Zitat von laterra:liebe icefalki,
ich habe noch nie eine sitzung so herbei gesehnt.ich werde all das sagen was mich belastet,auch wenn es mich ängstigt.
danke für deine lieben worte...mich würde allerdings sehr interessieren wie du die angst losgeworden bist.
glg laterra
Ich hatte ja nach langen Jahren einen Zusammenbruch und hab erst dann Medis genommen. Und dann war ich therapiefähig. Und irgendwann hab ich alles für mich verstanden.
Auch deine jetzige echte Angst, die sich rein körperlich von der anderen Angst überhaupt nicht unterscheidet. Ich hab aber damals schon immer Situationen gesucht, (dein Fall ist jetzt anders), indem ich mal wirklich echte Angst empfinden konnte..
Angst ist nix anderes, als Situationen hilflos ausgeliefert zu sein, und das ist jetzt in deinem Fall berechtigt.
Wenn du also Ängste empfindest, die unpassend sind, ist irgendwas in deinem Inneren, das dich hilflos macht. Und genau das gilt es dann zu ergründen. War zumindest mein Weg.
Im Moment hast du aber andere Sorgen, die alle Menschen hilflos macht. Und die dann die gleichen Ängste durchleiden. Das ist aber quasi normal.
Ich war stabil, als ich einer echten angstbesetzten Situation ausgeliefert war. Da hab ich noch mehr verstanden, allerdings bin ich auch sofort zu meinem Therapeuten gerannt, der mich damals sofort wieder auf ein AD gesetzt hat.
Im Prinzip ist es erstaunlich, wie wir trotz unserer Erkrankung funktionieren können.
Was in deinem Fall jetzt wichtig ist, dass du bzgl. deines Mannes das Postive erkennen kannst. Was deinen Vater anbelangt, ist es die Akzeptanz, dass uns alle am Ende eines Lebens, der Tod erwartet. Und Trauer auch sein darf, sein muss.
Und wir Ängstler, wenn der Stress sehr hoch ist, natürlich deutlich schneller ins Negative abgleiten können. Und das fürchten wir noch mehr. Also, letzendlich hast du doppelten Stress.
Vergiss bei allen nicht, dass du sehr wohl das Recht hast, unter dieser Last zusammenzubrechen. Ich weiß nicht, ob du dir gestattest auch mal zu weinen. Weinen hilft.
Ich weine selbst sehr ungern, damals hab ich es mir gestattet. Vorher nie..
Schmerz braucht ein Ventil. Auch die Akzeptanz der eigenen Hilflosigkeit.
Ich wünsch mir für dich, dass du dich öffnen kannst, und dadurch Hilfe bekommst.
Halte mit nichts zurück. Angst brauchst du dabei nicht haben.