App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

123

L

laterra
Mitglied

Beiträge:
447
Themen:
33
Danke erhalten:
81
Mitglied seit:
hallo zusammen,ich stehe kurz vordem zusammenbruch.mein vater liegt auf der intensivstation,sein zustand ist sehr schlecht.wir gingen ihn heute besuchen ,meine mutter mein mann und ich .dann nach etwa 10 minuten sagte mein mann das ihm schwindelig sei,er stand auf ging zwei schritte und knallte kerzengerade nach hinten...den knall vom kopf auf den boden werde ich nie mehr vergessen.wir mussten raus und es wurde daraufhin ein kopf ct gemacht.eine dreiviertel stunde später kam eine schwester zu mir nahm mich mit ins büro und meinte sie müssen jetzt stark sen.also,er hat sich bei dem sturz eine gehirnblutung zugezogen.ich habe gedacht sie will mich verschaukeln.
ich kann nicht mehr,trotz tavor läuft mein organismus auf hochturen..sehr wahrscheinlich schreibe ich hier ganz durcheinander ,aber so fühle ich mich innerlich.ich habe eine wahnsinnige ungekannte dimension an angst...ich drehe hier fast durch.was mache ich nur jetzt

lg laterra

26.11.2016 #1


203 Antworten ↓
Icefalki

Icefalki
Mitglied

Beiträge:
24221
Themen:
12
Danke erhalten:
31989
Mitglied seit:
Zitat von laterra:
liebe icefalki,

ich habe noch nie eine sitzung so herbei gesehnt.ich werde all das sagen was mich belastet,auch wenn es mich ängstigt.

danke für deine lieben worte...mich würde allerdings sehr interessieren wie du die angst losgeworden bist.

glg laterra



Ich hatte ja nach langen Jahren einen Zusammenbruch und hab erst dann Medis genommen. Und dann war ich therapiefähig. Und irgendwann hab ich alles für mich verstanden.

Auch deine jetzige echte Angst, die sich rein körperlich von der anderen Angst überhaupt nicht unterscheidet. Ich hab aber damals schon immer Situationen gesucht, (dein Fall ist jetzt anders), indem ich mal wirklich echte Angst empfinden konnte..

Angst ist nix anderes, als Situationen hilflos ausgeliefert zu sein, und das ist jetzt in deinem Fall berechtigt.

Wenn du also Ängste empfindest, die unpassend sind, ist irgendwas in deinem Inneren, das dich hilflos macht. Und genau das gilt es dann zu ergründen. War zumindest mein Weg.

Im Moment hast du aber andere Sorgen, die alle Menschen hilflos macht. Und die dann die gleichen Ängste durchleiden. Das ist aber quasi normal.

Ich war stabil, als ich einer echten angstbesetzten Situation ausgeliefert war. Da hab ich noch mehr verstanden, allerdings bin ich auch sofort zu meinem Therapeuten gerannt, der mich damals sofort wieder auf ein AD gesetzt hat.

Im Prinzip ist es erstaunlich, wie wir trotz unserer Erkrankung funktionieren können.

Was in deinem Fall jetzt wichtig ist, dass du bzgl. deines Mannes das Postive erkennen kannst. Was deinen Vater anbelangt, ist es die Akzeptanz, dass uns alle am Ende eines Lebens, der Tod erwartet. Und Trauer auch sein darf, sein muss.

Und wir Ängstler, wenn der Stress sehr hoch ist, natürlich deutlich schneller ins Negative abgleiten können. Und das fürchten wir noch mehr. Also, letzendlich hast du doppelten Stress.

Vergiss bei allen nicht, dass du sehr wohl das Recht hast, unter dieser Last zusammenzubrechen. Ich weiß nicht, ob du dir gestattest auch mal zu weinen. Weinen hilft.

Ich weine selbst sehr ungern, damals hab ich es mir gestattet. Vorher nie..

Schmerz braucht ein Ventil. Auch die Akzeptanz der eigenen Hilflosigkeit.

Ich wünsch mir für dich, dass du dich öffnen kannst, und dadurch Hilfe bekommst.

Halte mit nichts zurück. Angst brauchst du dabei nicht haben.

16.08.2016 22:09 • x 1 #22


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Mein Mann und Vater auf der Intensivstation

x 3


A

avis
Mitglied

Beiträge:
38
Themen:
2
Danke erhalten:
14
Mitglied seit:
Zitat von Wolke P:
Eigentlich trauert man zweimal, wenn man weiß jemand stirbt. Wenn du weißt, es wird bald so weit sein. Aber wir mussten uns zusammen reißen. Denn Papa sollte nicht nur Traurigkeit um sich herum erleben. Und als er dann wirklich starb.
Aber als er mich anrief, nach der Nachricht, dass er sterben wird, da war es verdammt schwer die richtigen Worte zu finden.


Auch das kann ich sehr gut nachempfinden ... wir alle wussten das seine Krankheit nicht heilbar war und das es zu Ende geht. Man glaubt sich darauf irgendwie "vorbereiten" zu können. Von wegen ... Rolling Eyes Wo er dann tatsächlich verstorben war, wars heftig.

Merkwürdige Gefühle die einen - bzw. mich durchliefen - bzw. das immer noch tun. Trauer, Wut (wer verdient es so zu leiden?), Ohnmacht das man nicht helfen kann aber irgendwie auch ein Gefühl der Erleichterung das er nicht mehr leiden musste. Niemals werde ich seine Worte vergessen als er sagte "ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr, bitte lieber Gott erlöse mich endlich ... "

Das haut dich psychisch dermaßen aus der Bahn wenn dein Vater vor deinen Augen de facto um den Tod bettelt ... ich hätte mir so sehr gewünscht das er einfach friedlich einschläft und nicht mehr aufwacht. Wohl dem der das "Glück" hatte so von dieser Welt zu gehen kann ich da nur sagen.

Zitat von Wolke P:
Aber was unheimlich über die Trauer hilft, ist über die Person zu erzählen. Das hatte ich so bei meiner Familie in der Heimat vermisst. Da wird irgendwie erst Mal tod geschwiegen. Schnell Themenwechsel, wenn das Wort Papa kam.
Aber hier mit meinen 3 erzählten wir uns die gemeinsamen Erlebnisse. Lachten auch mal, weil uns was Lustiges über ihn eingefallen ist. Und das half sehr.


Ja, es ist das beste - egal wie schwer es jemandem fällt - aber man sollte immer versuchen an schönen und lustigen Dinge sich zu erinnern. Ich hoffe für uns alle das die Zeit Besserung bringen wird.

Gute N8

27.08.2016 22:28 • x 1 #111


Zum Beitrag im Thema ↓


W
Laterra, da würde ich auch fast durchdrehen. Das ist ja mal grad so alles aufeinander. Mir fehlen die Worte.
Vielleicht wäre es jetzt besser, wenn du nicht alleine bist. Hast du jemanden wo dich unterstützen kann?
Das du das Gefühl hast, du bist nicht mit dem Ganzen alleine.

x 1 #2


Icefalki
Laterra, jetzt hast du richtige Angst und die absolut gerechtfertigt. Das ist ja extrem beschissen.

Tut euch zusammen, deine Mutter und du. Dann seid ihr wenigstens nicht allein. Ach du Arme, das ist ja schrecklich.

Bei solchen Tragödien fehlen einem wirklich die Worte. Hoffen wir nur, dass das irgendwie gut ausgeht.

Mehr, als dir hier beistehen, können wir nicht. Aber meine Gedanken sind bei dir.

Verflucht, sorry, aber das ist echt schrecklich.

x 1 #3


L
danke euch ihr lieben...ich kann das nicht realisieren,ich habe solche angst.
meine mutter wohnt in einer anderen stadt...habe zur zeit die katze meiner schwester hier, ich kann sie nicht alleine lassen.deswegen habe ich mich von meiner schwägerin nach hause fahren lassen.gerade war meine freundin hier,sie wollte auch hier schlafen aber ich habe gesagt das es nicht nötig sei obwohl das nicht stimmt.ich bin so durcheinander,habe auf der intensiv so laut geschrien als das passierte,und danach panisch gewesen so das sie mir eine tavor gaben.hat aber nicht geholfen.ich bin froh das ich mich hier mitteilen kann.ich sage euch danke.

lg laterra

#4


Icefalki
Ach meine Liebe, ich leide wirklich mit dir. Vielleicht rufst du deine Freundin nochmals an. In solch einer Situation solltest du nicht alleine bleiben.

x 1 #5


B
Liebe Laterra,

da finde ich keine Worte mehr....ich wünsche dir ganz viel Kraft und liebevolle Menschen, die jetzt für dich da sind!
Ganz liebe Grüße und all meine guten Gedanken, dass es wieder gut wird!
Blumenfreude

x 1 #6


Mondkatze
ich bin auch fassungslos

das kann man sich doch gar nicht vorstellen.

Liebe Laterra

ich wünsche Dir sehr viel Kraft und hoffe, dass alles wieder gut wird.

Ich denke an Dich.

LG
Mondkatze

x 1 #7


W
Liebe Laterra,
das macht einen sprachlos..wünsche dir ganz viel Kraft und alles alles Gute...

Liebe Grüße

Waage

x 1 #8


W
Hallo Latera,
ich hoffe, dass du Heute noch ein paar Informationen der Erleichterung bekommst.

#9


Luna70
Sicher wurde dein Mann sehr schnell versorgt, da sein Zusammenbruch ja im Krankenhaus war und das ist hoffentlich ein Vorteil gewesen. Ich drücke euch ganz fest die Daumen und schicke dir auch liebe Grüße.

#10


L
hallo zusammen,

mein mann wurde heute auf die normale station verlegt.die blutung ist laut ct nicht schlimmer geworden.in der nähe des ohres hat er sich einen bruch zugezogen,bis letzte nacht hat er noch aus dem ohr geblutet,das war heute auch nicht mehr der fall.er hat heute viel geschlafen,die zeit wo er wach war hat man gesehen wie schlecht es ihm geht.ermuss sich mehrmals übergeben haben ,hat natürlich wahsinnige kopfschmerzen und der allgemeinzustand ist schlecht.aber ich denke wenn sie ihn verlegt haben ists nicht mehr so gravierend oder?

lg laterra

#11


L
ich kriege das bild nicht mehr aus dem kopf und diesen unglaubliche knall...was kann ich da nur machen?das verfolgt mich und macht mir angst.

#12


D
oh man, du arme.,das tut mir sehr leid für Dich.

Aber dass sie deinen Mann verlegt haben, ist ganz sicher ein sehr gutes Zeichen.
Ich wünsch Euch alles Gute!

x 1 #13


W
Zitat von laterra:
hallo zusammen,

mein mann wurde heute auf die normale station verlegt.die blutung ist laut ct nicht schlimmer geworden.in der nähe des ohres hat er sich einen bruch zugezogen,bis letzte nacht hat er noch aus dem ohr geblutet,das war heute auch nicht mehr der fall.er hat heute viel geschlafen,die zeit wo er wach war hat man gesehen wie schlecht es ihm geht.ermuss sich mehrmals übergeben haben ,hat natürlich wahsinnige kopfschmerzen und der allgemeinzustand ist schlecht.aber ich denke wenn sie ihn verlegt haben ists nicht mehr so gravierend oder?

lg laterra



Also, das denke ich auch, denn sonst hätten sie ihn auf Intensiv liegen lassen.
Er wird wohl auch noch ne kräftige Gehirnerschütterung haben, da geht es einem auch ganz elend.

x 1 #14


L
ja das denke ich ja auch das sie ihn sonst nicht verlegt hätten.aber ich bin so voller angst das ich viele negative sachen denke.

lg laterra

#15


Mondkatze
Zitat von laterra:
ich kriege das bild nicht mehr aus dem kopf und diesen unglaubliche knall...was kann ich da nur machen?das verfolgt mich und macht mir angst.


Hallo Laterra
Manchmal hilft es, wenn man darüber mit jemandem redet.
Hast du einen guten Freund oder eine Freundin?
Oder bist du vielleicht in therapeutischer Behandlung?
Diakonie oder Caritas bieten oft auch Gespräche in schwierigen Situationen an.
Oder gibt es einen Kriseninterventionsdienst im Krankenhaus?
Mir fällt auch noch die Telefonseelsorge ein. Da kannst du 24 std. Lang jemand erreichen.
Mit deiner Mutter würde ich allerdings nicht darüber reden, die wird verzweifelt genug sein.
Ich wünsche dir und deiner Familie von ganzem Herzen alles gute.
LG
Mondkatze

x 1 #16


L
ich habe gott sei dank übermorgen einen termin bei meiner psychologin.ich möchte nicht darüber sprechen,aber ich muss...das verfolgt mich seit gestern.ich möchte meinem mann so gerne helfen,weiß aber nicht wie,auch meinem vater.mich zerreist es innerlich so nahstehende geliebte menschen leiden zu sehen.

lg laterra

x 2 #17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

Icefalki
Liebe laterra, mich haben damals, als ich noch in meiner Angst war, auch die Epileptischen Anfälle, dermaßen getriggert, dass ich beinahe die Tests nicht durchführen konnte. Das war alles beruflich..

Daher kann ich das sehr gut nachvollziehen. Was mich aber freut, dass er aus der Intensiv draußen ist, und jetzt eben mit viel Ruhe seinen Unfall auskurieren kann.


Dass du da mitleidest ist auch vollkommen normal. Und im Moment bist du ja doppelt betroffen.

Sag das ruhig deiner Therapeutin, damit sie weiß, was für eine Belastung du gerade durchmachen musst.

Ich wünsch dir viel Kraft, damit du das einigermaßen überstehen kannst.

x 1 #18


L
liebe icefalki,

ich habe noch nie eine sitzung so herbei gesehnt.ich werde all das sagen was mich belastet,auch wenn es mich ängstigt.

danke für deine lieben worte...mich würde allerdings sehr interessieren wie du die angst losgeworden bist.

glg laterra

#19


J
Ich wünsche dir viel Kraft und alles gute für deinen Mann und deinen Vater!

x 1 #20


A


x 4


Pfeil rechts




Dr. Christina Wiesemann
App im Playstore