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Liebe Forums Mitglieder,
vor etwas mehr als zwei Jahren lernte ich meinen Mann kennen. Damals dachte ich das er akut in einer Krise steckt. Er hatte Probleme mit seinem Studium, hatte häufige Infekte, wirkte gestresst usw. Wenn man noch nicht zusammen wohnt und sich erst kennenlernt dauert es ja, bis man sich ein wirkliches Bild machen kann. Rückblickend kann ich inzwischen sagen, dass dieser Zustand mehr oder weniger zum Dauerzustand geworden ist. Die Schwierigkeiten im Studium sind geblieben, er ist häufig müde und erschöpft, hat körperliche Probleme usw. Ich bin selbst nicht die belastbarste Person, hatte jahrelang mit Ängsten zu kämpfen und hatte nach dem scheitern einer langjährigen Partnerschaft eine Depression. Seit einigen Jahren bin ich aber recht stabil und konnte das alles hinter mir lassen.

Ab da wo wir zusammen wohnten bekam ich natürlich alles viel stärker mit und es belastet mich seitdem auch mehr. Mittlerweile glaube sich auch das es ein Dauerzustand ist, der bei ihm bestimmt auch schon vor unserer Beziehung bestand. Ich weiß nicht was ich tun soll. Ich versuche so gut es geht zu helfen aber merke trotzdem ich werde zunehmend unzufriedener. Es zieht mich auch immer öfters runter und ich möchte nicht auch wieder in eine Krise rutschen.

Ich würde mir wünschen das er endlich wieder dauerhaft fitter wird. Habt ihr Tipps für mich wie ich mit der Situation umgehen kann?

03.02.2019 21:39 • 29.04.2019 #1


6 Antworten ↓


Hallo,

leider hast du vergessen zu erwähnen ob er bereits
in ärztlicher Behandlung ist.

Wären schon wichtige Informationen.

Falls noch keine Ärzte hinzugezogen sind,
wäre das wohl der erste Weg.

Einmal Hausarzt oder Internist. Großes Blutbild, Urinstatus
und was es sonst noch so gibt.

Ist das alles o.B., dann ab zum Psychiater oder Neurologe.

An irgendwas muss es ja liegen, wenn es ihm schon solange
schlecht geht.

Also, alles abklären lassen.

Viele Grüße und alles Gute,
Mari

03.02.2019 23:42 • x 1 #2



Probleme des Partners werden zur Dauerbelastung

x 3


FeuerWasser
Zitat von Lischen:
Ich würde mir wünschen das er endlich wieder dauerhaft fitter wird

"dauerhaft fitter werden" kann er nicht mit deiner Hilfe sondern er muss an sich selbst arbeiten wollen. Dieser Wille scheint nicht so richtig vorhanden zu sein.
Ich denke, dass es auch nie ein guter Ratgeber sein kann mit einem Partner zusammenzuziehen der instabil ist und man selbst ebenso Schwierigkeiten hat.

So wie er sich um seine Gesundheit kümmern sollte muss du dich gleichermaßen um deine kümmern. Am 04.01. hattest du eine Frage eingestellt wo es dir seit
Herbst nicht so gut geht, machst dir Gedanken um Wahrnehmungsstörungen, schwerwiegende psychische Erkrankungen und beschreibst hier, 4 Wochen später, dass du seit Jahren recht stabil seist.

Ich kann dir nur anraten, abseits eurer Beziehung, dass jeder an sich selbst arbeitet um ein tragfähiges Gerüst herzustellen und ihr im weiteren in der Paarbeziehung einen Nenner findet.
Wenn beide belastet sind braucht es beiseits viel Verständnis, Rücksichtnahme, Selbstreflexion und Kompromissfähigkeit.

04.02.2019 00:00 • x 4 #3


Am 04.01.? Im Juni werden es drei Jahre das ich hier das letzte mal geschrieben habe!
Ja ich hatte vergessen zu erwähnen das schon mal bei ihm vor einem Jahr und jetzt auch wieder Blutabnahmen gemacht wurden. Gamma GT war damals erhöht und jetzt noch deutlich höher aber der Arzt kann sich das nicht erklären und unternimmt nix weiter. Leider ist es wirklich so, dass er selbst nicht wirklich was unternimmt und sich nicht gut um sich kümmert. Er raucht weiterhin, ernährt sich ungesund, macht kein Sport obwohl schon leichtes Übergewicht vorhanden ist. Mit Anfang und Mitte 30 sind wir ja noch recht jung und man sollte eigentlich noch keine gesundheitlichen Probleme haben. Vielleicht geht es auch so in Richtung Burnout. Das Problem ist halt, dass er selbst garnicht sieht das es ihm schon mehr oder weniger seit unserem kennen lernen so geht.

04.02.2019 01:17 • #4


Habe gerade nochmal nach geschaut. Das war der 04.01.2012

04.02.2019 01:31 • #5


FeuerWasser
Es wurde vor ein paar Tagen wieder von mehreren kommentiert und das letzte Datum wird angezeigt aber an dem alleine orientiert sich nicht meine Antwort.
Es beißt sich, dass du einerseits "seit Jahren recht stabil bist" aber bist gleichzeitig "nicht die belastbarste Person" und hattest jahrelang mit "Ängsten"
zu kämpfen. Diese Anteile werden immer noch präsent sein.
Die Frage ist in wie weit du auf dich achtest? 2 Jahre Partnerschaft klingt erstmal nach nicht viel aber 2 Jahre mit einem Partner zusammen sein und leben der solche
Schwierigkeiten hat das stelle ich mir sehr nervenaufreibend vor.
Wenn dieses gestresst-sein und körperliche Symptome zum Dauerzustand werden dann stelle ich mir vor, dass ihr beide miteinander nicht viel Qualitätszeit
habt. Sprich, Kino gehen, Essen gehen, Kurzurlaube, Therme, gemeinsame Rituale... das wird mehr oder weniger alles auf der Strecke bleiben?!
Wenn nichts weiter passiert als das ein Partner tagtäglich mit der Psyche zu kämpfen hat wie schaffst du für dich einen Ausgleich? Wo ist für dich in der Partnerschaft
die Waage für ein ausgeglichenes Miteinander? Was gibt er dir zurück?

Es braucht ein ausgeglichenes Geben und Nehmen und es muss jeder auf sich selbst achten und darauf, dass es ihm gut geht. Er will nicht an sich arbeiten und damit ist im Grunde alles gesagt.
Das ist nicht nur eine Entscheidung die er für sich trifft sondern auch eine Entscheidung die er für die Beziehung mit dir trifft. Also entweder ist ihm nicht bewusst, dass dich
die Situation belastet oder es kümmert ihn nicht oder er ist bei genauer Betrachtung gar nicht in der Lage eine tragfähige Beziehung zu führen weil er zu sehr mit seinen Problemen beschäftigt ist.

04.02.2019 08:30 • x 2 #6


Vielen Dank für eure Beiträge. Der Grund warum ich nun erst nach so langer Zeit antworte: Die Ereignisse haben sich nkurz nach meinem Beitrag Überschlägen und wir sind nicht mehr zusammen, womit ich nicht wirklich gut klarkomme. Ich weiß das wir Probleme hatten, zum einen die oben geschilderten und daraus resultierend dann weitere Konflikte. z.B. eben das es auf Dauer immer nervenaufreibender wurde, es weiterhin in seinem Studium schlecht lief und eben auch die gemeinsame Zeit mir oft zu wenig war oder nicht so verlief, wie ich es mir vorstellte. Wir hatten auch noch schöne Erlebnisse (Ausflüge, Urlaub) aber anscheinend war er dann doch so unzufrieden, dass er es unerwartet schnell beendete. Für mich kam das trotz der Probleme plötzlich und ich hätte eine Ehe niemals so schnell aufgegeben.

Ich weiß immer noch nicht was ich von dem Ganzen halten soll und denke viel über die letzten Wochen der Ehe und den Tag der Trennung nach. Bereits im Spätsommer war ich diejenige, die zunehmend unzufriedener wurde weil er auch oft sein eigenes Ding machte. Anstatt zu lernen oder Zeit in die Beziehung zu investieren traf er Kumpels oder nahm Aufträge in seinem Nebenjob an oder lag eben erschöpft im Bett. Ich versuchte immer wieder Gespräche zu beginnen weil ich gemeinsam mit ihm unsere Probleme lösen wollte aber er ging nicht darauf ein, meinte wir hätten keine Probleme oder mauerte und sprach nach einem Streit manchmal tagelang nicht mehr mit mir. Das war sehr schlimm für mich und verschärfte meiner Meinung nach die Konflikte noch.

Es war leider in der Beziehung auch so, dass er teilweise unzuverlässig war und es auch gelegentlich mit der Wahrheit nicht so genau nahm, was bei mir zu Misstrauen führte. Was ich aber am schlimmsten finde ist, dass er immer noch sagte wir müssten nicht reden und das er aufkeinefall eine Trennung will, sich aber dann doch trennte. Ich finde es sehr traurig dass wir nicht gemeinsam an den Problemen gearbeitet haben und fühle mich dadurch so machtlos.

29.04.2019 14:09 • #7




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