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Hallo liebes Forum

Ich bin Alleinerziehende Mama von meinem Sohn 15 Jahre und meiner Tochter (fast 13)

Ich weiß gar nicht wie ich es schreiben soll, aber ich habe die schlimmsten Traurigkeits Gefühle, so schwer fällt es mir das die Kinder älter
Ich hab ja keine Erfahrungen mit Pubertät, aber hätte auch nie gedacht das es so hart sein wird

30.08.2021 18:44 • 13.09.2021 x 1 #1


33 Antworten ↓


* so schwer fällt es mir das die Kinder älter werden*
Und das sie sich so sehr zurück ziehen und mit einem fast nichts mehr zu tun haben wollen.
Bleibt das jetzt so?

30.08.2021 18:49 • #2



So traurig das meine Kinder älter werden

x 3


Mariebelle
Ja,das bleibt erst mal so.

Das durchlebt jede Mutter/Vater/Eltern,dass die Kinder waehrend der Pubertaet ihre eigene Identitaet finden muessen.

Das ist nicht schlimm,das ist normal,aber in der Abnabelung sehr schmerzhaft,besonders fuer Frauen die ggf in der Mutterrolle ihre Lebensaufgabe sehen.

30.08.2021 18:55 • x 4 #3


Schlaflose
Zitat von Thats_me79:
Ich hab ja keine Erfahrungen mit Pubertät, aber hätte auch nie gedacht das es so hart sein wird

Du warst doch selbst mal in der Pubertät und hattest in der Schule jede Menge andere Pubertierende um dich. Ich habe selbst keine Kinder, weiß aber genau wie Kinder in der Pubertät drauf sind.

30.08.2021 19:36 • x 3 #4


Mariebelle
Zitat von Schlaflose:
Du warst doch selbst mal in der Pubertät und hattest in der Schule jede Menge andere Pubertierende um dich. Ich habe selbst keine Kinder, weiß aber genau wie Kinder in der Pubertät drauf sind.

Ja...Monster...

30.08.2021 19:41 • #5


Orangia
g r a u e n v o l l , der Alptraum schlechthin

30.08.2021 20:10 • #6


LERNWILLE
Und irgendwann kommen sie zurück. Ich sehe es an mir. Mit 20 wollte man nur weg und jetzt mit 30 weiß man was man an ihnen hat und welchen Wert sie haben.

Lass sie Mal eine Zeit lang fliegen und dann passiert das von ganze alleine :

30.08.2021 20:28 • x 6 #7


Feuerschale
Zitat von Thats_me79:
* so schwer fällt es mir das die Kinder älter werden* Und das sie sich so sehr zurück ziehen und mit einem fast nichts mehr zu tun haben wollen. Bleibt das jetzt so?

Ich denke, die Kinder sind nicht mehr so anhänglich wie früher, und sie entwickeln mehr eigene
Interessen und Gedanken ect., haben wenn es gut läuft ihre eigenen Freunde, ...

Aber du kannst ja mit ihnen im Gespräch bleiben (nur nicht zu sehr aufdrängen), fragen, was sie denken
oder auch neue Sachen entwickeln, die ihr gemeinsam machen könnt.
Sie unterstützen, was sie im Leben ausprobieren wollen.

Und du kannst ja auch schauen, was du für dich gerne tun magst, was du noch so für Interessen hast,
Freunde usw.

Wenn man zu sehr klammert oder die Zeit anhalten will, kann das sogar eher nach hinten losgehen.

30.08.2021 21:34 • x 2 #8


Vielen lieben Dank für eure Antworten. Ich weiß auch nicht. Habe schon Hobbys und definiere mich auch nicht nur als Mutter, es ist aber vom Gefühl her, als wäre man nicht mehr richtige Mutter ( was ja total idiotisch ist). Ich weiß nicht wie ich es erklären soll, aber ich vermisse die Zeit von vor ein paar Jahren so sehr. Habe es zum Beispiel so geliebt auf Spielplätze mit ihnen zu gehen, vermisse ihre kindlichen Persönlichkeiten. Hätte halt nicht gedacht das es so schmerzhaft ist, wenn sie einfach nur älter werden.

31.08.2021 00:15 • x 4 #9


Mariebelle
Ja,es reisst einem das Herz raus.
Aber sie meinen es nicht boese,es sind die Hormone.

31.08.2021 00:18 • x 1 #10


Es ist auch wunderschön zu sehen wie sie immer älter werden. Aber mein Mutterherz kommt da noch nicht hinter her mit ihrer Geschwindigkeit. Wahnsinn wie schnell das geht

31.08.2021 00:37 • x 2 #11


silverleaf
Ich glaube Dir, dass sich das ganz schlimm anfühlt !

Aber es ist nunmal der natürliche Gang der Dinge. Wir als Menschen haben auch eine biologische Komponente, und die sorgt dafür, dass wir irgendwann autonom werden und uns von unseren Eltern ablösen, und das ist gut und richtig so.
Ich finde es wichtig, an dieser Stelle nachsichtig mit sich selber zu sein und die Gefühle der Traurigkeit zuzulassen und zu "versorgen" (also Du für Dich selber, ohne Deine Kinder zu involvieren), dass Du Dir also Zeit nimmst, wenn Du z.B. mal alleine bist, in Erinnerungen zu schwelgen, vielleicht Fotoalben anzusehen oder anzufertigen, aber in Abwesenheit Deiner Kinder, damit sich bei ihnen kein "schlechtes Gewissen" bildet und sie immer das Gefühl haben, sie "dürfen" erwachsen werden. Zu akzeptieren, dass die Kinder sich verändern und irgendwann ablösen ist ein schmerzhafter Prozess, aber Akzeptanz ist hier ganz wichtig. Und dazu gehört auch, seine Trauer über etwas zuzulassen, dass bald so nicht mehr sein wird. Das tut weh, Veränderung tut weh, und das darf auch so sein (an dieser Stelle entschuldige ich mich für diesen überstrapazierten Therapeuten-Satz). Die Gefühle jetzt zu unterdrücken würde den Akzeptanz-Prozess behindern und nur dazu führen, dass Du diese Gefühle nicht loslassen kannst. Die Traurigkeit braucht Raum, um sich abschwächen zu können.

Dabei kann die Pubertät-Phase der Kinder den Eltern durchaus helfen, ihrer Kinder loszulassen. Betrachte sie also als einen hilfreichen Freund. Je furchtbarer, umso einfacher die Ablösung danach. Es ist fast wie eine Art Hilfe-Mechanismus der Natur, es den Eltern emotional zu erleichtern, sich zu lösen und sich fast darauf zu "freuen", das Theater und die Streitereien nicht mehr jeden Tag haben zu müssen.

Ich selber habe keine Kinder, aber beruflich früher mit ihnen gearbeitet und kenne daher die Qualen vieler Eltern aus erster (bzw. zweiter) Hand, die sie in dieser Ablöse-Phase durchleiden und habe viel mit ihnen darüber gesprochen.


Und falls das alles nichts hilft, hier eine kleine Beobachtung (bitte etwas humoristisch verstehen):
Ich weiß nicht, ob das ein tröstlicher Gedanke für Dich ist (ist auch nur ein Rand-Gedanke):
Es gab in den letzten Jahren durchaus eine gesamtgesellschaftliche Veränderung, die dazu geführt hat, dass scheinbar vielen Jugendlichen der Impuls verloren gegangen ist, das "Nest zu verlassen". Ich kenne soooo viele junge Erwachsene, die mit Mitte oder Ende 20 noch immer zu Hause wohnen.
Es ist fast so, als hätten Eltern heute eher das Problem, ihre Kinder "aus dem Haus zu bekommen"...

Ich habe in vielen Gruppentherapien mit jungen Erwachsenen gesessen, die 24, 26 oder sogar 30 Jahre alt waren und in der Gruppe über ihre Probleme mit ihren Eltern gesprochen haben, als seien sie noch 15 oder 16 Jahre alt....

Man weiß halt nie, was noch so auf einen zukommt .

LG Silver

31.08.2021 01:07 • x 3 #12


Mariebelle
Zitat von Thats_me79:
Es ist auch wunderschön zu sehen wie sie immer älter werden. Aber mein Mutterherz kommt da noch nicht hinter her mit ihrer Geschwindigkeit. Wahnsinn wie schnell das geht

Solange sie noch als teenager zuhause wohnen,sind sie ja noch da.Wenn sie zur Ausbildung,Studium,Liebe,Arbeit weit weg ziehen kommt erst der richtige Einschnitt.

Mich hatte das mitgenommen u ich war in ein Loch gefallen.

Empty Nest Syndrome

Aber auch das muss man durchleben,durchleiden und neue Ziele finden.

31.08.2021 01:17 • x 3 #13


kritisches_Auge
Ein Nachhilfeschüler sagte immer wenn ihm Vorhaltungen gemacht wurden, ich bin in der Pubertät. Natürlich war das nicht ganz ernst gemeint, aber es zeigt meiner Meinung nach, dass die Pubertät viel zu sehr hochstilisiert wird, oft neigt man dazu, Menschen nach dem Alter zu beurteilen, wenn sie jung sind, ist die Pubertät eine Erklärung für manches Verhalten, darauf folgt dann die Midlife crisis, dann das Alter,
Manches Verhalten der Kinder ist auch einfach nur unverschämt und sollte nicht mit dem Mantel der Pubertät entschuldigt werden.

Kinder verhalten sich in der sehr unterschiedlich, die einen pubertieren sehr, andere wiederum kaum, bei ihnen sind Stimmungsschwankungen und Bauchweh das größte Problem.
Warum nur immer das Bedürfnis nach einer einheitlichen Erklärung anstatt die jeweiligen individuellen Probleme zu sehen`..

Ich werde meine Kinder nie " loslassen" die Nabelschnur abtrennen, es sind meine Kinder, natürlich dränge ich mich ihnen nicht auf, ich halte mich zurück, aber meine Antennen schwanken leise hin und her und ich hielt es auch nicht für verkehrt mit pubertierenden Kindern über die eigenen Gefühle zu sprechen, eigene Verletzungen aufzuzeigen so wie ich dies in jedem Lebensalter in jeweils homöopathischer Dosis tat.

31.08.2021 09:57 • x 5 #14


moo
@Thats_me79 ,

ich kann Dich sehr gut verstehen. Die Tochter meiner Verfallsbegleiterin war 8 J., als ich sie kennenlernte und ist nun stolze 20. Somit "durfte" ich das volle Spektrum der Pubertät miterleben. Meiner Freundin hat seinerzeit das Buch "Wie badet man einen Fisch?" sehr geholfen. Ist recht nett zu lesen und nimmt der Dramatik hinsichtlich akuter Spannungen und allmählicher Loslösung etwas Schärfe.
"Liebe ist nie ohne Schmerz" hast Du selber richtig erkannt - schon mal eine wichtige Erkenntnis. Die Akzeptanz und der Fazit aus dieser Feststellung wären dann die nächsten beiden, wirklich entscheidenden Stufen.

31.08.2021 10:18 • x 3 #15


Orangia
Wenn die Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln, wenn sie groß sind, gib ihnen Flügel.

31.08.2021 11:47 • x 6 #16


Hoffnungsblick
Zitat von LERNWILLE:
Lass sie Mal eine Zeit lang fliegen und dann passiert das von ganze alleine :

Das hast du schön gesagt. Genauso ist es. Wenn sie "durch" sind und ihre neue Identität gefunden haben, dann können sie es sich wieder erlauben, zu schätzen, was ihnen ihre Mama war und weiterhin bedeutet.
Aber erst mal nicht.
Mir hat es in dieser Phase sehr geholfen, mir auch Flügel wachsen zu lassen und auch ein Stückchen flügge zu werden.
Wir haben als Frauen nicht nur die psycho-biologische Aufgabe, Kinder zu erziehen.
Wir sind auch Menschen mit eigenen Interessen.
Mir hat es geholfen, meine Hobbies zu vertiefen. Hobbies können sich zu wahren Leidenschaften entwickeln. Es können auch soziale Aufgaben in Vereinen etc. sein.

Auf zu neuen Ufern!

31.08.2021 20:16 • x 2 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

kritisches_Auge
Meine Kinder haben auch als Teenager geschätzt was ich für sie tat, haben mit mir geredet, sicher waren sie oft eklig, aber die Kommunikation war immer da.
Oft kamen sie abends, ich war dann ihr Mülleimer und legte jedes Buch beiseite.

Aber auch ich hatte Angst vor ihrem Weggang weil ich sie und die so anregenden Gespräche unendlich vermissen würde.

Ich kann also die Gefühle der TE sehr gut verstehen, aber es ergab sich für mich viel Neues das ich nicht gesucht hatte, aber das dann da war.

31.08.2021 20:48 • x 2 #18


kritisches_Auge
So ganz allmählich begann für mich ein neuer Lebensabschnitt, eine Art Pubertät auf höherer Stufe, ich entdeckte mich, was mir gefällt, ich konnte meine neue Unabhängigkeit genießen.

31.08.2021 21:33 • x 2 #19


Spaceman
Die Pubertät kann eine heftige Zäsur sein - für beide Seiten. Einerseits will - und muss! - man sich als Heranwachsender von den Eltern abnabeln, um überhaupt ein eigenes, eigenständiges Leben aufbauen zu können. Andererseits besteht immer noch das Bedürfnis der Eltern, ihre Kinder beschützen und behüten zu wollen. Das führt auf beiden Seiten zu inneren und äußeren Konflikten.

Diese Konflikte sind normalerweise, wenn alles einigermaßen gut läuft, nur vorübergehend. Beim meiner Schwester dauerte die Phase der Distanz nur kurz, bei mir sehr lang. Deine Kinder sind noch am Anfang der Pubertät. Das kann - muss aber nicht - in den nächsten Jahren noch heftiger werden. Ich hatte mit meinen Eltern zwischen 16 und 21 heftige Streitereien, die einerseits mit meinen damaligen Problemen aber auch mit deren Unverständnis, Gleichgültigkeit und mangelnder! Autorität zusammenhingen. Das ist ein diffiziler Drahtseilakt: Autorität versus Akzeptanz der Freiheit.

Versteh mich bitte nicht falsch, ich will Dir keine Angst machen, sondern Dich auf eine mögliche Entwicklung vorbereiten. Es kann noch schlimmer werden, aber wenn Du aufmerksam bist und das richtige Verhältnis zwischen ziehen lassen und Fürsorge schaffst, dann werden Deine Kinder auch wieder zurückkehren.

Wie Mariebelle sagte, spielen da Hormone, aber auch notwendige psychische Entwicklungen eine Rolle. Kurz: Es wird wieder besser (meistens).

Ich denke, es wäre gut, wenn Du die Traurigkeit über den Verlust Deiner "Kleinen" durch Stolz auf ihre tolle Entwicklung ersetzt.

Zitat von Mariebelle:
Ja...Monster...

Zitat von Orangia:
g r a u e n v o l l , der Alptraum schlechthin


Meine Mutter war der Meinung, dass Kinder zwischen 16 und 21 (man fragt sich warum dieses Zeitfenster?!) eingefroren werden sollten.

31.08.2021 21:49 • x 2 #20



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