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05.03.2017 16:19 • 29.03.2021 #1


44 Antworten ↓


Mittnacht
Liebe Zuspruchsuchende,

vielleicht kann ich dir als Nachbarin, die als "störend" eingestuft wurde, ein wenig weiterhelfen.

Als ich mit meinem Ex-Freund in unsere letzte Wohnung eingezogen bin, wurde uns von den unter uns lebenden Nachbarn sehr schnell klar gemacht, dass wir zu laut wären. Uns wurde erklärt, wie wir die Türen zu schließen hätten, wie wir die Treppe hinunter gehen sollten, wann wir welche Räume in unserer Wohnung zu benutzen hätten (unter unserem Wohnzimmer lag das Schlafzimmer der Nachbarn). Es war genau die gleiche Situation wie bei dir: In der Wohnung hatte zuvor ein sehr leiser Rentner gewohnt und plötzlich war da mehr Leben oben in der Bude. Da unsere Nachbarn sich von Anfang an total im Ton vergriffen hatten und sich auch beim Vermieter über uns beschwert hatten (was sich im Nachhinein als völlig überzogen herausstellte), waren bei mir direkt wieder Panikattacken angesagt und ich fühlte mich nicht wirklich wohl in meiner Wohnung.

Allerdings haben wir später einen Konsenz gefunden. Wir haben abgesprochen, einen Teppich ins Wohnzimmer zu legen, mein Ex-Freund hat seinen Lärmpegel beim Computerspielen und Fernsehen heruntergeschraubt (nachdem ich ihn quasi dazu gezwungen hatte) und dann lief es auch.

Wie gesagt, mit dem Hinweis an sich hatte ich überhaupt kein Problem, mit dem Ton allerdings schon. Daher würde ich dir empfehlen, dir vorher vielleicht ein paar Stichpunkte aufzuschreiben, was du sagen möchtest und vielleicht auch ein paar Sätze zu formulieren, die sich nicht biestig anhören. Also vielleicht so etwas wie "Die Geräuschdämmung funktioniert zwischen unseren Wohnungen anscheinend leider nicht so gut, daher höre ich von Ihnen mehr als gewöhnlich. Vielleicht können wir eine Lösung dafür finden?" Und dann gemeinsam mit den Nachbarn überlegen, was man tun könnte.

Kennst du die Leute denn, die obene eingezogen sind? Wenn man sie schon ein wenig einschätzen kann, dann ist es vielleicht leichter, einen höflichen Zugang zu finden.

Liebe Grüße
Mitti

05.03.2017 16:31 • x 2 #2



Stress durch Nachbarn

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Liebe Mitti,
erst einmal vielen lieben Dank fürs antworten!
Das ist sehr gut, dass du das Ganze aus der Sicht der anderen kennst. Und sehr hilfreich.
Ich habe leider überhaupt keine Ahnung, wer da eingezogen ist. Laut meinem Nachbarn nebenan, angeblich eine Mutter mit einem kleinem Kind. Dafür ist es aber in der Wohnung zu laut.
Beim Einzug habe ich mehrere ausländische Mitbürger gesehen, die Möbel über die Treppe nach oben geschleppt haben.
Und auch heute habe ich Stimmen von mehreren Personen gehört, als ich einmal nach oben geschlichen bin.
Ich kann im Moment überhaupt nicht abschätzen, wer da wohnt, wie viele Personen, ob Mann oder Frau oder Kind. Da sich um eine 1-Zimmer-Wohnung handelt, dachte ich eigentlich, so viele Personen können es nicht sein. Allerdings habe ich da auch schon andere Dinge erlebt. Man wundert sich manchmal, wie viele Personen sich in eine kleine Wohnung einer Großstadt zwängen können.

Auch das ist eine Schwierigkeit, weil man sich da so überhaupt gar nicht drauf einstellen kann.
Dazu wohne ich in einem Hochhaus und habe irgendwie auch noch Angst, dass womöglich die Geräusche dann gar nicht aus der Wohnung alleine kommen und ich vielleicht jemanden zu Unrecht beschuldigen könnte, ein Teil vielleicht aus einer Wohnung nebenan kommt und ich es nur falsch geortet haben.

Bei uns im Haus ist es nicht üblich, sich als Nachbar neu vorzustellen oder Hallo zu sagen oder irgend etwas vorbei zu bringen, so wie auf dem Land vielleicht.
Deshalb wäre das auch gegenüber den anderen Nachbarn schon eine etwas merkwürdige Situation.
Ich kann vielleicht wirklich nur einmal hochgehen, wenn gerade wieder Lärm ist, klingeln und einfach höflich fragen, ob es sein kann, dass in meiner Wohnung übermäßige Geräusche von dort ankommen. Und das vielleicht die Trittschalldämmung nicht so funktioniert und mal fragen, ob sie Teppich oder Parkett in der Wohnung haben.

Ich habe sogar schon überlegt, in meiner Wohnung DämmPlatten an die Decke zu bringen. Allerdings weiß ich nicht, ob es was bringt und ich habe an der Decke außerdem Aufkleber, die ich dann ja aussparen müsste. Bringt also auch nichts.

Aber es hilft mir schon, dass du sagst, die Bemerkung an sich wäre nicht schlimm gewesen, wenn ich es schaffe, einen höflichen Ton zu bewahren. Daran muss ich im Vorfeld arbeiten.
Danke dir auf jeden Fall!

05.03.2017 17:46 • #3


Brandungsburg
Zitat:
Ich kann vielleicht wirklich nur einmal hochgehen, wenn gerade wieder Lärm ist, klingeln und einfach höflich fragen, ob es sein kann, dass in meiner Wohnung übermäßige Geräusche von dort ankommen.


Würde ich auch so machen. Solange du höflich bleibst, kann dir ja niemand ans Bein p***, mich würde so Getrampel auch tierisch nerven.

Grüße von Jamie

05.03.2017 18:05 • x 1 #4


Ich denke, es ist ganz gut, sich im Vorfeld auszutauschen mit anderen, Das hilft mir auch etwas, wieder runter zu kommen.
Vielleicht kommt es ja den Nachbarn gar nicht so vor, als wenn sie selbst laut sind. Und die wissen ja auch nicht, dass ich ein extrem geräuschempfindlicher Mensch bin, der sehr leicht gestresst ist.
Wenn ich so darüber nachdenke, ging es mir vor zehn Jahren ähnlich. Meine Nachbarin nebenan kam auch nach ein paar Minuten rüber und meinte, ob ich mal leise sein könnte mit meiner Musik. Dabei kam mir das überhaupt gar nicht laut vor. Und dann hat sie mir später genau erzählt, wann ich meine Wäsche schleudere. Da habe ich auch gedacht, die hängt mit dem Ohr nur an der Wand. Mittlerweile wohnen wir seit zehn Jahren nebeneinander, grüßen uns höflich auf der Treppe und kein Mensch beschwert sich mehr über den anderen.
Vielleicht gewöhne ich mich ja auch an einen gewissen Geräuschpegel mit der Zeit.

05.03.2017 18:15 • #5


Zitat von Zuspruchsuchende:
Vielleicht gewöhne ich mich ja auch an einen gewissen Geräuschpegel mit der Zeit


Zumindest wirst Du lernen,Dich damit zu arrangieren.
Vielleicht richtest Du Deinen Tagesablauf -wo möglich- nach Deinen Nachbarn aus.Wenn die grade wieder rumpoltern,gehst Du einkaufen oder spazieren.Oder Du drehst selber die Musik auf.
Und wenn die Obermieter erfahrungsgemäß die Wohnung verlassen,bleibst Du zuhause und genießt die Ruhe.
Anfängliche Widerstände nach dem Motto:"So weit kommt´s noch,mir von meinen Nachbarn diktieren zu lassen,wann......!"wirst Du bald ablegen,glaub mir.
Pragmatismus ist hier gefragt.Ist einfach nervenschonender.

Der eigentliche Skandal ist aber die Hellhörigkeit vieler Häuser,bzw, Wohnungen.Selbst wenn man sich normal verhält und keine große Randale veranstaltet,dringt der Lärm zu den Nachbarn vor.
Wo man hinhört, klagen Menschen über laute Nachbarn.

Wenn alles nichts hilft,sollte man rechtzeitig ein "Lärmprotokoll" führen.Und sich vielleicht hin und wieder einen Zeugen hinzuziehen.
Solidarität von Nachbarn aus demselben Haus ist natürlich immer am besten.

05.03.2017 18:55 • x 2 #6


Also ich muss sagen, meinen Tagesablauf nach dem Lärm der Nachbarn richten, soweit wird es mit Sicherheit nicht kommen. Wenn ich mich ausruhen oder schlafen möchte, möchte ich keine laute Musik hören. Und am Sonntag werde ich auch nicht irgendwo einkaufen gehen können oder meine Wohnung verlassen und flüchten vor dem Lärm. Dann eher die vorsichtige Konfrontation suchen und um Ruhe bitten.
Ich hoffe darauf, dass es vielleicht nur ungewohnt ist und mich der Lärm irgendwann weniger stören wird.
Ich fürchte, dass ich hier mit einem Lärmprotokoll oder mit dem Holen der Polizei nicht weit kommen werde. Denn lautes Fersenlaufen ist ja in dem Sinne nicht verboten. Und vermutlich werden hier auch keine kriminellen Dezibelwerte erreicht. Ich denke mal, mein Nervenkostüm liegt nach zwei Wochen krank sein auch ziemlich blank.

05.03.2017 19:20 • #7


Ich spreche vor dem Hintergrund von Obermietern,die zwei kleine Kinder hatten,die die Wohnung wahlweise in einen Spielplatz oder einen Sportplatz verwandelt haben.
Kinder können auch verdammt laut auftreten,da staunt man.Gerade,wenn sie rennen.

Auf meine diplomatischen Versuche hin,ins Gespräch zu kommen,wurde mir geantwortet:"Das ist unse Lebensstil und den wollen wir nicht ändern!"

Ich fürchte,dass die meisten Lärmverursacher nicht bereit sind, ihren Lebensstil zu ändern.

05.03.2017 19:28 • #8


Das kenne ich auch. In meiner vorvorletzten Wohnung bin ich ausgezogen aus diesem Grunde. Dort hatte ich vier Jahre lang gewohnt und das Kind über mir war damals noch klein und konnte noch nicht laufen. Als es dann laufen konnte, hat es dies auch getan. Nachts um zwölf!
Es handelte sich um eine türkische Familie und dort sind halt die Uhrzeiten etwas anders und die Aktivitäten. Auf mein klingeln hin, ob denn nachts mal Ruhe sein könnte, bekam ich die Antwort: Kinder müssen spielen.
Aber nicht nachts um zwölf! Ich war dann auch irgendwann mit den Nerven so fertig, dass ich mir eine neue Wohnung gesucht habe.
Daher weiß ich auch, wie viele Menschen man in einer zwei Zimmer Wohnung unterbringen kann. Bei dreimal klingeln haben mir drei verschiedene Männer die Tür aufgemacht, ohne dass irgendjemand aus- oder eingezogen wäre.

05.03.2017 19:34 • x 1 #9


ichbinMel
Zitat von Zuspruchsuchende:
Ich fürchte, dass ich hier mit einem Lärmprotokoll oder mit dem Holen der Polizei nicht weit kommen werde.

05.03.2017 19:42 • #10


ichbinMel
Zitat von Zuspruchsuchende:
Ich fürchte, dass ich hier mit einem Lärmprotokoll oder mit dem Holen der Polizei nicht weit kommen werde.


Wenn du das machst dann hast du neue Feinde......bleib ruhig und geduldig .Zum einen wirst du dich daran gewöhnen das es nun etwas lebhafter ist .Und du kannst sofern es wirklich zu laut ist mit ihnen freundlich in Kontakt treten .Haben die Leute Kinder die laut sind dann kann man auch ins Gespräch kommen -vielleicht ist man sich sogar sympatisch da kann man dann eh leichter das Gespräch auf die Lautstärke lenken .Das ist der Nachteil in manchen Wohnungen hört man einfach alles .Ich kann dich verstehen ,aber ich verstehe auch sehr gut die Leute die oben wohnen ,denn wenn die Bude schlecht gedämmt isoliert oder was auch immer ist kannst du leise sein wie du willst du hörst trotzdem alles .Ich bin vor 3 Jahren umgezogen nicht nur weil ich mich vergrößern wollte ,sondern in 1 Linie weil ich unerträgliche Nachbarn hatte ,alle ohne Kinder komplett verbiestert.Zum Glück hatte ich den Vermieter auf meiner Seite.Seh es auch mal so sei doch froh das du nicht alleine im Haus bist -das ist leben .Ich glaube nicht das die mit Absicht trampeln .Wie viele Leute sind das denn ist das eine Familie? Mit dem hämmern und klopfen kann ich dir nur sagen ...lasse klopfen wenns nicht gerade ne Stunde ist dann lass fünfe gerade sein .Leben und leben lassen so hab ich das hier auch gemacht nachdem Buch geführt wurde wann das letzte mal der Staubsauger an war und so weiter .Ich hab denen damals klar gemacht, egal was du unternehmen wirst wir werden nicht ausziehen gewöhnt euch dran das wir nun hier wohnen-ihr könnt es euch schwer machen oder wir machen es uns leicht und leben einfach . Wenn dich das so sehr stört, such das Gespräch aber sei versöhnlich ,denn Nachbarschaftsstreit kann an den Nerven zerren und ist unnötig denn er macht das Leben schwer .Ich wünsche dir viel Glück -das wird schon ,gib den neuen etwas Zeit .

05.03.2017 20:00 • x 1 #11


Ich finde nicht, nur wenn man keinen Kinderlärm mag, dass man deswegen als verbiestert gilt. Ich gehöre dann leider auch zu denen. Ich habe mich in meinem Leben gegen Kinder entschieden und mag auch den Lärm nicht.
Da ich aber in einer Einzimmerwohnung wohne, muss ich eigentlich auch nicht damit rechnen, dass über mir dann in die gleiche Einzimmerwohnung eine ganze Familie einzieht.
Bisher weiß ich noch nicht, wie viele Menschen dort wohnen. Ich habe sie nur reden hören, das kann aber auch Besuch sein. Und im Moment ist auch noch jeden Abend irgend ein Hämmern und bohren zu hören vom Einrichten, welches zum Glück nach 20:00 Uhr nicht mehr da ist. Sonst wäre ich schon längst oben gewesen. Denn an die gesetzlichen Zeit muss man sich schon halten, finde ich.
Ich glaube auch ehrlich gesagt nicht, dass es sich da um Kinder getrampel handelt. Denn Kinder laufen anders, das wären kleine kurze Schritte. Dieses hier sind lange schwere Erwachsenenschritte. Einfach Menschen, die die Füße nicht ordentlich hochheben können oder nur mit der Ferse auftreten.

05.03.2017 20:35 • #12


ichbinMel
Zitat von Zuspruchsuchende:
Ich finde nicht, nur wenn man keinen Kinderlärm mag, dass man deswegen als verbiestert gilt.
Das kommt ganz drauf an was man unter Lärm versteht.Kinderlachen oder vergnügtes gequike da gibts auch schon Nachbarn die würden den kleinen am liebsten den Hahn zudrehen .Es gibt so Leute .Klar hat man auch das Recht auf Ruhe .Es kann sehr nervig sein wenn jemand trampelt .Ich hatte mal ne Nachbarin mit 4 Kindern über mir wohnen das war alles andere als angenehm zumal es Nachts um halb eins noch laut war.Wie gesagt such das Gespräch und sei einfach nett nicht ungehalten.
Haben die über dir auch eine ein Zimmer Wohnung ?

05.03.2017 20:46 • #13


Och je, laute Nachbarn... ich hab da auch zwei Erfahrungen. Die eine von einer Flüchtlingsfamilie aus Eritrea mit kleinem Kind. Die Wohnung wurde zum Aussenspielplatz und das kleine Kind natürlich nicht gemassregelt, weil es ein Junge war. Auch auf mein (nettes) insistieren hin nicht. Ich schrieb damals die Bachelorarbeit und meine Nefven lagen eh schon blank. Hab mich dann mit Tavor betäubt und Wachsoropax getragen oder mit Kopfhörer Musik gehört. Wir sind dann aber auch ausgezogen, es war wirklich nicht zum aushalten.

Dann in der neuen Wohnung war Ruhe, ein älterer Herr obendran. Sehr selten hörte er Musik oder sah Fernseh, die Schritte störten mich nicht.

Dann kamen neu, junge Nachbarn. Von da an wieder jeden Tag Musik. Ich ging klingeln, bei Ihnen war Zimmerlautstärke. Es ist also das Haus, ein altes Haus, mit viel Holz. Holz trägt den Schall. Also ertrug ich das bis 22:00 Uhr, danach ging ich motzen, insgesamt 5 mal, machte Vorschläge, dass sie die (Tragbare kleine Boxe) doch auf ein Kissen oder einen Schaumgummi stellen. Dies wurde manchmal so gemacht, nach einem erneuten sagen von mir, dann mit der Zeit wieder die alte Leier.

Ich wurde richtig wütend auf die und fand die immer wie doofer und respektloser. Es gesellten sich dann noch Kaffeeflecken im Treppenhaus dazu die natürlich niemand von den Verursachern wegwischten etc. Das wurde für mich immer mehr zu einem Problem, ich fing an denen aus dem Weg zu gehen.

Dann habe ich beschlossen, das ich diese beistehen Gefühle nicht mehr haben will und habe darüber meditiert. Komischerweise ist seitdem besser geworden mit dem Lärm. Ich hoffe es hält an. Und ich weiche auch nicht mehr aus .

05.03.2017 21:10 • x 2 #14


Zitat von ichbinMel:
Zitat von Zuspruchsuchende:
Ich finde nicht, nur wenn man keinen Kinderlärm mag, dass man deswegen als verbiestert gilt.
Das kommt ganz drauf an was man unter Lärm versteht.Kinderlachen oder vergnügtes gequike da gibts auch schon Nachbarn die würden den kleinen am liebsten den Hahn zudrehen .Es gibt so Leute .Klar hat man auch das Recht auf Ruhe .Es kann sehr nervig sein wenn jemand trampelt .Ich hatte mal ne Nachbarin mit 4 Kindern über mir wohnen das war alles andere als angenehm zumal es Nachts um halb eins noch laut war.Wie gesagt such das Gespräch und sei einfach nett nicht ungehalten.
Haben die über dir auch eine ein Zimmer Wohnung ?


Ja das ist die gleiche Wohnung wie meine. 45qm und ein Zimmer mit Schlafnische.

@Freisein
Das klingt ja so, als wenn sich gar nicht der Lärm geändert hat sondern deine Einstellung dazu. Das wäre ja toll, wenn ich das auch schaffen könnte.

Aber soweit bin ich wohl noch nicht. Den Rest des Nachmittags war es ruhig, weil die da oben nicht zu Hause waren. Vor einer Viertelstunde sind sie heimgekommen und schon gehen die Geräusche wieder los. Ich kann nur hoffen, dass sie früh ins Bett gehen, weil sie morgen arbeiten müssen. Zumindest muss das mehr als eine Person sein, denn ich höre auch Unterhaltungen. Obwohl, ich rede auch manchmal mit mir selbst oder diktiere meinem iPhone
Bei uns handelt es sich um ein altes Hochhaus mit acht Stockwerken von 1967, ich weiß nicht, wie die Isolierungen hier ist. Meinen Nachbarn nebenan höre ich auch. Ich höre seinen Hund bellen, ich höre seinen Wecker oder sein Telefon und ich höre, wenn er am pfeifen ist. Nur dass ich das eben seit zehn Jahren höre und mich daran gewöhnt habe. Das Pfeifen morgens um sieben habe ich ihm allerdings auch schon ab und zu vorgeworfen und dann mal wieder um etwas mehr Ruhe gebeten. Dann lachen wir beide und dann ist es gut.

Auch so Dinge, die immer wieder zu einer Uhrzeit passieren, jeden Abend oder jeden Morgen lässt irgend jemand die Jalousie hoch oder runter. Aber das sind Dinge, die stören mich nicht. Ich wohne in einer Großstadt und mich stört auch kein Straßenlärm von draußen oder die Trambahn.
Am allerschlimmsten ist eben dieses Getrampel, genauso wie Bass Töne von Musik.

05.03.2017 21:29 • #15


Oha, mein Thema.

Aaaalso, ich wohne jetzt hier seit Ende 2011, 4 Etagen, ich in der dritten. Waren alles ältere Mieter.

Ich bin in der 3. Etage. Die Wohnung über mir hat jetzt glaube ich die 4. Mieter in der Zeit.

Die jetzigen Obermieter sind der Hammer, ich nenne sie Dick und Doof, weil sie wirklich so erscheinen und sich auch so benehmen.

Trampeln! Hausschuhe kennen die nicht, ok, hab ich mich mit arrangiert.
Türen schlagen, vornehmlich die Haustüre, aufschließen, rein trampeln, rums! Klinke? Näh, wozu?
Fersehen, Musik! Erst wars immer ruhig. Dann so, dass ich es grad so hörte.
So! Hältst de stille, geht ja noch, will ja nicht kleinlich sein.

Pfff, ja, es wurde dann immer schleichend lauter. Ging jetzt etliche Wochen, FS Tag und Nacht durch, dass ich alles hören konnte, egal in welchem Zimmer.

Dann Musik, was weiss ich für nen schei., schön laut. Ich konnte nix mehr verstehen an meinem FS oder Radio.

Bin dann mal in den Flur in der Nacht, na klar, es hallte durch ganze Haus, bis runter zum Eingang.

Hab versucht, mit Ohrenstöppel rumzulaufen, aber das ist ja total bekloppt am Tage. Dann hör ich ja garnix mehr und es drückt so in den Ohren.

Das Beste ist, es war meist nur laut, wenn der Typ da war/ist. Dabei wohnt der garnicht hier, nur die ist hier gemeldet. Er wohnt umme Ecke. Ist aber jeden Tag hier und oft Nachts.

Nachbarn munkeln, die beduppen das Amt, naja. Geht mich nix an.

Vor paar Tagen bin ich ausgeflippt, also für meine Verhältnisse. Es war drei Tage lang durchweg laut und ich hatte nicht geschlafen, es ging mir echt dreckig. Es war kurz nach 8 abends.

Ich Tür auf, halbe Treppe hoch, gehorcht. Ja klar, schön lautes Geplärre aus der Bude, alles andere ruhig.

Herz gefasst, geklingelt. Er macht auf und guckt blöd wie immer, hä?

Ich: Mal eine Frage, hören Sie eigentlich irgendwas von mir unten? Er schüttelt den Kopf.

Ich: Schön. Aber ich höre alles von Ihnen hier oben, in jedem Zimmer. Er guckt noch blöder, schüttelt den Kopf, verdreht die Augen. Ich sag nur noch, tja wenn es nicht besser wird, muss ich halt zum Vermieter

Boah, mir haben die Beine geschlottert.

So, wieder runter, Türe zu. Alles in ruhigem, muss ich dazu sagen.

Hörte dann, wie sie im Flur rumwuselten und bei Nachbars gebimmelt haben, hat aber keiner aufgemacht.

Fakt ist, so geht es nicht. Ich hatte aus Verzweiflung auch versucht, meine Geräusche anzupassen, um die oben zu übertönen. Geht ja auch nicht, weil zu laut für mich und zu laut für meine Untermieterin. Und nur wegen solch bekloppten Leuten.

Die Alte von dem hat auch schon öfter rumgeheult wie ein Teenie, dabei sind die um die Mitte 50.

War paar Tage Ruhe, heute Morgen dann schon wieder der FS, so wie es anfing.

Werde sehen, wie es weitergeht.

Tipp: Es gibt Schallpegelmess Apps bei Google Play.

Am besten ist, man gewinnt im Lotto und kann sich ein Häuschen kaufen im Grünen, wo es ruhig ist.

Weil, wer empfindlich ist, der zieht so Mieter an, bei mir geht das schon solange ich denken kann.

Boah, das hat gut getan, sich mal auskotzen.

Achso, es stört eigentlich nur diese Permanente. FS oder Radio.

Danke.

05.03.2017 22:04 • x 1 #16


Also, meine Einstellung zum Lärm kann ich nicht ändern. Nur zu denen, weil ich wollte mich nicht selbst mit dem vergiften, darum ging es mir! Kann doch nicht angehen, dass jemand anders so viel Macht über mich ausüben kann! Es war nur so seit dieser Meditation, dass keine Musik mehr gehört wurde von oben. Keine Ahnung warum, sonst war jeden Tag Musik. Ich hoffe es bleibt nun so in diesem Rahmen wie es genau jetzt ist.

Und ich stimme dir absolut zu, diese Bässe, das ist das Schlimmste! Zum durchdrehen, wirklich. Lärm kann man ja auch nicht so gut beeinflussen wie andere Dinge, der ist einfach und weghören geht ja nicht, wenns trotzdem wummert und tut.

Ich denke zu einem Teil wirst du dich arrangieren müssen aber zu einem Teil sollten die sich auch an den Rest der Mieterschaft anpassen und mal nicht so rumeiern.

05.03.2017 22:40 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Valmont
Ha, ich bin ja froh das es außer mir noch andere gibt, die von ihren Lauten Nachbarn genervt sind.
So richtig was zu sagen trau ich mich auch nicht. Zumal dazu kommt, das ich seit Anfang des Jahres wieder Single bin, und alleine sehr viel weniger Geräusche mache als eine Familie, und auch viel mehr auf Geräusche von anderen achte.

Bei mir gehts auch um den Typ über mir, er schleppt offenbar dauernd irgendwelche Mädels ab (laut Vermieterin ist er Single) und dann geht es mitten in der Nacht zur Sache. Es läuft immer sehr ähnlich ab: sie poltern die Treppe hoch, an meiner Wohnung vorbei, sind offenbar angetrunken, lachen, reden laut, Türenknallen. Sind sie in der Wohnung wird Musik aufgedreht, und kurz darauf geht die Stöhnerei los. Und das mitten in der Nacht, und immer so etwa ne halbe Stunde.
Das geht mir so auf die Nerven, denn ich wache jedesmal davon auf. Und im Moment - so kurz nach der Trennung von meinem Freund - find ich das besonders schlimm.

Das blöde ist, ich trau mich nicht was zu sagen. Ich wollte schon ein paar mal klingeln, aber ich hab totale Panik, weil ich den Typ nicht einschätzen kann. Ich hab schon fast paranoide Ängste vor Rache und Mobbing.
Im Moment weiß ich auch nicht so richtig was ich machen soll.

05.03.2017 22:54 • #18


@Valmont kennst du jemanden im Haus, dem du dich anvertrauen kannst und der dir helfen würde mit klingeln und sagen?

Also wenn ich alleine wär, hätte ich wohl auch mehr Schiss....

05.03.2017 23:35 • #19


Na für Nachts kann man doch Stöppel nehmen.

Gibt da so schöne Softdinger, Ohropax ist grausiges Zeuch.

Bisschen Kindercreme in die Löffel geben, drehen und rinn damit. Bisschen fummeln, bis sie angenehm sitzen.

Nehme die Kaufmann Kindercreme, ist so eine grüne Metallschachtel, gibts auch in klein, z.B. bei Kaufland, Rossmann etc.

Einen Versuch wäre es doch wert, bevor ich mir das Gestöhne anhören muss.

06.03.2017 00:44 • #20



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