Pfeil rechts
27

Hallo ihr alle,

ich habe mir gestern ein neues, gutes Buch über das Thema Trauma und ihre Behandlungen gekauft.

Da stand hinten im Buch, habe das beim flüchtigen durchblättern gefunden, das man auch am Trauma wachsen kann.

Glaubt ihr, dass man echt an Schicksalsschlägen, egal welche, wachsen kann? In irgendwelchen bereichen?
ich fühle mich seitdem nur verrückter und neben der Spur, aber ich wüsste nicht wie mich das weiter bringen kann/könnte...

Na okay, gut ich lerne mich besser kennen durch die ganzen Therapien und ich habe dadurch viele liebe menschen getroffen, die ich dadurch ja nie kennen gelernt hätte, aber sonst....

Mit lieben Grüssen,
Delphin

08.01.2014 19:01 • 16.07.2018 #1


53 Antworten ↓


Huhu,

ich bin an allen meinen Schicksalsschlägen gewachsen. Ich wäre nicht die, die ich heute bin, wenn ich nicht das erlebt hätte, was ich erlebt habe. Gute und Schlechte Dinge.
Magst du mir verraten wer der Autor des Buches ist?

Lg,
Dani

08.01.2014 19:03 • x 1 #2



Schicksalsschläge - daran wachsen?

x 3


Hallo,

am Trauma wachsen, das sagt sich so schön und möchte Mut machen,
es ist sicher auch etwas dran, Erfahrungen prägen einen
nur: Habt Ihr nicht auch Spätfolgen? Wenn es einem schlecht geht, fällt es schwer, zu
glauben, dass ich am Trauma auch gewachsen bin
Mir geht es jedenfalls so, dass es mich auch jetzt noch oft runterzieht, nicht zu wissen, wie lange es sich noch hinziehen wird, bis ich aus meiner Erschöpfung einfach wirklich
mal einen deutlichen Schritt herauskomme
andererseits gibt es auch wieder bessere Tage
natürlich bin ich auch daran gewachsen, z.B. insofern, als es mich an meine Grenzen
gebracht hat, so dass ich mich zu mehr Ruhe quasi selbst zwingen musste
das hat tatsächlich auch dazu geführt, dass nicht mehr alles so eng sehe
es hat mich irgendwann auch egoistischer gemacht, wenn auch erst spät
ich denke, jeder wächst auf seine individuelle Weise

Grüsse
von cichysp

08.01.2014 19:24 • x 1 #3


Ich sehe es auch eher so wie Cichysp. Sicher erholt man sich von Schicksalsschlägen meist wieder, aber ein Knacks bleibt doch zurück und man kann froh sein, wenn man psychisch wieder dort landet, wo man vorher war. Über sich hinauswachsen werden die wenigsten. Viele Bücher versuchen meiner Ansicht nach, Probleme schönzureden. Und es ist ja tatsächlich schöner, einen Schicksalsschlag als Chance oder sogar Gewinn zu sehen. Aber ob das der Realität entspricht? Ich weiß nicht... ich kann dieser ganzen positiv denken-Schiene nichts abgewinnen. Sie setzt Betroffene auch ganz schön unter Druck, finde ich.
Was ich schon denke, ist, dass in fast allem Negativen auch immer etwas Positives (und sei es etwas ganz Winziges) steckt. Dieses Positive wiegt aber das Negative nicht auf, zumindest bei mir nicht.

08.01.2014 21:27 • x 2 #4


Hallo Delphin,

ich denke schon, dass man an Schicksalsschlägen wachsen kann. Schwierig wird es jedoch, wenn vieles zusammenkommt, aber wenn man an sich arbeitet, mit Hilfe einer Therapie (manchmal reicht eine nicht aus), dann lernt man besser damit umzugehen und das Beste aus allem zu machen. Auch ich habe in meiner ganzen Laufbahn schon viele nette Leute kennengelernt, die ich keinesfalls missen möchte und ich habe auch schon einiges erreicht, trotz Schwierigkeiten. Das macht mich ganz einfach stark und ermutigt mich, weiter an mir zu arbeiten, um noch was Positives von meinem Leben abzugewinnen.

Liebe Grüße

09.01.2014 10:09 • x 1 #5


Hallo,

danke erst einmal für alle eure Antworten !

@Rockabella84,
danke für deine Sicht der Dinge. Das ist intressant, das du schreibst das du an allen deinen Schicksalsschlägen gewachsen bist!
Klar verrate ich dir, wer der Autor ist. Das Buch heißt: Trauma Folgen erkennen, überwinden und an ihnen wachsen, von Prof. Dr. med. Luise Reddemann und Dr. med. Cornelia Dehner-Rau.
vom Trias verlag.
Hast du auch schon mal Bücher gelesen, die als Selbsthilfebücher geeignet sind und die gut helfen, also die auch sich um das Thema trauma handelt?

@cichysp,
das stimmt, wenn es einem schlecht geht, dann würde sich für mich die gleiche Frage stellen. Wo bin ich jetzt hieran gewachsen?!
Klar habe ich Spätfolgen und davon ne ganze Menge. Die Albträume die mich seid Jahren verfolgen und noch viele andere schlimme Ängste...viele Gefühle mit denen ich gar nicht mehr klar komme ect.

ja das sind wiederrum ja auch posetive Dinge. Also das du jetzt nicht mehr alles so eng siehst oder manche Dinge anders siehst..
Aber eigentlich finde ich überwiegen da doch mehr die negativen Sachen die bleiben?
ich sehe das gerade noch nicht ganz so alles bei mir......kann natürlich auch sein, das ich es erst in der weiteren Therapie irgendwann so sehen kann erst.

@juwi,
das stimmt, im Buch hier ist das auch eher theoretisch einfach machbar geschrieben, aber das einfach so umzusetzten ist dann ne ganz andere nummer.


@Finja,
das freut mich für dich, wenn du daran wachsen konntest.
ich bin mal gespannt ob ich das nach der Traumabehandlung dann auch so sehen kann.
Bekomme jetzt ja eine neue Therapeutin die auch Traumatherapeutin ist.
Und vielleicht sehe ich das dann in ein paar Monaten irgendwann anders.
Aber im moment finde ich es verdammt schwer da posetives entdecken und zu sehen..

Mit lieben Grüßen,
Delphin

09.01.2014 12:21 • #6


Ich glaube schon, dass man an Schicksalsschlägen wachen kann. Egal welche kann ich mir eher nicht vorstellen.
An dem, was mir im Leben passiert ist, bin ich definitiv gewachsen, aber mir sind auch nur normal schlimme Sachen passiert. Dinge, die eben zum Leben dazugehören. Krankheit. Tod eines Angehörigen, schreckliche Kindheit etc...
Der normale Wahnsinn halt.

In meiner Selbsthilfegruppe hatte ich vor einigen Jahren einen Menschen, der an Krebs erkrankt war und in der Zeit, als es ihm am dreckigsten ging, seine gesamte Familie, die ihm sehr nahe stand, bei einem Unglück verloren hat.
Wie dieser Mensch es geschafft hat, durch sein sehr persönliches Jammertal zu gehen und trotzdem noch versucht hat, das Beste aus seinem Leben zu machen, fand ich damals sehr beeindruckend und inspirierend.

Ich bin grundsätzlich kein Freund davon Schicksalsschläge gegen einander aufzuwiegen. Was aber durchaus zu einer positiveren Einstellung führen kann, ist das eigene Leid mal ein wenig in Relation zu dem zu setzen, was andere Menschen durchmachen. Ich kann in den allermeisten Fällen nicht beeinflussen, was mir passiert, aber in meiner Macht liegt es, wie ich damit umgehe, was ich damit tue, wie ich davon mein Leben bestimmen lasse.

09.01.2014 13:57 • x 2 #7


Hallo,

@AJPsychic,

danke auch dir für deinen Beitrag.

Der eine Gedanke gefällt mir bei dir, das mit dem, schauen was andere durchmachen. Ist nur schlecht, wenn man denkt das es andere nicht wirklich schlimmer etwas haben- gut wenn ich Menschen sehe, denen es körperlich schlecht geht, dann denke ich schon so was wie: ist das gut das du nicht körperlich krank bist, vielleicht kannst du ja noch gesund werden.

Mit lieben Grüßen,
Delphin2

09.01.2014 21:45 • #8


Liebe Delphin2
es ist bei mir auch Tagesform abhängig, in welche Richtung es ausschlägt, wie ich die Dinge sehen kann und es kommt dazu, dass ich nie eine Traumatherapie gemacht habe,
vielleicht so gut verdrängt und nicht Wahrhaben wollen und ich hab es vielleicht auch selbst nicht gewollt, wollte es selbst nicht wirklich angehen, sondern auch so irgendwie leben und es kam die Macht der Gewohnheit hinzu: eigene Bedürfnisse ignorieren, eigene Probleme verschweigen oder herunterspielen [Hintergrund ist auch ein emotionaler Missbrauch durch meine Mutter] - es wurde jedenfalls erst jetzt bei mir diagnostiziert, vorher waren es jedes Mal andere Diagnosen und jetzt höre ich in meiner Umgebung, dass es Traumatherapie NUR stationär gibt, nicht ambulant, z.B. in der Klinikambulanz, in der ich letztes Jahr war, wurde mir das so mitgeteilt und auch von Ärzten
bin am Überlegen, eine Selbsthilfegruppe zu finden oder eine zu gründen
denn das wünschte ich mir schon seit langem, hab auch ein zwei Anläufe gemacht, die eine war bei Emotions anonymous, war da nur ein oder zwei Mal, ich konnte da nicht Fuß fassen, konnte mich dort einfach nicht überwinden, über mich zu reden in meiner 2 Minuten Redezeit, die jeder hat … vielleicht hab ich auch zu schnell aufgegeben
Die andere war eine Private, sie hielt etwas länger, doch sie war eher ein geselliges Zusammensein von Leuten, die sich unter anderem auch über ihr Problem unterhielten, nach ein paar Monaten löste sie sich auf
Über die Jahre bewältigt man einiges selbst – auch ohne Therapie, dieser Meinung bin ich inzwischen, obwohl ich jahrelang dachte: Mein Leben wird nicht ausreichen, um zu bewältigen. Es wird sicher etwas sein, womit man ein Leben lang umzugehen hat,
doch hat man selbst durchaus Einfluss auf den Umgang, man kann mit Gedanken arbeiten, s. Hinweis von Psychic
Bist Du an einem Selbsthypnosetext interessiert, den ich empfehlen kann?
Ein Buch, das ich sehr gut finde, ist „Ihr Körper glaubt was Sie ihm sagen“ von Serge King, in diesem Buch geht es um dieses Thema und auch um den Umgang, er empfiehlt unter anderem auch die Gründung einer Selbsthilfegruppe [auf S. 185] als die „bei weitem beste Art“, die im Buch beschriebenen Verfahren umzusetzen
so viel für heute
Grüße von cichysp

11.01.2014 03:59 • x 1 #9


Ist es nicht die alles entscheidende Frage, ob man an Schicksalsschlägen wachsen will? Wenn ich mir ständig die Fragen stelle, warum ich? Warum passiert das gerade mir? Warum hat das Schicksal mir diesen schlimmen Weg beschert? Wie soll ich das bloß schaffen?..... Wie kann man dann wachsen?
Ist es nicht besser, das Schicksal anzunehmen und zu schauen, was ich dadurch lernen kann? Wie ich aufgrund dieser Erfahrung mein Leben ändern möchte? Bewußter leben z. B., weil der Tod sehr plötzlich kommen kann. Oder wie schon geschrieben, Selbsthilfegruppe bilden um anderen eine Möglichkeit zu geben sich auszutauschen und gemeinsame Wege zu finden, wie man damit umgeht. Oder erkennen, dass die Eltern (bei Misshandlungen etc.) psychisch krank sind und es deshalb nicht wahr ist, dass ich nichts wert bin. Sie mir das nur einreden wollten, weil...

11.01.2014 09:21 • x 1 #10


Hallo,

@cichysp,
nee, Traumatherapie gibt es ambulant sowie stationär. Aber ich glaube wenn man es stationär macht, dann hat man schneller einen Ansprechpartner wenn es einen schlechter geht oder man mit etwas doch schwerer zurecht kommt....
Möchtest du denn das noch machen oder reicht dir das so?

Das mit den Selbsthilfegruppe ist gut. Ja entweder gründest du eine oder du suchst dir noch mal eine neue. Bestimmt findest du dann diesmal auch die richtige Gruppe! Ist schade wenn sich so was auflöst. Habe auch mal eine gehabt. Wegen sozialen Ängsten.Aber die löste sich dann auch auf irgendwann. Mittlerweile gibt es sie wieder, aber alles neue menschen und ich glaube ich möchte jetzt auch gar nicht in die rein, mehr würde mich eine selbsthilfegruppe intressieren wo Menschen auch Traumatas oder so erlebt haben..oder depressionen haben ect.

Danke dir, für den Buchtitel !

@Rohdiamant,
diese Fagen, wie soll ich das bloß alles schaffen oder vielmehr WARUM ist es passiert ?! habe ich sehr häufig.
An manchen Tagen wiederrum kann ich mir schon sagen, okay du kannst damit leben und wirst damit lernen umzugehen.
Aber es ist noch sehr schwer so zu denken. habe da noch nicht so die Akzeptanz mitunter gefunden. Wie gesagt nur an manchen, guten Tagen klappt es...

Ich glaube ich werde mal demnächst mir echt eine Selbsthilfegruppe raussuchen...
Bist du auch in einer Selbsthilfegruppe?

Mit lieben Grüßen,
Delphin

11.01.2014 13:29 • #11


Zitat von Delphin2:
An manchen Tagen wiederrum kann ich mir schon sagen, okay du kannst damit leben und wirst damit lernen umzugehen.
Aber es ist noch sehr schwer so zu denken. habe da noch nicht so die Akzeptanz mitunter gefunden.

Das ist auch nicht die ganz richtige Einstellung. Das ist nur so ein Hinnehmen. Fang an dir selbst zu vertrauen. Du schaffst das, du kannst wachsen. Also nicht: Ich kann damit leben, sondern: Ich will damit leben. Ich will daraus meine ganze Kraft schöpfen. Warum auch immer ich dieses Schicksal habe ist nicht wichtig, sondern nur, wie ich damit umgehe. Was ich daraus mache.
Zitat von Delphin2:
Bist du auch in einer Selbsthilfegruppe?

Nein, ich bin ein absoluter Einzelkämpfer. Mein Vertrauen in andere ist sehr klein. Die genaue Ursache kenne ich dafür nicht, vielleicht weil ich als Baby allein im Brutkasten lag und damit mein Urvertrauen zu meiner Mutter (dem zu diesem Zeitpunkt wichtigsten Menschen) verloren ging?
Ich lerne immer mehr mir selbst zu vertrauen und versuche nun anderen das zu geben, was ich mir immer gewünscht habe. Dadurch, dass ich mich ändere, ändert sich auch mein Umfeld und es kommt inzwischen immer mehr zurück. Das ist schön.

11.01.2014 14:27 • x 1 #12


hi Delphin2

gute Frage, ob ich noch eine Traumatherapie machen möchte - im Prinzip ja, nur es müsste auch der richtige Zeitpunkt sein, d.h. ich müsste bereit dazu sein ... und zum richtigen Zeitpunkt auch die richtige Therapeutin gefunden haben ... Therapien sind für mich nicht das einzig Heilbringende, da nehme ich auch eine Traumatherapie nicht aus
es hat sich wie gesagt einiges „von selbst“ schön gelöst,
nur will ich unbedingt wieder kräftiger werden
was das Thema „eigene Bedürfnisse“ besser beachten etc. betrifft, bin ich auf einem guten Weg und will noch besser darin werden, 2012 war ich völlig ausgebrannt und will das nie mehr erleben, kündigte letztes Jahr meine Stelle, das war schon mal ein erster wichtiger Schritt – obwohl hin und wieder Zweifel – weshalb Zweifel? Wie viel besser fühle ich mich schon jetzt? Die Zweifel sind noch ein Relikt aus meiner „einseitig kopfgesteuerten Zeit“, ich weiß, es war vollkommen richtig! Ich brauche etwas völlig anderes, eine völlige Neuorientierung, es ist nicht einfach, eine ambulante Traumatherapeutin überhaupt erst mal zu finden - in meiner Gegend bekomme ich gesagt: nur stationär (!) und wenn doch gefunden, die lange Wartezeit … ob das sinnvoll ist? Eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie letztes Jahr hat mich nicht wahnsinnig viel weiter gebracht, irgendwie hab ich s im Moment nicht so dringend mit herkömmlichen Therapien – EMDR wäre allerdings etwas, was ich machen würde. Mal sehn, was ich als erstes angehe
Seit ich die Selbsthypnose mache, hat sich bei mir doch wieder einiges um einen deutlichen Schritt verbessert und ich bin auf einem sehr guten Weg, denke ich, es liegt viel an mir, wie ich weitermache, klar
ich denke, ich werde eine kleine Selbsthilfegruppe selbst gründen und sie versuchen, nach den Empfehlungen im Buch von Serge King, Kap. 18 über kooperatives Heilen zu gestalten, auch wenn das zunächst einmal Arbeit bedeutet, er schreibt, die vereinten Ideen, Hilfsquellen und Energien, die gegenseitige Ermutigung und Stärkung können wesentliche und sogar aufsehenerregende gesundheitliche Fortschritte innerhalb der gesamten Gruppe zuwege bringen, das interessiert mich momentan am meisten, wenn s natürlich auch Anstrengung bedeutet
Oft hilft mir auch die Dynamind Methode,
hier, falls Interesse ein Link http://www.alohainternational.org/html/dmtgerm.html
ich bin zufrieden im Moment, denn ich hab auch die richtige Ernährung für mich gefunden und bisher acht Kilo abgenommen und es sollen noch ein paar mehr werden kleine Rückschläge schmeißen mich nicht um, die negativen Gedanken, die dann auftauchen, verzeihe ich mir, sie sind ok und dass ich Geduld brauche, ist mir nichts Neues
Liebe Grüße von chichysp

11.01.2014 18:09 • x 1 #13


Hallo,

@Rohdiamant,

das selber vertrauen ist nur so schwierig. Ich weiß, das ich es lernen müsste, aber es ist verdammt schwierig. Ich vertraue mir in vielen Dingen nicht, wie soll ich mir in so schwierigen Dingen und Themen dann vertrauen lernen?!

Das kann sein, das du das deshalb hast..ich denke mal das wenn man ein kleines Kind ist und die Urbedürfnisse nicht gestillt werden, das in der Persönlichkeit es sich später bestimmt irgendwie zeigt. Und wenn es so was ist das man dann ein sogennanter Einzelkämpfer ist.
Das freut mich das du dir immer mehr vertrauen kannst, vielleicht schaffe ich es ja auch mal irgendwann..

@cichysp,

das stimmt man braucht die richtige Therapeutin und es muss auch der richtige Zeitpunkt sein.

Das was du so schreibst klingt gut. Und es freut mich für dich das du da voran gekommen bist und sogar selbst stärker geworden bist ohne einen Therapeuten an der Seite.

Und das mit der Selbsthilfegruppe gründen finde ich ne super Idee von dir. Dazu ist ja auch Mut wichtig und ich bewundere Menschen die sich so was trauen anzugehen! Ich wünsche dir dabei auch wirklich viel glück!

Mit lieben Grüßen,
Delphin

11.01.2014 18:51 • x 1 #14


Hallo Delphin2,
habe vorhin gerade das mit deiner Mutter gelesen. Das tut mir leid und ich wünsche dir hierbei viel Kraft und dass alles wieder gut wird.
Zitat von Delphin2:
das selber vertrauen ist nur so schwierig. Ich weiß, das ich es lernen müsste, aber es ist verdammt schwierig. Ich vertraue mir in vielen Dingen nicht, wie soll ich mir in so schwierigen Dingen und Themen dann vertrauen lernen?!

Ja, da gebe ich dir vollkommen Recht. Das ist extrem schwierig, aber nicht unmöglich. Nehmen wir mal ein ganz einfaches Beispiel. Fahrrad fahren lernen. Kinder, die viel Vertrauen in sich selbst haben steigen auf und lernen das ein einem Tag. Auch wenn sie mal stürzen, hält es sie nicht ab es wieder und wieder zu versuchen. Die ängstlichen Kinder dagegen brauchen viel länger. Letztendlich lernen es aber doch die allermeisten.
Wenn du es wirklich willst, dann schaffst du es auch. Sicherlich gibt es Rückschläge, die sollten dich aber nicht davon abhalten hartnäckig weiter daran zu arbeiten.
Ich kenne dein Schicksal nicht, aber wenn ich sehe, was andere alles erleben müssen und trotzdem ihren Lebensmut nie lange verlieren, dann gibt mir das Kraft und ich denke, das kann/will ich auch schaffen.

11.01.2014 19:11 • x 1 #15


Zitat von Delphin2:
@cichysp,
Und das mit der Selbsthilfegruppe gründen finde ich ne super Idee von dir. Dazu ist ja auch Mut wichtig und ich bewundere Menschen die sich so was trauen anzugehen! Ich wünsche dir dabei auch wirklich viel glück!
Mit lieben Grüßen,
Delphin

danke Delphin2, ja, ich möchte es jetzt einfach mal angehen, zwei Frauen, die ich in der Ambulanz kennengelernt habe, könnten Interesse haben, die ich auch beide total nett finde
ich überlege auch, somatic experiencing zu machen, das müsste ich denke ich selbst finanzieren, es ist wohl einen Versuch wert
und ich will eins der Trauma Bücher von Peter A. Levine lesen, vielleicht Sprache ohne Worte
Es geht bestimmt auch bei Dir auf einem guten Weg weiter,
die eigene Kraft ist größer, als es uns bewusst ist und irgendwann gründest Du vielleicht auch Deine eigene Selbsthilfegruppe
Tschüß für heute
schönen Abend Euch

11.01.2014 19:39 • x 1 #16


Hallo,

@cichysp,
das passst dann ja auch wenn man schon 2 Frauen kennt die nett sind und mitmachen würden wollen. Dann hast du ja auch einen Anfang schon mal und stehst nicht ganz alleine da.

Was ist somatic experiencing?

Ja Bücher über Trauma ist auch wirklich gut zu lesen, also wenn man das richtige für sich gefunden hat!
Danke für deine Wünsche !

Mit lieben Grüßen,
Delphin

12.01.2014 12:53 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hi,

hier findest Du Info über somatic experiencing,
es ist eine Art von therapeutischer Traumabehandlung, hab mich noch nicht informiert, ob die Kassen es zahlen ...
http://www.somatic-experiencing.de

Liebe Grüße
cichysp

12.01.2014 21:41 • x 1 #18


Ich glaube es nicht. Halte es nur für eine Floskel. Es ist einfach nur schlimm, wenn man Schicksalsschläge erleiden muss. Manche Menschen gehen so munter durchs Leben und andere müssen so leiden. Man kann das nicht so einfach daher sagen. Manche Menschen kommen da natürlich leichter raus als andere. Dass ich daran wachse, könnte ich nicht behaupten. Ich leide darunter.

14.01.2014 10:25 • x 1 #19


Ich glaube, es hängt auch von der eigenen Einstellung ab. Was bedeutet mir Leiden? Welchen Stellenwert möchte ich Leid in meinem Leben einräumen?
Wie möchte ich überhaupt leben?

Ich kann nicht viel verändern, mein Einfluss ist durchaus begrenzt, aber meine eigene Einstellung - daran kann ich immer arbeiten.

14.01.2014 13:27 • x 1 #20



x 4


Pfeil rechts


Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag