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G

GreenTree
Gast

Vorgestern wurde meine Schwiegermutter in´s Krankenhaus eingeliefert.
Da dachte ich noch: nur nicht gleich wieder Panik schieben.
Seit gestern ist sie auf der Intensivstation,die Schwester meines Mannes schrieb dann heute früh,sie sei in einen "Schockzustand" gefallen und die Ärzte hätten zu tun,ihren Kreislauf stabil zu halten.
Sollte sich ihr Zustand nicht zeitnah verbessern,will mein Mann morgen hinfahren (500 km entfernt).

Mir ist schon wieder alles zuviel.

16.09.2016 #1


31 Antworten ↓
IchWillPositiv

IchWillPositiv
Mitglied

Beiträge:
705
Themen:
79
Danke erhalten:
207
Mitglied seit:
Für deine Schwiegermutter war es sicher besser so, auch wenn es hart klingt. Ich habe erst vor 4 Monaten meine Mutter verloren, die schwer krank war und auch von ihren Schmerzen erlöst wurde.

Ich kenne dich nicht und es steht mir auch nicht zu, dir etwas zu raten, trotzdem möchte ich es tun: Alk. löst keine Probleme! Alk. schafft nur Probleme.
Meine Mutter hatte auch immer wieder Phasen, in denen sie versucht hat ihre Schmerzen/Traumata (Kriegskind)/Probleme mit Alk. zu lösen. Auch sie hat sich dadurch vor über 10 Jahren eine schwere Bauchspeicheldrüsenentzündung zugezogen. Der Notarzt, den ich rief sagte mir: Das gibt nix mehr! (ich könnt den Kerl heute noch an die Gurgel springen), sie hat sich davon wieder erholt.

Du schreibst, dass du auch Psychopharmaka nimmst, da solltest du ebenfalls die Finger vom Alk. lassen. Wenn nicht dir zu Liebe, dann ddeinem Mann zu Liebe. Ich habe lange als Tochter einer Alk. Mutter gelebt und es ist nicht schön! Ich verteufel Alk. nicht, ich trinke auch Alk., aber niemals um meine Ängste -unter denen ich massiv leide- zu betäuben.

Ich wünsche dir Kraft. Und nimm mir meine Worte nicht übel, es ist nur ein gut gemeinter Rat.

15.09.2016 10:37 • x 1 #21


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Schwiegermutter auf Intensivstation

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G

GreenTree
Gast

Ich glaube auch,dass es für meine Schwiegermutter so das beste war.
Mein Mann und ich reden viel,das hilft.Zum Glück verschliesst er sich nicht.
Nächsten Donnerstag ist die Beerdigung.
Ich hatte schon Angst,dass unsere Beziehung das nicht aushält zumal die letzten Monate auch schon schwer waren.
Dass Alk. nicht hilft,weiss ich.Bei mir hält sich der Konsum inzwischen in Grenzen aber ganz ohne schaffe ich es nicht.
Bei mir ist der Alk. ein Symptom von vielen.
Im Laufe der Jahre konnte ich meinen Konsum senken,das musste auch sein,sonst wäre meine Ehe schon längst den Bach runter.
Denn nach der Scheidung von meinem ersten Mann und dem Umzug in eine fremde Stadt (vor 7 Jahren) zu einem neuen Partner (meinem jetzigen Mann),hatte ich auch wieder kräftig zugelangt.
Mittlerweile vertrage ich gar nicht mehr so viel,dadurch erledigt sich ein überhöhter Alk. inzwischen von selbst.
Mein Mann hat dafür Verständnis,dass ich wieder so durchhänge.
Ich schäme mich dafür,denn eigentlich müsste ich ihn trösten...
Er meinte,ich soll die Sachen aus der Klinik wieder rausholen mit den Übungen und dass die Medikamente ja auch für sowas da sind.
Aber ihr versteht das bestimmt,dass es nicht schön ist,wieder Beruhigungsmittel nehmen zu müssen,wenn man sie schon fast los war.
Ich fang halt wieder von vorne an und sage mir: es ist nur für den Übergang...es wird wieder besser....
Danke Luna und IchWillPositiv für eure Antworten.
Mir war vorhin so elend,da ist man einfach nur dankbar,wenn jemand da ist.
Dachte schon,ich muss wieder in die Psychiatrie.

Auch nochmal danke an Bernhard und die anderen,die sich die Mühe gemacht haben zu schreiben.
Ich schaff es zur Zeit nicht so regelmässig zu schreiben und manchmal ist es etwas wirr aber es ist gut zu wissen,dass es dieses Forum und liebe Menschen in ihm gibt.

15.09.2016 12:28 • #23


Zum Beitrag im Thema ↓


Angsthase-in-pink
Weiß man, was sie hat?
Bist du sehr eng mit ihr?

#2


G
es ist wohl hauptsächlich die Bauchspeicheldrüse. Alk..

Ich hab sie in den 7 Jahren,in denen ich mit meinem Mann zusammen bin vielleicht fünf mal gesehen,bei den Besuchen halt.Wir waren dann für 1-2 Tage dort.
Ich mag sie sehr aber inniges Verhältnis wäre jetzt übertrieben.

Es ging ihr schon länger nicht so gut.
Hat immer weniger gegessen und sich zurückgezogen,das hat uns die Schwester meines Mannes geschrieben.
Zum Arzt wollte sie aber nicht.

#3


Hotin
Hallo Green Tree,

Es tut mit Leid, dass es Deiner Schwiegermutter so schlecht geht.
Gute Besserung für sie.

Warum sollte das Angst bei Dir auslösen, wenn es Deiner Schwiegermutter gesundheitlich schlecht geht?

Zitat:
Mir ist schon wieder alles zuviel.


Was ist denn zu viel? Und warum?

Viele Grüße

Bernhard

#4


G
die Angstzustände gehen wieder los,das zittern und so langsam realisiert auch mein Mann,dass es eng wird.

Mein Mann kam gerade nach Hause.
Nun hat wohl noch eine Niere versagt bzw. ist ausgefallen,kommt mir alles vor wie ein Alptraum.

Ich krieg meine Ängste gerade auch nurnoch mit Alk. in den Griff.schei..

#5


Hotin
Ach Green Tree,

einerseits verstehe ich Dich.

Andererseits, wir alle müssen immer akzeptieren, das es auch ganz schlimm werden kann für jemanden, der
Dir sehr nah steht.
Es hilft weder Dir noch Deiner Schwiegermutter, wenn Du jetzt nervös wirst.
Auch Deinem Mann hilfst Du jetzt mehr, wenn Du sachlich denkst.
Also bitte bleibe ruhig und behalte die Übersicht. Versuche zu akzeptieren, was jetzt abläuft.
Und entscheidet jetzt zusammen, was sinnvolles getan werden sollte.
So geht das Leben oft.

Zitat:
kommt mir alles vor wie ein Alptraum.


Warum kommt Dir das wie ein Alptraum vor. Darf es in Deiner Gedankenwelt
einem Menschen nicht schlecht gehen?

Bestimmt stehst Du das durch.

Grüße Dich

Bernhard

x 1 #6


G
ich hab es schon oft akzeptieren müssen,dass es nahestehenden Menschen sehr schlecht geht.
Aber sie haben es zumindest überlebt.

Ich hab dieses mal kein gutes Gefühl.

Im Moment fühle ich mich gefasst aber ich weiss ganz genau,dass es morgen wieder losgeht mit der Zitterei und Angstzuständen.
Zum Glück hab ich noch Tavor da.

#7


Hotin
Zitat:
Aber sie haben es zumindest überlebt.
Ich hab dieses mal kein gutes Gefühl.


Das mag sein. Allerdings auch das Schlimmste gehört dazu.

Zitat:
Im Moment fühle ich mich gefasst aber ich weiss ganz genau,dass es morgen wieder losgeht
mit der Zitterei und Angstzuständen.


Das kannst Du eigentlich gar nicht vorher wissen. Wie geht so etwas, es vorher schon wissen,
was die Gefühle tun werden?
Oder Du weißt doch, was Du nicht akzeptieren willst, oder was Dir so
schwer fällt, aber Du möchtest es nicht aussprechen.

Sage Dir immer wieder, "ich werde auch mit dieser schwierigen Situation zurecht kommen.
Ich bin stark genug dafür."

Viele Grüße

Bernhard

x 1 #8


G
mein Mann hat sich jetzt auf den Weg gemacht,sein Vater meinte,die Nieren und Leber machen nichts mehr,sie ist nicht mehr bei Bewusstsein,hängt nurnoch an Schläuchen und die Ärzte wissen nicht,ob sie die Nacht noch übersteht.

Es ist lieb,dass Du mir Mut machst.
Momentan muss ich zwar heulen,bin aber noch recht ruhig.
Mein Mann wird gegen Abend dort ankommen und ich Idiot hab ihm in der Aufregung noch aus Versehen die falsche PIN für meine Bankkarte gesagt und hatte darüber hinaus ganz vergessen,dass wir auch noch Bargeld hier hatten (zum tanken.)
Er holt jetzt den Firmenwagen und ich hoffe,er kommt heil an.

Wenigstens hab ich meinen Mann vorhin noch überreden können,was zu essen.

#9


Icefalki
Liebe GreenTree, tut mir leid mit deiner Schwiegermutter. Und es hört sich sehr schlecht an. Mach dich am besten auf alles gefasst.

Es ist traurig, aber wenn nur noch Maschinen sie am Leben erhalten und sie schon bewusstlos ist, kann man nur hoffen, dass sie friedlich gehen kann. Für sie jetzt gesprochen.

Versuch tapfer zu sein, so schlimm es auch für Euch ist.

#10


G
heute geht es noch,habe was getrunken.
Aber ich kann mich ja nicht dauernd betrinken und morgen,wenn er wiederkommt,braucht mein Mann mich ja auch.
Allerdings wenn ich hier wieder zitternd und stöhnend herumrenne mit meinen Angstzuständen,nützt ihm das auch nichts.
Deswegen bin ich froh,dass ich die Tavor noch habe.

Mache mich auch schon auf das Schlimmste gefasst.
Habe meinen Mann gebeten,mich anzurufen,wenn er angekommen ist aber das wird noch einige Stunden dauern.

#11


G
Mein Mann hat gerade angerufen,sie ist heute früh um 6.15 Uhr nach mehrfacher Reanimation gestorben.

#12


Luna70
Das tut mir sehr leid, mein herzliches Beileid. Wirst du nun auch hin fahren?

#13


G
mein Mann ,sein Vater und seine Schwester haben sich heute früh im KH von ihr verabschiedet und er ist jetzt auf der Rücktour.

#14


petrus57
@GreenTree

Ich wünsche Dir für die kommenden Tage viel Kraft.


Petrus

x 1 #15


enten
Mein aufrichtiges Beileid

mit stillem Gruß

x 1 #16


Icefalki
Ich möchte dir auch mein aufrichtiges Beileid aussprechen. Die kommenden Tage werden anstrengend sein, viel Kraft wünsch ich dir.

x 1 #17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

G
danke euch

#18


Hotin
Liebe Green Tree,

sich so plötzlich von einem lieben Menschen trennen zu müssen ist
besonders schwer. Mein herzliches Beileid und viel Kraft in diesen Tagen.
Auch wenn es kaum trösten wird, so hatte Dein Mann doch die Gelegenheit sich zu verabschieden.

Meine Gedanken sind bei Dir

Bernhard

x 1 #19


G
ich weiss nicht,wie ich das alles schaffen soll.
Die Depressionen inkl. Angst sind wieder voll ausgebrochen.
Ich kann einfach nicht mehr.

#20


A


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