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Muqq

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Trigger

Hallo!
Lange ist es her seitdem ich mich das letzte Mal selbst verletzt habe. Aber vorgestern ist es passiert und ich habe es nach vielen Jahren wieder getan Sad
Ich habe darüber noch nie mit jemanden gesprochen, auch nicht mit den Psychologen, Psychiatern usw, wo ich schon überall war/bin.
Ich habe seit sechs Jahren einen Freund und er ist meine größte Stütze im Leben. Eigentlich kann ich mit ihm auch über alles reden, aber wenn es darum geht, traue ich mich nicht. Weiß einfach nicht, wie ich das ansprechen soll. Habe Angst vor der Reaktion.
Gibt es welche von euch, denen es vielleicht genau so geht/ging?



LG
Muqq

30.04.2021 x 1 #1


41 Antworten ↓
silverleaf

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Hallo Muqq,

es tut mir sehr leid, dass es Dir aktuell so geht, wie es Dir geht.

Ich würde Die gerne 2 Dinge dazu sagen:

1) Erstmal eine kleine Anmerkung zur "Entlastung": Ich finde es nicht ungewöhnlich, dass Dir das SVV nach langer "Abstinenz" jetzt mehrfach hintereinander passiert ist. Das kenne ich von mir persönlich auch so. Wenn diese Hemmschwelle erst einmal wieder "eingerissen" ist, dauert es etwas, bis diese wieder aufgebaut ist. Es ist eine psychische Sache, die aber auch eine ganz physische Komponente hat. Der Körper schüttet wieder die Botenstoffe aus, die den "beruhigenden und entlastenden" Effekt vom SVV bringen und "erinnert" sich daran. Das ist erstmal nicht ungewöhnlich, ich kenne es auch von vielen Mitpatienten, denen es auch oft so geht. Bei ganz vielen ist es so, dass sie Ihre Rückfälle so erleben, dass das SVV dann mehr als einmal auftritt, bevor sie sich wieder davon lösen können.

2) Auch wenn es nicht ungewöhnlich ist, dass Rückfälle so aussehen können, bist Du imho gerade trotzdem an einem Punkt, der nicht ganz "ungefährlich" ist. Falls Du das Verhalten wirklich abstellen möchtest, solltest Du Dich dringend entscheiden, tatsächlich etwas dagegen tun zu wollen (das Commitment, das ich schon erwähnte). Ich möchte ehrlich zu Dir sein, ich bin mir etwas unsicher, ob Du wirklich gerade an diesem Punkt bist oder ob das Problem vielleicht ein anderes ist.
Falls Du das Verhalten wirklich abstellen möchtest, wäre es wirklich gut, mehr Energie in den Aufbau von Alternativverhalten zu stecken. Dazu gehört auch, dass Du Dich ernsthaft mit den Hilfestellungen auseinandersetzt, die Dir hier geschickt werden. (Ich war etwas verwundert, dass Du z.B. den Link, den Lottaluft Dir geschickt hatte, zunächst wohl nicht angesehen hattest und Dich mit Skills zunächst nicht weiter auseinandergesetzt hattest). Das ist nicht vorwürflich gemeint, das sage ich ganz deutlich, da ich mir denken kann, dass es sich vielleicht so anhört. Ich sage das nur so deutlich, weil ich schon oft gesehen habe, dass Leute an diesem Punkt nicht ehrlich mit sich waren und dann tiefer in dieses Verhalten reingerutscht sind. SVV hat ja auch die Tendenz, sich zu steigern bzw. zu verschlimmern. Es kostet viel Kraft, dieses Verhalten durch Skills zu ersetzen, eben weil das SVV den Effekt hat, den es hat, und Skills am Anfang erstmal nach einer weniger wirksamen Alternative aussehen, auch wenn sie langfristig das Mittel der Wahl sind, das Verhalten abstellen zu können.
Vielleicht hast Du aktuell nicht die Kraft, es ambulant zu schaffen, vielleicht bist Du psychisch gerade an einem Punkt, an welchem Du unbewusst merkst, dass Du evtl. gerade mehr Unterstützung brauchst. SVV ist ja oft, neben vielen anderen Dingen, auch ein Hilferuf, eine Art Kommunikation. Vielleicht bist Du an einem Punkt, wo weder ambulante Therapie noch Tagesklinik helfen, vielleicht wäre das jetzt der Punkt, über einen stationären Aufenthalt auf einer entsprechenden psychosomatischen Station nachzudenken. Gerade wenn Du Dich mit den Bewältigungsstrategien wie Skills etc. bislang noch nicht intensiv auseinandergesetzt hast, könnte es hilfreich sein, Dich für ein paar Wochen zusammen mit "Gleichgesinnten" intensiv mit der Thematik auseinanderzusetzen, da könntest Du viel über das Thema lernen und hättest gleichzeitig eine intensive menschliche Unterstützung durch Therapeuten, Ärzte und Mitpatienten. Natürlich ist Therapie auf DBT-Stationen auch mit vielen Herausforderungen verbunden, aber Du kannst ganz viel gewinnen. Und eine DBT-Station einer psychosomatischen Klinik hat ja auch nichts mit Psychiatrie zu tun, ist vollständig freiwillig, man wird dahin vom Arzt überwiesen, wenn man das möchte, und kann auch jederzeit wieder gehen, wenn es einem nicht zusagt/hilft.

Ich würde Dir raten, zumindest einmal darüber nachzudenken, ob das für Dich etwas sein könnte. Frage Dich ganz ehrlich, wieviel Kraft Du gerade hast, es alleine bzw. "nur" mit ambulanter Unterstützung zu schaffen. Frage Dich ehrlich, wie Deine aktuelle Gesamtsituation gerade aussieht, welche Probleme es vielleicht noch gibt, die Du Dir evtl. noch nicht bewusst gemacht hast. So eine Anmeldung auf einer solchen Station geht ja auch nicht von jetzt auf gleich, es wäre daher eh etwas, was man eher als "Perspektive" sehen könnte, aber oft hilft ja eine Perspektive schon, dass die Dinge sich auch so schon bessern können. Ist nur so ein Gedanke. Oftmals fällt es Menschen schwer, einen solchen Schritt zu gehen, aber wenn man ehrlich in sich "hineinhorcht" und feststellt, dass die Situation gerade ganz schwierig ist und die eigenen Kraftreserven vielleicht nicht ausreichen, diese zu bewältigen, ist es völlig ok, diese intensiveren Hilfestellungen anzunehmen.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall ganz viel Kraft, Deine Krise zu überwinden!
LG Silver

30.04.2021 04:41 • x 8 #42


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A


Selbstverletzung - darüber sprechen

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silverleaf

silverleaf
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Hallo Muqq,

zur Diagnose-Stellung gibt es verschiedene Schritte. Am Anfang steht meistens ein Fragebogen, zumeist der SKID-II, der dient zur Abklärung von Persönlichkeitsstörungen, inkl. Borderline.

Gibt es hier signifikante Werte, wird dann ein diagnostisches Interview geführt. Damit kann die Diagnose dann recht gut abgesichert gestellt werden (bzw. wird dann gestellt). Und normalerweise beobachtet Dein Therapeut Dein Verhalten über einen längeren Zeitraum und lässt diese Beobachtungen auch mit einfließen.

Und ich kann nur aus persönlicher Erfahrung bestätigen, was hier schon gesagt wurde: Du brauchst Dir absolut gar keine Sorgen zu machen, wegen SVV eingewiesen zu werden, das passiert nicht.
Ärztlich versorgt werden muss es manchmal nur medizinisch, sprich: wenn gen*ht werden muss. Aber das ist auch schon alles.

Du solltest dringend mit Deinen Behandlern darüber sprechen, das ist ganz wichtig. SVV und Borderline müssen nicht zusammenhängen, es gibt SVV ohne Borderline und Borderline ohne SVV. Es ist erstmal nur ein Symptom, das viele Ursachen haben kann. Aber diese Ursachen müssen unbedingt abgeklärt werden, ganz unabhängig davon, welche Diagnose sich daraus ergibt.

Mein Mitgefühl wegen Deines Rückfalls, das tut mir sehr leid! Ich kenne das auch, mein letzter Rückfall ist auch noch gar nicht so lange her. Ich dachte auch, ich hätte es überwunden, und war sehr enttäuscht von mir selber. Aber mein Therapeut hat mit klargemacht, dass Rückfälle nicht schlimm sind und dazugehören. Wichtig ist nur, wie man danach damit umgeht und dass man sich wieder auf seine erlernten Alternativen besinnt.

Skills sind da natürlich das Mittel der Wahl, auch wenn es immer wieder schwer ist, das Commitment zu finden, sich wirklich vom SVV zu lösen und Alternativen zu akzeptieren. Denn, das haben mir jetzt schon mehrere Therapeuten gesagt: Davon wegzukommen ist so schwer, eben weil es so wirkt, wie es wirkt, und kein Skill jemals den gleichen Effekt haben wird. Ähnlich wie Methadon nicht die gleiche Wirkung hat wie Dro..
Und trotzdem gibt es keine Alternative und man muss so lange suchen, bis man die für sich passenden Skills gefunden hat.

Und ich denke auch, dass Du auch Deinem Freund gegenüber offen sein solltest. Er wird das "Ergebnis" des SVV ja früher oder später eh sehen und sich dann sicher wundern, warum Du nicht mit ihm darüber gesprochen hast. Das kann schädlicher für die Beziehung sein als das SVV ansich.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und schicke Dir ganz herzliche und wärmste Grüße,

LG Silver

24.04.2021 04:11 • x 6 #28


Zum Beitrag im Thema ↓


Flousen
Zitat von Muqq:
Hallo! Lange ist es her seitdem ich mich das letzte Mal selbst verletzt habe. Aber vorgestern ist es passiert und ich habe es nach vielen Jahren ...
Hey, was sind denn die Auslöser?,

#2


Icefalki
Weisst du die Ursache, also den Grund dafür, warum du zur Selbstverletzung greifen musstest?

Damit würde ich mich eher damit beschäftigen, denn weisst du den/ die Auslöser, kannst du viel besser versuchen, das Problem auf eine andere Art in Griff zu kriegen.

Man darf nie vergessen, dass man "instabile" Muster hat. Deshalb hat man so seine Probleme. Und natürlich brechen sie hin und wieder durch, ist einfach so. Wenn man aber erkennt, warum man mal so oder so reagiert, dies aber nimmer will, ist es wichtig, sie zu wissen.

Und solltest du noch in Therapie sein, dann sage es einfach, denn nur so kann man daran mit Fachleuten arbeiten.

Vieles an uns mag uns peinlich oder schamhaft erscheinen, allerdings, warum eigentlich? Man bekommt keine "Macken", wenn da nicht irgendwo in der Vergangenheit was gewaltig schief gelaufen ist. Also, was bleibt übrig, daran zu arbeiten, was uns selbst stört? Und nur, wer das auch zugeben kann, dem kann geholfen werden.

x 2 #3


Muqq
Zitat von Flousen:
Hey, was sind denn die Auslöser?,


Wenn ich das so direkt sagen könnte Sad

#4


S
Welche Situation ruft es hervor?

#5


Muqq
Zitat von Icefalki:
Weisst du die Ursache, also den Grund dafür, warum du zur Selbstverletzung greifen musstest? Damit würde ich mich eher damit beschäftigen, denn ...


Danke für deine Antwort!
Ich weiß auch nicht, warum es nach so vielen Jahren mal wieder dazu kam.
Irgendwie hatte ich so einen innerlichen Druck, einen Drang danach.
Ich habe jetzt eine neue Psychiaterin, bei der war ich erst ein Mal. Da muss ich auch erstmal Vertrauen aufbauen, aber vielleicht schaffe ich es beim nächsten Mal ihr davon zu erzählen.
Mir ist das irgendwie so unangenehm, auch meinem Freund davon zu erzählen.
Ach man Sad

x 1 #6


Muqq
Zitat von portugal:
Welche Situation ruft es hervor?


Das kann ich gar nicht sagen, es war einfach plötzlich der Drang dazu da es zu tun Sad

x 1 #7


S
Ja es ist Druckabbau. Aber Du bist in Behandlung und sie wird es mit Dir bearbeiten.
Nur mal so, wenn Du es noch nicht aussprechen kannst, Du kannst es auf einen Zettel schreiben und ihr geben. Hab ich auch mal gemacht.

x 3 #8


Muqq
Zitat von portugal:
Ja es ist Druckabbau. Aber Du bist in Behandlung und sie wird es mit Dir bearbeiten. Nur mal so, wenn Du es noch nicht aussprechen kannst, Du kannst ...


Ich habe eben ein bisschen darüber gelesen und es gibt eine Form davon, um Spannungs oder Negativgefühle damit zu verringern.

Ein bisschen Angst habe ich aber davor, dass sie mich dann in eine Psychiatrie "stecken" will.
Aber das mit dem Zettel ist eine gute Idee, danke dafür.

x 1 #9


S
Nein nein .... in eine Psychiatrie wirst du nur gesteckt, wenn Du für Dich oder andere eine Gefahr darstellst, sprich, Du drohst damit, Dich umzubringen und kannst es selber nicht mehr sehen, wie krank du bist.
Da brauchst Du keine Angst haben.

x 3 #10


S
Außerdem nimmst Du ja Deine Termine wahr, damit es Dir besser geht. Du sprichst von Zwangseinweisung. Das sind eher Leute, wo wirklich die Gefahr besteht, dass die sich was antun. Und die das nicht mehr sehen, wie krank sie sind.

x 1 #11


fourofour
Zitat von Muqq:
Irgendwie hatte ich so einen innerlichen Druck, einen Drang danach.

SVV kann verschiedene Ursachen haben.

Wenn Du vorher eine enorme innere Anspannung / Druck verspührst, dann ist das gut möglich das es ein Ventil ist.
Kannst Du sagen wie dein Schmerzempfinden während des Vorgangs ist?

x 3 #12


Lottaluft
Zitat von Muqq:
Ich habe eben ein bisschen darüber gelesen und es gibt eine Form davon, um Spannungs oder Negativgefühle damit zu verringern. Ein bisschen Angst ...



ich kann dir aus sehr sicherer Quelle sagen das man deswegen nicht eingewiesen wird
davor musst du keine Angst haben
wichtig wäre es aber Dir skills anzueignen um das ganze umzuleiten
dafür gibt es viele Listen und Anleitungen im Internet falls du dich mal einlesen möchtest
und das du rückfällig geworden bist ist zwar schade aber kein Weltuntergang
Rückschläge gehören dazu und sind manchmal sogar wichtig um sich selbst vor Augen zu führen das es sich lohnt weiter zu kämpfen

x 4 #13


Icefalki
Zitat von Muqq:
Mir ist das irgendwie so unangenehm,


Glaube mir, was hab ich zusätzlich für einen Stress gehabt, um bloss nicht ins "Psycholager" gehören zu wollen.

Jetzt bin ich älter, um viel Erfahrungen reichen und kann dir eines sagen: Es gibt keinen Menschen, der nicht irgendein Päckchen trägt. Und eigentlich sollte jeder Therapie machen dürfen, manche nennen es vornehm auch Coaching, hihi, denn, je besser man sich selbst versteht, desto höher der Gewinn.

Machen Spitzensportler ständig.

x 2 #14


Muqq
Zitat von portugal:
Außerdem nimmst Du ja Deine Termine wahr, damit es Dir besser geht. Du sprichst von Zwangseinweisung. Das sind eher Leute, wo wirklich die Gefahr besteht, dass die sich was antun. Und die das nicht mehr sehen, wie krank sie sind.


Ich hatte jetzt erst einen Termin bei der neuen Psychiaterin, also kennt sie mich noch nicht so gut.
Okay, also so schlimm ist es bei mir dann tatsächlich nicht, also das ich mir etwas antun möchte.

Wie ist das eigentlich mit der Triggerwarnung, wann sollte ich sie am besten verwenden?

x 1 #15


fourofour
Zitat von Muqq:
Wie ist das eigentlich mit der Triggerwarnung, wann sollte ich sie am besten verwenden?

Da gibt es glaube keine Richtlinien dafür. Generell würde ich sagen/empfehlen bei Schilderungen über Trauma, Gewalt oder so was sie beim SVV.

Hast du meine Frage oben gelesen?

x 2 #16


Muqq
Zitat von cube_melon:
SVV kann verschiedene Ursachen haben. Wenn Du vorher eine enorme innere Anspannung / Druck verspührst, dann ist das gut möglich das es ein Ventil ist. Kannst Du sagen wie dein Schmerzempfinden während des Vorgangs ist?


Das erste Mal war es, da saß ich auf dem Sofa
Trigger

und hatte den Deckel meiner Wasserflasche in der Hand, dieser ist sehr scharfkantig... das zweite Mal war, nach dem ich duschen war und ich meine Nagelschere gesehen habe Sad
Ich spüre den Schmerz, aber danach fühlt es sich dann irgendwie "gut" an, wenn es weh tut.

#17

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Muqq
Zitat von Lottaluft:
ich kann dir aus sehr sicherer Quelle sagen das man deswegen nicht eingewiesen wird davor musst du keine Angst haben wichtig wäre es aber Dir skills anzueignen um das ganze umzuleiten dafür gibt es viele Listen und Anleitungen im Internet falls du dich mal einlesen möchtest und das du rückfällig geworden bist ist ...


Okay, danke dir, denn davor hätte ich große Angst.
Ich werde mich mal ein bisschen durchlesen und gucken, was mir da helfen könnte.
Es ist halt wieder ganz neu für mich...

x 1 #18


fourofour
Das ist gut das dein Schmerzempfinden in dem Moment nicht vermindert ist. Das ist viel Wert.

Es gibt einen wissenschaftlich erforschten und mit MRT nachgewiesenen Vorgang des SVV, wo in dem Moment kurz davor das Schmerzempfinden teilweise bis auf Null geht.
Die gemessene Anspannungskurve ging dann bei den Probanden, im Moment des SVV wieder auf Null.

SVV mag dauf Dauer ungünstig sein, dennoch ist es ein erlerntes Ventil um innere Anspannung abzubauen.
Da dies bekannt ist, wird man wegen so etwas auch keinesfalls per Zwang eingewiesen.
In der Therapie erlernt man zwei Dinge um das zu verändern. Das eine ist ein sog. Skillstraining, das andere sind Stresstoleranzfähigkeiten.
Letzteres ist ein neu erlernter, speziell auf die Betroffenen angepasster Vorgang um das SVV nach und nach durch den neuen, unschädlichen Vorgang zu ersetzten.

SVV kann immer mal wieder vorkommen. Es kann aber auch für sehr lange Zeit überwunden werden.
Bei mir ist das nach dreißig Jahren eine Weile wieder aufgetreten. Grund hierfür ware eine exorbitante Überbelastung in Kombination von dem Verlust einiger meiner Ressourcen.

Da es nun bei dir wieder aufgetreten ist, stellt keine Gefahr dar, sondern erfordert nur eine Reflektion der Situation, Überprüfung der Skills und des Ressourcenhaushaltes.

x 3 #19


Islandfan
Ich habe es heute seit Wochen auch wieder gemacht.

#20


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