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I
Hallo zusammen.

Ich (M 32) leide schon lange unter Emetophobie, Ängsten und Depressionen. Als Kind gab es bei meinem Leiblichen Vater eine Situation die bis heute ungeklärt ist und der ich bisher auch kaum Beachtung schenkte. Ich war damals so ca. 6 Jahre alt. Meine Eltern sind getrennt und ich war alle 2 Wochen beim Vater, und an einem Sonntag kann ich mich nur noch daran errinnern das ich dort Heulend im Flur saß und mein Vater meine Eltern/Großeltern anrief und die sollen mich abholen was sie auch taten.
Jetzt ist die Frage was zum Heulen im Flur sitzend geführt hat. Wie bekomme ich es raus?
Wurde ich sexuell belästigt, vergewaltigt oder was auch immer?

Fakt ist das ich seitdem diese Ängste und kein normales Leben mehr habe.

Wenn ich wüsste was da war, könnte man auch daran arbeiten das es mir mal besser geht, und auch nach der langen Zeit würde ich diese Person/en auch heute noch zur Rechenschaft ziehen.

Bin für jeden Tip sehr dankbar!

18.04.2016 21:15 • 13.05.2016 #1


17 Antworten ↓


F
Ich frage mich manchmal auch ob ich nicht missbraucht wurde. Hatte lange Zeit immer denselben Traum mit Übergriffsanzeichen und kann mich an eine Person, die auf uns Kinder aufgepasst hat, als meine Mutter im Krankenhaus war, überhaupt nicht mehr erinnern. Manchmal (selten) habe ich auch einen Spermageruch in der Nase gehabt.

Meine Therapeutin sagt, diese Zeichen müssen nicht zwingend auf einen Sexuellen Missbrauch hindeuten. Weiter sagt sie, dass man nicht alles wissen muss, was war, es kann auch so heilen. Ich traue der Aussage aber nicht so recht.

Es gibt bei mir allerdings Phasen, wo die Träume wieder häufiger werden oder der Spermageruch. Es fiel mir auf, dass diese Träume etc. v.a. In intensiven therapeutischen Phasen (hatte 3 Mal Erschöpfungsdepression) wieder häufiger werden.

Soviel ich weiss, kann auch EMDR, eine Therapieform für Traumatisierte, Erinnerungen wieder hervorholen. Daran traue ich mich aber nicht ran, weil man bei dieser Methode auch Retraumatisiert werden kann.

18.04.2016 21:26 • #2


A


Schlimme Situation in der Kindheit?

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Delphie
Hallo ichhalt123,

das tut mir Leid, dass du schon lange unter diesen Diagnosen leidest. Ich kenne alle drei Sachen auch und von daher kann ich es gut empfinden, wie du dich damit fühlen musst.

Warum schenkst du dieser Situation nun Beachtung? Kann es nicht auch etwas anderes sein, was deine Ängste ausgelöst hat? Weißt du ganz genau, dass es nach diesem Sonntag mit deinen Ängsten anfing?
Es war sicherlich nicht so eine schöne Situation, wenn du weinen musstest. das wissen wir ja alle nicht, was da passiert ist und das kann dir natürlich auch keiner sagen, aber vielleicht war es auch etwas anderes, nicht so schlimmes. Sollten deine Ängste mit dieser Siatuation zusammenhängen und du möchtest wissen, wie du es herausbekommst, es wäre zum Beispiel vielleicht in einer Therapie herauszufinden. Zum Beispiel in einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie, dort schaust du ja wo deine Ursachen so liegen, also sie schauen sich die Zusammenhänge an. Ich habe derzeit solch eine Therapie und die schaut halt immer mit mir zurück und was die Ursachen sind, und das käme ja in die Richtung, also dass du herausfinden möchtest, woran deine Ängste so liegen.
hast du schon einmal Therapie gemacht?

Das stimmt, dann könntest du daran arbeiten und versuchen daraus zu kommen aus deinen Ängsten.

Hast du mit deinem vater heute eigentlich ein gutes Verhältnis oder eher schlechtes? Wie ist das Verhältnis zu deiner mutter heutzutage?
Hast du die Trennung als Kind gut verkraften können?

@freisein,

das könnten schon anzeichen dafür sein, aber ganz genau wird dass dir sicher wahrscheinlich auch nur ein Therapeut sagen können. Aber schlimm sind solche Träume auf jeden Fall. Sind diese Träume von alleine weg gegangen wieder?

Okay, dann hat deine Therapeutin darauf ja sogar schon geantwortet. Fühlst du dich davon noch sehr gequält von diesen Träumen oder denkst du häufig darüber noch nach? Wenn ja, würde ich vielleicht vorschlagen, dass du es noch mal zum Thema machst. Bist du sonst mit deiner Therapeutin zufrieden?

EMDR wird in der Traumatherapie angewandt. Aber ich dachte nur, dass sie wenn errinnerungen da sind schon helfen können, aber nicht um Sachen hervorzuholen?!?

Mit lieben Grüßen,
Delphie

18.04.2016 21:32 • #3


F
Hallo Delphie

Ja, ich denke oft darüber nach. So wie Ichhalt123 denke ich manchmal, dass ich wenn ich das wüsste, vielleicht heilen könnte. Wir waren in der vorletzten Therapie nahe bei dem Thema, da hab ich aber dermassen Angst gekriegt, dass ich das Thema gewechselt habe und nicht mehr angesprochen habe. Ich bin unsicher wegen der Therapiemethode, da es keine VT ist. Mit der Therapeutin bin ich aber zufrieden.

Ich glaube gelesen zu haben, dass mit EMDR auch Erinnerungen hervorgeholt werden können. Bin aber nicht zu 100 % sicher.

18.04.2016 22:24 • #4


F
Nachtrag: die Träume sind von alleine weg gegangen.

18.04.2016 22:35 • #5


Delphie
Hallo,

@freisein,

verstehe ich, dass du oft darüber nachdenkst. Ja, ich glaube eigentlich auch, dass wenn man an das Trauma, also wenn da echt eins besteht, dran kommt und es bearbeiten kann,es dann vielleicht eine wunde schließen kann und man es besser ins Leben integrieren kann und damit lernt umzugehen immer mehr.

Das verstehe ich, dass du da angst bekommen hast, sowas ist auch nicht leicht. Welche Therapiemethode hast du denn jetzt? Also wenn es keine VT ist, ist es tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie? Auch da gibt es Traumatherapeutinnen in dem Bereich. Und die können dann auch ein Trauma bearbeiten.

Mit lieben Grüßen,
Delphie

23.04.2016 19:57 • #6


F
Hallo Delphie,

Nein es ist keine tiefenpsychologische Therapie. Die Therapeutin ist von der Richtung der humanistischen Psyhotherapie und wir wenden vor allem eine Methode an, die Trauma oder angstvolle Erinnerungen reintegriert. Diese Methode nennt sich Lifespan Integration. Ich gehe mal frech davon aus, dass ich schon a bisserl ein Entwicklungstrauma habe, da war viel viel Angst in der Kindheit. Ich kann jetzt nicht sagen wie andere hier war alles super daheim und so. Eine genetische Veranlagung könnte auch vorhanden sein, da Mutter auch nicht gerade die stabilste und Grossmutter auch nicht.

23.04.2016 20:12 • #7


Delphie
Hallo,

@feisein,

okay. Darf ich dich fragen, was humanistische Psychotherapie in etwa ist? Also redet ihr mehr über das vergangene oder mehr über die Gegenwart oder Zukunft? Seid ihr eher passiv oder aktiv, also aktiv in sinne von Übungen? Ich habe das noch nicht bisher gehört.
Was genau verstehst du unter Entwicklungstrauma? Dass du in deiner Entwicklung als Kind nicht dich genau entwickeln konntest wie andere kinder deines alters, da du Sachen erlebt hast die deine Entwicklung negativ beeinflusst haben? Meintest du das so in etwa mit dem Trauma?

Ich kann das auch nicht sagen, dass bei mir alles super zu hause war, bei mir gab es auch schlimme Szenen.
Okay, ja wenn die beiden natürlich auch nicht stabil sein, kann es auch auf dich natürlich abgefärbt sein, also im sinne dass du es gemerkt hast wie sie sich verhalten und du vielleicht dann es dich verunsichert hast als Kind und du auch unstabiler deswegen schon warst. Ein Kind bekommt ja auch sehr viel mit, wie so die Erwachsenen sind um einen herum.

Mit lieben Grüßen,
Delphie

23.04.2016 20:25 • #8


F
Liebe Delphie

Ich kann dir auch nicht genau sagen was humanistische Psychologie ist. Hab hier einen Ausschnitt aus dem Internet für dich kopiert:

http://www.spektrum.de/lexikon/psycholo ... logie/6752

Übungen krieg ich von ihr keine. Wir reden am Anfang kurz miteinander. Wo ich auch meine Sorgen erzähle, sie erklärt mir wie der Mensch aufgebaut ist und wie die Psyche funktioniert, gibt mir andere Ansichtsweisen, relativiert. Klärt mich auch auf. Welche Gedanken nun wieder die Krankheit sind, dass die Wahrnehmung durch die Depression getrübt ist. Dann machen wir meistens die Methode. Ich soll dabei auch in den Körper reinspüren, wo ich was wahrnehme, ob es sich verändert während der Methode.

Unter Entwicklungstrauma verstehe ich genau das, was du beschrieben hast. Viele Kinder psychisch kranker Eltern weisen solche Entwicklungstraumata auf. Sie können aber auch die Folge von Gewalt, emotionaler Vernachlässigung etc. in der Kindheit sein (Gewalt war bei mir sicher nicht der Fall, emotionale Vernachlässigung auch nicht ausgeprägt). Hab viel darüber gelesen, über Angststörungen und Depressionen etc., auch instabile Bindungen können zu einem Entwicklungstrauma beitragen. Das könnte bei mir zutreffen.

Kriegst du Übungen? Wie sehen diese aus? Kannst du mir ein konkretes Beispiel nennen?

23.04.2016 22:31 • #9


Delphie
Hallo,

@freisein,

danke, dass du mir diesen Ausschnitt kopiert hast. Habe es mir mal durchgelsen.

Okay, aber gut, dass du mit ihr auch über deine Sorgen redet. Das ist ja auch wichtig. Ja, das stimmt Wahrnehmungen können ja häufig wegen den Depressionen anders sein bzw. sind es ja auch. Gut, dass sie dich dann aufklärt, welche Gedanken deine Krankheit sind. Kannst du es teilweise auch selbst unterscheiden schon, welche Gedanken eher von deinen Depressionen kommen oder so? Manchmal merke ich wenn es meine Ängste sind und kann dazwischen funken, aber es ist echt schwer ab und zu das zu erkennen.
Okay, kommst du damit gut klar? Merkst du dass das reinspüren bei dir hilft? Kannst du einige Methoden im Alltag integrieren oder gar nicht und funktioniert es nur mit ihrer Anweisung?

Ja, das könnte dann natürlich sein, was du dann hast. Also dass du dann ein Entwicklungstrauma hast. Ganz definitiv können das ja eh nur Therapeuten sagen. Aber es klingt einleuchtend. Ja, instabile Bindungen tragen ja dazu bei, also in früher Kindheit, dass man selbst auch unsicher und Ängste entwickeln kann, also wenn man in instabilen Umfeld dann aufwächst. Da kann man sich ja gar nicht so entwickeln wie es normal sein sollte.


Übungen habe ich viele schon erhalten.
Jetzt in der Tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie bekomme ich keine Übungen, aber in der VT habe ich das früher erhalten.
Ja, ich kann dir einige Übungen, also was ich ausprobieren sollte zu hause oder im alltag integrieren sollte oder konnte, nennen. In welcher sparte soll ich dir welche nennen? Ich habe ja in vielen Bereichen Übungen bekommen.

wenn wir mal das Beispiel Trauma nehmen, also schlechte Erinnerungen, oder wie du beschriebst mit deinen träumen, dann zum Beispiel dass man erst sich runter skillen sollte(da habe ich skills gelernt), dann habe ich mit ihr Übungen gemacht die mich, sobald ich runter von der Anspannung bin wo ich mich sicher fühlen kann. Der sichere Ort an dem ich dann kurz halt machen kann um wieder Sicherheit zu fühlen(außerdem sind dann damit ja auch schöne Gefühle wieder verbunden wenn das klappt). Oder wo man solche Erinnerungen hinpacken kann, so ne Tresorübung(wobei das klappt aktuell schlecht bei mir). Kennst du solche Imaginären Übungen? Also die Tresor Übung oder den sicheren Ort? Den sicheren ort, also dass ist ja auch zum Beispiel für jeden menschen ob Trauma oder nicht gut anwendbar und gut so einen ort zu haben. Aber für Trauma Patienten halt auch gut, damit sie einen sicheren ort für sich auch haben.
Wenn nein, also du es nicht kennst, kann ich dir gerne die Übungen beschreiben bzw. dir davon eine Anleitung schicken, wie das geht(habe das ja auf zetteln alles bei mir zu hause auch).

Oder ich habe Übungen gelernt, in Bereich der Ängste. Verschiedene Übungen. Also deswegen, ja ich kann Beispiele nennen aber weiß nicht welche Übungen jetzt so du eher hören oder wissen möchtest.

Mit lieben Grüßen,
Delphie

25.04.2016 13:18 • #10


F
Liebe Delphie

Sehr selten kann ich unterscheiden, was von der Depression kommt und was nicht. Meistens fühle ich mich total darin gefangen.

Das reinspüren hilft mir manchmal, aber meistens nur unter Anleitung. Ich kann es sonst, für mich zu Hause, nicht einordnen und steigere mich dann in etwas rein.

Die Dinge im Alltag zu integrieren fällt mir schwer. Bis vor 2 Wochen ging es mir besser, da hätte ich es auch raus geschafft für einen Spaziergang. Heute habe ich es überhaupt nicht geschafft, raus zu gehen. Hab immer daran gedacht, jetzt gehst du raus, jetzt gehst du raus, aber es ging nicht. Ich hasse das und fühle mich dann wie ein Versager. Weil es doch gut wäre Bewegung draussen, aber es geht nicht, fühle mich manchmal so gefangen. Gibt es da einen Trick oder eine Übung, wie man es raus schafft? Ich nehme mir Dinge vor und mach sie dann doch nicht. Früher ging das alles von alleine. Was ich mir vorgenommen habe, habe ich meistens auch gemacht.

Gibt es da Übungen? Wie man sich überwinden kann, trotz dieses ekelhaften Unsicherheits- und gefangenengefühl? So etwas für jeden Tag, das eine stärkt? Oder ein Trick, dass man die Sachen auch macht, die man sich vornimmt? Es kostet alles soooooooo viel Überwindung. Mit dem Teil der Depression kann ich am schlechtesten umgehen, weil ich das so von mir nicht kenne sonst.

Ich kenne den sicheren Ort, die Tresorübung kenn ich nicht. Machst du den sicheren Ort täglich? Gibt es Übungen, die du täglich machst?

Es gibt noch so Vieles, was ich tun sollte, neue Freunde suchen, mich wieder mehr in Geselligkeit begeben, Sport wäre super gut, lernen zu geniessen und nicht immer nur zu Arbeiten (wenn ich genug Energie habe, mache ich eigentlich nur das, was ich sowieso tun muss, ergo Haushalt, Bewerbungen, Garten ist so ein Zwischenbereich, aber es hat immer etwas mit Arbeit zu tun). Alleine Saunieren gehen z.B. Oder einfach in die Stadt bummeln gehen oder eben einen Spaziergang machen, das kann ich fast nicht. Einfach so irgendwas machen ohne dass dabei etwas herausschaut. Furchtbar, ich weiss auch nicht wo ich das verloren habe.

Also am Meisten Mühe habe ich wie oben beschrieben, wenn ich es nicht raus schaffe oder mich nicht an Aufgaben heran wage, die zu erfüllen sind. Ich bin auch oft so in einem generellen Unsicherheitsgefühl drin, in so einer Art Angst, das Haus zu verlassen. Nur hier in der Wohnung fühle ich mich sicher. Das raus gehen ist dann wie eine riesige Bedrohung. vieles fühlt sich irgendwie bedrohlich an, ohne dass ich es näher beschreiben könnte. Gibt es da was, ne Übung, ein Trick? Wenn ja, wie integrierst du das alles in den Alltag, machst du das zu festen Zeiten jeweils?

25.04.2016 16:10 • #11


Delphie
Hallo,

@freisein,

ich kann auch nur es unterscheiden, also wenn ich ganz unten bin, dass es dann von den Depressionen kommt, aber sonst auch noch nicht wirklich. Oder wenn ich richtig panik habe, dann weiß ich auch, dass es angst Gedanken sind, ich glaube dass ist mitunter auch schwer, dass immer zu unterscheiden und man muss es langsam lernen, es zu erkennen, wann man wieder Gedanken hat oder ein verhalten hat, was zu den Depressionen gehört. Aber das wirst du, wie auch ich, irgendwann lernen und wissen.

Das verstehe ich, dass dir das schwer fällt. Super, dass du es geschafft hast raus zu gehen. Es muss nicht jeden Tag klappen, ich denke alle zwei Tage ist auch okay, wenn man da raus geht. Was hat dich ganz zum schluss daran gehindert nicht raus zu gehen? Die Motivation oder Ängste oder was war es?
Bitte fühle dich nicht wie ein Versager dann, , dass bist du nicht! Ja, das gefangen in sich selbst, dass kenne ich auch. Ich weiß nicht, ob es einen Trick gibt, ich zwinge mich manchmal einfach dazu bzw. sage mir danach, wenn du es jetzt raus schaffst, danach kannst du dich ja wieder zurückziehen oder danach mache ich meistens etwas was mir spaß macht, also wenn es einen tag echt schwer ist raus zu gehen. Ich suche mir dann auch schon etwas raus, was ich dann machen kann und dann ist da mehr Motivation da, es zu machen. Oder es auszuprobieren. Für mich ist raus gehen schwer wegen der Ängste und der Depressionen. Aber wenn ich draußen war, dann bin ich danach auch meistens froh, dass ich draußen war, weil ich es geschafft habe und die Angst plus die niedrige Motivation zur Seite schieben konnte für einen Moment.

Hast du es mal damit probiert, also dir dann danach was schönes vorzunehmen, also etwas was dir Freude macht und wenn du raus gegangen bist es als Belohnung sozusagen dann zu machen und es sich zu gönnen? Oder könntest du dir das vorstellen, es so zu machen?
So schaffe ich es meistens. Also mit etwas schönes dann vornehmen danach. Und mir immer wieder sagen, dass wenn ich es schaffe es ein kleiner schritt wieder war.
Oder vielleicht mit einem Plan, also zwei Sachen aufschreiben, die du an dem Tag erledigt bekommen willst, wie einmal raus gehen und halt noch etwas. Und wenn du die geschafft hast, dann gönnst du dir deine lieblingsfolge oder sonstiges. Und hakst es natürlich ab, dass du es geschafft hast.

ich habe auch so ein Buch wo ich jeden Tag reinschreibe, was ich alles geschafft habe, aber auch was ich dann schönes gemacht habe. Also wird nur in Stichwörtern aufgeschrieben. Sieht dann ungefähr so aus:
-raus gegangen zur Ampel und zurück
-Haushalt: gesaugt, Geschirrspülmaschine ausgeräumt
-gemalt
also so ungefähr...halt manchmal mehr oder halt weniger, kommt auf den tag drauf an. Und das schaue ich mir halt immer mal ab und zu auch an und sehe da auch was ich geschafft habe und was nicht. Das macht ein schönes Gefühl, wenn man viel mal geschafft hat oder erreichen konnte, aber auch wenn was schönes drin steht, dann denkt man dran, dass man sich auch wieder mal seine Hobbys nachgehen kann. das macht man ja auch zu wenig in den Depressionen, also Sachen die einen spaß machen.

Also das hilft wie gesagt mir dann. Also einmal, dass man sich damit stärkt, dass man sich danach mit etwas belohnt bzw. sich mit etwas motiviert oder sich so einen plan noch macht und sich, wenn man das abgeharkt hat sich dann erst das gönnt.
Damit macht man dann ja Sachen schneller, was man sich vornimmt. Wichtig ist aber nicht zu viel vornehmen, sonst überfordert man sich ja auch. Also wenn du dir was vornimmst, echt nur ganz kleine schritte und nicht zu viel vornehmen, dass überforder dann ja wieder.

ich glaube auch wichtig ist, wenn es so ein Tag ist, der echt richtig schwer ist, dass man schon zufrieden mit sich sein kann, wenn man nur kurz für 15 Minuten vor die Tür geht. das ist immer noch besser als nichts, also da auch nicht zu viel von sich erwartet. Wobei das finde ich selbst sehr schwer, da ich immer zu viel meistens von mir erwarte.

Gibt es auch Familie oder Freunde die dich unterstützen eigentlich?

Die Tresorübung ist glaube ich auch nur hilfreich, wenn errinnerungen oder böse Sachen hoch kommen, die man zur seite packen will. Oder man bestimmte dinge einfach nur zur seite packen möchte, die einen beschäftigen. Soll ich sie dir einmal aufschreiben?
Eigentlich sollte ich den sicheren ort täglich eher mal üben, aber manchmal denke ich einfach nicht dran. Aber mache ich auf jeden fall jeden zweiten tag, denn da ich sehr häufig flashbacks habe, setzte ich diese Übung sobald ich wieder richtig ruhig bin, ein. Aber es gelingt mir nicht immer, aber wenn es mal besser gelingt fühle ich mich darin wohl. Ich habe auch einen sicheren Ort für meine anderen Anteile in mir, wie zum Beispiel für meine kleine delphie oder meine jugendlichere Delphie ect. Weil die brauchten alle auch einen sicheren ort für sich und für die kleine delphie, diesen sicheren ort suche ich täglich auch, da es mir hilft.
Also dies setzte ich tatsächlich jeden Tag dann ein.

Ja, ich mache meine Atemübungen täglich. Da ich ja weiß, dass mir so Bauchatmen hilft. ich hoffe auch,dass ich das dann irgendwann in stress Situationen einsetzten kann im besten Fall. Aber das brauch noch eine weile, denke ich mal.
Hast du auch solche Atemübungen mal probiert? Sie helfen ja auch, wenn man gestresst ist oder um wieder mehr in die Ruhe zu kommen und einfach ein wenig um abzuschalten.

Oh, da möchtest du ja vieles noch erreichen. Aber wie gesagt, nehme die Zeit dazu und gebe dir die Zeit auch bitte. Du wirst auch irgendwann neue Freunde finden und geselliger wieder werden. Ja Sport ist auch gut, aber du machst ja schon etwas für deine Gesundheit wenn du ab und zu raus gehst.
Okay, dass heißt du machst eigentlich nur etwas, wo du danach siehst du hast was geleistet? Habe ich das richtig verstanden?
Ab wann hast du es denn verloren bzw. ab wann hast du immer nur etwas gemacht, was mit arbeit zu tun hat?
Ich kenne leistungsgedanken auch. Ich fühle mich immer noch jetzt schlecht, wenn ich mal etwas mache wie nur malen oder so. Weil ich weiß ich leiste dabei nichts, aber manchmal mache ich es demnoch jetzt trotzdem ab und zu, aber nur wenn ich vorher wirklich was geleistet habe wie raus gehen oder Haushalt. ganz selten wenn ich mal nichts vorher geleistet habe, aber das fühlt sich meistens noch schlecht an und ich glaube es brauch zeit bis es sich besser anfühlt.

Vor was hast du Angst, wenn du das haus verlassen willst? Das verstehe ich, dass es dir angst macht!
Ich nehme immer Sachen mit, womit ich mich sicherer fühle. Wie mein Handy, meine Wasserflasche( ich habe immer angst auch noch mir könnte übel werden und dafür also ich das ich mal was trinken dann kann), eine tüte(falls mir schlecht wird) und mein ausweis(falls mir echt mal was passiert, damit mich jemand indentifizieren kann) und meine skills(also falls die Anspannung zu groß wird bzw. ich da wegdissoziere). Das alles kommt in meine Handtasche. Und meistens muss jemand zu hause sein, damit er oder sie weiß dass ich losgelaufen bin.
Also ich nehme mir, wahrscheinlich schon zu viel, dinge mit, die mir das raus gehen erleichtern. Nimmst du auch etwas mit?

Nein, ich mache außer meine atem Übung nichts zu gleichen Zeiten. Ja außer das essen noch und das kochen und das abwaschen, damit ich mich dazu motivieren kann.

Mit lieben Grüßen,
Delphie

25.04.2016 21:11 • x 1 #12


F
Liebe Delphie

Danke für deine aufbauenden und hilfreichen Worte. Es ist genau das, was du schreibst, kaum geht es mir ein bisserl besser, nehm ich mir zu viel vor, was mich dann wieder so in Stress versetzt, dass ich wieder k.o. bin.

Das muss ich irgendwie noch 1000 mal hören, bis das in meinem Schädel drinnen ist.

Es lag nicht an der Motivation mit dem rausgehen. Es lag eher an einer Blockiertheit und den Ängsten. Es ist nicht eine Angst vor irgend etwas, dass ich umfallen könnte oder so, sondern so eine generelles Gefühl der Bedrohung, dass irgend etwas passiert, worauf ich überhaupt keinen Einfluss nehmen kann. Als dann noch meine Coachingfrau vorbeikam, sind wir zusammen raus, dann gings. Es braucht manchmal nicht viel, ein Schubser von aussen, dann geht's. Ich finde deine Strategie aber sehr hilfreich mit der Belohnung, und werde das gleich morgen ausprobieren. Das mit dem Buch find ich auch super, mit dem reinschreiben, was man geschafft hat.

Den Tagesplan habe ich mal gehabt, ich greife das gleich morgen wieder auf und mache es so. Manchmal vergesse ich einfach wieder so ganz simple Dinge, die trotzdem so hilfreich sind. Du hast so recht mit dem nicht Zuviel sich vornehmen. In diese Falle trete ich immer wieder, dass ich mir Zuviel vornehme und mich dann hinterfrage und nicht verstehe, warum es nun wieder nicht geht.

du hast richtig verstanden, dass ich meistens Dinge mache, bei denen ich etwas geleistet habe und ich irgendeinen Gewinn davon habe. Wobei die Definition des Gewinns sehr leistungsgeprägt ist. Ich glaub das hat im Studium angefangen, da hab ich angefangen, auf dem Spaziergang die Pflanzennamen zu lernen und so weiter. Von da an war es kein Spaziergang mehr sondern lernen. So hat sich das dann nach und nach weiter ausgedehnt.

Ich finde das interessant, dass die verschiedenen Anteile einen eigenen sicheren Ort haben. Vielleicht brauchen die jeweils auch einen anderen Ort?

Familie unterstützt mich nicht, Freunde hab ich nur noch zwei und die sind im normalen Alltag drin mit arbeiten und so. Ich möchte die auch nicht weiter belasten. Meistens sage ich dann, mir ginge es einigermassen, weil ich nicht will, dass die sich auch noch von mir abwenden.

Was sind das für Atemübungen, die du machst? Wenn es mir einigermassen geht, dann meditiere ich täglich 15 min, aber dann lass ich es wieder sausen in der Zeit, wo es mir gar nicht gut geht. Ich krieg das dann nicht auf die Reihe. Aber ja, ich Versuch das doch gleich morgen mit der Belohnung, nachdem man etwas geschafft hat.

Vielen lieben Dank Delphie

25.04.2016 21:42 • x 1 #13


Delphie
Hallo liebe Freisein,

bitte, ich kenne das das einen aufbauende und hilfreiche Worte auch wirklich sehr gut tun.
Ja, das kenne ich nur zu gut, kaum geht es einem besser nimmt man sich zu viel vor. Ich glaube, das Problem kennen viele.

Auch das kenne ich, dass man es sich häufig noch anhören muss, bis man es sich gemerkt hat. Aber dass ist auch menschlich und man kann nicht alles gleich selbst verinnerlichen. Wenn man sich schon ein wenig verinnerlicht oder ein wenig für sich lernt bzw. schritt für schritt weiterkommt ist es doch schon richtig gut.

Das verstehe ich, dass es an deinen Ängsten liegt mit dem raus gehen. Habe ja auch Ängste vor dem raus gehen. Ja, auch diese Ängste kenne ich, die angst es könnte irgendwas passieren, worauf ich erst mal keinen einfluss habe. Dieses gefühl der Bedrohung ist häufig beim raus gehen da.
Ja, dann ist das raus gehen auch einfach, wenn jemand da bei ist häufig. Habe ich auch so. Seid wann hast du solch eine Coachingfrau? Was macht sie zusammen mit dir, wofür ist die ganz genau da?

Hast du es ausprobiert mit dem sich selbst belohnen, wenn du draußen warst?
Ja, das mit dem Buch hilft mir auch weiter sehr. Wenn es nicht gleich klappt sofort mit dem raus gehen und der belohung hinterher, gebe dir da zeit. Manchmal brauch es ja ein wenig, bevor man es sich anders gewöhnt hat an eine andere Verhaltensweise.
Ich selbst habe ja auch noch immer angst beim raus gehen und die letzten drei tage habe ich es wegen der angst gar nicht geschafft. Meine Stimmung war es so schlecht und da waren auch gleich die Ängste größer.

Ja, das kenne ich auch. das ich ganz simple dinge vergesse, die trotzdem sehr hilfreich sind. Das mit dem nicht zu viel vornehmen, ist auch ganz wichtig. hast du dir solch ein Tagesplan mal gemacht bzw. ein zwei Sachen mal so aufgeschrieben, die erledigt werden müssen oder auch schöne Sachen aufgeschrieben, die du einfach mal machen möchtest? Und die dann auch gemacht? Ging das besser mit ein wenig mehr tagesstrukturierung?

Das mache ich meistens genauso. Die Sache muss mir etwas bringen. Aber mittlerweile versuche ich auch Sachen zu machen, die mir einfach nur spaß machen. Aber das ist echt immer noch ab und zu schwierig wenn man immer nur lieber etwas leisten möchte. Mein spruch war ja auch jahrelang: nur wenn ich was leiste, werde ich geliebt und gemocht. Diesen spruch umzuändern und auch auf der verhaltensebende ist schwierig. Aber wie gesagt, ich bauche oder versuche es nun mir einzubauen, wenn ich mal mich Ängsten gestellt habe oder was echt schwieriges gemacht habe oder auch genug geleistet habe, erlaube ich mir meine Hobbys an dem tag.
Gott, das klingt auch echt anstrengend. Also mit dem lernen. Ist es mehr zwanghaft mit dem lernen oder hast du auch das gefühl, je mehr du leistet desto mehr wirst du gemocht oder akzeptierst du dich selbst mehr? oder hat es einen ganz anderen grund?

Ja, das kann sein. Also mir hilft es wenn jeder Anteil einen eigenen ort hat. Und für mich ist es auch sehr wichtig. Also gerade meine kleine Delphie, braucht diesen ort, sonst funkt die mir ja jetzt noch im alltag immer wieder dazwischen. oder auch wenn sie zu starke Gefühle herholt, muss sie beruhigt werden. Das ist ja wichtig irgendwie.
Vielleicht wäre das bei dir auch eine Idee, deine Anteile alle einen anderen ort zu erdenken und zu erbauen. Und sie dort ab und zu in Sicherheit bringen und sie dort kraft tanken zu lassen.

Das tut mir Leid, dass deine Familie dich nicht unterstützt. Warum unterstützen die dich nicht, verstehen die es nicht oder magst du die ebenfalls nicht belasten wie deine zwei freunde?
Merken deine zwei freunde denn, dass es dir schlecht geht? Ich denke, du würdest die sicherlich nicht belasten. Freunde sind doch dazu da, wenn es einem mal schlecht geht, bzw. sollten dazu auch da sein.
Schätzt du die so ein, dass die sich dann auch von dir abwenden? das wäre schade, wenn es richtige freunde wären.

Das verstehe ich, dass du es dann sausen wieder lässt. Alleine schon 15 Minuten am stück würde ich nicht hinbekommen, da wäre ich viel zu unruhig zu. Ich mache welche die gehen 3 Minuten bis circa 6 Minuten. also deutlich kürzer. Dafür halt nur 3 mal täglich am tag, also morgens nach dem frühstück, mittags nach dem mittagsessen und abends vor dem Abendessen oder danach. Also immer ungefähr zu gleichen Tageszeiten, damit ich da einen Rhythmus drin habe. Es klappt nicht immer, aber ich versuche es es hinzubekommen.
Ich werde es dir dann in der privten Nachricht schicken, wie die gehen die atmen Übungen.

Mit lieben Grüßen,
Delphie

01.05.2016 17:06 • #14


F
Hallo Delphie

Die Coachingfrau begleitet mich seit Januar. Sie kommt etwa einmal im Monat vorbei, dann reden wir, wo ich jetzt stehe, was schon besser geht, was ich dann noch dazunehmen könnte in den Tagesplan,wie ich beruflich weiter gehen könnte, etc.

Ich habe von der Psychologin den Rat bekommen, immer etwas Kleines vom Spaziergang mitzunehmen. Das geht ganz gut jetzt so, war seit Freitag jeden Tag ein bisschen spazieren. Ich muss aber ein bisschen aufpassen, dass ich nicht wieder Zuviel will.

Mit der Tagesstruktur hapert es noch ein bisschen. Hab jetzt aber das eincremen und Füsse massieren nach dem duschen wieder aufgenommen. Das bringt mich runter von meinem nervösen Trip und beruhigt mich ein bisschen. Vor allem das Füsse massieren tut mir gut.

Zwanghaft ist das mit dem lernen nicht. Es ist mehr von Angst getrieben, dass ich dann Angst hatte, die Prüfung nicht zu schaffen, nicht gut genug zu sein, nicht zu genügen. Dass ich besser sein muss. Dass ich NIE gut genug bin. Und wenn ich mich anstrenge, dann bin ich dann vielleicht mal gut genug. Das muss irgendeine Prägung sein.

Die Familie möchte ich erstens nicht belasten, zweitens ist es auch schwierig, mit Ihnen darüber zu reden wie es mir geht. Sie sind manchmal sehr negativ und fangen dann von ihren Problemen an, dann dreht das Gespräch und ich bin dann wieder diejenige, die zuhört und Ratschläge gibt, statt umgekehrt. Bei den Freunden ist es wohl eher meine Angst, abgelehnt zu werden, oder wieder, nicht zu genügen, denn ich kann mit keinem der beiden mithalten. Auch denke ich, immer nur jammern ist doch langweilig, das muss nerven, dann wäre es nur eine Frage der Zeit, bis ihnen das zu doof oder mühselig wird.

Vielen lieben Dank für den Austausch Delphie. Wie geht's dir denn so?

02.05.2016 18:22 • #15


Delphie
Hallo Freisein,

das klingt ja gut, dass mit der Coachingfrau. Bezahlst du sie selbst? Hilft es dir wenn sie kommt? Brauchtest du jemanden der häufiger kommt zu dir oder reicht es dir wie sie kommt?

Das stimmt, bitte passe darauf auf. Also dass du nicht zu viel auf einmal nun wieder erreichen willst . Es ist klasse, dass du jeden Tag ein bisschen spazieren warst. Ganz klasse. Da kannst du stolz auf dich wirklich sein. Bist du selbst darauf stolz?

Auch super, dass du das mit dem eincremen und den Füße massieren nun wieder in den Tagesplan mit aufgenommen wieder hast. Und gerade wenn du merkst dass es dir sehr gut tut. Du machst tolle Schritte gerade, liebe Freisein.

Okay, das verstehe ich mit dieser Angst die du da beschreibst. Das mit dem nie gut genug zu sein. Genau das gleiche kenne ich ja auch, nur wenn ich mich anstrenge, bin ich gut genug, da ich dann was leiste. Ja, das muss eine Prägung aus der Kindheit sein. Ich wünsche dir sehr, dass du da irgendwie raus kommst und besser mit umgehen kannst.

Okay, das verstehe ich, dass du es dann als schwierig ansiehst, gerade wenn du zum schluss wieder die jenige bist die ratschläge gibt und zu hörst? Hast du es schon mal versucht, dann zu sagen, dass du jetzt aber mal reden möchtest und auch einmal dein Problem los werden möchtest? ist wahrscheinlich schwierig..also stelle ich mir sehr schwierig vor dann.
Nein, bei richtigen Freunden darf man einmal sagen, wie es wirklich ist, wie es einem wirklich geht. Man ist ja auch nicht jeden tag schlecht drauf aber wenn, dann darf man bei echten freunden das auch sagen. ich kann deine angst aber verstehen, ich habe früher genauso gedacht. Mittlerweile sage ich es aber meinen paar freunden die ich habe, wie es dann ehrlich aussieht. ich wünsche mir das gleiche auch von ihnen.
Ich frage mich nur, wen du außer deiner Therapeutin und diesem Forum, du dann von deinem wahren Problemen berichten kannst?! Ja, eigentlich machst du es ja dann nur eher mit dir aus. das finde ich so schade, denn ich finde, jeder sollte eigentlich Personen um sich rum haben, die ehrlich wissen, wie es um einen steht. ich wünsche dir, dass du irgendann es dir zutraust von den Ängsten her, dich deinen freunden auch mitzuteilen, wie es wirklich um dich ab und zu steht und was deine sorgen und Probleme sind. .
Aber wie gesagt, ich verstehe dich sehr gut, da ich früher auch nichts meinen freunden gesagt habe wirklich und genau aus diesen gleichen Ängsten die du hier geschrieben hast. Abgelehnt zu werden war immer als sorge da.

Bitte, mir tut der austausch mit dir ebenfalls sehr gut.

Danke der nachfrage, mir geht es heute mal endlich wieder ein ganz kleines stück besser als die letzten tage, die wirklich schwierig waren.

Mit lieben Grüßen,
Delphie

03.05.2016 10:26 • x 1 #16


F
Liebe Delphie

Vielen Dank für deine Zeilen, die mich sehr berührt haben. Ja, ich versuche es mit mir selber auszumachen. Das was du aber schreibst, dass ich den Mut haben soll mich wirklich meinem Freunden anzuvertrauen, das finde ich sehr schön und das hat mich sehr berührt. Ich sage auch nicht nichts, aber meist nur vielleicht die halbe Wahrheit. Meine seelischen Abgründe teile ich meistens nicht mit. Vor allem das mit den Suizidgedanken nicht, ich hätte dabei das Gefühl, es käme einer Erpressung gleich. Ich möchte meinen Freunden das nicht zumuten, das sag ich nur hier im Forum oder meiner Therapeutin.

Die Coachingfrau bezahle ich selbst. Ich finde den Abstand so gut, weil ich dann wirklich immer sehen kann, wo ich stehe, was in der Zeit ging und was nicht. Es hilft mir sehr wenn sie kommt, denn ich neige dazu, zu schnell zu viel von mir zu verlangen, ich hab da echt einen an der Waffel was das betrifft.

Ich bin sehr sehr stolz dass das so gut geklappt hat mit dem raus gehen. Die Bewegung tut mir auch gut, manchmal komme ich so auch innerlich zur Ruhe. Habe mich gestern noch im Wald auf eine Bank gesetzt und einfach nur geguckt, das satte Frühlingsgrün der Blätter. Die Sonne schien dann noch so durch die Blätter, es war einfach nur schön. Ich mag die Natur, die ist einfach und macht sich gar keine Gedanken.

Bei meiner Familie hab ich schonmal gesagt dass ich nun auch meine Probleme bequatschen will. Das kann ich dann auch, nur dreht es meine Mutter so, dass es dann doch wieder nur um sie geht. Am Ende stehe ich dann da und muss sie trösten, obwohl ich doch den Trost brauchen würde. Es ist nicht so einfach.

Ganz lieber Gruss

Freisein

03.05.2016 21:43 • x 1 #17

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Delphie
Hallo,

@freisein,

bitte für diesen Zeilen. Es freut mich, dass es dich sehr berührt hat. Okay, aber es ist schon mal doch gut, dass du schon etwas erzählst deinen Freunden. Ja, das mit den Suizidgedanken kann ich ja noch verstehen, dass wären auch Gedanken die ich erst mal freunden nicht erzählen würde außer sie wären länger da und sie würden mich konkret danach fragen. Erpressung wäre es ja nicht, außer du verpackst es so nach dem Motto: jetzt kümmert euch auch bitte um mich! Aber solange du das nicht machst, wäre es keine Erpressung!
Aber es ist gut, dass du das Forum hier dazu nutzt und auch deine Therapeutin dazu hast! Das ist auch wichtig!

Du hast keinen an der Waffel, , dass mit dem zu viel verlangen kenne ich auch. Ich glaube, dass kennen so einige hier auch. Aber gut, dass sie dir gut tut!

Da kannst du auch stolz auf dich sein, dass du raus gegangen bist und es geklappt hat! Wirklich Ja Bewegung tut auch gut und ist ja auch wichtig. Das mit der Bank klingt gut, mit dem darauf setzten und einfach ein wenig schauen was da so ist. Und ein wenig Achtsam sein und sich dort vielleicht auch noch aufgehoben und wohl fühlen zu können in der Natur dann.

Das klingt auch nicht einfach. Ich wüsste da auch nicht, wie ich das dann machen könnte dann.

Mit lieben Grüßen,
Delphie

13.05.2016 10:19 • x 1 #18


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