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O
Hallo,

bei meiner Oma wurde Brustkrebs festgestellt, morgen wird sie operiert. Und ich kann gerade überhaupt nicht damit umgehen. Ich bin sogar von Arbeit heim, weil ich psychisch nicht mehr konnte.

Es ist nicht der erste KH-Aufenthalt, es ist nicht ihr einzige Krankheit. Und doch nimmt es mich diesmal so viel mehr mit. Habe gestern nochmal mit ihr telefoniert und bin danach zusammen gebrochen.

Verdammt, wenn jeder wegen sowas daheim bleiben würde, würde wohl halb Deutschland daheim sitzen. Nur nützt mir dieser Gedanke grad gar nix. Genauso wenig wie der, das andere Leute gerade schlimmeres durchmachen. Darum bitte ich Euch auch, das jetzt nicht zu antworten. Denn ich weiß es ja, nur hilft mir das nicht.

Ich ärgere mich total über mich selbst, dass ich das nicht in den Griff kriege. Wir haben auf Arbeit so viel zu tun, ich kann mir das nicht leisten. Ich weiß aber das ich morgen auch nicht gehen werde ... nicht gehen kann.

Ich habe schon überlegt mir vom Doc irgendwas beruhigendes geben zu lassen. Aber da kommt meine Medikamenten-Phobie zum Tragen. Ich traue mich nichtmal an Rescue-Bonbons, obwohl die mir früher gut geholfen haben.

Es ist zum verrückt werden. Dabei ging es mir letzte Woche so super. Ich weiß grad nicht was tun. Jemand einen Rat?

LG

12.01.2015 11:19 • 07.02.2015 #1


18 Antworten ↓


RicoBee
Hi Odile

Der beste Rat, den ich dir geben kann, ist, dich nicht selbst fertig zu machen. Gedanken wie wenn jeder so reagieren würde und andere Leute und Ich ärgere mich total über mich selbst trittst du am besten gleich mal in die Tonne. Du bist nicht jeder oder andere Leute, und wie andere in deiner Situation reagieren würden (du wärst vermutlich überrascht wie vielen es ganz ähnlich ginge), muss dich überhaupt nicht interessieren. Dass du so reagierst, zeigt doch nur, wie sehr dir deine Oma am Herzen liegt. Und das ist voll okay!

In diesem Sinne wünsche ich euch beiden, dass alles gut geht!
Rico

12.01.2015 11:33 • #2


A


Oma wird operiert

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N
Feigheit wird Dir aber auch nicht helfen. Reiss Dich zusammen und denke an diejenigen, die jetzt deinetwegen mehrarbeit haben, zbsp. Deiner Oma hilfst Du mit Deinem, wenn auch unbewusstem Egoismus, erst recht nicht. Sitzt ja nicht mal wenigstens bei ihr.


Man man man.

12.01.2015 12:44 • x 2 #3


O
@RicoBee.
Danke

@No_Smile
DICH hab ich grad noch gebraucht.
Keiner hat Mehrarbeit wegen mir. Ich muss das alles ganz allein nacharbeiten. Somit schade ich grade nur mir selbst. Besser als jetzt drin zu sitzen und auch nix auf die Reihe zu kriegen und hinterher alles korrigieren müssen.
Wenn ich mit 40 Fieber rumkriechen würde, würd auch jeder sagen, geh heim. Wär dasselbe. Krank ist krank, Punkt.
Und ich wäre bei ihr, aber sie will das nicht.
Und dein man man man denke ich mir bei vielen Deiner Antworten auch. Nicht nur Du hattest ne sch... Kindheit!

12.01.2015 13:31 • x 3 #4


N
Mit dem kleinen Unterschied meine Liebe: Ich Kämpfe gegen meine Schwächen und Stelle mich den Herausforderungen, weil ich das jammern und diese Zustande nicht ertragen will. Jeder kleine Sieg den ich erkämpft habe hat mir gezeigt, dass man alles erreichen kann, qm man es wirklich will und hart daran arbeitet. Ich finde es immer niedlich wie ich für meine Art angegangen werde, immer davon ausgehend das jeder hier such das gleiche Ziel anstrebt.: befreit sein von zwängen, Ängsten und sorgen. Endlich wieder Selbstbestimmung. Ich kann nur als Beispiel dienen, dass es möglich ist. Aber es kostet viel Kraft und disziplin. Härte und sich nicht hangen lassen.

Deshalb kommt von mir auch oft die Provokation, dass viele gar nicht wollen und lieber ewig sich einfacher der Schwäche und dem leid hingeben.

Und Nachtrag; Mangelndes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl, sowie Schwäche, etc sind KEINE Krankheiten! Noch schlimmer wenn man Untugenden meint auch noch auf dieser Schiene legitimieren zu wollen!

12.01.2015 16:28 • #5


S
No _ Smile

Entschuldige , aber du bist,.... das schreib ich lieber nicht.
Ich find dich UNMÖGLICH.

Schubsi

12.01.2015 16:36 • x 2 #6


S
Odile,

ich kann dich gut verstehen. Ich schicke dir ganz
viel Kraft und deiner Oma alles Gute.

Schubsi

12.01.2015 16:38 • #7


N
@schubsi: das ist ja auch Dein gutes Recht. Und wenn Du A.r.s.c.h.l.o.c.h schreiben möchtest, dann kannst Du das gerne tun. Ist nichts neues.

12.01.2015 16:42 • #8


RicoBee
@No_Smile Dein Larry-Winget-Approach hat in gewissen Situationen durchaus seinen Nutzen und seine Berechtigung. Aber glaub's mir, das war jetzt weder die Zeit noch die Situation dafür

12.01.2015 16:43 • x 3 #9


N
Seit wann gibt es fur Pitbulls so etwas wie Taktik.

12.01.2015 16:49 • #10


S
No_ Smile,

Nein, das ist nicht meine Art, ich möchte dich auch
nicht beleidigen.
Ich fand es nur sehr traurig. Da ist ein Mensch, der möchte
etwas getröstet werden und du haust mit der Schippe drauf.

Schade.

Schubsi

12.01.2015 17:05 • x 4 #11


N
@Schubsi: Um jemanden zu bleidigen muss Du jemanden haben, der sich Beleidigen lässt... oder sich beleidigt fühlt. Das passiert bei mir in eher seltenen Fällen.
Wenn Du der Meinung bist, dass hier Trost das richtige ist, dann hindert Dich keiner, ihn zu spenden. Ich bin der Meinung, dass man - wie hier auch gesehen - sehr viel auf die Krankheit geschoben werden kann, was erstens keine Krankheit ist und zweitens durch ein wenig mehr Selbstdisziplin sehr gut in den Griff zu bekommen ist.
Und Du wirst mir wohl recht geben, dass sich hängen lassen und rumjammern definitiv einfacher ist, als die Kraft aufzubringen und gegen die Schwäche anzugehen. Vor allem, wenn das Überwinden der Schwäche - mit seinem Einhergehen als Erfolg - mehr zu einem positiven Weg nach vorne beiträgt.

Jedes Ziel verlangt seinen Einsatz, es sei denn Du glaubst, dass Spitzensportler ihre Erfolge nur dem Glück zu verdanken haben, oder erfolgreiche Menschen sich die ganze Zeit auf dem Hintern ausgeruht haben.

Geht nicht, gibts nicht und ich kann nicht heißt, ich will nicht.

Wenn man einen Willen besitzt, dann ist alles möglich. So mein Motto aus der Praxiserfahrung. Rückschläge und mal Tiefpunkte gibt es bei jedem Mensche, auch beim erfolgreichen. Aber zu meinen, ein gutes und glückliches Leben stellt sich ein, indem ich mich hinsetze und darauf warte, dass der Glücksprinz vorbeikommt..... tja, sehr naives denken.
Interessanter finde ich, dass mein Hauen mit der Schippe sogar zwei Danke erhalten hat. Sollte vielleicht auch mal darüber nachgedacht werden.

In diesem Sinne
No_Smile

Nachtrag:
Dennoch wünsche ich ihrer Oma einen positiven Verlauf und gute Besserung!

12.01.2015 19:56 • x 2 #12


I
@No_smile: Du hast irgendwo geschrieben, dass du selbst nicht von Ängsten oder anderen psychischen Problemen betroffen bist, sondern hier einfach so schreibst. Von daher möchte ich dich bitten, sensibler mit den Gefühlen und Problemen anderer umzugehen. Denn deine Holzhammermethode ist nicht immer und gerade in Akutsituationen absolut nicht angebracht!

12.01.2015 20:01 • x 5 #13


N
@Islandfan: Schade, ich hatte gedacht, Du hättest es verstanden. Es gibt hier auch andere Kategorien und vielleicht habe ich ja auch Ängste und habe sie nur nie erzählt? Ich habe andere Probleme hier offenbart. Mag sein, dass Du Dir nicht einen Moment vorstellen kannst, dass hier jemand ist der vielleicht gewisse Dinge überhaupt icht ansprechen will. Nur weil eine Vielzahl meinen ALLES von sich zu geben, muss das nicht zwingend auch für ALLE gelten.
Also fahr runter und verschone mich bitte mit gut gemeinten Ratschlägen... ok? Oder wir einigen uns darauf, dass Du Deine Meinung schreiben darfst, dann lass ich Dir die Ratschläge und ich darf meine schreiben und Du lässt mir den Hammer. Ist doch fair oder?

12.01.2015 20:05 • #14


I
Aber die Frage ist halt, ob der Hammer immer die richtige Art ist. Ich gebe dir Recht, dass der Erfolg einer Therapie immer an einem selber liegt und ich denke auch, dass man selber aktiv werden muss. Würde die Hammermethode aber so einfach funktionieren, dann bräuchte man keine Therapeuten, denn die menschliche Psyche ist dafür einfach zu komplex. Einige sind halt noch nicht so weit um zu erkennen, dass man mit für den eigenen Erfolg verantwortlich ist.
Und in einer Akutsituation ist es sowieso der ungeeigneteste Punkt, dafür verurteilt zu werden.

Soviel meine Meinung dazu.

Über deine Biographie bin ich gerade nicht auf dem Laufenden, bzw. ich habe nirgendwo gelesen, wo du was dazu geschrieben hast, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich die entsprechenden Threads nicht aufgerufen habe. Ich bin aber gerne bereit, deine Problematik kennen zu lernen.

12.01.2015 20:10 • x 1 #15


N
Zitat von islandfan:
Über deine Biographie bin ich gerade nicht auf dem Laufenden, bzw. ich habe nirgendwo gelesen, wo du was dazu geschrieben hast, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich die entsprechenden Threads nicht aufgerufen habe. Ich bin aber gerne bereit, deine Problematik kennen zu lernen.


Nun, dann such mal die Beiträge auf. Und über etwaige andere Probleme werde ich hier nicht sprechen. Weder mit Dir, als mit sonst irgendjemand. Die Kategorien meiner Probleme existieren und mir hat es geholfen. Alles andere ist erst mal nebensächlich.

Bye the way.. hört auf so zu tun, als würd ich immer nur den Hammer auspacken. Übertreibung ist scheinbar ein Phänomen, was bei vielen hier mit einhergeht.

12.01.2015 20:14 • #16


J
Zitat von Odile:
bei meiner Oma wurde Brustkrebs festgestellt, morgen wird sie operiert.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen:
Wenn er früh genug erkannt und behandelt wird ist eine Heilung zu 100% möglich.
Ich drück Deiner Oma die Daumen,
und Dir auch damit Du wieder gefühlsmäßig in trockene Tücher kommst!

12.01.2015 20:25 • x 1 #17

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O
Zitat von JazzTown:
Zitat von Odile:
bei meiner Oma wurde Brustkrebs festgestellt, morgen wird sie operiert.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen:
Wenn er früh genug erkannt und behandelt wird ist eine Heilung zu 100% möglich.
Ich drück Deiner Oma die Daumen,
und Dir auch damit Du wieder gefühlsmäßig in trockene Tücher kommst!


Ja ich weiß. Sie hat das ja schonmal durch vor 20 Jahren. Aber genau Da liegt das Problem.... Es wurde nicht früh genug erkannt bzw. sie ist nicht gleich zum Arzt als sie es gemerkt hat. Und dann hat der sie 4 Monate hingezogen. Das es nicht allzu gut aussieht, War schon vor der OP klar.
Jetzt muss sie erstmal noch mehrere Untersuchungen und bekommt erstmal Bestrahlungen. Danach sieht man weiter...

Meine Tücher sind auch schon wieder trocken. Was ich allerdings leider nicht der Eröffnung dieses Threats zu verdanken habe. Dabei dachte ich hier wären die Mitglieder füreinander da und würden nicht noch aufeinander einschlagen.
Aber solches Egos die glauben nur ihre Meinung zählt gibt's ja leider überall. Statt das die einfach mal ihre Fresse halten würden... Und dann auch noch so tun als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gefressen. Das man da selbst was für tun muss. Boah, Nee, da wäre ich sicher nicht von allein drauf gekommen. Ich verneige mich vor dieser bahnbrechend neuen Erkenntnis. Sollte unbedingt in der Fachpresse veröffentlicht werden. Oder am besten ein Buch drüber schreiben, könnte man Millionen mit machen.

Ich wollte mir das eigentlich nur von der Seele schreiben (soll ja helfen) und ein paar Tipps zur Unterstützung um schneller aus diesem Tief raus zu kommen. Ich dachte da an erprobte Homöopathie-irgendwas-Kram oder Lesetipps oder sowas. Naja jetzt auch egal. Nächstes Mal bin ich jedenfalls schlauer und schreibe hier nicht mehr.

07.02.2015 16:19 • #18


A
Hallo Odile,

schade, dass du nicht mehr schreiben möchtest. Mich würde es wirklich interessieren wie es dir und deiner Oma weiterhin geht. Gerade Kraft geht in solchen Phasen sehr schnell verloren, die Nerven liegen recht schnell blank. Du hast innerlichen Stress, weil du dich sehr um sie sorgst, und das zehrt natürlich an dir. Manchmal muss man Ruhepausen finden und sich auftanken. Meine Mutter ist Herz krank und ich kann dich daher gut verstehen, dass die Gedanken dann auch einfach ungewollt bei dem Kranken sind, obwohl man jetzt besser arbeiten oder sonst was tun müsste. Aber so einfach lässt sich das Herz nicht ausstellen. Das ganze ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Man muss sich seine Kräfte einteilen, sonst brennt man aus (wie ich momentan). Leider weiß man einfach nicht, wie der Marathon ausgeht und wann er beendet wird. Daher ist das emotional nochmal sehr aufreibend. Mir hilft (nicht immer, das gebe ich zu) Baldrian, die gibt's als Dragees. Um den Magen zu beruhigen (weil mir seelischer Stress sehr auf den Magen schlägt) trinke ich dann nur Wasser und Kamillentee. Alles andere bin ich gerade selbst am suchen, wie Homöpathie oder Bücher zum Umgang mit kranken Familienmitgliedern.

Ich wünsche dir und deiner Oma alles erdenklich Gute!

07.02.2015 17:16 • #19


A


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