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Guten Morgen,

ich habe seit 2 Wochen ein Problem was mich im Moment noch um den Verstand bringt. Ich kann mindestens jede zweite Nacht nicht einschlafen. Mit nicht einschlafen meine ich, dass ich zur gewohnten Zeit ins Bett gehe, so um die 23 Uhr, und zum Teil bis vier Uhr morgens wach liege, weil ich Angst habe! Die Nacht danach bin ich meist so müde das ich sehr gut schlafe, danach geht es aber wieder von vorne los. Ich habe seit meiner Kindheit große Angst nachts nicht schlafen zu können und am nächsten Tag nicht Leistungsfähig zu sein.
Inzwischen ist es so, dass ich den ganzen Tag nur noch daran denke wie schlimm die nächste Nacht werden wird und dass ich mit 100 prozentiger Sicherheit eine schwere Schlafstörung bekommen werde die ich dann jahrelang habe (überkatastrophisieren ist meine Stärke!). Ich bin nicht nur müde, sondern werde auch zunehmend niedergeschlagen und weinerlich.
Zu mir: ich bin seit bald 4 Jahren in verhaltenstherapeutischer Behandlung und nehme parallel Mirtazapin (zur Zeit 3,75 - 7,5mg) wegen einer damaligen Agoraphobie mit Panikattacken. Meine Therapeutin weiß um das Problem, ich kann zur Zeit aber nicht mehr so oft zu ihr, weil ich nur noch die Rückfallprophylaxe-Gespräche 1x im Monat habe. Die Mirtazapin-Dosis will ich eigentlich nicht erhöhen, da ich durch das Medi sehr schnell zunehmen.

Hat jemand Erfahrungen (bitte NICHT schreiben wenn ihr so Probleme auch schon seeehr lange habt, dass würde triggern!), könnt ihr mir Tipps geben wie ich noch damit umgehen könnte?

LG

21.05.2017 09:36 • 21.05.2017 #1


10 Antworten ↓


Auch wenn mein Rat dazu jetzt nicht populär ist, so rate ich dazu einen Arzt aufzusuchen und dir schlafanstoßende / schlafförderne Medikamente zu holen. Für die Kurzzeitbehandlung kommen da in erster Linie Benzodiazepine und ähnliche Stoffe in Frage. Wichtig ist, den Schlafrhytmus nicht völlig kaputt gehen zu lassen und die Angstspirale davor zu durchbrechen. Wenn der Schlafrhytmus einmal nachhaltig im A... ist, dann hält das gerne ewig an und beinträchtigt die Lebensqualität sehr.

21.05.2017 10:42 • x 1 #2



Seit 2 Wochen starke Einschlafstörungen! Was tun?

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hallo!
mir hilft trittico (trazodon) besser als mirtazapin. mirtazapin hat bei mir nicht sehr lange gewirkt und ich habe zugenommen.
vielleicht hilft dir ein wechsel?
Liebe grüße

21.05.2017 10:56 • #3


Hallo!
Also Benzos will ich auf gar keinen Fall nehmen! Dann würde ich lieber das Mirtazapin erhöhen.
Einen Wechsel würde ich nur ungern machen, da ich Mirtazapin seit 4 Jahren (mal mehr, mal weniger) nehme und ich es, außer der Gewichtszunahme, sehr gut vertrage.

Generell, gibt es hier denn vielleicht noch Tipps die nichts mit Medikamenten zu tun haben? Ich bin kein Freund von Medikamenten und habe mich damals schon mit Händen und Füßen gewehrt mit Mirtazapin anzufangen!

21.05.2017 11:00 • #4


trittico ist kein benzo!
mir hilft es, mich untertags viel zu bewegen und im bett noch etwas zu lesen, da fallen mir irgendwann die augen zu.

21.05.2017 11:07 • #5


Ohne Medis hilft nur kobsequente Schlafhygiene, also ein fester Rhytmus und zu sehen abends auch gedanklich abzuschalten sowie nur ins Bett gehen, wenn du zum Unfallen müde bist. Das nennt sich Schlafdruck aufbauen. Am besten powerst du dich tagsüber richtig aus.

21.05.2017 11:26 • #6


kleinerIgel
Hallo Forfi,

mir hilft es sehr mich nicht unter Druck zu setzten jetzt schlafen zu müssen. Ich sag mir, ich muss mich jetzt ausruhen, darum belich ich einfach mla still hier im Bett liegen. Wenn ich einschlafe, schön. Wenn nicht, macht nichts, ich weiss ja schließlich aus Erfahrung, dass ich den Tag auch dann durchstehe, wenn ich nicht geschlafen habe. Oft schlafe ich mit diesen Gedanken schon nach wenigen Minuten ein! Wirklich erklären kann ich nicht, warum das so ist.
Ich muss aber dazu sagen, ich habe keine Angststörung oder ähnliches.


Grüße vom kleinen Igel

21.05.2017 11:58 • #7


Hallo!
Danke für Eure Antworten. Ja, ich versuche im Moment auch möglichst regelmäßige Schlafenszeiten einzuhalten. Ich bin Studentin und muss dadurch meist nicht vor halb acht aufstehen. Im Moment versuche ich, auch am Wochenende, um spätestens halb acht aufzustehen, was ich aber nicht immer schaffe, da ich ja oft bis halb vier Uhr wach liege. Und mir selbst gut zuzureden funktioniert nur bedingt, irgendwann bin ich so angespannt, dass ich Herzklopfen usw. bekomme. Spätestens dann ist der Zug eh abgefahren und ich bin hell wach.

Die Schlafstörungen kommen, da in ich mir sicher, von meinem Job, den ich parallel zu meinem Studium habe. Ich habe dort eine Leitungsfunktion und bin der Ar. für alles. Allerdings habe ich viele Stressoren in der letzten Zeit beseitigen können. Die Schlafstörungen kommen trotzdem immer wieder.
Ich werde morgen mit meiner Therapeutin telefonieren um mit ihr zu besprechen was ich noch alles tun kann... -.-

21.05.2017 14:02 • #8


Schlaflose
Mir hilft regelmäßiger Ausdauersport sehr. Ganz wichtig: nicht am späten Nachmittag oder gar am Abend, das putscht auf.

21.05.2017 14:38 • #9


Physiologisch ist Sport zwischen 17 und 19 Uhr am effektivsten. Er sollten min. 3 Stunden vor dem zu Bett gehen beendet sein, denn in der Tat fährt die Körperaktivität dadurch erteinmal deutlich hoch und braucht dann diese Zeit um runterzufahren.

21.05.2017 15:05 • #10


Sport treibe ich zur Zeit nur 1x die Woche, leider passt es mir nicht öfters. Aber vielleicht könnte ich versuchen ein, zweimal die Woche laufen zu gehen. Da ich ja das Mirtazapin hoch dosieren werde, wäre es eh nicht verkehrt sich etwas mehr zu bewegen um die Gewichtszunahme zu kontrollieren.

21.05.2017 15:34 • #11



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