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Trixie90
Huhu

Muss einfach mal was los werden und vielleicht hat ja jemand Tipps für mich.
Seit knapp 2.5 Jahren hab ich leider körperliche Probleme die mich sehr belasten.
Dieser Umstand ist für mich schon echt schwer.
aber seit ein paar Monaten wird es auf der Arbeit immer schwieriger für mich.
Die Menschen aus meinem Team mobben sich aufs ärgste und es gibt nur noch Streit und lästereien.
Ich habe schon Bauchschmerzen wenn ich daran denke, dahin zu müssen weil wieder nur Streit und Geschrei herrschen wird.
Deshalb hab ich mich entschieden Bewerbungen zu schreiben.
Aber diese Ungewissheit, vielleicht was zu bekommen, das dann bevorstehende Vorstellungsgespräch, neuer Arbeitsplatz, dazu die körperlichen Dinge an denen ich zu knapsen hab und dann auch noch alle Termine unter einen Hut zu bekommen... da kriecht mir schon beim schreiben die angst in den nacken.
Ich versuche seit längerem im Umkreis einen Psychotherapieplatz zu bekommen, aber schon bei 90% der Bandansagen wird gesagt, dass selbst die Wartelisten geschlossen sind.
Ich weiß nicht wie lange ich das so alles alleine ohne Hilfe schaffe
Es überfordert mich Alles.
Vielleicht hat jemand Tipps oder kann mir etwas raten.

Liebe grüße
Trixie

17.03.2017 23:47 • 19.03.2017 #1


13 Antworten ↓


ZZerRburRuSs
Hallo

Ja das Kreuz mit den Wartelisten
Für den Einzelnen ist das schon eine blöde Situation ...... da bleibt dir nichts anderes übrig als zu nerven.
Das klingt sicher doof ist aber blöderweise der einzige Weg .
Jede Woche anrufen ... alle Therapeuten die von der entfernung her in Frage kommen .
Ohne Scham ! Jede Woche alle anrufen bis Du jemanden drann hast .... und nach dem ersten evtl. abwimmeln weiter anrufen . Da musst Du Dich mit Nachdruck um Dich kümmern und irgendwie durchsetzen

Ist nebenbei ja auch ne tolle Übung

Wenn Du grade viele kleine Baustellen hast mach Dir ne Liste !
Schreibe mit der Hand auf einen echten Zettel was Du noch tun möchtest , musst , willst ....
Am besten ne richtig schöne Liste die auch ansehnlich ist vielleicht mit Farben kenntlich machen worauf Du Dich freust .... was Dir am wichtigsten ist ... was noch warten kann ..... was Du am wenigsten magst .....

Aus dem Kopf in die Welt
Was Du nur im Kopf als Gedanken mit Dir herumträgst ist nicht so fein und einfach sortierbar wie ein Text den Du schreibst .

So ein Zettel kann manchen Nebel lichten .
(Zettel sind übrigens auch weniger "Katastrophenanfällig" als reine Gedanken )

Das wäre ein Anfang der einen klareren Blick ermöglichen kann.

Gruss ZZ

18.03.2017 00:20 • #2


Trixie90
Das blöde ist, dass nach der Bandansage "Bitte rufen Sie woanders an" nicht mal ein piepton kommt. Man kann gar nicht nerven, da man nicht auf das Band sprechen kann.
Ich durfte zum erstgespräch zu einer Therapeutin aber sie macht nur tiefenpsychologie und meint für mich und meine Ängste wäre die verhaltenstherapie das richtige.

Das mit dem zettel schreiben ist eine gute Idee.
Nur irgendwie weiß ich nicht so recht wie ich die Liste bearbeiten soll.
Ich bin so sensibel und es macht mich traurig und ängstlich wenn auf der Arbeit alle gegen alle kämpfen.
Ich versuche mich dann immer unsichtbar zu machen.
Ich habe angst vor Leuten, die andere menschen zerreissen. Allein das mir das ständig erzählt wird, halte ich kaum aus.

Der Gedanke da weg zu gehen / können ist sehr schön aber ich habe angst, in noch schlimmere Umstände zu geraten.
Der Pflegeberuf ist meiner Meinung nach hart genug, wieso kann man sich nicht gegenseitig unterstützen

18.03.2017 00:36 • #3


ZZerRburRuSs
Hast Du mal bei Deiner Krankenkasse vorgesprochen , wegen Therapeuten ?
Wenn nicht ..... mach das mal , geht ja zur Not auch telefonisch .

Warum Die Leute so sind wie sie sind und tun was sie tun ...... kann man durchaus ergründen .
Die Frage ist ...... und dann ?
Du sagst selbst Du bist so sensibel ..... . Also nicht die Art Mensch die den Kollegen mal den Marsch pfeift das sie sich mal wieder anständig benehmen sollten . Oder mal deine ganze Truppe zwingst anders zu denken .....

Ich bin ebenfalls recht sensibel .... wärend meiner Zeit mit der Angst habe ich aber gelernt es so einzusetzen das es mich nichtmehr zurückdrängt oder ich mich verkrieche .
Mittlerweile kann ich es durchaus als Vorteil nutzen .... auch gegenüber Bollerköppen .
Das kann man lernen , geht nicht schnell ..... aber geht.

Mach erstmal den ersten Schritt ! Schreib den Zettel ... lass Dir ein bisschenh Zeit ( aber schiebs nicht auf die lange Bank) schreib ihn schön , lass Platz unter den einzelnen "Baustellen" wenn Dir was einfällt als Lösung oder sonst ein Gedanke zum Thema notiere ihn darunter .

Und leg deine Liste an einen guten Platz in Deiner Wohnung .

18.03.2017 00:49 • #4


Schlaflose
Wenn man der Krankenkasse eine Liste von 10-12 Therapeuten vorlegt, wo man vergeblich um einen Platz angefragt hat, gibt es die Möglichkeit dass die Kasse einen privaten Therapeuten zahlt. Frag unbedingt nach.

18.03.2017 08:13 • x 1 #5


Trixie90
Danke Schlaflose.
Montag versuche ich nochmal in einem noch weiteren Umkreis etwas zu erreichen.
Wenn das auch nichts ergibt frage ich bei der Krankenkasse nach, wobei das schon ein gehampel War zuletzt als ich eine spezielle Röntgenaufnahme brauchte, die im Umkreis niemand anbietet.
Da musste ich 3-4 mal nachfragen und "der Vorgang " wurde immer verschludert, sodass das allein schon drei Monate gedauert hat.
Letztendlich hab ich mich dann an die Kassenärztliche Vereinigung gewandt die es innerhalb eines halben Tages geschafft hat. Aber die haben keinen Einfluss bei Psychotherapeuten haben die gesagt.
alles immer kompliziert... nerven will man ja auch niemanden

18.03.2017 15:55 • #6


Hallo!
Ich habe meine erste Therapie privat bezahlt, weil ich dadurch schneller starten konnte.
die ersten stunden bei meiner jetzigen therapeutin habeich aucb privat bezahlt, bis ein kassenplatz frei war.
vielleicht wäre das eine option für dich, natürlich ist das ganze nicht ganz billig, aber es kann sich lohnen.
liebe grüße

18.03.2017 17:19 • #7


Trixie90
Hallo nektarine,
Wenn es das einzige wäre, was ich privat bezahlen müsste, würde ich es wahrscheinlich tun.
Aber durch die gesundheitlichen Probleme musste und muss ich seit zwei bis drei Jahren schon sehr sehr viel privat bezahlen an Behandlungen und mein budget ist damit schon ausgeschöpft

19.03.2017 00:59 • #8


Hallo Trixie90,

Dieses Mobbing ist nicht gut und zieht dich emotional in diese Schleife hinein.
Ich denke auch daß die Entscheidung Dir einen neuen Job zu suchen richtig ist.

Es gibt ja viele Therapieformen. Die Therapeuten sind allgemein zur Zeit gut besucht in Deutschland.

Wichtig wäre daß Du deine Gedanken ganz auf den neuen Job ausrichtest und dich gedanklich von dem alten Arbeitsplatz entfernst. Je mehr Gedankenenergie Du daran verschwendest um so mehr wird Dir dadurch abgesaugt.

Gruppendynamische Prozesse die in Mobbing hineingehen zu lösen wäre eine Sache von Psychologen oder ähnlichen Berufssparten.

Du kannst also an der momentanen Situation nichts lösen. Es gibt glaube ich auch verschieden Chats im Internet in denen Du mit Psychologen reden kannst.

Eine andere Möglichkeit wäre das Aufsuchen einer Selbsthilfegruppe über das Thema Mobbing. Meiner besten Freundin wurde auch eine Verhaltenstherapie verschrieben. Da Sie meiner Ansicht nach aber eher eine Traumatherapie benötigt wegen den trangenerativen Traumatisierungen, deshalb solltest Du das hier im Internet nachlesen ob Du das wirklich benötigst.

Laß dich nicht entmutigen von der momentanen Situation und versuche auch ein wenig zu meditieren, Yoga zu machen oder etwas was Dir privat viel Spaß macht.

Liebe Grüße

Edi

19.03.2017 01:26 • #9


Hallo Trixie90,

machst Du eigentlich Psychohygiene? Ich bin ja momentan auch in diesem Bereich unterwegs und mußte feststellen wie sich so eine Manie eines Bewohners anfühlt.

Solche Kopfschmerzen hatte ich noch nie. Vielleicht bist Du auch hochsensibel. Da gibt es im Internet auch so Testverfahren und ein Forum darüber.

Geh achtsam mit Dir um!

Liebe Grüße

Edi

19.03.2017 01:37 • #10


Trixie90
Hallo Edi,

Lieben Dank für deine Antwort.
Das mobbing geht nicht persönlich gegen mich, ich versuche mich aus diesem Krieg raus zu halten, was sehr schwer ist, da man von jedem darüber zugeschwallt wird.
Es geht schon lange auf der Arbeit drunter und drüber undicht hatte nie den Mut, mir was anderes zu suchen.
Aber jetzt ist es soweit. Hab meinen Mut gesammelt und schnell Bewerbungen geschrieben bevor er mich wieder verlässt

Das konzentrieren auf die neue arbeitssituation ist für mich echt schwer. Ich hab angst vor dem neuen team, den Aufgaben und das ich mich doof anstelle. Zu allererst vor dem Gespräch mit dem neuen chef...

Psychohygiene meinst du im sinne von befreien von belastenden Situationen von der Arbeit?
Ich versuche es mit meinen hobbies. Reiten an der frischen Luft und yoga.
Aber wie man sieht gelingt es nur bedingt

19.03.2017 01:59 • x 1 #11


Hallo Trixie,

dann hast Du ja eigentlich einen guten privaten Ausgleich. Das mit dem suchen von neuen Arbeitsplätzen ist so eine andere Sache.

Hier solltest du nach deiner Intuition gehen. Während meiner Ausbildung als Erzieher habe ich mehrere Krippen Horte ect. besucht und wo genommen wurde passte ich auch wirklich gut zu dem Team.

Es besteht natürlich immer die Möglichkeit daß sich daß Team und damit die Situation verändert.

Es gibt ja mittlerweile an die 500 Mehrgenerationenhäuser die auch Personal suchen. Ich denke daß es im Pflegebereich auch nicht anders ist wie in anderen sozialen Bereichen. Du solltest Dich einfach wohl fühlen in dem Team.

Vielleicht bist Du einfach zu lange in der Einrichtung gewesen. Aber ich denke es ist sehr gut daß Du Dir was Neues suchst. Du mußt Dir einfach daß Team ansehen.

Ich wünsche Dir viel Glück dabei.

Liebe Grüße


Edi

19.03.2017 02:22 • #12


Trixie90
Hi Edi,
Ohja ich War zu lange beim selben Arbeitgeber.
Von Praktikum über Ausbildung und auch noch jahre danach.
Hab mal gehört man soll eh nach der Ausbildung besser wechseln.

Wenn ich nur nicht so schüchtern und unsicher wäre.
Dabei kann ich meinen Beruf wirklich gut. Ist nur die angst, dass die anderen mich nicht leiden können und es da noch schlimmer ist als jetzt.

19.03.2017 13:25 • #13


Hallo Trixie,

ja dann bist Du natürlich der ewige Lehrling geblieben.

Ich denke es kann nur besser werden. Du steigst ja jetzt auch als Fachkraft ein. Ich denke es ist eine andere Situation.

Du darfst ja jetzt auch Forderungen stellen da Du ein vollwertiges Mitglied des Teams bist.

Die Situation bleiben in der Ausbildungsfirma habe auch kurz erlebt. Das ist einfach kein Vergleich zu einem Neueinstieg.

Eventuell gibt es an deinem neuen Arbeitsplatz sogar die Möglichkeit zur Supervision oder Coaching.

Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg an deinem neuen Arbeitsplatz.

Liebe Grüße

Edi

19.03.2017 18:09 • #14




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