaete Mutter" sehr zufrieden mit ihrer Entscheidung.

18.11.2019 19:18 • x 2 #26


Szegfue
Ja, sowas ist doch auch schön.. Wäre nicht das erste Mal, dass sich ein Kind anmeldet obwohl es "biologisch" nicht möglich war.

18.11.2019 19:22 • #27


survivor3
Zitat von Szegfue:
Ja, sowas ist doch auch schön.. Wäre nicht das erste Mal, dass sich ein Kind anmeldet obwohl es "biologisch" nicht möglich war.
Wieso soll das biologisch nicht moeglich sein?
Das haengt doch ganz von der jeweiligen Frau ab.

18.11.2019 19:24 • x 1 #28


Szegfue
meinte das nicht auf deinen Beitrag bezogen

manchmal hört man aber auch von Fällen, wo einer von beiden als unfruchtbar diagnostiziert wurde und es dann trotzdem geklappt hat

18.11.2019 19:25 • x 1 #29


Kind-in-mir
Zitat von Szegfue:
Ich kenne das auch mit der Scham. Aber es ist nicht ständig in meinen Gedanken. Eigentlich kann ich mich auch mit Menschen mit Kindern treffen. Das funktioniert ganz gut. Aber solche Momente sind selten. Neulich hatte eine Arbeitskollegin ihren 2-jährigen Sohn bei der Arbeit dabei. Das war ok. Es ist nur manchmal schwer, wenn man auf Menschen trifft, die man nicht gut kennt und die dann fragen. Was ja auch ok ist, zu fragen. Weiß auch nicht, warum es manchmal schlimm ist.


Bei mir ist es auch nicht immer gleich. Passe auch manchmal auf die Tochter von ner Freundin auf, das ist was anderes, kenne ich lange etc. Aber ich hasse es einfach mir freudestrahlend von Schwangerschaft, Babies etc was anhören zu müssen, blöde Fragen oder Sprüche wie "naja, dir war wohl anderes wichtiger" oder "wird schon noch" oder " es gibt nichts schöneres/schlimmeres" oder sonstwas anhören zu müssen wie entweder nur toll oder nur sch. alles mit Kindern ist. Einerseits bekommt man alles gesagt und erzählt und soll Anteil nehmen und andererseits wird man wie eine Aussätzige behandelt.

Das sind aber wirklich seltene Einzelfälle, @survivor3 . Trotzdem schön zu lesen.
Es ist mehr als schwierig in einem bestimmten Alter noch auf natürliche Weise schwanger zu werden.

18.11.2019 19:26 • #30


@gleichklang
Ich denke, dass es auch egoistisch ist, ein Kind in die Welt zu setzen, wenn man nur Angst hat, dass man im Alter allein ist. Ein Kind bedeutet Verantwortung---mindestens 18 Jahre lang. Ich sehe täglich, welche Aufgaben man als Eltern zu bewältigen hat. Mir persönlich ist das zu viel. Mit macht es Angst, wenn das Kind nicht so "läuft" und es dann immer irgendwelche Dinge sind, die mich überfordern würden. Mit Krankheiten kann ich auch nicht so gut umgehen, aus diesem Grund denke ich, dass ich keine gute Mutter wäre. Aber gut ist, dass Du dir Gedanken machst und abwägst.

18.11.2019 19:40 • x 3 #31


Kind-in-mir
Zitat von Marie1981:
wenn man nur Angst hat, dass man im Alter allein ist.


Das hat sie ja gar nicht als einzigen Grund angegeben, aber du selbst, nur du möchtest ja gar keine. Also, ganz ehrlich, das sind wieder diese typischen Sprüche und Belehrungen von Leuten, die ja selbst entweder schon welche haben oder noch nie welche wollten. Dass es egoistisch sei, man habe Verantwortung hat und es könne überfordern. Als wüßten das hier erwachsene Menschen zwischen 33 und Ende 40 nicht, sorry. Das heisst dann, jeder hier im Forum mit Einschränkungen dürfte keine Kinder haben. Ich denke, das muss jeder selbst abwägen, natürlich, aber ich persönlich möchte mich lieber mit Leuten austauschen, die es verstehen, was es bedeutet ungewollt kinderlos zu sein, nicht gewollt und nicht wie überall sonst, die es nicht verstehen, weil sie ja keine wollen oder schon haben. Noch niemals hier hat man Ruhe. Mich triggert das schon wieder zu sehr an. Tschüss thread.

18.11.2019 20:10 • x 4 #32


Szegfue
bin bei dir, Kind-in-mir. Finde es auch nicht hilfreich, wenn es solche belehrende Beiträge gibt.

18.11.2019 20:19 • x 2 #33


Sorry, das war nicht meine Absicht. Liegt wahrscheinlich auch an meinen Job....

Es werden auch immer Pflegeeltern gesucht, vielleicht wäre dies eine Alternative.

18.11.2019 20:31 • x 2 #34


Szegfue
Habe ich mir in der Tat mal überlegt. Aber noch nicht ausreichend recherchiert.

18.11.2019 20:39 • #35


survivor3
Pflegeelternschaft als Alternative zum eigenen Kind ist aber bestimmt nichts fuer Alle.
Denn das Kind bleibt nur fuer eine zeitlich begrenzte Zeit bei den Pflegeeltern.

Was den Aspekt angeht,Kinder zu wollen,damit man im "Alter nicht allein "ist..
Keiner weiss im Vorraus,wohin die Kinder mal gehen,wenn sie das Nest verlassen u/o ob sie 1x imJahr zu Besuch nach Hause kommen o die Eltern spaeter regelmaessig im Pflegeheim besuchen.
Weiterhin war "Kinder bekommen" schon immer "egoistisch",sei es um Erben zu haben,den Betrieb zu uebergeben,kostenlose Hilfskraefte zu haben.
Das ist noch gar nicht so lange her u zum Glueck vorbei.
Ich sehe es heute als einen natuerlichen Wunsch,den man/frau haben kann oder auch nicht und die repro Medizin leistet auch gute Arbeit.
Auf jeden Fall ist es heute moeglich,dass eine Frau Muttersein und ggfs Berufstaetigkeit einfacher organisieren kann ,als unsere Grossmuettergeneration.

Hiermit wollte ich Mut zusprechen....

18.11.2019 20:54 • x 3 #36


Jochanan
Für mich heißt Kinder zu haben einem Lebewesen das bestmögliche Leben zu geben, sodass es überhaus glücklich ist. Genau das ist auch der Grund warum ich Angst habe, weil ich mich frage, ob ich das kann.

Ich finde das sollte zumindest der Hauptgrund sein, warum man Kinder möchte.

Es ist eine Art Geschenk.

18.11.2019 20:58 • x 4 #37


Schwieriges Thema, nach wie vor auch für mich. Obwohl ich das Glück habe eine gesunde Tochter zu haben (nach der 4. ICSI) Eigentlich wollte ich immer eine große Familie. Nur mein Mann nicht...und dass er nach einer Krebserkrankung keine Kinder mehr zeugen konnte war ihm sehr recht. Ich habe viel Zeit bei Therapeuten verbracht. Am besten für dieses Thema fand ich eine Therapeutin die selbst keine Kinder hatte und sich deswegen auf Kinderwunschberatung spezialisiert hatte. Mit Gleichgesinnten darüber zu sprechen kann enorm helfen. Den ultimativen Tipp mit dem Schmerz umzugehen hab ich nicht. Hund ist aber bestimmt eine gute Idee. Geht nur leider auch nicht bei mir wegen Allergie.

18.11.2019 22:07 • x 2 #38


Schlaflose
Zitat von Gleichklang:
Das als Punkt B. Hinzu kommt, dass ich Einzelkind bin und auch meine Eltern jeweils keine Geschwister haben. Somit eine überschaubare Familie. Aufgrund all dieser Gedanken habe ich mega Angst, dass alles (Partner + Kind(er)) nicht klappt und ich im Alter alleine stehe.

Ich bin genau in dieser Situation, nachdem meine Mutter vor 4 Jahren gestorben ist. Bin ganz allein. Ich habe zwar noch eine Cousine und einen Cousin, die wohnen aber weit weg und man sieht sich meist nur einmal im Jahr. Aber ich vermisse trotzdem keinen Partner und Kinder. Abgesehen davon würde ich es denen sowieso nicht zumuten, mich zu pflegen, wenn es soweit käme.

19.11.2019 06:25 • x 1 #39


juwi
Das mit der Isolation im Alter macht mir auch große Sorgen. Aber das war nie der Grund für meinen Kinderwunsch. Die beiden Aspekte hängen für mich nicht zusammen. Denn man weiß nie, ob erwachsene Kinder Kontakt mit den Eltern halten. Gibt genug Familien, wo es kaum Kontakt gibt, obwohl nichts vorgefallen ist. Ich würde es auch respektieren, wenn ich große Kinder hätte und die ganz unabhängig sein wollen und ihr eigenes Leben führen, ohne mich. Glaube ich zumindest. Ich kann nur in der Möglichkeitsform sprechen, wie es wirklich wäre, weiß man nicht.
Mich macht das Thema sehr traurig. Werde ich je mit der Situation gut umgehen können? Ich fürchte, nein.

25.11.2019 21:53 • x 2 #40




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