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Sonnenblume216
Hallo Leute!

Ich würde gern mal wissen wer von euch "Erfahrung" mit depressiven Episoden hat bzw wer auch darunter leidet und was ihr dagegen unternehmt.
Mich hat es seit dem Wochenende wieder voll im Griff. Bin auch grad 1 Woche krank geschrieben deswegen. Habe so einen Internet Test gemacht, da kam eine mittelgradige depressive Episode raus. Ich habe aber auch die letzten Wochen durch die neue Ausbildung viel Stress und Anspannung gehabt. Dazu kam noch das ich in meiner Beziehung nicht wirklich glücklich bin und mich anderweitig verliebt habe...was aber auch nie etwas werden wird, deshalb muss ich mir das aus dem Kopf schlagen.
Ich bin im Moment völlig kraftlos, bin seit Wochen gereizt und aggressiver als sonst, habe nur noch schlechte Laune.
Das regt mich selbst schon auf. Bin einfach völlig mit den Nerven runter gerade.

Hat da jemand Erfahrung mit und kann mir eventuell helfen bzw Tips geben?

24.11.2016 11:24 • 06.12.2016 #1


20 Antworten ↓


pferd123
Mir geht es gerade ähnlich und ich muss morgen arbeiten
Weiß gerade nicht, was los ist. Diese doofe Unruhe in mir. Da schluckt man jahrelang Tabletten und nix ändert sich.

24.11.2016 11:26 • #2



Mittelgradige depressive Episode-was tun?

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Sonnenblume216
Zitat von pferd123:
Diese doofe Unruhe in mir. Da schluckt man jahrelang Tabletten und nix ändert sich.


Bei mir ist es keine Unruhe, bei mir ist es völlige Trägheit und antriebslosigkeit. Ich nehme auch keine Tabletten, außer wenn ich in der Ausbildung bin 2x täglich Neurexan. Wie lange hast du diese Phasen schon?

24.11.2016 11:44 • #3


Hallo Sonnenblume216,

willkommen im Klub. Habe selber Depressionen, mal mehr mal weniger.
Bin deshalb auch in Behandlung. Das optimale für mich habe ich auch noch nicht herausgefunden.
Gespräche helfen mir sehr gut. Bewegung z.B Spazieren gehen. Mal ein wenig auf sich selber achten sich selber wieder Wahrnehmen.
Was möchte ich was möchte ich nicht. Tja und natürlich Streß abbauen.

Fühl dich erst mal von uns geknuddelt und in den Arm genommen.
Das ist doch schon ein Anfang und hilft dir vielleicht ein wenig.

LG

24.11.2016 11:46 • #4


pferd123
Meine Depression ist immer da. Mal mehr, mal weniger. Aber sie ist jeden Tag allgegenwärtig. Allerdings kämpfe ich sie heftig an. Unternehme viel, mache viel Sport und versuche einfach, unterwegs zu sein.
Es klappt auch dann ganz gut. Trotzdem nervt es und seit ein paar Tagen ist sie wieder schlimmer.

24.11.2016 11:49 • #5


Sonnenblume216
Ich bekomme gerade echt Angst. Sehe seit ca einer halben Stunde alles total unwirklich, als ob ich gar nicht ich selbst bin und im Kopf fühlt sich auch alles komisch an.
Und ich muss jetzt zum Röntgen fahren. Ich hoffe das ist kein Fehler wegeb der Strahlung und weil ich mich eh schon so mies fühle.

24.11.2016 12:02 • #6


Sonnenblume216
Zitat von JohnDuh:
Hallo Sonnenblume216,

willkommen im Klub. Habe selber Depressionen, mal mehr mal weniger.
Bin deshalb auch in Behandlung. Das optimale für mich habe ich auch noch nicht herausgefunden.
Gespräche helfen mir sehr gut. Bewegung z.B Spazieren gehen. Mal ein wenig auf sich selber achten sich selber wieder Wahrnehmen.
Was möchte ich was möchte ich nicht. Tja und natürlich Streß abbauen.

Fühl dich erst mal von uns geknuddelt und in den Arm genommen.
Das ist doch schon ein Anfang und hilft dir vielleicht ein wenig.

LG


Danke für deine Worte.
Stress abbauen würde ich gerne. Allerdings weiß ich nicht wie. Progressive Muskelentspannung und Autogenes Training bringen zwar für den Moment was aber nicht auf Dauer. Ich denke auch ständig über alles mögliche nach und kann das nicht abstellen.

24.11.2016 12:11 • #7


Margarita
Wie heißt es leider so schön: "Versuch macht klug!"
Den was dem einen hilft, man den anderen evlt. noch mehr agressiv oder depressiv.

Ich könnte nach der Muskelentspannung von Jakobsen zum Beispiel mit einem Baseball Schläger durch die Stadt maschieren und alles klein hauen. Diese Muskelentspannung macht mich hochgradig agressiv.

Lesen - wenn es ganz schlimm kommt mit dem Loch, da gehen nur ein paar Seiten, dann ist die Konzentration dahin.

Bist du den in einer Behandlung? Als Gesprächstherapie oder so etwas?

Ich bin gerade beim dritten Medikament angelangt. Na ja, zumindest macht es die Sache nur teilweise schlimmer, das ist schon mal ein kleiner Erfolg in meinen Augen.

Fühl dich mal umärmelt.

24.11.2016 12:33 • #8


orsbecker
tja da ist guter rat oft teuer... wie schon gesagt wurde, was dem einen hilft macht den anderen agressiv.
ich bin da auch oft in der zwickmühle wenn die kinder meiner frau hier zu besuch sind. da ich ja auch leut meinem doc eine "schwere depri episode" habe... kommen mir die noch gerade recht. da fliegt dann schon mal die volle kaffeetasse durch den raum oder in den garten.
ich erwische mich dann halt dabei das wenn mir der Ar. platzt, das ich dann unkontrolliert mit der faust vor die wand schlage.
was bringt es mir ? nix... ne blaue hand und das gelächter der kinder... die dann denken, der "alte" hat sie nicht alle.
mit lesen kann ich mich momentan auch nicht ablenken... 20 seiten und das buch fleigt an die wand.
ich hab mich da momentan nicht im griff... vieles ist schon zu bruch gegangen... mein billardstock für 400 euro... jahrelang gepflegt.... überm knie zerbrochen und egal... isser halt kaputt.
manchmal denke ich... wenn ich ne knarre hätte, die hätte ich mir lange in mund gesteckt... ich hab manchmal alles so leid....
aber das darf man ja eigentlich nicht mal sagen

24.11.2016 13:02 • #9


Margarita
Weiß nicht orsbecker, ob man das sagen darf. Aber die Gedanken sind halt nun mal so, in den ganz schlimmen Phasen.
Einer meiner letzten Gedanken wäre zum Beispiel Selbstmord. Aber am nächsten Tag einfach nicht mehr aufwachen müssen, das ersehne ich mir schon manchmal Das das ganze Elend, dem man sich selbst und sein Umfeld aussetzt, einfach ein Ende hat.

Aber das hilft ja nix, da müssen wir jetzt durch.

24.11.2016 13:16 • x 2 #10


petrus57
Zitat von Margarita:
Einer meiner letzten Gedanken wäre zum Beispiel Selbstmord.


Solche Gedanken habe ich auch manchmal. Aber andererseits habe ich Angst vor dem Tod. Ist schon irgendwie paradox.

24.11.2016 13:34 • #11


orsbecker
Zitat von petrus57:
Zitat von Margarita:
Einer meiner letzten Gedanken wäre zum Beispiel Selbstmord.


Solche Gedanken habe ich auch manchmal. Aber andererseits habe ich Angst vor dem Tod. Ist schon irgendwie paradox.


mein traumtod war ja immer... irgendwann beim sex unter 2 20-jährigen ein herzinfarkt... lach...

ich würde es nur manchmal sehr gerne wissen wann der tag X ist.... eine krebs diagnose würde da sehr helfen...

ich will nur nicht monatelang im KH liegen....

24.11.2016 13:47 • x 1 #12


orsbecker
wie kann man nen doppelten kommi löschen ?

24.11.2016 14:01 • #13


petrus57
Oder unter 220-jährigen?

24.11.2016 14:03 • #14


orsbecker
Zitat von petrus57:
Oder unter 220-jährigen?



nein nein, du hast das schon richtig gelesen....

unter 2 knackigen, hemmungslosen hühnern... und schon sind alle depressionen für einen moment verschwunden... lach

naja, im grunde macht man sich zu viel gedanken darüber, auch wenn ich es gerne wissen wollte wann es soweit ist...
man muss ja noch seine leichen ausm keller verschwinden lassen um kein schlechtes bild zu hinterlassen. obwohl...was kümmert mich das ?

24.11.2016 14:06 • #15


Margarita
@petrus57

das wäre eben einer meiner letzten Gedanken - Selbstmord. Sprich, daran denke ich nicht, das ich meinem Leben selbst ein Ende setzten wollte.
An manchen Tagen wäre es einfach nur schön, wenn man Abends einschläft und Morgens nicht mehr aufwachen würde. Und man hat nichts davon mitbekommen.

24.11.2016 16:16 • #16


Thomas R.
Hallo Sonnenblume,

ich leide auch unter Depressiven Episoden und ich kann dir aus meiner Erfahrung sagen, das die eigenen Erwartungen viel zur Stimmungsverschlechterung beitragen.
Oft sind es gar nicht die typischen Depressions Auslöser sondern die eigene Unzufriedenheit.
Mir hat geholfen aufzuschreiben, was mich berückt und unzufrieden macht. Dann hab ich versucht punkt für punkt was dagegen zu tun.
Manches ist mir geglückt, manches weniger.
Du solltest aber nicht aufgeben.
Erst wenn du merkst, das du da nicht weiterkommst solltest du dir Hilfe holen.
Das muß nicht immer gleich heißen, das man Medikamente nehmen muß. Viele gute Psychologen und Psychiater haben Depressionen mit Gesprächen erfolgreich behandelt.

Ich wünsche dir alle Kraft der Welt.

LG und alles gute
Thomas

24.11.2016 16:32 • x 1 #17

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Schlaflose
Zitat von Sonnenblume216:
Ich würde gern mal wissen wer von euch "Erfahrung" mit depressiven Episoden hat bzw wer auch darunter leidet und was ihr dagegen unternehmt.


Ich hatte das jahrelang. Bei mir wurde es ausgelöst durch extreme Schlafstörungen und einen Beruf der absolut ungeeignet für mich war. Mir haben Antidepressiva einige Jahre gut geholfen, ich hatte auch Therapien, aber solange sich an meiner äußeren Situation nichts geändert hat, gab es immer wieder Einbrüche mit Suizidabsichten. Dann habe ich nach 20 Jahren den Beruf aufgebeben und etwas anderes angefangen und seitdem sind die Depressionen wie weggeblasen. Schlafstörungen habe ich teilweise immer noch, aber lange nicht mehr so schlimm wie früher.

24.11.2016 19:03 • #18


Eine Internetselbsttest ersetzt keine ärztliche Diagnose. Da der Zustand schon mehrere Wochen anhält ist es aber wohl nicht nur eine kurzfristig anhaltende Verstimmung. Da kann schon von einer depressiven Episode die Rede sein. Weswegen hat dich denn der Arzt krankgeschrieben? Was empfiehlt er als Behandlung?

24.11.2016 21:38 • #19


Sonnenblume216
Zitat von Intimidator:
Eine Internetselbsttest ersetzt keine ärztliche Diagnose. Da der Zustand schon mehrere Wochen anhält ist es aber wohl nicht nur eine kurzfristig anhaltende Verstimmung. Da kann schon von einer depressiven Episode die Rede sein. Weswegen hat dich denn der Arzt krankgeschrieben? Was empfiehlt er als Behandlung?


Mein Arzt hat mich im Endeffekt wegen Knieproblemen krank geschrieben. War 1 1/2 Wochen zu Hause, hat mir sehr gut getan. Aber ich habe so viel verpasst in der Ausbildung...das muss ich jetzt alles nachholen. Ich bin schon seit knapp 2 Jahren in einer Verhaltenstherapie. Sie hilft auch teilweise, aber eben scheinbar nicht bei allem. Vielleicht sollte ich an der Wurzel meiner Probleme ansetzen, aber dann bräuchte ich eine Tiefenpsychologische Therapie und da müsste ich ja jetzt erstmal 2 Jahre drauf warten wenn die andere Therapie abgeschlossen ist, oder?!
Ich habe diese depressiven Phasen schon seit ein paar Jahren immer wieder. Ich denke das hat teilweise mit meinem Wesen zu tun, teilweise aber auch mit meiner Schilddrüsenfehlfunktion. Die quält mich im Moment auch wieder weil die Dosierung wieder nicht ausreicht.

06.12.2016 17:08 • #20



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