ghost

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Ich hab heute mein Vorstellungsgespräch und schon direkt Panik davor. Bereits die letzten Tage waren der Horror. Immer wieder hatte ich Panikattacken, mir wurde übel und ich konnte an nichts anderes mehr denken. Der Versuch mich abzulenken schlug größtenteils fehl. Immer wieder
kam mir das Vorstellungsgespräch in denn Sinn. Und jetzt wo´s bald soweit ist ( heute 11:30 ) bin ich kurz vorm durchdrehn.

Ich sag mir immer das das ganze doch kein Problem ist und das das schlimmste was passieren kann ist das sie mich ablehnen ( und das wohl nicht mal direkt beim Gespräch ). Aber blöderweise beruhigt mich das überhaupt nicht. Im Gegenteil, immer wenn ich darandenke das ich doch ruhig sein könnte weil das das schlimmste ist, krieg ich Panik und denk dran was ist wenn sie mich nehmen?!?! Das ganze ist total irrational aber trotzdem komm ich damit nicht klar.

Ists euch auch schonmal so oder ähnlich gegangen?

31.10.2007 07:38 • 01.08.2019 #1


10 Antworten ↓


Kirschblüte

Kirschblüte


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Hallo ghost

Ich war bis vor kurzem auch so wie du. Hatte unheimliche Aufregung mit allem Symptomen...Seit ich mit meinem Psychologin herausbekommen habe, das ich unbewußt starke " Ablehnung Angst " habe, hat sich das Schlag artig verändert. Weil ich mir bewußt geworden bin, das was in Vergangenheit passierte, nicht deshalb passierte, weil ich abgelehnt und nicht geliebt wurde.
Somit ist es mir jetzt klar, das wenn mich jemand ablehnt ( wie bei einer Bewerbung ), nicht an meiner Person das gerichtet ist. Sondern das viele andere Gründe dafür geben kann. Sogar wenn der Mensch mich nicht leiden kann und deshalb ablehnt, ist es immer noch nicht mein Problem. Da hat eben diese Mensch andere Einstellung..
Deshalb sage ich mir, entweder klappt es oder nicht. Ich bin nicht Schuld dafür. Das hilft sehr. Auch im Hinterkopf habe ich die Gedanke " die Sagen mir ab aber ich bin wenigstens da gewesen und habe probiert"...

Und du mußt auf die Vorstellung dich Freuen, als Würdest du eine Gute Freund besuchen. Und so in die Zimmer rein gehen, mit voller freudige Ausstrahlung. Probiere es mal aus. Stell Dir zu hause vor, wie schön es ist diese Herrschaften zu besuchen und dich seiner Fragen zu stellen. Bei diese Vorstellung in deinem Kopf hast du gleich auch denn Gedanken " Diesen Freund habe ich Jahre lang nicht gesehen und weiß gar nicht wie sie jetzt aussehen" also, somit sind sie dir genau so fremd wie irgend einer Fremder...

Ich weiß nicht ob ich dir erklären konnte, wie ich das meine...
Psychologische Therapie solltest du auch machen.. Obwohl mir jetzt gut geht, mache ich trotzdem meine Therapie weiter...

Alles gute und viel Erfolg wünsche ich Dir...

31.10.2007 14:02 • #2


Cathy


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Hallo Ghost,

klar kenn ich das...ich kann wunderbar mit "nein, danke" klar kommen, das ist nicht schön aber eine klare Ansage, darüber brauch ich nicht weiter nachgrübeln und entscheiden und mich fragen wieso ich, was wollen die von mir etc, etc, jedenfalls nicht lange - währenddessen ein "wir würden uns freuen sie in unserem Unternehmen einzustellen" eine ganze Sturzflut von Fragen, Unsicherheiten und unverhersehbaren Situationen und Ereignissen mit sich bringt, die mir weder ein Personaldisponent noch ein Arbeitsvermittler beantworten kann.

Ich muß dazu sagen, ich bin schon älter und hab schon den einen und anderen Job gemacht...und trotzdem reagiere ich völlig uncool auf Situationen, Menschen und Ergeignisse von denen ich nicht wirklich genau weiß, was von mir erwartet wird...und dann dieses Ding, dass ich nicht "nee doch nicht, oder nee so nicht" sagen kann, wenn der AG erstmal "Ja gerne" gesagt hat... und DAS ist das, was mich schon vorher völlig wischi-waschi und nervös macht....

Ich kann es mir nicht leisten einen Job abzulehnen und wenn ich mich bewerbe, dann änder ich nicht während eines Gesprächs meine Meinung oder fange an über Konditionen zu diskutieren, die schon vom Arbeitgeber in der Anzeige festgelegt wurden - ich spiel keine Spielchen oder versuche für mich Vorteile auszuhandeln. Und wenn ich erstmal einen Vertrag unterschrieben habe, dann bin ich 120% im Einsatz. schei. egal was ich mache, wieviel ich verdiene oder die Kollegen nur das notwendigste machen, oder was ich nebenbei noch so alles aufgedrückt bekomme, was nicht im Vertrag stand...

Ich bin absolut kein Märtyrer, noch sehe ich mich als die weltbeste perfekte Angestellte...ich versteh einfach nur nicht die Regeln und Vorgehensweisen mit denen man als Arbeitnehmer seine "Freiräume" und "Vorteile" erreicht...naklar sehe und höre ich das bei/von Freunden und Kollegen...aber das liegt einfach nicht in meiner Natur.- ich will nicht per Krankschreibung oder Ellenbogen oder ewige Diskussionen und Kleinkriege oder Jammerei meinen Anspruch auf faire Behandlung und Bezahlung durchboxen...DAS ist für mich mehr Stress als eben die Arbeit zu machen. Und genau das kommt bei vielen Vorgesetzten und Kollegen ganz anders an...die glauben, ich mach das weil ich kein Rückrat habe oder Angst habe den Job zu verlieren oder einfach nur Karrieregeil bin...Blödsinn, ich mach das, weil ICH das so entscheide - und wenn ich sage "Jetzt reicht es, dies und das schaff ich nicht mehr" dann hab ich meine eigenen physischen und mentalen Grenzen schon überschritten...wie gesagt, ich spiel keine Spielchen, oder versuche nachträglich mit irgendwelchen Geschichten oder Manipulationen irgendetwas Extra für mich rauszuschlagen...

...soll heißen, ich hab viel mehr Panik vor meiner eigenen Arbeitsmoral und fehlenden "Verhandlungsgeschicken".

01.11.2007 15:06 • #3


Veronika


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Hallo Ihr Lieben,

hat jemand einen guten Tipp für mich? Ich habe einen Vorstellungstermin in 2 Tagen, den ich schon verschoben hatte, weil ich keinen Mut hatte hinzugehen.
An dem Tag habe ich richtig Terror bekommen und habe den Termin mit einer Ausrede abgesagt und um einen neuen Termin gebeten.
Es soll ein Gespräch sein, wo ich mich vor 4 Leuten vorstellen soll...davon 2 sind Doktoren und davor habe ich eben Panik.
Ich habe Angst, daß ich zittere, daß ich nicht zwischendurch schlucken kann und rot werde, daß mich die Leuten dort deswegen auslachen und direkt fragen...haben Sie Angst? was soll ich dann sagen?
Nun sagen meine Freunde, ich soll ihn und ich soll mich der Angst stellen, egal ob ich den Job bekomme oder nicht, es geht ums Prinzip...
Habt ihr auch sowas erlebt? Habt ihr Tipps für mich? wie schafft ihr so etwas?
Ich freue mich über einen Austausch und Eure Erfahrungen zu hören.
Danke
Grüße
Veronika

27.05.2009 13:38 • #4


Pannemann


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23.07.2019 14:14 • #5


survivor3

survivor3


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Hallo,

es klappt besser wenn man in Vorfeld etwas uebt.
Die Fragen sind ja eigentlich immer sehr aehnlich.
Du kennst deine Firma ja schon.
So kannst du gut informiert in das Gespraech gehen.

23.07.2019 14:23 • #6


juwi

juwi


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Erinnerst du dich noch, was letztes Mal gefragt wurde? Und was ganz konkret ausschlaggebend war, dass du nicht genommen wurdest? Sieh es positiv, dass du schon Erfahrung hast. Dass du erneut eingeladen wurdest, zeigt, dass du dich von der Eignung her echt nicht verstecken musst, das müsste dir doch auch Sicherheit geben.

23.07.2019 14:37 • #7


Pannemann


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Mir macht allein schon Angst dass da mindestens 5 Leute sitzen die mir zuhören, ich werde rot wenn mehr als drei Leute im Raum sind...

23.07.2019 15:05 • #8


survivor3

survivor3


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Zitat von Pannemann:
Mir macht allein schon Angst dass da mindestens 5 Leute sitzen die mir zuhören, ich werde rot wenn mehr als drei Leute im Raum sind...

Du kennst es ja schon.Auch die Fragen kennst du schon.Du kannst auch sagen,dass du nervoes bist.
Das ist jeder,das ist normal.
Uebe soviel wie moeglich vorher.
Mach dir vorher Notizen.
Frage ob du sie benutzen darfst.

23.07.2019 15:21 • #9


Pannemann


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So, ich hab die schlimmste Woche meines Lebens hinter mir, ich hab geheult hatte körperliche Schmerzen, Schwindel Durchfall, könnte nicht schlafen hab geschwitzt und und und....
Jetzt hab ich das Gespräch hinter mir, ich war mega nervös hab gezittert dass ich meine Notizen nicht lesen könnte rumgestottert und die Hälfte vergessen, ein Ergebnis hab ich noch nicht und mir geht's immer noch nicht wirklich gut, NIE wieder werde ich meinem Körper einen derartigen Stress aussetzen ich bin Grad reif für die Insel......

01.08.2019 10:34 • #10


survivor3

survivor3


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Zitat von Pannemann:
So, ich hab die schlimmste Woche meines Lebens hinter mir, ich hab geheult hatte körperliche Schmerzen, Schwindel Durchfall, könnte nicht schlafen hab geschwitzt und und und....Jetzt hab ich das Gespräch hinter mir, ich war mega nervös hab gezittert dass ich meine Notizen nicht lesen könnte rumgestottert und die Hälfte vergessen, ein Ergebnis hab ich noch nicht und mir geht's immer noch nicht wirklich gut, NIE wieder werde ich meinem Körper einen derartigen Stress aussetzen ich bin Grad reif für die Insel......
Ich freue mich fuer dich,dass du es ueberstanden hast.
Bestimmt konntest du inhaltlich ueberzeugen und es gibt einen guten Ausgang.
Das Vorstellungsgespraech ist fuer jeden eine Mega Stresssituation,du bist also nicht allein.

Hoffe du kannst dich jetzt etwas entspannen.

01.08.2019 11:55 • #11




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