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35

Cloudsinthesky
Guten morgen
Mir geht es gerade nicht gut, eher ziemlich schlecht und ich wollte es mir von der Seele schreiben.
Ich fühle mich so traurig und so abgetrennt von allem. Alle sind unterwegs, arbeiten, haben ein Ziel und einen Sinn und Leute um sich herum und ich bin allein und habe keine Menschen, Kolleginnen oder sonst was.
Ich arbeite normalerweise als vhs Dozentin, aber auch da bin ich ja im Grunde alleine, weil ich die Dozentin bin und die Teilnehmer wechseln ja. Nur einmal im Jahr sehe ich die anderen Dozenten.
Aber momentan geht nicht Mal das arbeiten da, weil ich seit Monaten Schwindel und Konzentrationsstörungen habe. Also verdiene ich auch kein Geld.

Mein Mann unterstützt mich sehr, soweit er kann, aber teilweise ist er auch genervt und außerdem hat er auch viel auf der Arbeit zu tun.

Ich habe keine Kinder, das macht mich auch unglücklich und traurig und ich bin auch zu alt für welche.
Am Wochenende hat meine nichte einen Auftritt gehabt und ich war dann so traurig, weil ich nie ein Kind haben werde, auf das ich stolz sein kann.
Mit 20 hatte ich eine Abtreibung, das hab ich nie verkraften können glaube ich.

Ich fühle mich so sinnlos in meinem Leben, alles wirkt unecht und ich lebe garnicht richtig.

Essen schmeckt mir kaum, ich esse, weil ich muss.
Schmerzen habe ich am Körper und im Nacken und mir ist es permanent schwindelig. Das Leben hat weniger Qualität als es eh schon mit chronischer Depression und Angststörung hat.
Das ganze fing einige Jahre nach der abtr an.
Teilweise hasse ich mich so sehr, das kann ich gar nicht richtig kommunizieren in der Therapie.
Ich weiß nicht, wie.

Ich denke, dass ich alles das was ich habe auch verdiene, also die Schmerzen, die schlimmen Gefühle.
Je mehr ich schreibe, je mehr spüre ich diesen Hass. Am liebsten würde ich mich schneiden, aber das habe ich nie gemacht und ein Teil von mir will es auch nicht.

Sorry, für den langen Beitrag, es kam eins zum anderen und dann auch viel nach oben.

Ich weiß nicht, wie ich das handhaben soll mit den Gefühlen und viel Therapie habe ich nicht mehr... Wenn keine Verlängerung genehmigt wird, noch 5h.

Danke falls es jemand bis hier gelesen hat.

03.12.2018 09:21 • 02.02.2019 x 2 #1


39 Antworten ↓


Plopp
Hallo,
bist du denn schon in der Menopause?
Es gibt ja viele Frauen die spät Mutter geworden sind.
du klingst jedoch so depressiv dass ich zuerst mal einen klinikaufenthalt anraten würde.
Liebe Grüße

03.12.2018 09:36 • x 2 #2


A


Fühle mich einsam und traurig - werde nie Kinder haben

x 3


S
Es tut mir sehr sehr leid dass es dir so schlecht geht.

Ich verfolge ja auch euren Jammer Thread und bin ehrlich gesagt ein bisschen bestürzt.... ihr triggert euch gegenseitig extrem. Aber wahrscheinlich benötigt ihr das einfach und dann ist es auch frei gewählt und okay.

Ja ich kann mir gut vorstellen dass du unter deine sogenannten Lebenslücke leidest. Einsamkeit ist etwas ganz Schlimmes, keine Kinder zu haben obwohl man welche will unverstellbar schmerzhaft.
Aber diese Lebenslücke dann mit Krankheiten und Symptomen zu füllen, was man wahrscheinlich unterbewusst macht, ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Wieso willst du dich selber mit dem Vorwurf der Abtreibung geißeln? Auch ich habe so etwas Schreckliches hinter mir und dennoch hatte ich damals meine Gründe und es mir ja nicht im Vorbeigehen leicht gemacht.

Ich kann dir jetzt auch keinen Rat geben, von wegen such dir ein Hobby oder wechsel die Arbeitsstelle oder so ein Quatsch.
Ich sage mir immer die Angsterkrankungen nehmen ohnehin wenn man älter ist mehr und mehr ab, da man auch müder wird. Bei Depressionen ist das Ganze schon gefährlicher.
Vielleicht benötigst du einfach stärkere Hilfe, da du dich ja scheinbar doch in einer Akut Situation befindest. Hier liegt ein Vorteil wieder dass du unabhängig bist und die notwendigen Maßnahmen ergreifen könntest. Sprich du hast keine Kinder die du versorgen musst.

Zwischen den Zeilen lese ich, dass du ein sehr sympathischer Mensch bist und ich sende jetzt einfach mal einen lieben Gruß aus München rüber und ich hoffe du findest in dein Gleichgewicht und wenn nicht dann schreib bitte ganz laut um Hilfe

03.12.2018 09:39 • x 2 #3


Cloudsinthesky
Nein bin ich nicht laut gyn, aber 45 bin ich und habe sogar geträumt, dass ich zu alt bin dafür.
Ich komme 8m Grunde zurecht. Was ich geschrieben habe ist das was hochkommt, wenn ich nicht abgelenkt bin...

Ich weiß ja nicht mal ob es mir schlecht genug geht für Therapie und ich nicht jemanden der es dringend braucht, den Platz weg nehmen mit meinen kikifatz Problemen wenn ich hier lese, was manche erlebt haben.

Danke für deine Antwort!

@SunnyJune danke für die lieben Zeilen.
Mit dem triggern hast du sicher recht. Ich denke, es gibt einfach auch einen halt und man ist weniger allein.

Ich weiß nicht, ob ich damals gute Gründe hatte, ich konnte garnichts fühlen und habe mich da glaube ich zum ersten Mal komplett von mir abgespalten. Hatte auch immer das Gefühl, dass mir das nicht passiert ist.
Falls meine Therapie nicht verlängert wird, werde ich mich nach einer tk umschauen.

Habe chronisch kranke Tiere hier, die mich immerhin brauchen und die tun mir auch gut.

Später bekomme mein mrt Ergebnis und da das ein großer trigger ist, worauf ich aber nicht so eingehen möchte jetzt, trägt das sicher auch bei.

Nochmal lieben Dank

03.12.2018 09:46 • x 1 #4


Schokopudding
Ich möchte dir Traumatherapie mit Fokus auf EMDR empfehlen. Hat mir sehr geholfen.

Ja, du hast das richtig erkannt. Der Schmerz muss durchlebt werden, um ihn integrieren zu können. Gleichzeitig gehört hier dazu, das zu akzeptieren, was in der Vergangenheit passiert ist. Du kannst es nicht mehr ändern, aber du kannst um dich selbst trauern und Mitgefühl für dich selbst entwickeln.

03.12.2018 09:56 • x 1 #5


S
Zitat von Cloudsinthesky:
Später bekomme mein mrt Ergebnis und da das ein großer trigger ist, worauf ich aber nicht so eingehen möchte jetzt, trägt das sicher auch bei.


Na das wird wohl momentan der Hauptverursacher deiner Stimmung sein. Ja wir haben ja leider alle keine Glaskugel und können dir das Ergebnis nicht voraussagen, aber es wird nichts schlimmes sein. Sich vor den Neuigkeiten des Befundes verstecken zu wollen bringt nichts. du wirst sehen hinterher wirst du dir denken ach was bin ich erleichtert.

Wenn dir der Jammer Thread Halt und Stütze gibt und du dich da aussprechen kannst, dann passt es. Man findet so gesehen Gleichgesinnte Punkt

Wenn du Therapie benötigst nimmst du in unserem Ärzte reichen Land niemanden einen Platz weg, nur mal so als Aktennotiz...

Du bist stark und einfühlsam, gib dir was davon ab

03.12.2018 09:57 • x 1 #6


Cloudsinthesky
Danke euch beiden! Sunny ich versuche sonst nie zu jammern und da kann ich es einfach rauslassen. Manches triggert mich natürlich, gerade wenn es jemanden sehr schlecht geht und ständig was neues ist, aber das überlese ich teilweise dann auch. Ich habe zwei beginnende Vorfälle und eine starke steil Stellung der hws... Da muss ich jetzt mal schauen... Die steilstellung kommt durch die schmerzen und umgekehrt macht sie auch schmerzen und ärgert die Wirbel. Der hirnstamm ist soweit mit zu sehen, unauffällig, das beruhigt mich sehr


Schokopudding das mache ich sogar schon, allerdings ist die Therapeutin total vorsichtig. Ich würde gerne mehr emdr machen, sie meint ich sei nicht so stabil. Hm ich würde gerne, aber kann sie ja nicht zwingen.

03.12.2018 11:23 • #7


Murmelmaus
Zitat von Cloudsinthesky:
Guten morgen
Mir geht es gerade nicht gut, eher ziemlich schlecht und ich wollte es mir von der Seele schreiben.
Ich fühle mich so traurig und so abgetrennt von allem. Alle sind unterwegs, arbeiten, haben ein Ziel und einen Sinn und Leute um sich herum und ich bin allein und habe keine Menschen, Kolleginnen oder sonst was.
Ich arbeite normalerweise als vhs Dozentin, aber auch da bin ich ja im Grunde alleine, weil ich die Dozentin bin und die Teilnehmer wechseln ja. Nur einmal im Jahr sehe ich die anderen Dozenten.
Aber momentan geht nicht Mal das arbeiten da, weil ich seit Monaten Schwindel und Konzentrationsstörungen habe. Also verdiene ich auch kein Geld.

Mein Mann unterstützt mich sehr, soweit er kann, aber teilweise ist er auch genervt und außerdem hat er auch viel auf der Arbeit zu tun.

Ich habe keine Kinder, das macht mich auch unglücklich und traurig und ich bin auch zu alt für welche.
Am Wochenende hat meine nichte einen Auftritt gehabt und ich war dann so traurig, weil ich nie ein Kind haben werde, auf das ich stolz sein kann.
Mit 20 hatte ich eine Abtreibung, das hab ich nie verkraften können glaube ich.

Ich fühle mich so sinnlos in meinem Leben, alles wirkt unecht und ich lebe garnicht richtig.

Essen schmeckt mir kaum, ich esse, weil ich muss.
Schmerzen habe ich am Körper und im Nacken und mir ist es permanent schwindelig. Das Leben hat weniger Qualität als es eh schon mit chronischer Depression und Angststörung hat.
Das ganze fing einige Jahre nach der abtr an.
Teilweise hasse ich mich so sehr, das kann ich garnicht richtig kommunizieren in der Therapie.
Ich weiß nicht, wie.

Ich denke, dass ich alles das was ich habe auch verdiene, also die Schmerzen, die schlimmen Gefühle.
Je mehr ich schreibe, je mehr spüre ich diesen Hass. Am liebsten würde ich mich schneiden, aber das habe ich nie gemacht und ein Teil von mir will es auch nicht.

Sorry, für den langen Beitrag, es kam eins zum anderen und dann auch viel nach oben.

Ich weiß nicht, wie ich das handhaben soll mit den Gefühlen und viel Therapie habe ich nicht mehr... Wenn keine Verlängerung genehmigt wird, noch 5h.

Danke falls es jemand bis hier gelesen hat.


Die Gedanken kenn ich auch... man fühlt sich so... sinnlos.

Hast du mal die Blutwerte testen lassen? Vitamin B12 und D, Eisen, Zink und Co? Seitdem ich zufütter, sind zumindest manche Symptome besser geworden - der Schwindel z. B.

Depressive Phasen habe ich weiterhin, wobei ich da immer mehr den Verdacht habe, dass die Hormone im Ungleichgewicht sind. Will nicht sagen, dass es nicht (auch) an der Seele liegt, die leidet, aber das triggert sich gern gegenseitig.

Man klammert sich ja irgendwie auch an jeden Strohhalm...

03.12.2018 11:43 • x 1 #8


Icefalki
Cloudi, evtl. nützt du jetzt mal diesen Thread, um über deine Hintergründe und Stimmungen zu schreiben. Ich seh das wie Sunny, im Schwindelthread seid ihr alle an den akuten Symtomen dran, ist auch ok, aber bringt euch nicht wirklich weiter. Ausser, dass ihr eben miteinander schreibt.

Hier kann man sich speziell um dich kümmern, sofern du das möchtest.

Thema Selbsthass, bzw. diese Versagensgefühle. Sie sind durchaus normal und nachvollziehbar, allerdings kontraindiziert.

Grundsätzlich solltest du mal eines verstehen. Man kann Krankheiten nicht dadurch verändern indem man sie nicht haben möchte. Oder sich mit gesunden Menschen vergleicht. Hier geht wahnsinnig viel Energie verloren, die man viel besser nutzen könnte um an sich zu arbeiten. Z.B. Selbstakzeptanz, Verzeihen, Erkennen der eigenen Persönlichkeit. Sich andere Sichtweisen aneignet. Usw.

Und natürlich auch was ausprobiert. Jetzt warten wir aber mal auf dein MRT Ergebnis. Bringt ja nix, nur im psychischen Bereich rumzulabern, wenn Befunde noch ausstehen.

03.12.2018 13:05 • x 3 #9


Cloudsinthesky
Hallo Murmelmaus, das alles ist bei mir leider in Ordnung. Danke aber für den Hinweis
Hormone spielen bei mir vor der Periode auf jeden Fall eine Rolle.

Icefalki das stimmt, dass es uns nur wenig bis garnicht weiter bringt, leider... es hilft ein wenig um die Angst zu lindern. Die ist heute bei mir auch wieder sehr groß. Ich nehme an, dass das MRT da einen großen Einfluß hatte, denn seit dem Tag ist Land unter bei mir.

Ich habe eigentlich immer ein schlechtes Gewissen, wenn man sich um mich kümmert und ich denke auch, etwas zurück geben zu müssen, aber wahrscheinlich liegt da mit ein Problem.
Es zu akzeptieren, dass andere sich vielleicht gern, oder zumindest ohne sich dabei zu verbiegen und sich zu opfern, kümmern. Ich helfe ja auch gern, wenn ich kann...

Also ich schreibe mal, was im Befund steht:
Steilstellung der HWS Flachbogige, linkskonvexe Seitauslenkung zerviokthroal.
Korrektes, dorsales Alignment der Wirbelkörper, keine Kompression (das klingt schon mal gut für mich).
Unauffällige Darstellung des Hirnstamms (hurra...das bin ich auch beruhigt).
Keine pathologischen Signalalterationen als Hinweis auf eine Myelopathie... (keine Ahnung und wurde mir auch nicht erklärt)
Beginnende Osteochondrose c5/6
Flache breitbasige Bandschebenprotrusion c5/6 sowie medio, rechts lateral akzentuierte Bandscheibenprotrusion c 6/7 mit jeweils geringer Verschmälerung des ventralen Subarchanoidalraums. Geringe diskogene Einengung des rechten Neuroforamens C6/7.
Also ich verstehe einiges, aber nicht alles. Der Orthopäde sagte dazu es wäre nicht schlimm und drückte mir ein Rezept für Physiotherapie in die Hand. Osteophatie könne ich versuchen (habe ich bereits) und sonst könne er mir leider nicht weiterhelfen...das kribbeln an den Fingern kommt wohl daher. Es ist nicht so tragisch und stört mich nicht sehr, aber es zeigt doch, dass da sehr wohl etwas ist und es nicht nur nicht schlimm ist?

Tja...schwindel ist jedenfalls heute enorm, aber ich vermute da diesmal wirklich die Psyche dahinter und die anstehende PEriode.
Meine Therapeutin meint es spielt beides mit rein, das organische in Form der HWS Probleme und das psychische. Ich möchte gern mal die Schmerzen los sein, die ich seit einem halben Jahr habe und hatte gehofft, der Orthopäde könnte mit mir zusammen einen Plan entwickeln, wie wir vorgehen. Aber mein Fall ist vermutlich einfach nicht schlimm genug, was ja auch einerseits gut ist, andererseits...was tu ich nun? Werde mir Übungen heraussuchen und auf HAltung achten. Er meinte ich habe ein Haltungsproblem (nach 12 Jahren Yoga? Hm).

03.12.2018 16:28 • #10


S
Also dein Befund hört sich ja im Gegensatz zu deinen Symptomen doch super gut an!

Alle möglichen schlimmen Sachen wurden doch jetzt ausgeschlossen! Du hast weder was am Hirnstamm, noch eine Rückenmarkserkrankung.

Deine Bandscheibenprobleme wird wohl ohne Physiotherapie und da musst du am Ball bleiben wohl nicht weggehen, auch altersbedingt ist da immer Veränderung drin. Du bist extrem angespannt und hast Muskelverhärtungen, aber das ist doch lösbar.

So gesehen sind es lediglich mechanische Funktionsstörungen!

Pfeif auf den Schwindel heute, es hat dir einfach jetzt alles nur so zugesetzt, die Angst vor dem Befund und so weiter

03.12.2018 16:45 • x 2 #11


Icefalki
MRT klingt echt ok. Man findet immer irgendeinen Befund, und mit dem Alter natürlich auch bissle Abnützungserscheinungen. Bekommt aber jeder.

Zitat von Cloudsinthesky:
Ich habe eigentlich immer ein schlechtes Gewissen, wenn man sich um mich kümmert und ich denke auch, etwas zurück geben zu müssen, aber wahrscheinlich liegt da mit ein Problem.


Hier würde ich mal ansetzen. Kann man nämlich auch anders deuten. Wenn man den Anspruch in sich trägt, dass man anderen zur Last fallen würde, ist dann eine Erkrankung doppelt so schwierig. Ständig möchte man das wegschieben, will ES nicht haben und trotzdem hat man ES. Man kämpft auf 2 Ebenen. Und da verliert man schnell den Boden unter den Füssen.

Weisst du, man hat ES. Egal was ES nun ist. Und je mehr du dagegen ankämpft, desto mehr bekommst du die Symtome, oder spürst du die.

Wenn es dich schwindelt, dann denk doch einfach mal, ok, ich habe eine echte Angsterkrankung, die jetzt gerade diese Symtome macht. Ist zwar blöd, aber mehr ist es nicht. Gehört nun mal zu der ganzen Geschichte und ich akzeptiere das mal so.

03.12.2018 16:57 • #12


Cloudsinthesky
DAnke SunnyJune ich bin auch echt froh, dass da jetzt so einiges mit ausgeschlossen wurde, denn ich habe ja kein Schädel MRT.
Ich hoffe, dass ich am Ball bleiben kann und noch Rezepte bekomme, denn selbst zahlen kann ich momentan nichts mehr. Habe fast 1000euro ausgegeben diees Jahr wegen dem ganzen Mist, Schmerzen und Schwindel und allem und da ich gerade nicht arbeite, bin ich jetzt echt pleite...

Was von den Symptomen könnte denn nun von der Psyche sein? MEine Therapeutin wird das wissen wollen, aber das konnte ich ja den Orthopäden schlecht fragen....ich tippe mal darauf, dass die Schmerzen zum größten Teil organisch sind? also da ist ja was und es gibt einschränkung in der Bewegung.
Der Schwindel, da vermute ich der kommt auch von den Verspannungen zum Teil und zum Teil aber auch nicht... vielleicht will sie es auch so genau nicht wissen, aber wahrscheinlich schon. schon in hinblick darauf, dass uns die stunden langsam ausgehen...

Danke Icefalki, aber wie bekomme ich die Schmerzen weg? Die belasten mich wirklich. Sind die grundlos sozusagen, also psychisch, oder durch den Befund verursacht?
Ich kann mir schwer vorstellen, dass sie grundlos da sind, denn ich spüre ja genau an den beiden Stellen meine Schmerzen und das war schon bevor ich das MRT hatte, also kann ich es mir jetzt nicht einbilden der Orthopäde meinte am problematischsten ist die Steilstellung, die müßte behandelt werden, nur wie, das sagte er mir nicht. Ich hoffe, dass da die Physios eine Idee haben werden...

Hm ich glaube mir fällt es unglaublich schwer eine Erkrankung zu akzeptieren und zuzugeben. Einmal, weil meine Mutter sich immer unglaublich riesige Sorgen macht, was mir dann das schlechte Gewissen verursacht, denn sie fokussiert dann total darauf, da tu ich lieber als ob und auch, weil in meiner Familie eigentlich außer mir keiner groß Krank ist... Ich würde mich glaube ich gern einfach mal fallen lassen und mich anlehnen, das fällt mir aber unglaublich schwer bzw empfinde ich es fast als unmögliche Schwäche...dabie hab ich einen lieben Mann.
Ich kann mir ja auch den Schwindel heute erklären und als vorhin meine Beine fast nachgegeben haben bin ich stehen geblieben und habe mal reingespürt, ob ich jetzt ECHT umfalle, oder ob das nur im Kopf ist. Und natürlich bin ich nicht umgefallen.
Ich freue mich, dass ich diese Woche noch Therapie habe um das ganze zu besprechen. Das MRT hat da ziemlich was angetriggert was auch mit der zuerst erwähnten Sache zu tun hat. Ich hatte mir damals in der TK noch überlegt, doch noch ein Kind z ubekommen (meine Freundin war mir 40 grade schwanger geworden) und dann wurde zufällg beim MRT ein Befund am Eierstock festgestellt und eine OP musste gemacht werden und das hat mich so dermaßen getriggert, das kann ich gar nicht sagen, es war schlimm.
DAs nur so als Hintergrund, warum mich das MRT so aus der Bahn geworfen hat und noch tut, weil ich es noch immer nicht wieder richtig eingeordnet habe.

03.12.2018 17:10 • x 1 #13


Icefalki
Ich hasse es auch, schwach zu sein. Hilft mir aber, dass ich das weiss. Insofern kann ich dann meine negativen Gefühle wenigstens einordnen .

So bleibe ich wenigstens innerlich aktiv.

Ich schreibe dir mal auf, wie ich die Sache mit dem Lagerungsschwindel hinbekommen habe. Zuerst, volles Grauen, dass hier mit mir was passiert, dass ich überhaupt nicht händeln konnte. War ja nachts um 3.00 Uhr morgens. Geweckt hab ich niemanden, (typisch für mich, erstmals alles selbst mit mir ausmachen ). Wurde natürlich nicht besser, also in mich gegangen und beschlossen, ich brauche Hilfe. Meinen Mann angerufen, der musste früher Schluss machen und ab ins KKH.

Also, im alten Muster war ich vorher, als ich mir dann Hilfe geholt habe, war ich aktiv, was mir immer noch schwer fällt, aber zwischenzeitlich von mir angenommen werden kann. Sprich, ich muss immer gegen meine alten Muster angehen.

Gleichzeitig auch meine weitere Überlegung, dass ich nach wie vor ein grosses Problem damit habe, nicht zu funktionieren. Ok, immerhin ist mir das bewusst und keine Neuigkeit. Wird auch ein Thema bleiben. Im Gegensatz zu früher macht mich das aber keine Angst mehr, also keine Panik, sondern hilft mir beim Verarbeiten meiner Problematik,
da ich meine Wesenszüge eben kenne und sie akzeptiert habe. Natürlich Dreh ich erstmals am Rad, wenn's mal wieder nicht so läuft, wie ich es gerne hätte. Aber dann hilft nix, dann muss ich's Hirn einschalten und über mich nachdenken.

Es hilft wirklich, wenn man mal versteht , wie man so tickt. Und auch den Kreislauf der Angst versteht. Angst führt definitiv zu Verspannungen und Schmerzen. Wenn also alles soweit med. abgeklärt wurde, dann sollte man das mal akzeptieren.

Ich weiss noch, dass ich mir damals gewünscht habe, alles hätte eine einfache Erklärung und mit einem Schlag wäre alles wie früher, ohne dass ICH einen Finger rühren müsste. Funktioniert aber nicht. Man wird von einigen Wünschen Abstand nehmen müssen, weil's eben nur so funktioniert, dafür viel lernen können, damit man loslassen kann.

03.12.2018 19:04 • x 1 #14


Cloudsinthesky
Danke Icefalki für deinen Bericht und deine Erfahrungen, das weiß ich sehr zu schätzen.
Ich denke innerlich hoffe ich noch immer, dass ich wieder so fit und aktiv bin wie 2015, bevor alles anfing so schlimm zu werden. Das ich Erfolg habe, arbeiten kann wie ein Tier.
Das ist glaube ich etwas, das habe ich noch nicht akzeptiert. Jetzt geht garnichts, damit komme ich überhaupt nicht klar und ich kämpfe dagegen an. Ich weiß nicht, wie ich akzeptieren kann, dass ich mit 45 so platt am Boden liege. ICh will das nicht akzeptieren fürchte ich und halte mich für schwach. Dabei wäre umgekehrt, den Dingen ins Auge schauen, zu akzeptieren, ja, es geht jetzt nicht, für sich einstehen, die wahre Stärke.
Es ist schwer, aber ich verstehe gut, was du meinst. Auch ich mache meine Panikattacken mit mir selbst aus und erzähle erst hinterher davon meinem Mann.
Gut, das ist vielleicht auch nochmal was anderes, aber auch bei LAgerungsschwindel, den ich ja nun bestimmt schon 6x mindestens hatte, wecke ich ihn nicht.
Vielleicht auch, weil ich es einordnen kann inzwischen.
Mir graut vor der nächsten Attacke, da ich meiner HWS wohl kaum mehr das Eply Manöver zumuten kann... damit habe ich es immer gut in den Griff bekommen, aber seit dem letzten Mal (zu oft Eply gemacht, öfter als nötig, zugegeben), habe ich ja die starken Beschwerden. Ich habe mir wohl da eine Art Schleudertrauma zugezogen, bzw mein letztes wieder schön belebt.

Was die Schmerzen angeht, so denke ich nicht, dass diese nur psychisch sind, sondern ich merke sie ja an den STellen, wo die Probleme der HWS sind.
ABer ich bin sicher, dass die Psyche, die Angst, verhindert, dass es gut heilt, denn dass das so lange dauert, ist dann wieder nicht normal. Bekomme ja seit Mai Physio recht regelmäßig.

Ich hoffe, dass ich davon noch einiges in der Therapie unterbringen kann... loslassen, sich anvertrauen, anlehnen können, das wäre so was, aber schon der Gedanken an anvertrauen und sich anlehnen macht mir Panikgefühle.

Liebe Incefalki ich danke dir ganz sehr für deine Antwort!

03.12.2018 19:43 • x 1 #15


S
Hi Cloudi,

hast du schon mal darüber nachgedacht ob die damalige MRT Diagnostik am Eierstock dir nicht nachträglich noch eine PTBS verschafft hat?

Die Angst vor dem Return ist ja eindeutig da. Es hat dich ja völlig aus der Bahn geworfen.
Versuch mal nicht immer zu ergründen woher die Beschwerden kommen. Du kannst es dir leisten, da du Ausschlussdiagnosen hast.

03.12.2018 22:42 • x 1 #16


Cloudsinthesky
Liebe sunnyjune danke für den Beitrag, ich werde das meiner Therapeutin mal so erzählen... Ja, ich bin echt durch den Wind.
Einerseits denke ich mir Mensch, stell dich doch nicht so übertrieben an, aber irgendwie klappt das nicht. Mir geht es vor allem körperlich viel schlechter seit Freitag und es war auch ständig das Gefühl da, jetzt bald zur op zu müssen ganz weg ist das auch nicht, trotz dem ich ja schwarz auf weiß den hws Befund in der hand halte.

03.12.2018 23:02 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

S
Na ja, so was kann schon auch der Horror sein, wenn man Diagnosen erhält, das einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird, wer nimmt das schon leicht mit. Du stellst dich überhaupt nicht an!

da ist doch ganz klar deine Angst nachvollziehbar.
Wobei wir hier auch wieder die Kontrolle abgeben müssen.

Ich wünsche Dir dass sich bald die BERECHTIGTE RUHE einkehrt und dich loslassen traust.

03.12.2018 23:19 • #18


Cloudsinthesky
Guten morgen, Ja, das stimmt. Ich dachte, dass ich sterben muss. Die hatte mir erstmal ja nicht sagen können , was sie da gefunden hat. Es wurde in der tk dann am nächsten gleich Blut für Krebs marker abgenommen und eine gyn Untersuchung durchgeführt. Aber die op stand auf jeden Fall an und das war sehr schwierig, weil ich sicher war, diese nicht zu überleben. Oder nicht unversehrt zu bestehen. Schwer zu sagen. Ich hatte keine Narkose Tod angs, sondern eine andere, aber die konnte ich nicht genau benennen und kann es noch nicht....

04.12.2018 08:22 • #19


S
wahrscheinlich eine Spinalanästhesie oder Peridualanästhesie. Viele gynäkologische Operationen werden so gehandhabt.

Naja aber da macht sich dein Traumata ja dann doch verstärkt bemerkbar. Ich werde auch definitiv verwunderlich wäre es anders. Du hast Todesangst verspürt und das schlummert noch in dir, deine Psyche hat das nicht vergessen, die Psyche kann man nicht überlisten.

Du hast somit überhaupt nicht zuviel reingesteigert, sondern dein Trauma ist eben einfach an die Oberfläche gekommen.

Kindern gibt man bei Eingriffen gerne Dormicum damit die eben genau solche Traumatas nicht entwickeln

04.12.2018 08:51 • #20


A


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